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Stadt Geiselhöring, Kreis Straubing-Bogen

Gingkofen

Zwar ist das Gebiet von Hainsbach-Gingkofen-Wissing schon seit der Jungsteinzeit, seit rund 7500 Jahren, besiedelt (s. Ortsgeschichte Hainsbach,Vorgeschichte), das Dorf Gingkofen selbst aber zählt als -kofen(-hofen)-Ort zu den Ausbauorten, die erst nach den -ing- Orten von den bereits seßhaft gewordenen Bajuwaren neu gegründet wurden.

Sehr früh, bereits zwischen ca. 826/830, ist Gingkofen erstmals urkundlich bezeugt: Abt Apollonius vom Kloster Berg übergab seinen persönlichen Besitz in „Ginginchuova“ (Gingkofen) an den Diakon Erchanfried und erhielt dafür dessen Höfe in Schambach. Diesem Tauschgeschäft stimmte der damalige König Ludwig der Fromme zu. Der in der Urkunde genannte Diakon Erchanfried wurde im Jahre 847 Bischof von Regensburg. Als Bischof von Regensburg war er damals zugleich Abt des Klosters St. Emmeram. Diesem Kloster schenkte er wohl seinen um 826/830 eingetauschten Besitz in Gingkofen. Rund 200 Jahre später erfahren wir aus dem Rotulus, einem Besitzverzeichnis des Klosters St. Emmeram in Regensburg vom Jahre 1031, daß St. Emmeram um diese Zeit in Gingkofen 4 1/2 Huben besaß: „In Ginginchouva IV 1/2 hubas.“

Ministerialen in Gingkofen

Wie in Hainsbach, so gab es zunächst auch in Gingkofen einen Ministerialen (Dienstmann, Beamter, Ritter) des Klosters St. Emmeram, der die Interessen des Klosters in Gingkofen vertrat. Dies erfahren wir aus einer Urkunde, im Jahre 1191 aufgezeichnet, als Kaiser Heinrich VI., Sohn Kaiser Friedrich Barbarossas, regierte. Dieser Klosterministeriale Rupert von Gingkofen übergab vor seinem Tod für das Heil seiner Seele 2 Leibeigene an das Kloster St. Emmeram. Die beiden Leibeigenen Rutpert und Ita hatten jährlich 5 Pfennig an das Kloster zu zahlen, waren aber sonst frei (Wiedemann, Nr. 996). Ein weiterer Gingkofener Ministeriale ist 1224 bezeugt, nämlich Konrad von Gingkofen. Er
war unter anderem Beisitzer und Mitsiegler auf einem Landtag, den Herzog Ludwig der Kelheimer in der von ihm im Jahre 1218 neu gegründeten Stadt Straubing abhielt.

 Der St. Emmeramer Amthof in Gingkofen

Dem Kloster St. Emmeram in Regensburg gehörten sicher seit dem 13. Jahrhundert alle Höfe in Gingkofen mit Ausnahme des Schlöglgutes (jetzt Georg Greschl) und des Kellergutes (jetzt Xaver Bogner). Besaß ein Kloster aber mehrere Höfe in einem Dorf, so pflegte es meist den größten unter diesen zum Amthof oder Ammerhof zu machen. So war es auch in Gingkofen. Da wo heute die Hofstelle von Rita Gerl (Hs.Nr. 5) steht, befand sich einst der stattliche, etwa 300 Tagwerk große St. Emmeramer Ammerhof. Er wurdeum 1845 in vier Anwesen zertrümmert.

 Die St. Emmeramer Ammerhofbauern in Gingkofen

Der Bewirtschafter des Ammer- oder Amthofes war der Amann oder Ammerhofbauer. Er nahm das ganze Mittelalter hindurch bis ins 19. Jahrhundert eine Sonderstellung innerhalb der Dorfgemeinschaft ein. Er hatte die Interessen des Klosters im Dorf zu vertreten.Seine wichtigsten Aufgaben waren: Er mußte die Abgaben der klostereigenen Bauern seines Amtsbezirks einsammeln. Wenn der Abt oder sein Stellvertreter alljährlich mit Begleitern vor der Ernte zur Kornschau ins Dorf kam, so mußte der Amann sie bewirten und womöglich ein Nachtquartiert für sie bereiten. An Schrannen- und Gerichtstagen hatte der Amann als Beisitzer oder Taidinger zu fungieren. Dem Amann oblag die Kontrolle über die Allmende. Auf dem Ammerhof mußte das Gailvieh (Stier, Eber, Widder, Hengst) für die übrigen klostereigenen Bauern des Dorfes gehalten werden. Für seine Dienste erhielt der Amann Abgaben von Höfen und Anwesen des Dorfes.
Im Jahre 1294 ist erstmals ein officialis, ein Amann oder Ammerhofbauer, des Klosters St. Emmeram in Gingkofen bezeugt. Sein Name war Ortholf. Im Jahre 1297 erhielten der Amann Ortholf und seine beiden Söhne Kunrad und Friedrich den Auftrag, den Wald Aiglrain bei Gingkofen zu roden und im 1. Jahr 40 Pfennig, im zweiten 80 Pfennig und dann 1/2 Pfund Pfennig zur Kellerei des Klosters St. Emmeram zu zahlen (Zierngibl, S.161).

Von 1345 – 1366 war Marquard der Ärtelhofer Amann auf dem St. Emmeramer Ammerhof in Gingkofen. Von ihm ist überliefert, daß er für sein und seiner Vorfahren Seelenheil eine Wiese an der Laber an das Kloster Mallersdorf stiftete. Außerdem erscheint er bei
einem Kaufvertrag als Zeuge.
1369 war Heinrich der Huber Ammerhofbauer auf dem St. Emmeramer Amthof in Gingkofen. Ihm folgte Friedrich der Huber. Dieser verkaufte im Jahre 1390 das Erbrecht auf die Kolbachmühle an der Laber, das bisher zum Amthof Gingkofen gehört hatte, um 40 Pfund Pfennig. Der Pächter der Mühle durfte jährlich 2 Fuhren Holz aus den Waldungen des St. Emmeramer Amthofes in Gingkofen wegfahren.

Von 1397 – 1514 ist das Geschlecht der Armansperger auf dem St. Emmeramer Amthof in Gingkofen nachgewiesen.
Im Jahre 1397 wurde Pernhart Armansperger der Amthof übertragen. Doch die Tannberger zu Münster beanspruchten für sich das Vogteirecht, das sie angeblich in Gingkofen, Haindlingberg und auf die Kohlbachmühle hatten. Die Tannberger griffen sogar zur Selbstjustiz und überfielen bewaffnet Gingkofen. Dem St. Emmeramer Amthof wurde dabei großer Schaden zugefügt. Im Jahre 1411 wurden durch Gerichtsentscheid die Ansprüche der Tannberger zurückgewiesen. Ihnen zahlte der Abt von St. Emmeram 90 ungarische Gulden. Von Pernhart Armannsberger aber ist überliefert, daß er in Gingkofen ein Bad und eine Weinstube einrichtete. Außerdem ist er in Kaufs-,Verkaufs- und Lehensverträgen bezeugt.
Auf Pernhart Armansperger folgten 1441 seine Söhne Martin und Dionys Armansperger, 1479 die Brüder Gilg und Wolfgang Armansperger und 1506 Michael und Jakob Armansperger (Söhne des Gilg Armansperger). Letztere versuchten, sich vom Kloster St. Emmeram
unabhängig zu machen. Die „Fehdestifter“ wurden jedoch vom Kloster aller Stücke und Güter in Gingkofen für verlustig erklärt. Ab jetzt folgten nichtadelige Erbrechter auf dem St. Emmeramer Amthof in Gingkofen.
Von 1531 bis 1626 waren Hans, Wolfgang, Gabriel und Andre Setz St. Emmeramer Ammerhofbauern in Gingkofen.
Von 1663 bis 1750 bewirtschafteten dann Rä(t)schmeier den Ammerhof und von 1750 bis1821 Krieger. Das waren Verwandte der Rätschmeier.
Im Jahre 1802 verlor nach der Aufhebung des Klosters St. Emmeram in Regensburg der stattliche, rund 300 Tagwerk große Gingkofener Ammerhof seine Funktion als Ammerhof.
Um 1845 wurde er zertrümmert. Es entstanden 4 Anwesen mit den jetzigen Hs.Nrn. 3, 4, 8 und Kleinwissing. 

 Der Besitz des Klosters Niedermünster in Gingkofen

Das Salbuch (Grundbuch oder Besitzverzeichnis) des hochadeligen Frauenklosters Niedermünster in Regensburg vom Jahre 1444 bezeugt den Besitz von zwei großen Höfen in Gingkofen: das Schlöglgut (jetzt Georg Greschl) und das Kellergut (jetzt Xaver Bogner). Das Kellergut war der Amt- oder Ammerhof des Klosters Niedermünster in Gingkofen. Der Kellerhofbauer hatte als Amann von Niedermünster ähnliche Pflichten wie der St.Emmeramer Amann. Im einzelnen ist überliefert, daß er für Speis und Trank (auch Wein) und Nachtquartier bei der Kornschau vor der Ernte zu sorgen hatte. Waren mehr als 12 Personen zu Pferd zur Kornschau gekommen, so übernahm das Kloster die zusätzlichen Kosten. Auch bei der „Sweinkür“ in der Zeit zwischen Dreikönig und Mariae Lichtmeß hatte der Niedermünsterer Ammerhofbauer für die Gäste aus Regensburg gute Verpflegung mit Schweinefleisch und die „Nachtseld“ (Nachtherberge) vorzubereiten.
Gerichtsfälle der beiden Niedermünsterer Klosterhöfe in Gingkofen wurden auf der Gerichtsschranne im St. Emmeramer Amthof zu Weichs behandelt.
Im Jahre 1568 verkaufte das Kloster Niedermünster seine beiden großen Höfe, das Kellergut und das Schlöglgut in Gingkofen, an das Kloster St. Emmeram, um eine Schuld von 700 fl zu tilgen.

 Gingkofen von 1568 – 1802 geschlossene Hofmark

Ab 1568 gehörten alle Höfe und Anwesen in Gingkofen dem Kloster St. Emmeram in Regensburg. Gingkofen war zu einer geschlossenen Hofmark von St. Emmeram geworden. Damit erhielt das Kloster alle grund- und gerichtsherrlichen Abgaben der Gingkofener. So blieb es bis zur Säkularisation, der Klosteraufhebung im Jahre 1802/1803, wo auch das altehrwürdige und renommierte Reichskloster St. Emmeram aufgehoben wurde.

 Die Ehehaftordnung von Hainsbach und Gingkofen

Das Wort „Ehe“ bedeutet Gesetz, Recht.
Eine Eh(e)haftordnung war eine festgeschriebene Ordnung, die ein möglichst reibungsloses Zusammenleben in einem Gemeinwesen garantieren sollte. Von der Hofmark Hainsbach ist eine Ehehaftordnung erhalten, die wohl um 1700 aufgezeichnet wurde, die aber sicherlich in vielen Punkten schon jahrhundertelang vorher Geltung hatte. Sie enthält Vorschriften über die religiösen Pflichten und das sittliche Verhalten der Untertanen und das Verhalten Fremden gegenüber, außerdem Vorschriften zur Sicherheit im Dorf, Anweisungen betreffs der Feldflur, der Jagd u.a. Alljährlich wurde die Ehehaftordnung bei der Dorfversammlung, auch Eh(e)haft genannt, den Hofmarksuntertanen vom Hofmarksrichter oder Probstrichter vorgelesen und ihre strenge Beachtung befohlen. 

Sollen alle Untertanen, Mann- und Weibspersonen, schuldig sein, an Sonn-, Feiertagenund hohen Festtagen dem heiligen Gottesdienst und der Predigt von Anfang bis zum Ende, wenn keine besondere Verhinderung vorliegt, fleißig, mit Andacht und Verrichtungdes Gebets, eifrig beizuwohnen und an Opfertagen fleißig zu opfern. Die Untertanen sollen an den Kreuzgängen ehrbar und züchtig teilnehmen, das Schwätzen unterlassen. Wenn am Morgen und Abend Gebet geläutet wird, sollen sie fleißig niederknienund beten. Das sollen sie auch ihren Kindern und Ehehalten schaffen (befehlen) und vor und nach dem Essen vor dem Tisch, Gott für die empfangenen Wohltatendanken.

Die Eltern sollen ihre Kinder und die Hausväter die Ehehalten fleißig in die Kirche zum heiligen Gottesdienst und zur Kinderlehre schicken und mit Ernst anhalten. Sie sollen sie von allen Untugenden und bösen Lastern, von Trunkenheit, Leichtfertigkeiten, anderem ärgerlichen Leben, schwerem Gotteslästern und nächtlichem Auslaufen abhalten, sie zu ehrbarem, züchtigem Leben und gutem Wandel anhalten und selber mit Gebet, anderen göttlichen Werken und in allen guten Tugenden Vorbild sein. Sie sollen ihre Kinder an die Arbeit gewöhnen, ihnen das Beten fleißig lernen, an ihnen nichts Ungebührliches übersehen, ihnen Fehler beizeiten abgewöhnen und nötigenfalls sie bestrafen. 

Sie sollen auch ihrer geistlichen und weltlichen Obrigkeit gebührenden Gehorsam und Respekt erweisen und schuldig sein, alle Gebote und Verbote zu halten.

Sie sollen mit jedem nachbarlich, friedlich, einig und bescheiden im Reden sein,jeder dem anderen guten Willen erweisen, niemandem etwas Unrechtes und Unverantwortliches zufügen und über niemanden Schmach und Schande bringen. 

Sie sollen auch in ihren Häusern das Spielen nicht gedulden, noch viel weniger Gunkelhäuser halten. (Gunkelhäuser deutet der Hainsbacher Pfarrer Holzgartner als eine Art Dirnenhäuser. Nach dem Sprichtwort: „Da gehts zu wie in einem Gunkelhaus“.Schmeller dagegen deutet Gunkel in seinem Bayerischen Wörterbuch als eine Spinnstube, eine Zusammenkunft der Mädchen und Weiber an den langen Winterabenden, um gemeinschaftlich zu spinnen und zu plaudern. Diese traulichen Dorfkränzchen,aus denen männliche Personen nicht immer ausgeschlossen waren, findet man inälteren Landesordnungen vergebens verboten, stellt Schmeller fest).

Sie sollen ohne Wissen der Obrigkeit keine Inwohner (Mieter) oder Meier aufnehmen,worauf eine hohe Strafe steht, noch fremde, unbekannte Leute, starke Bettler, gartende (Herberge und Nahrung bettelnde) Soldaten und dergleichen heillosesGesindel über Nacht halten und ihnen Unterschlupf gewähren.

Sie sollen auf das Feuer fleißig Obacht geben, den Rauchfang oft säubern und, wenn derselbe baufällig ist, sofort in Ordnung bringen. Sie sollen nächtlicherweil nicht mit dem Spanlicht in die Ställe gehen, auch nicht über die Gassen. In den Stubenöfen sollen sie weder Obst,Werch noch anderes dörren, auch nicht die Späne auf die Platten legen, keine Scheiter oder anderes Holz liegen lassen, sie sollen in den Häusern keineswegs absedeln (absechteln), worauf hohe Strafe steht. Das Dreschen bei Licht während der Nacht ist gänzlich verboten.

Der Hofmarkswirt darf kein Getränk unbesehen ausgeben und keine verdächtigen unbekannten Leute über Nacht behalten, was strafbar ist. Der Wirt darf weder Bauern, Tagwerkern, Söldnern noch Ehehalten – außer Landreisigen und bei Hochzeiten– nach 8 Uhr abends irgendetwas vorsetzen noch Köpflbier reichen, vor allem nicht mehr das Spielen über die genannte Zeit gestatten, sondern das in Güte verweigern und sich auf das Verbot der Obrigkeit berufen. „Zum fall deme nit nachgelebt: sollte der ybertretter neben dem Wirth gestraft werden“.

Die Untertanen sollen alles, was einen Pfennig wert ist und was sie verkaufen wollen, vorher der Obrigkeit anbieten. Wer das nicht tut, wird bestraft, „darauf der Ambtman sein vleißige Spech (Specht, Augenmerk) halten wird“.

Sollen die Wege, Stege, Straßen, Hecken und Zäune zur rechten Zeit gemacht und unterhalten werden. Die Falltore sollen vor den angebauten Feldern angehängt und die Gräben, so oft es notwendig ist, bei Strafe geräumt werden.

Keiner soll dem anderen hineinackern, hineinmähen und in dessen Grund hineinzäunen.Keiner soll den Rain schmälern noch die March (Grenzstein) versetzen, worauf hohe Strafe steht.

Es sollten keine neuen Fahr- und Gehwege aufgebracht (angelegt) werden, sondern man sollte auf den von alters her gebräuchlichen und hergekommenen Fahrwegen Tunget (Mist) ausfahren und Getreide und Heu heimfahren. Niemand darf über einenangebauten Acker eines anderen fahren, gehen noch reiten oder in anderer Weise beschweren (schädigen), worauf hohe Strafe steht.

Keiner sollte bei Strafe mehr Vieh austreiben und weiden, als er mit eigener Fütterung über den Winter bringen kann.

Die Schweine sollten dem Hüter (Dorfhirte) aus dem Stall herausgetrieben werdenund am Mittag und nachts fleißig in den Stall gebracht werden. Wenn das nicht geschähe, sollten sie vom Amtmann gepfändet werden. Der, dem die Schweinegehören, sollte bestraft werden. Wenn einer junge Schweine das erste Mal zum Hüten austreibt, sollte dieser dem Hüter mit einer Person hüten helfen, bis sich die jungen Schweine zur Herde gewöhnt haben.

Die Gänse dürfen nicht mehr wie bisher im Dorf und auf den Feldern frei laufengelassen, sondern von einem Hüter fleißig gehütet werden. Keiner soll mehr Gänse halten, als nach der Landes- und Polizeiordnung erlaubt ist.

Niemand soll mit seinen Rossen und dem Kühvieh auf den Halmen weiden, bis dieFelder ganz leer sind und der Zehent darauf eingebracht worden ist, worauf hohe Strafe steht. Niemand sollte auf den Feldern, besonders zur Mittagszeit, ehern, bisder Acker von den Feldfrüchten leer ist.

Niemand, weder klein noch groß, darf sich unterstehen, auf einem angebauten Ackerzu grasen, noch das Gras von einer Anwand oder einem Rain zu schneiden, worauf Strafe steht.

Keiner soll seine Kinder außer Land in lutherische Orte schicken noch das gedulden,worauf hohe Strafe steht.

Die Untertanen sind verpflichtet, von ihren angebauten Früchten, von Getreide, Flachs, Kraut und was zum Kleinzehent gehört, den Zehent fleißig ohne Betrug und Vorteil jährlich seinem Zehentherrn zu reichen und nichts zu unterschlagen. Wer zuwiderhandelt, sollte eine empfindliche Strafe erhalten. 

Diejenigen, die Flachs oder Hanf zum Dörren in die Backöfen legen und dann brechen wollen, sollen die Öfen am Tag heizen und dann das Brechen verrichten. Dabei sollen sie fleißig nachsehen, daß kein Feuer, wie oftmals schon geschehen, auskommt (ausbricht). 

Wer von alters her den Stier, Bärn (Eber) und Widder einer Gemeinde halten muß, der soll das ohne Verweigerung tun. Bei Ungehorsam wird er bestraft. 

Man soll nicht eher das Vieh und die Pferde in die Wiesen treiben, bis das Schloßvieh dorthin getrieben wird. 

Wenn Untertanen oder ihre Kinder heiraten, soll durch die Obrigkeit zur Verhütung künftiger Streitigkeiten ein Heiratsbrief erstellt werden. 

Verboten ist aller Verkauf von Getreide, Vieh, Schmalz und anderen Gütern vermög der Landes- und Polizeiordnung, worauf hohe Strafe steht. 

Keiner darf das Weidwerk ausüben und Hasen, Vögel, Füchse und anderes fangen, worauf hohe Strafen stehen. 

Der Müller soll den Graben, wie seit alters geschehen, jährlich zweimal, nämlich an Georgi und an Michaeli, räumen. 

Der Schulmeister zu Haindling und der Mesner von Hainsbach sollen das heilige Ave Maria zu Sommerszeiten von Georgi bis Michaeli um 4 Uhr, zu Winterszeiten von Michaeli bis Georgi aber um 5 Uhr in der Früh läuten. Ein bevorstehendes Gewitter sollen sie zur rechten Zeit anläuten. 

Neue Holzschläge sollten drei Jahre lang geheyet und verschont werden. Auf Zuwiderhandeln steht hohe Strafe.

 Das Ende der Hofmarksherrschaft Hainsbach – Haindling – Gingkofen

Radikale Veränderungen brachte der Beginn des 19. Jahrhunderts. Durch die Säkularisation von 1802/1803 wurden die Klöster in Bayern aufgehoben und damit auch das altehrwürdigeund renommierte Reichskloster St. Emmeram in Regensburg. Das gesamte Vermögen
der bayerischen Klöster fiel entschädigungslos an den Staat mit Ausnahme der Klöster in der freien Reichsstadt Regensburg St. Emmeram, Ober- und Niedermünster und mit Ausnahme der Reichsstifte Regensburg und Aschaffenburg. Diese Klöster und Reichsstifte erhielt bis 1810 der Reichserzkanzler und Erzbischof Karl Theodor v. Dalberg für seine an Frankreich verlorenen Gebiete. Von dieser Ausnahme waren Hainsbach – Gingkofen – Haindling als ehemalige Untertanen des Reichsstifts St. Emmeram unmittelbarbetroffen. Am 13. Dezember 1802 teilte der Hainsbacher Probstrichter MichaelHögl den Untertanen mit, daß sie vom Fürstabt von St. Emmeram ihrer uralten Pflichten entbunden und von nun an Untertanen des Churerzkanzlers Dalberg seien. An Dalberg hatten die ehemaligen Hofmarksuntertanen nun ihre Abgaben in unveränderter Höhe zu entrichten. Ab 1810 fielen dann die dem Churerzkanzler von Dalberg zugesprochenen Gebiete (auch Hainsbach, Gingkofen, Haindling) ebenfalls an den bayerischen Staat.

 Hainsbach wird Gemeinde

Als unterste Verwaltungsbehörde wurde ab dem Jahre 1808 die Gemeinde Hainsbach mit einem Gemeindevorsteher (mit nur geringen Befugnissen) an der Spitze geschaffen. Zu ihr gehörten außer Hainsbach noch Gingkofen, Haidersberg, Haindling und die Einöden Biburg, Oberndorf, Siffelbrunn und Wissing. Im Jahre 1820 kam noch Brunnwinkel zur Gemeinde Hainsbach, während Haindling und Oberndorf ausgemeindet wurden.
Die Aufgaben, die früher der Hofmarksherr, im Falle von Hainsbach und Gingkofen der Pfleger bzw. Probstrichter erfüllte, nämlich die niedere Gerichtsbarkeit, Polizeigewalt, notarielle Beurkundungen, Einnahme der Abgaben und Steuern usw. übernahm seit 1812 das Patrimonialgericht Laberweinting mit Sitz in Sallach. Besitzer dieses Patrimonialgerichts war seit 1812 Minister Graf von Montgelas, von 1834 bis 1848 Fürst von Thurn und Taxis. Im Jahre 1848 wurden die Patrimonialgerichte aufgelöst. Ihre Aufgaben übernahmen die Landgerichte. Die Gemeinde Hainsbach gehörte zum Rentamt Pfaffenberg, dann zum Landgericht Mallersdorf.

  Die Bauern werden frei – Höfe werden zertrümmert

Ab der Säkularisation bot der Staat den Bauern die Möglichkeit, sich von der Grundherrschaft freizukaufen. Die Bauern machten unterschiedlich von dieser Möglichkeit Gebrauch.
Im Revolutionsjahr von 1848 schließlich wurde die Grundherrschaft in Bayern allgemein aufgehoben. Damit wurden jetzt alle Bauern freie Besitzer der Höfe, die sie bewirtschafteten. Diese Maßnahmen boten Chancen, aber auch Gefahren. Vielen Höfen gereichte das freie Verfügungsrecht der Bauern über ihren Besitz zum Schaden, ja es führte sogar zu ihrem Ruin. Durch widrige Umstände, Unglück, mangelnde Tüchtigkeit und Sparsamkeit mancher Bauern, fehlende Absicherung durch den früheren Grundherrn kamen viele Höfe in der Folgezeit auf die Gant und wurden zertrümmert, wie aus der Hofgeschichte von
Hainsbach-Gingkofen zu ersehen ist. Manche Höfe verschwanden vollends aus dem Ortsbild, auch das Hainsbacher Hofmarksgut wurde zertrümmert und das Schloß 1814 abgebrochen. Weiterhin wurden in Hainsbach zertrümmert: das Bruckmeiergut (früher Hs.Nr. 6), der Göggingshof (früher Hs.Nr. 7), die frühere Hs.Nr. 10 – der untere Hofbau (früher Hs.Nr. 13), das Wirtshaus (früher Hs.Nr. 14), der Hof beim Brunnen (früher Hs.Nr. 18), außerdem die Höfe mit den früheren Hs.Nrn. 22 und 25.

Ähnlich war die Situation in Gingkofen. Von den großen Höfen blieb nur das Schlöglgut (jetzt Greschl) in seiner vollen Größe erhalten. Anstelle des ehemaligen St. Emmeramer Ammerhofes (früher Hs.Nr. 38) entstanden im Jahre 1848 vier neue Anwesen mit den früheren Hs.Nrn. 38, 38 1/2, 54 und Kleinwissing. Vom Kellerhof (jetzt Familie Bogner) wurde bereits im Jahre 1804 ein Teil der Felder verkauft. Zertrümmert wurden in Gingkofen weiterhin der Eichhof- oder Schwäblhof (früher Hs.Nr. 3) und die Anwesen mit den früheren Hs.Nrn. 40, 42 und 45.
Während vordem jahrhundertelang die Höfe in ihrer Größe in der Regel immer unverändert blieben, kam es im 19. Jahrhundert zu enormen Hofgrößenveränderungen. Große Höfe wurden zertrümmert, kleine kauften Felder dazu oder es entstanden neue Anwesen. Außerdem ist ein sehr großer Besitzerwechsel auf den Höfen festzustellen.

Hs.Nr. 1, früher Hs.Nr. 37, Edmund Bogner

Die hinter dem St. Emmeramer Amthof in Gingkofen liegende 1/8 Sölde gehörte mit der Ehehaft und Mannschaft zur Hofmark Hainsbach. Sie hieß auch Stiftssölde.

Bis 1469 Peter der Hainsbeck zu Sallach besaß eine Sölde hinter dem Amthof des Gotteshauses (Kloster) St. Emmeram mit Grund und Vogtei, die Jörg Amann bewirtschaftete. 1469 Am St. Antontag kauften der Hainsbacher Hofmarksherr Adam Kastner und seine Frau Sibylla die Sölde hinter dem Amthof des Gotteshauses St. Emmeram.1594 Wolf Stückher, Schuster, bewirtschaftete die 1/8 Sölde. Laut HKR von 1614 borgte er von der Kirche 50 fl.

1615 Hans Stubenfohl lieh von der Kirche 100 fl aus.

1639-1654 Thomas Aichinger, Söldner und Weber zu Gingkofen, schloß nach dem Tod seiner Frau Barbara 1649 mit seinen beiden Kindern folgenden Vertrag: Das Töchterl Magdalena erhält die Halskleider, eine versperrbare Truhe und 10 fl, die ab Georgi 1655 zum ersten Mal verzinst werden sollen, Sohn Joachim wird das Lehrgeld für das Weberhandwerk bezahlt, bei seiner Verheiratung bekommt er einen Webstuhl, eine versperrbare Truhe und 10 fl.

1654 Stefan Fleischmann, Bauer zu Gingkofen, und seine Erben kauften das Erbrecht auf die Stubenfohl’sche Sölde mit dem vorhandenen Heu, Stroh, den Rüben und was mit Nagel und Band umfangen ist, um 39 fl und 1 Reichstaler Leihkauf. Thomas Aichinger kaufte das Erbrecht auf den Setzhof.

1661 Georg Winsauer von Gingkofen kaufte die Erbrechtssölde um 45 fl 30 kr und 1 Reichstaler Leihkauf.

1681 Leonhard Winsauer erhielt von seiner Mutter das Erbrecht auf die Sölde und die Felder mit je 20 Pifang und einem kleinen Hölzl. Dafür mußte er 48 fl und die Schulden bezahlen. Verheiratet war Leonhard Winsauer seit 1678 mit Barbara Ertlin von Sallach. Winsauer starb 1731 mit 96 Jahren. An Stift hatte die Sölde 6 fl 4 kr 2 hl und 2 Fastnachtshennen zu reichen. Die Vogtei zum Kasten Hainsbach betrug je 2 V Korn und Hafer.

1719 Katharina Winsauer übernahm von ihren Eltern das Erbrecht auf die Sölde mit 1 Milchkuh, 1 einjährigen Kalb, 1 Mutterschaf, 1 Schubboxen, 1 gerichteten Karren, 1 Schnittstuhl, 1 Trischel und Sichel um 200 fl. Im selben Jahr heiratete Katharina den Bauerssohn Hans Hölzl von Gingkofen. Er brachte 30 fl mit in die Ehe. Im Todfall waren 15 fl und 3 Halskleider zurückzugeben. Johann Hölzl heiratete in zweiter Ehe Maria Hoffmann. Die Braut brachte 60 fl, ein Bett, eine Bettstatt, eine Truhe und eine Kuh mit in die Ehe.

1750 Maria Hölzl übernahm von ihrem verwittibten Vater die Erbrechtssölde um 130 fl. Der Vater nahm sich die Herberge in der Sölde, 3 V Korn, den dritten Teil Obst und 3 Köpfl Schmalz aus. Maria Hölzl heiratete den verwitweten Tagwerker Sebastian Rambeck von Gingkofen. Das Ehepaar übernahm die 8 fl Schulden.

1785 Johann Rambeck erhielt die 1/8-Erbrechtssölde von seinen Geschwistern um 164 fl 45 kr. Er heiratete die Müllerstochter Maria Wimmer von der Rohrmühle bei Leiblfing. In zweiter Ehe heiratete Johann Rambeck Magdalena Amann von Eschlbach. Sie brachte 150 fl mit in die Ehe. Seiner Tochter Magdalena vermachte der Vater 100 fl. Im Oktober 1807 wurde im Haus eingebrochen, während die Eltern auf dem Feld arbeiteten. Dabei entwendete der Dieb 20 fl, den Erlös des verkauften Getreides vom Stiftfeld, weiter den Bettüberzug der Frau und der Tochter, die Kleider und die Wolle. Zur Erleichterung ihres harten Schicksals wurden den Geschädigten aus dem Armenfonds 6 fl geschenkt.

1824 Josef Rambeck übernahm von seiner Mutter die 1/8-Sölde um 510 fl. Er heiratete Maria Anna Dantinger von Sallach. Sie brachte 200 fl Heiratsgut und 25 fl Ausfertigung mit in die Ehe. In zweiter Ehe heiratete er 1856 Theres Neumaier von Hadersbach. Im Jahre 1835 war die Sölde auf 1.538 fl geschätzt worden.

Um 1867 Jakob Gerstl und Anna Neumaier

1884 Theresia Gerstl heiratete Jakob Mittermaier von Gingkofen.

Um 1924 Xaver Mittermaier und Theres, geb. Urlberger, Metting. Die verwitete Theresia Mittermaier heiratete Josef Niedermeier. Nach dem Verkauf des Anwesens sind sie zu ihrem Sohn Hans Mittermaier nach Frankfurt gezogen.

1973 Edmund Bogner und Franziska, geb. Limberger, Kauf. Die alten Gebäude wurden abgebrochen, ein Neubau erstellt.

 Hs.Nr.3, früher Hs.Nr. 38 Rita Gerl  

Hier stand der frühere Amthof oder Ammerhof des Klosters St. Emmeram, auch Sedlhof oder Schlößl genannt. Er wurde im Jahre 1844 zertrümmert. Es entstanden vier Höfe bzw. Anwesen (s. Jahr: 1844!)

1031 war der Hof bereits in Besitz des Klosters St. Emmeram. ca. 1294 Ortholf war Amann (Bewirtschafter des Ammerhofes)

1313 Kunrad, Sohn des Ortholfs. Kunrad wurde auch noch 1338 für weitere 3 Jahre von Abt Albert der Amthof in Gingkofen verliehen.

1345 Marquard der Aertelhofer

1369 Heinrich der Huber

1370 Friedrich der Huber

1397 Pernhardt der Armansperger. Er nannte sich Herr von Sengkofen.

1441 Martin und Dionys Armansperger (Söhne des Pernhardt Armansperger)

1444 Dionys Armansperger wurde allein mit dem Amthof belehnt.

1453 Dionys Armansperger erhielt von Abt Hartwig des Klosters St. Emmeram Regensburg, das Hofmarksgericht in Gingkofen und Perg (Haindlingberg). Er starb im Jahre 1462. Sein Bruder Martin wurde Vormunder der 5 unmündigen Kinder des Dionys Armansperger.

1479 Die Brüder Gilg und Wolfgang Armansperger und ihre Erben erhielten von Abt Johann ewiges Erbrecht auf den Amthof zu Gingkofen, den Zehent zu Hainsbach und den Zehent von folgenden Gründen: Aiglrain, Kirchleiten, Rain-(sonst Rauch-)leiten, vom Gut Khay und vom Holz Mais. Der Dienst zum Kloster St. Emmeram betrug 3 Schaff Weizen, 5 Schaff Korn, 3 Schaff Hafer, 3 Pfund Pfennig Wiesgült, für ein Schwein 6 Schilling Pfennig, für die Gründe außerhalb des Amthofes 6 Schilling Pfennig, für das Beschau- und Stiftmahl 6 Schilling Pfennig. An Zins 5 Pfund 4 Schilling Pfennig. Als Gilg Armannsperger um 1506 starb, hinterließ er 9 Kinder.

Ca. 1506 Michael und Jakob Armansperger, Söhne des Gilg Armansperger. Sie versuchten sich vom Kloster St. Emmeram unabhängig zu machen. Das führte zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung. Aufgrund des Prozeßergebnisses im Jahre 1518 wurden die Fehdestifter Armansperger aller Stücke und Güter in Gingkofen für verlustig erklärt. Ab jetzt folgen nichtadelige Erbrechter auf dem Amthof in Gingkofen:

1531 Hans Setz (Sötz, Sez) und Katharina, bisher auf dem 1/2 Pruckmaiergut mit der früheren Hs.Nr. 6 in Hainsbach erhielten von Abt Ambrosius das Erbrecht auf den

Amthof in der Hofmark, auf den dritten Teil des Zehents in Gingkofen und Hains bach und auf andere Zugehörungen. Die Gilt betrug 4 Schaff Weizen, 6 Schaff Korn, 1 Schaff Gerste und 4 Schaff Hafer. Der Küchendienst betrug 5 Pfund 10 Pfennig und eine Ehrung von 12 Pfennig für das Kloster. Der Erbrechter versprach, den Küchendienst der ganzen Hofmark in das Kloster St. Emmeram zu bringen. Hans Setz starb 1537. Die Witwe Katharina Setz schloß mit ihren Kindern unter Vermittlung von vier gewählten Spruchmännern und der Mitwirkung des Abtes Leonhard folgenden Vertrag: „Der älteste Sohn Wolfgang Setz übernimmt den Hof auf 18 Jahre, danach seine jüngsten zwei Brüder Hans und Achatz. Peter, Andre, Sebastian und Katharina Setz erhalten je 40 rheinische Gulden, Jurg aber das vom Vater besessene Bruckmaiergut in Hainsbach (frühere Hs.Nr. 6). Die Mutter bezieht das Söldenhäuschen (frühere Hs.Nr. 54). Sie erhält einen ergiebigen Ausnahm, der nach ihrem Tod an den Hof zurückfällt.“

1537 Wolfgang Setz übernahm den Hof auf 18 Jahre. Im Jahre 1551 verkaufte Achatz Setz, Schneider in Gingkofen, seinem Bruder seinen Erbrechtsteil auf den Sedlhof.

1569 Gabriel Setz, Sedlbauer in Gingkofen.

Im Jahre 1578 gab es einen Prozeß zwischen dem Kloster St. Emmeram und der Gemeinde Gingkofen wegen der Scharwerke. Wortführer in Gingkofen war der Ammerbauer Gabriel Setz. Er fügte sich 1580 der Entscheidung des Klosters St. Emmeram und bat um Milderung.

1599 Andre Setz zu Gingkofen. Laut HKR von 1614 lieh Andre Setz 1.000 fl von der Kirche aus und bürgte dafür mit all seinen Gütern. 1617 stieg die Schuld des Andre Setz auf 1.900 fl, 1618 auf 2.300 fl und 1619 auf die Summe von 2.400 fl.

1626 November 26. Das Gotteshaus Haindling kaufte die Erbgerechtigkeit auf den Sedlhof in Gingkofen von Andreas Setz um die 2.400 fl Schulden. Am folgenden Tag zahlten die Kirchenpröbste von Haindling dem Georg Kammermeier, Bierbrauer zu Straubing, 200 fl, der Margaret Welklin 300 fl und dem Gütler Hans Sautner 40 fl, die Andreas Setz zu Gingkofen diesen schuldete, zurück. Auch bei den übrigen Gläubigern des Hans Setz wurden alle Schulden ehrlich und redlich getilgt.

1628 Laut HKR wurde dem Pfleger Christian Schmetterer das Setzische Gut zu Gingkofen für 3 Jahre verstiftet.

1629 Sebastian Stöger und seine Frau Maria, Pächter des Setzengutes zu Gingkofen, gelobten mit Mund und Hand, alle Bedingungen des Klosters St. Emmeram zu erfüllen. Im folgenden Jahr zahlten sie die Gült von 200 fl an das Kloster St. Emmeram in Regensburg. Da aber im Jahre 1631 Sebastian Stöger „entwich“, blieb er die Gilt von 400 fl für 2 Jahre schuldig.

Laut Haindlinger Kirchenrechnung von 1632 wurde der Hof im Monat Mai durch das Kriegsvolk (die Schweden im 30jährigen Krieg) ausgeplündert, darunter die 6 Pferde mitgenommen, die nach dem "Ausreißer" des Sebastian Stöger von der  Kirche für den Hof gekauft worden waren.

1636 hatte das Gotteshaus 2 Tagwerkern auf dem Setzischen Gut 5 Vierling Korn geliehen. Auch Christian Schmetterer hatte damals 73 fl 27 kr Gültausstände beim Gotteshaus.

1640 Stefan Fleischmann kaufte das Leibrecht auf den Setzischen Bauernhof in Gingkofen um 80 fl. Er kam auf die Gant. Der Haindlinger Kirche entstand dadurch ein Verlust von 100 fl.

1663 März 27. Nach dem Tod des Stefan Fleischmann kaufte Balthasar Karpser von Köllnbach das Erbrecht auf den Amthof um 500 fl. Der Getreidedienst betrug 4 Schaff Weizen, 6 Schaff Korn, 1 Schaff Gerste und 4 Schaff Hafer, alles Regensburger Maß. Die Pfenniggilt betrug 20 fl 25 kr 6 hl, der Küchendienst 4 Gänse, 6 Hendl und 100 Eier.

1663 Mai 10. Balthasar Räschmayer von Langenerling kaufte das Erbrecht auf den Amthof um 400 fl und 4 Reichstaler Leihkauf. Verheiratet war Balthasar Räschmayer mit Margaretha Spanner von Thaimering. Die Braut brachte 100 fl, 1 Roß, 1 Kuh, 1 Gallrind und eine ehrliche Ausfertigung mit in die Ehe. Im Jahre 1665 lieh Balthasar Räschmayer 80 fl von der Kirche aus.

1699 Matthias Rä(t)schmayer (Raschmann) übernahm den Hof um 2.700 fl, davon konnte er 800 fl Heiratsgut für sich behalten; an den Bruder Josef hatte er 600 fl auszuzahlen. Im Juli 1699 heiratete Matthias Rätschmayer die Bauerstochter Maria Hofmeister von Rinkam. Die Braut brachte Bett, Bettstatt, 1 Kuh, 1 Jungrind und 800 fl mit in die Ehe. Von den 5 Kindern aus erster Ehe wurde Franz Benediktinerpater in St. Emmeram, Regensburg, mit dem Namen Pater Leonhard, sein Bruder Andreas wurde Weltpriester. Die Tochter Maria heiratete Sebastian Krieger von Perkam, die Tochter Anna den Josef Karl, Ammerbauer zu Haindlingberg und Sohn Jakob war „landtabwesend“. In zweiter Ehe heiratete Matthias Rätschmayer 1742 die Schusterstochter Maria Kerl. Im Jahre 1750 starb er mit 70 Jahren. Sein Vermögen belief sich auf 5.745 fl. Jedes der 7 Kinder aus erster und zweiter Ehe erhielt noch 638 fl.

1750 Juli 18. Jakob Krieger, Sohn des Sebastian Krieger und der Maria, geb. Rätschmayer von Perkam kaufte das Erbrecht auf den Ammerhof und das Söldenhäusl von den Erben des Matthias Rätschmayer um 6.000 fl. Davon waren 1.849 fl an die Kanzlei in St. Emmeram zu bezahlen und bei der Verheiratung 1.151 fl, die übrigen 3.000 fl in jährlichen Fristen zu 100 fl. Im November 1750 heiratete Jakob Krieger die Bauerstochter Maria Schötz von Atting. Sie brachte 750 fl und eine standesgemäße Ausstattung mit in die Ehe.

1776 Sebastian Krieger übernahm von seinen Eltern den Erbrechtshof in Gingkofen um 6.000 fl. Davon durfte er als Heiratsgut 2.000 fl einbehalten. Im Juli 1776 heiratete Sebastian Krieger die Bauerstochter Theresia Erndl von Rinkam. Die Braut brachte 2.000 fl mit in die Ehe. Die Krieger-Eltern zogen in die Altstadt Straubing. Tochter Barbara Krieger, geb. 1786, heiratete in den Buchnerhof in Alburg.

1821 November 12. Michael Krieger übernahm von seinen Eltern den ganzen Amthof (frühere Hs.Nr. 38 und Hs.Nr. 54) in Gingkofen, um 8.000 fl, wovon 7.000 fl bar bezahlt wurden. Die Schulden zahlten die Eltern, der Sohn übernahm den Hof schuldenfrei. Die Kinder waren bereits alle ausbezahlt worden. Michael Krieger begann mit dem Bierausschank, wahrscheinlich auf Veranlassung seiner Frau, die eine Brauerstochter von Pfatter war. Aber bereits im Jahre 1844 hörte der Bierausstoß wieder auf.

1844 Dezember 20. Freifrau Anna von Godin, königliche Revierförstersgattin von Appersdorf, kaufte von Michael Krieger, Bauer und Wirt zu Gingkofen, und Anna, geb. Pielmeier, die früheren Hs.Nrn. 38 und 54 in Gingkofen um 50.000 fl und 100 bayerische Thaler Drangeld. Zum ehemaligen Ammerhof gehörten über 300 Tagwerk. Bald darauf wurde der stattliche Hof zertrümmert. Es entstanden 4 Anwesen, mit den früheren Hs.Nrn. 38, 38 1/2, 54 und Kleinwissing. Das Biburger Holz mit 70 Tagwerk kaufte Fürst von Thurn und Taxis um 18.000 fl.

1848 Xaver Reichersdorfer, Lohnkutscherssohn aus Straubing, reichte bei der Gemeinde Hainsbach ein Gesuch ein um Ansässigmachung auf dem Kriegerrestgut zu Gingkofen, das er um 8.000 fl von Freifrau von Godin käuflich erworben hatte und um Erlaubnis zur Verheiratung mit Anna Krieger, Privatierstochter von Straubing. Beide besaßen 12.000 fl. Beim Restkomplex des Kriegerhofes waren noch über 36 Tagwerk und einiges Inventar.

Um 1855 Jakob Huber kaufte die frühere Hs.Nr. 38 von Xaver Reichersdorfer. Huber war verheiratet mit Anna Dallmaier von Sünching. Von den Kindern heiratete Magdalena auf den Bognerhof in Gingkofen (frühere Hs.Nr. 41), Alois kaufte das Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 49 in Gingkofen und Ludwig heiratete nach Walting. Im Krieg von 1870/71 war er Gefangener in Oleron.

1866 Michael Huber übernahm von seinen Eltern und heiratete Katharina Englhier, Söldnerstochter von Dettenkofen. Sohn Ludwig kaufte das Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 42. Auf Drängen des Bräuers Eßlinger eröffnete Michael Huber 1867 wiederum die Schenke. Im Jahre 1895 brannte der Stadel ab und ebenso im Jahre 1900. Der Stadel mit Göppelhaus wurde wieder aufgebaut.

1905 Johann Huber übernahm von seinen Eltern und heiratete Franziska Prückl,Wirtstochter von Zaitzkofen. Damals gehörten 70 Tagwerk zum Hof.

1938 Anton Gerl und Maria, geb. Reindl von Haimelkofen, Kauf Anton Gerl starb 1945 nach schwerer Verwundung

1949 Die Witwe Maria Gerl heiratete Ludwig Huber

1967 Anton Gerl und Rita, geb. Lehner, Grafentraubach. Die Gastwirtschaft wurde 1975 aufgegeben. Anton Gerl starb 1992 im Alter von 49 Jahren.

1992 Rita Gerl

 Hs.Nr. 4, früher Hs.Nr. 38 1/2,Willi Obermeier und Marianne

Auf diesem Platz standen früher die Ökonomiegebäude des St. Emmeramer Ammerhofes.

1848 Juli 3. Josef Kramer kaufte von Freifrau von Godin, Gattin des Baron von Godin, Forstkommissar zu Ansbach, vom ehemaligen St. Emmeramer Amthof zu Gingkofen das Wohnhaus, den Stadel, Stall und ca. 54 Tagwerk, dazu noch 4 Pferde, 6 Kühe, 2 Kalbinnen und 2 Mutterschweine um 10.050 fl. Verheiratet war Josef Kramer mit Katharina Schmid von Hirschling.

1875 Die Bauerstochter Anna Kramer von Gingkofen heiratete Franz-Xaver Obermeier, Bauerssohn von Oberholzen. 1896 baute Obermeier einen Stadel mit Maschinenhaus.

1920 Franz-Xaver Obermeier und Maria, geb. Bogner, Bauerstochter von Gingkofen. Am Samstag, den 04.06.1935 um 4 Uhr nachmittags zerstörte ein fürchterlicher Orkan den 30 m langen Stadel.

1950 Xaver Obermeier und Anna, geb. Hierl von Eschlbach

1980 Willi Obermeier und Marianne, geb. Lehner von Sünching. Willi Obermeier betreibt seit 1990 ein Jagdwaffengeschäft.

Xaver Obermeier, Gingkofen, Hs.Nr. 4

 Hs.Nr. 7, früher Hs.Nr. 46, Christian Dörfler, mittlerweile mehrmals verkauft

1625 Wolf Lenkh (Glenckh), 1/16 Söldner zu Gingkofen, und seine Frau Margaretha borgten vom St. Johannes Gotteshaus zu Hainsbach 88 fl.

1639 Jakob Veez (Veeger) kaufte das Erbrecht auf das Söldenhäusl.

1653 Jakob Huchel (Hüchel) und Eva kauften von Jakob Veez, Söldner zu Gingkofen, das Erbrechtssöldenhäusl um 20 fl und 20 kr Leihkauf. Hüchel übernahm 20 fl Schulden, die Jakob Veez gemacht hatte.

1662 Marx Schwemb (Schwedt) zu Hainsbach kaufte die ödstehende Söldenbehausung des Jakob Huchel in Gingkofen mit der Verpflichtung, daß er dem Gotteshaus Hainsbach die 20 fl Schulden bezahle oder verzinse, 4 fl 2 kr 6 hl Stiftgeld und das Scharwerksgeld an die Grundherrschaft entrichte.

1687 Marx Lorenz, Stiefsohn, übernahm von Marx Schwemb und Barbara die Erbrechtssölde mit aller Zugehörung um 20 fl.

1692 Lorenz Erndl (Ernl) und Margaretha kauften von Marx Lorenz und Barbara die Erbrechtssölde um 26 fl und 1 fl Leihkauf.

1708 Die Witwe Margaretha Erndl heiratete Martin Heinrich, Küfferssohn von Perkam.

1729 Dionys Köglmayer, Weber von Allkofen, heiratete Eva Lannperger von Gingkofen.

1743 Simon Koller, Weber, heiratete Anna Maria Zellmerin von Hirschling. In zweiter Ehe heiratete Koller 1745 Maria Pergstorfer von Hüttenkofen. In dritter Ehe ehelichte er 1749 Maria Stadler von Graßlfing, in vierter Ehe 1774 die Witwe Anna Hofbauer von Sünching.

1777 Anna Kollerin heiratete Johann Georg Weigl,Weber von Sarching. Er brachte 50 fl mit in die Ehe.

1784 Michael Eberl, Tagwerker zu Gunting, kaufte das Erbrechtshäusl um 180 fl.

1810 Theresia Eberl übernahm von ihrer Mutter und den drei Geschwistern um 200 fl Sie heiratete Michael Haider, Zimmermann von Wiesenfelden. Er brachte 100 fl mit in die Ehe. In zweiter Ehe heiratete Theres Haider Johann Knotz, ledigen Schullehrerssohn von Kößnach. Er brachte 100 fl mit in die Ehe. Den Kindern aus erster Ehe wurden je 37 fl 30 kr geschrieben.

1849 Andreas Haider, Sohn des Michael und der Theresia Haider, heiratete Anna Maria Wild von Dettenkofen.

1854 Die Witwe Anna Maria Haider heiratete Josef Urban aus Forst, Pfarrei Arrach.

1856 Jakob Schuller von Haidersberg und Theresia Beutlhauser von Hirschkofen kauften das Gütl um 1.200 fl. 

1892 Alois Schuller heiratete Anna Schmaisser von Osterham. Am 2. Oktober 1904 abends 8 Uhr brannte das Anwesen ab. Es wurde an gleicher Stelle wieder aufgebaut. Zum Anwesen gehörten 5 Tagwerk. Schuller war Forstarbeiter und  verdiente durchschnittlich 2 Mark 20 Pfg. pro Tag.

1923 Ludwig Schuller und Maria. Nachdem Tod von Maria Schuller, sie verstarb am 27.03.1968, erbte das Anwesen ihre Tochter Anna Schuller.

1970 Emma Makohan, Kauf

1996 Christian Dörfler, Kauf

 Hs.Nr. 8, früher Hs.Nr. 54, Monika Rohleder

Das Söldenhaus, frühere Hs.Nr. 54, gehörte zum St. Emmeramer Ammer- oder Amthof von Gingkofen (frühere Hs.Nr. 38). Ehemals soll hier der Gerichtsdiener von Gingkofen gewohnt haben. Dann diente es als Austragshaus, später als Wohnung für Taglöhner des Hofes.

1537 Nach dem Tod des Amanns Hans Setz 1537 wohnte seine Witwe Katharina Setz im Söldenhäuschen.

Um 1700 bewohnte der Taglöhner Sebastian Ziegler das Söldenhaus.

1778 erhielt der Taglöhner Lorenz Amann von Biburg die Bewilligung, sich mit Eva Traidl zu verehelichen, denn Sebastian Krieger bedurfte dringend eines Taglöhners. Lorenz Amann verpflichtete sich, als Taglöhner auf dem Hof des Sebastian Krieger zu arbeiten. Lorenz Amann brachte 80 fl und Eva Traidl 100 fl mit in die Ehe.

1783 gab Krieger dem Taglöhner Wendelin Köglmaier die Erlaubnis, die Theresia Trindorfer zu heiraten und im Söldenhäusl zu wohnen.

1829 nahm Michael Krieger den Taglöhner Jakob Ernst von Groß in sein Nebenhaus auf und überließ ihm die Wiese lebenslang. Dafür hatte Jakob Ernst eine einmalige Zahlung von 100 fl und jährlich 4 fl Herbergsgeld zu leisten. Als Baumann auf dem Kriegerhof erhielt er einen Lohn von 40 fl. Im selben Jahr heiratete Jakob Ernst Anna-Maria Kramer von Hirschkofen. Sie brachte 50 fl mit in die Ehe.

1848 Bei der Zertrümmerung des Ammerhofes, frühere Hs.Nr. 38, wurde Jakob Ernst  das Kriegerische Nebenhaus (frühere Hs.Nr. 54) zugesprochen mit Wohnhaus, Stadel, Hofraum, Garten und an die 10 Tagwerk Äcker, dazu 1 altes Wagerl, 1Egge etc. Ernst verzichtete auf die einmalig bezahlten 100 fl.

1866 Maria Ernst, Tochter des Jakob Ernst, heiratete Georg Hasenöhrl. Hasenöhrl war lange Zeit Rottmeister im Fürst von Thurn und Taxischen Wald. Kurz vor seinem Tod im Jahre 1908 erhielt er eine Prämie von 100 Mark für 40jährige  Dienstzeit.

1930 Josef Haider und Therese

1954 Werner Buttendorf und Amalie, geb. Haider

1993 Monika Rohleder, geb. Buttendorf

 Hs.Nr.11, früher Hs.Nr.48, Ludwig Straßer, jetzt Hubert und Andrea Hobmaier

Die 1/8 Sölde.  

1615 Michael Eckhl (Eckl), Söldner zu Gingkofen, und Rosina. In zweiter Ehe heiratete Eckhl Margaretha Hällmayer von Hainsbach (frühere Hs.Nr. 22). Den beiden Töchtern aus erster Ehe verschrieb Eckhl je 16 fl, je 1 Kuh oder 8 fl, 1 Bett, die Halskleider der Mutter, Truhen und 15 Ellen herbe Leinbath (Leinwand, Leinen).

1630 Adam Kirchenmayer, Kauf. Er übernahm 100 fl Schulden, die sein Vorgänger bei der Haindlinger Kirche gemacht hatte. 1636 lagen auf der Sölde 50 fl Schulden.

1637 Max Widmann. Durch Pacht dreier Äcker war er mit 40 fl bei der Haindlinger Kirche verschuldet.  

1644 Gabriel Piller. Übernahme der 40 fl Schulden seines Vorgängers.

1645 Sebastian Schöfthaler

1645 Andre Miller, Kauf.  

1649 Kaspar Hällmayr (Hallmayer), Mesner zu Hainsbach, kaufte die Sölde um 48 fl und 1 fl Leihkauf. Auf der Sölde lagen 40 fl Schulden seiner Vorgänger bei der Haindlinger Kirche. 

1653 Georg Sayler kaufte das Erbrecht auf die Sölde mit 3 Äckern um 52 fl und 1 Reichstaler Leihkauf. Auf der Sölde lagen noch die 40 fl Schulden.

1656 Wolf Lorenz kaufte das Erbrecht vom Zimmererknecht Georg Sayler um 45 fl und 1 fl Leihkauf. Weil nach dem Tod von Wolf Lorenz die Witwe Barbara Lorenz dermaßen verarmte, daß sie mit ihren kleinen Kindern das Brot im Bettel sammeln mußte und das Söldenhaus sehr baufällig geworden war, wurde ihr heimgsagt (gekündigt).

1669 Benedikt Vögel kaufte das Erbrecht auf die Sölde um 40 fl, die als Kirchenschulden auf der Sölde lagen. Vögl hatte zu reichen: 10 kr 4 hl, für Käse 4 kr und 2 Fastnachtshennen. Wegen der Baufälligkeit des Hauses wurde ihm die Hälfte des Bauholzes vom Hofmarksherrn, dem Kloster St. Emmeram, geschenkt.  

1674 Veith Kornmüller von Hadersbach kaufte die Erbrechtssölde um 47 fl.  

1680 Michael Khellermaier tauschte die Sölde mit Veith Kornmüller. Die 40 fl Schulden bei der Hainsbacher Kirche lagen immer noch auf der Sölde.

1683 Veith Haunperger, Zimmermann, und Maria kauften das Erbrecht auf die Sölde um 64 fl und 1 fl 30 kr Leihkauf. Haunperger übernahm die 40 fl Schulden bei der Haindlinger Kirche. 1716 starb Veith Haunperger.

1717 Adam Haunperger, Zimmermann, übernahm von seiner Mutter Maria die Erbrechtsbausölde um 124 fl 28 kr 3 hl. Den 5 haunpergischen Kindern wurden je 3 fl geschrieben. 1718 heiratete Adam Haunperger Katharina Hollermaier, Bauerstochter von Gross. Sie brachte 70 fl, 1 Bett, 1 Bettstatt, 2 Kühe und 4 Schafe mit in die Ehe. In zweiter Ehe ehelichte Haunperger 1721 Agnes Huber von Greißing. Sie brachte 120 fl, 1 Bett, Truhen und eine Kuh mit in die Ehe. In dritter Ehe heiratete der Witwer Adam Haunperger 1741 Maria Ammer von Biburg.

1761 Jakob Weiß von Metting kaufte von den Eheleuten Haunperger die Erbrechtssölde um 200 fl. Er heiratete Katharina Köglmeier von Gingkofen, die 100 fl mit in die Ehe brachte. In zweiter Ehe heiratete er 1763 Maria Maierin von Siffelbrunn. Sie brachte 100 fl mit in die Ehe.

1792 Die Witwe Maria Weiß übergab ihrem Sohn Sebastian Weiß um 400 fl. Sie nahm sich das Flözstiebel (Fletzstube) aus, 4 V Korn, 1 V Gerste und 3 Köpfl Schmalz. Sebastian Weiß war verheiratet mit Theresia Ammer, Söldnerstochter von Eschlbach. Sie brachte 150 fl mit in die Ehe. In zweiter Ehe heiratete er 1823 Anna Parzl von Laberweinting.

1839 Leonhard Bräu von Schwimmbach kaufte die Sölde um 1.750 fl. Zu ihr gehörten damals 21 Tagwerk 60 Dezimal und an Fahrnis 2 Zugochsen, 1 einjähriger Ochse, 1 Wagen, 1 Schütte und 1 Pflug. Leonhard Bräu heiratete Ursula Loichinger von Walting. Die Braut brachte 900 fl mit in die Ehe. In zweiter Ehe heiratete er 1858 die Söldnerstochter Walburga Blendl von Gingkofen.

1869 Theres Bräu, verheiratet mit Josef Enghofer, Söldner von Frauenthal, übernahm von ihren Eltern das Anwesen um 6.000 fl.

1889 Max Feuchtwanger tauschte von Josef Enghofer die frühere Hs.Nr. 48 gegen die frühere Hs.Nr. 10 in Hainsbach mit einem Aufschlag von 1.600 Mark ein.

1889 Michael Bräu tauschte die frühere Hs.Nr. 48 gegen Hs.Nr. 33 in Schwimmbach ein.

1909 Alois Bäuml und Anna kauften das Anwesen mit 2 Tagwerk Grund um 3.500 Mark.  

Um 1930 Max Straßer und Maria Rosa Straßer, Tochter  

1983 Ludwig Straßer, Bruder   

 Hs.Nr. 13, früher Hs.Nr.49, Anna Fürg  

1658 Adam Haslbeck, 1/8 Bausöldner von Gingkofen, und seine Frau Maria nahmen von der Kirche unserer lieben Frau zu Haindling 30 fl Kapital auf, um die Sölde aufzubauen.  

1679 Lorenz Haslbeck heiratete Maria Pachmeierin (Pommerin) von Englmannsberg (Dingolfing). Die Braut brachte 20 fl, 1 Kuh und 1 Bett mit in die Ehe. In zweiter Ehe heiratete der Bausöldner Lorenz Haslbeck 1704 Anna Haslbeck, Bauerstochter zu Hainsbach. Sie brachte 102 fl mit in die Ehe, 1 Bett, 1 Bettstatt, Truhen und 1 Kuh.

1715 Eva Haslbeck heiratete Veith Hindtermaier (Hindermaier), Söldnerssohn von Rogging. Im Jahre 1717 übernahmen sie von der Witwe Maria Haslbeck die Erbrechtssölde um 200 fl. Die Übergeberin nahm sich 40 fl 10 kr, die Herberge und Kost aus. Die Stift betrug 1 fl 31 kr 3 hl, 2 Käse oder 4 kr, 2 Herbsthennen, das Scharwerksgeld 2 fl 3 kr.

1746 Josef Schmidt, Jäger, übernahm nach dem Tod der Eheleute Hindtermaier die Erbrechtsbausölde. Den beiden Geschwistern Anton und Anna hatte er je 100 fl hinauszuzahlen. Im folgenden Jahr heiratete Josef Schmidt Apolonia Blasy von Weichshofen. Die Braut brachte 250 fl, 1 Bett, 1 Himmelbettstatt und 1 Kasten mit in die Ehe. Der Rückfall betrug 100 fl und 3 Halskleider.

1750 Kaspar Steinberger, Bauerssohn von Haindlingberg, und seine Frau Barbara kauften die Erbrechtsbausölde um 310 fl und 2 Thaler. Kaspar Steinberger übernahm 50 fl Schulden seiner Vorgänger, die bei der Haindlinger Kirche gemacht worden waren. 1756 starb Kaspar Steinberger mit 38 Jahren. Die Witwe vermachte ihren zwei Söhnen je 18 fl und dem Töchterl 14 fl.

1757 Die Witwe Barbara Steinberger heiratete Johann Georg Geisler, Schneider von Buchhofen, der 70 fl mit in die Ehe brachte.

1801 Theresia Geisler heiratete Jakob Obermeier, Maurer von Oberschneiding. 1804 nahm Jakob Obermeier 300 fl Kapital bei der Haindlinger Kirche auf, um einige Äcker aus dem Schötzischen Gut zu kaufen. Theresia Obermeier starb bei der Entbindung eines Kindes. Der Witwer Jakob Obermeier heiratete 1803 in zweiter Ehe Anna Mack, Söldnerstochter von Hofdorf. Sie brachte 200 fl mit in die Ehe. 1806 starb Jakob Obermeier. Die Wittib vermachte den beiden Kindern je 100 fl und eine Ausfertigung.

1806 Die Witwe Anna Obermeier heiratete Matthias Hagen von Hirschling. Der Bräutigam brachte 400 fl mit in die Ehe.

1830 Matthias Hagen übergab seiner Stieftochter Anna Maria Obermeier um 1.100 fl. Anna Maria Obermeier heiratete Josef Scheuerer von Pfatter. Er brachte 300 fl mit in die Ehe.

1859 Josef Scheuerer heiratete Juliana Gahr, Söldnerstochter von Hadersbach.  1873 Neubau des Hauses.

1873 Alois Huber (früher Hs.Nr. 38) und Maria, geb. Höflinger, kauften um 8.200 fl die frühere Hs.Nr. 49 von Josef Scheuerer, der nach Huchelwies, Pfarrei Martinsbuch, zog. Zum Anwesen gehörten 25 Tagwerk. Im November 1878 brannte der Stadel des Anwesen ab.

1908 Johann Huber, Söldner, heiratete Elisabeth Sigl. Am 1. Dezember 1911 abends 8.00 Uhr brannte der Stadel des Anwesens nieder. Er war gemauert, sonst wären wohl auch die früheren Hs.Nrn. 48 und 50 abgebrannt.

1910 Witwe Josefa Fürg von Haidersberg kaufte das Anwesen. Ab 1912 wurde auf der früheren Hs.Nr. 19 eine Gastwirtschaft betrieben.  

1920 Otto Fürg und Therese, geb. Kammermeier

1969 Anna Fürg

 Hs.Nr. 16, früher Hs.Nr. 53, Alois Biermeier und Erna

Die Forstsölde, Hofstatt in der Wies  

1567 Georgen Setz wurde die Sölde und die Hofstatt in der Wies auf Erbrecht verliehen. Die Stift betrug 5 Schilling 18 Pfennig, die Vogteigilt 4 Hühner und 4 Käse.

1568 ist Georg Setz als Holzförster in Gingkofen genannt. Im Jahre 1571 wurde der Zehent von Hainsbach und Gingkofen dem Widumbauer und dem Förster in Gingkofen für 3 Jahre um jährlich 45 fl verstiftet. Davon erhielt der Pfarrer 30 fl und der Verweser 15 fl. Als ein Zehentpflichtiger dem Georg Setz in Gingkofen den Zehent nicht leistete, wurde er vom Generalvikar in Regensburg zur Verantwortung aufgerufen und da er nicht erschien, wurde er 1570 mit dem Bann belegt.  

1599 – 1613 Georg Reitmayer. Er lieh von der Haindlinger Kirche 8 fl aus.

1613 – 1624 Michael Mistlbeck, Förster in Gingkofen

1625 Benedikt Khümbscher, Jäger

1636 Georg Widmann, Kauf der Forstsölde in Gingkofen von B. Khümbscher.  

1649 Jakob Carl (Karl) kaufte das Erbrecht auf die Forstsölde um 92 fl und 1 Reichstaler Leihkauf von den Vormündern der Kinder der verstorbenen Eheleute Widmann. Im folgenden Jahr verschrieb Jakob Karl den 4 unmündigen Kindern des Georg Widmann 50 fl auf all seine Hab und Güter.

1663 Konrad Karl übernahm von seiner Mutter Katharina die Behausung im Dorf und die Felder mit 1 Roß und Geschirr um 90 fl. Davon erhielten die Widmann’schen Kinder 50 fl, die Mutter 20 fl und sein Bruder Hans Karl ebenfalls 20 fl, wenn er heiratet. Die Mutter nahm sich lebenslang die Herberge aus, die notwendige Nahrung, die Haltung einer Kuh und eines Rindls.

1704 Anna Karl übernahm von ihrer Mutter Katharina den Erbrechtsviertelbau in Gingkofen, dazu 2 Milchkühe, 1 Kalbin, 2 Schweindl, 1 Wagen, 1 Pflug, 1 Eitten, 1 Roßgeschirr, 1 Bett, 1 Bettstatt, Truhen und 6 Teller um 250 fl. Das Stiftgeld betrug 2 fl 51 kr 3 hl, 4 Käse und 4 Herbsthennen. Im Jahre 1708 heiratete Anna Karl den Bauerssohn Jakob Widmer von Metting. Er brachte 300 fl mit in die Ehe.

1746 Anna Widmer übernahm von ihrer Mutter, auch Anna Widmer, Witwe, den Erbrechtsviertelbau um 350 fl. Das Stiftgeld betrug 2 fl 51 kr 3 hl, das Scharwerksgeld 3 fl, 4 Käse oder 8 kr und 4 Herbsthennen. Anna Widmer heiratete den Halbbauerssohn Matthias Priendl (Printl) von Schönach. Er brachte 150 fl mit in die Ehe. Der Rückfall betrug 50 fl und 3 Halskleider.

1769 Adam Aumayr, 3/4 Bauer von Moosham, tauschte seinen Hof gegen den 1/4 Bau des Matthias Priendl in Gingkofen.

1770 Johann Tratzl, 1/4 Bauer in Gingkofen stammte von Auburg bei Illkofen. Tratzl wurde von einer in jener Zeit gefährlich grassierenden Krankheit, der Roten Ruhr, befallen und starb am 29. März 1772, einige Wochen später seine Frau, Maria Tratzlin.

1772 Lorenz Traidl von Hornau bei Pondorf hatte die Erbrechtssölde. Er heiratete Anna Tratzl, ledige Söldnerstochter von Auburg. Die Hochzeiterin brachte 420 fl mit in die Ehe, er die Erbrechtssölde. Der Rückfall betrug 140 fl und 3 beste Halskleider. Vom Hainsbacher Gotteshaus übernahmen sie die 130 fl Schulden ihrer Vorgänger.

1796 Johann Schmalzl, Wirt von Martinsneukirchen, und seine Frau Franziska, geb. Sinweber, Schullehrerstochter von Martinsneukirchen, kauften von Lorenz Traidl das 1/4 Anwesen mit 2 Zugochsen, 1 zweijährigen Öchsl und 3 Nutzkühen um 1.900 fl.

1808 Georg Schmalzl (Schmälzl) übernahm von seinem Vater den 1/4-Hof mit den 1804 vom zertrümmerten Schötzenhof erworbenen 5 Äckern und 3 1/2 Tagwerk Wiesen um 2.640 fl, worunter 1.000 fl Schulden waren. Jede seiner 3 Schwestern erhielt je 300 fl und eine Ausstattung von 440 fl. Der Vater nahm sich 300 fl aus.Im folgenden Jahr starb Georg Schmalzl.  

1809 Anna Maria Schmälzlin übernahm nach dem Tod ihres Bruders Georg den 1/4- Hof in Gingkofen um 2.840 fl. Sie heiratete Michael Eisenhuth, 1/4-Bauerssohn von Greißing. Er brachte 1.100 fl mit in die Ehe. Nach dem Tod des Michael Eisenhuth 1833 verschrieb die Witwe Anna Maria ihren 4 Kindern im Januar 1834 je 250 fl, ihr selbst verblieb das Anwesen. Im selben Monat ehelichte sie Sebastian Landstorfer, 1/4-Bauer von Hirschling.  

1841 verkaufte Sebastian Landstorfer das 1/4-Gütl an Redlbacher.

1858 Schmid

1859 Sebastian Ernst und Maria, geb. Riefner von Gailsbach.  

1866 ehelichte der Witwer Sebastian Ernst Theresia Fuchs. Das Anwesen scheint 1867 mit dem Anwesen frühere Hs.Nr. 52 niedergebrannt zu sein. 1869 Andreas und Theres Lackermeier, Tausch. 1884 verkauften sie Felder an Sebastian Buchner.

1887 Maria Ernst, Tochter des Sebastian Ernst (aus erster Ehe) heiratete Josef Weinfurtner von Riekofen.

Ca. 1898 Emmeram Pohrer von Petzkofen und Franziska Ertl  

1926 Theresia, geb. Pohrer, und Alois Biermeier

1962 Alois Biermeier und Erna, geb. Ernst, Schwimmbach

 Hs.Nr. 17, früher Hs.Nr. 51, Johann Langschartner und Frieda

1/8 Sölde  

1599 Stephan Humpl, Zimmermeister, und Barbara. Georg Humpl richtete um 60 fl den Pfarrhof wieder her.

1628 Sebastian Amann, Bauer zu Hainsbach, und seine Frau Eva, geb. Humpl, hatten das Erbrecht auf die Humplsölde. Sie verschrieben ihrem Neffen Sigmund Klöpfer, Bauerssohn von Hainsbach, 87 fl.

Vor 1650 Christian Schmetterer  

1650 Andre Haunperger, Zimmermann, kaufte das Erbrecht auf die Humplsölde, das Christian Schmetterer, gewesener Pfleger selig, innegehabt hatte, von den Schmetter’schen Gläubigern um 100 fl. Die 100 fl lieh er von der Hainsbacher Kirche aus. 1651 zahlte Andre Haunperger 20 fl zurück.

1682 Jakob Haunperger (Hainperger), Schuster, übernahm von seinem Vater Andre Haunperger, der dem Hauswesen nicht mehr vorstehen konnte, die Erbrechtssölde um 180 fl. Jakob Haunperger heiratete die Witwe Margaretha Prechtlin von Waibling. In zweiter Ehe heiratete er 1683 Barbara Steinmaier von Metzing. 1719 Rosina Haunperger übernahm von ihrem Vater die Erbrechtsbausölde um 268 fl 45 kr. Die Stift betrug 35 kr 5 hl, 2 Käse oder 4 kr, 2 Herbsthennen und das landsgebräuchliche Scharwerk. Rosina Haunberger heiratete Ulrich Gobmer, Schusterssohn von Sünching. Er brachte 150 fl mit in die Ehe. In zweiter Ehe heiratete Gobmer 1721 Maria Wunsamb,Weberstochter von Thürnhart. Die Braut brachte 200 fl, 1 Kuh, 1 Bett mit Bettstatt und Truhen mit in die Ehe. Der Rückfall betrug 50 fl und 3 Halskleider.

1759 Johann Gomer (Gobmer) heiratete Gertrude Syndicin von Hirschling. Sie brachte 150 fl mit in die Ehe, der Rückfall betrug 30 fl.

1788 Johann Gobmer, Schuster, heiratete Anna Klingspeck (Eberlin), Söldnerstochter von Oberwalting. Er übernahm die 1/8-Erbrechtssölde von seinen Eltern um 400 fl.

1797 Die Witwe Anna Gobmer heiratete Philipp Glöckl, Söldnerssohn von Wallkofen. Der Bräutigam brachte 250 fl mit in die Ehe.

1831 Josef Neussendorfer und Anna Maria, geb. Dünzl von Hausmetting, kauften das Anwesen um 1.250 fl.

1835 Josef Neussendorfer jun. übernahm von seinen Eltern die Sölde und versprach aus kindlicher Liebe, die Alimentationspflicht gegenüber seinen Eltern zu erfüllen. Er heiratete Maria Reuter von Rutzenbach. Sie brachte 200 fl und 50 fl Aussteuer mit in die Ehe.

1863 Georg Dünzl und Theres, vorher auf Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 40 in Gingkofen, kauften die frühere Hs.Nr. 51 in Gingkofen. Im Jahre 1867 brannte das Anwesen ab. Es wurde wieder aufgebaut.  

1870 Johann Bergmann und Theres Bräu von Schwimmbach

Ca. 1872 Xaver Ertl und Franziska Lang von Martinsbuch  

1896 Maria Ertl heiratete Max Strasser, Bauerssohn von Leiblfing. Er führte seit 1907 eine Bau- und Möbelschreinerei.  

Um 1937 Übergabe an Sebastian Weiß und Mathilde, geb. Strasser.  

1948 Matthias Langschartner und Ottilie, geb. Weiß von Hainsbach, übernahmen den Besitz. Sebastian Weiß, Bruder der Ottilie, ging auf das elterliche Anwesen Hs.Nr. 15 in Hainsbach zurück.

1976 Johann Langschartner und Frieda, geb. Schmid, Osterham

Johann Langschartner, Gingkofen, Hs.Nr.17, Hausschlachtung v.l. Michael Parzefall, Matthäus und Ottilie Langschartner

 Früher Hs.Nr. 52 in Gingkofen

1/2 Hof 1614 Hans Setz (Sez, Söz) von Gingkofen borgte von der Haindlinger Kirche 50 fl.Im Jahre 1627 ist der ehrbare Hans Setz, Söldner, Bürge für Georg Amann zu Hüttl, der 84 fl von der Kirche lieh. Im Jahre 1645 ist Hans Setz als Kirchenprobst bezeugt.

1650 Hans Setz jun. kaufte das Erbrecht auf den Schwäbelhof zu Gingkofen (frühere Hs.Nr. 39) um 300 fl. In diesem Jahr war Senior Hans Sötz gestorben. Georg Setz, „welcher unlängst aus dem Kriegswesen zuhaus kommen“, quittierte 1651 seinem Vormund Georg Limprunner, Sedlbauer, 20 fl 40 kr erhalten zu haben. Hans Sötz starb 1671 auf dem Schwäbelhof (frühere Hs.Nr. 39).

1672 Christoph Winterstetter kaufte von der Hofmarksobrigkeit das Erbrecht auf die vergantete Sölde, die Hans Sötz innegehabt hatte, um 65 fl. Die Grundgült betrug 1 fl 17 kr 1 hl, 2 Käse und 2 Hennen.

1682 Jakob Wi(e)ser, Söldner zu Tross (Groß), und seine Frau Maria, tauschten von Christoph Winterstetter und Katharina die Erbrechtssölde ein. Der Haindlinger Kirche war er 26 fl schuldig.

1689 Andre Hölzl von Hader und Maria kauften nach dem Tod des Jakob Wieser das Söldengütl um 148 fl. Hölzl übernahm die Schulden von 45 fl, die auf der Erbrechtssölde lagen.

1714 Josef Hölzl übernahm von seiner Mutter Maria die Erbrechtssölde um 200 fl 26 kr 3 1/2 hl. Stift und Scharwerksgeld betrugen 3 fl 51 kr 1 hl. Seinen drei Brüdern wurden je 10 fl geschrieben, der Schwester Erna ebenfalls 10 fl und eine Ausstattung. Die Mutter nahm sich freie Herberge, 5 V Korn und 4 Zwetschgenbäume aus. Josef Hölzl ehelichte Maria Ring von Hainsbach. Die Braut brachte 1 Bett, 1 Bettstatt, Truhen, 1 Kuh und 60 fl mit in die Ehe. Der Rückfall betrug 3 Halskleider und 15 fl. Hölzl übernahm die 45 fl Schulden seines Vorgängers.

1744 Die Witwe Maria Hölzl heiratete Simon Kellermaier, Tagwerker von Gross. Er brachte 70 fl mit in die Ehe. In zweiter Ehe heiratete Kellermaier 1745 Elisabeth Kiendl von Sünching. Sie brachte 120 fl, 1 Ober- und Unterbett und 1 Bettstatt mit in die Ehe, er den Erbrechtsviertelbau.

1756 Die Witwe Elisabeth Kellermaierin heiratete den Bauerssohn Jakob Aichner von Dettenkofen. Er brachte 200 fl mit in die Ehe. Aichner übernahm, wie schon seine Vorgänger, die 45 fl Schulden, die bei der Haindlinger Kirche gemacht worden waren. Jakob Aichner starb 1773.

1776 Elisabeth Aichner übernahm von ihrer Mutter, auch Elisabeth Aichner,Witwe, die Erbrechtssölde um 450 fl. Im Januar 1777 heiratete sie Andreas Amann, Halbbauerssohn von Tuffing. Von einem interessanten Brief berichtet Pater Roman Zierngibl, den der St. Emmeramer Abt Frobenius am 13. November 1780 an die ihm untergeordnete Probstei Hainsbach schrieb. Darin rügte er, daß Maßnahmen des weltlichen Probstrichters – er ließ Andreas Amann einsperren, weil er die von seinen Vorgängern gemachten Schulden bei der Hainsbacher Kirche nicht zurückbezahlte – von seinen geistlichen Mitbrüdern durchkreuzt würden: „Der Probstrichter exkusiert sich schon einigemalen, daß er sein Amt darum nicht genug thun könne, weil ihm von denen Herrn confratribus in demselben Einhalt beschehe; wie denn erst letzthin geschehen, da er den Andre Amann, Söldner zu Gingkofen, zur Exekution des gegen ihn wegen Rückstandes und Bezahlung einer Seidl’schen Schuld verfügten Bescheides in das Amthaus (frühere Hs.Nr. 4, Hainsbach) legen lassen, von denen Herrn confratribus aber dem Amtmann anbefohlen wurde, solchen Arrestanten ohne weiteres zu entlassen. Frobenius.“ Im Jahre 1800 zahlte Andre Amann beim Verkauf des Anwesens die 45 fl Schulden zurück.

1800 Paul Schmidbauer von Sießwies bei Mengkofen kaufte das Erbrechtshöfl um 1.300 fl. Von der Sebastianibruderschaft in Haindling nahm Schmidbauer 75 fl auf. Verheiratet war Schmidbauer mit Anna Deublin. Im Jahre 1817 wurde er vom Gräflich Montgelas’schen Herrschaftsgericht aufgefordert, 762 fl Schulden binnen 8 Wochen zurückzuzahlen, da sonst das Anwesen gepfändet werde. 1819 zahlte er 67 fl zurück. Um weitere Schulden bezahlen zu können, verkauften die  Eheleute Schmidbauer den Großteil ihrer Felder.

1822 Maria Schmidbauer übernahm von ihren Eltern die 1/8-Sölde (früher 1/2 Hof), Hs.Nr. 52, um 572 fl 55 1/2 kr. Sie heiratete Andreas Schlüsselbrunner von Schwimmbach. Er brachte 300 fl mit in die Ehe. Im Jahre 1828 scheint das Anwesen abgebrannt zu sein. Es wurde nicht wieder auf dem alten Platz, sondern in Königswinkl aufgebaut.  

 Hs.Nr. 18, früher Hs.Nr. 45 1/2,Willi Kirschner und Barbara

Dieses Anwesen steht auf einem zur früheren Hs.Nr. 45 gehörigen Grund.

1907 Josef Hemauer stammte von der früheren Hs.Nr. 45. Er war im Jahre 1870/71 Soldat und Kriegsgefangener auf der Insel Oleron. Mit Hilfe seiner Kinder erbaute er dieses Anwesen, „damit seine Kinder auch eine Heimat hätten“. Der Bau kam ihm auf 2.000 Mark zu stehen

1947 Johann Fritsch und Kreszenz, geb. Hemauer, betrieben von 1948 bis 1986 eine Bauschreinerei.

1987 Willi Kirschner und Barbara, geb. Fritsch. Um 1990 wurde das Anwesen abgebrochen.

Bereits 1975 Bau eines neuen Hauses, Hs.Nr. 20.

 Hs.Nr. 19, früher Hs.Nr. 50, Otto Baumgartner

1609 Die Witwe Margaretha Reindl, Frau des verstorbenen Söldners Hans Reindl, heiratete Stefan Lohmer (Lohmayr), ledigen Webergesellen von Kagers. 20 Jahre später, am 5. Februar 1629, gaben sie folgende Heurathsbeding beim Pflegamt zu Protokoll: Er, Lohmer, habe der Witwe 20 fl, 2 Webstühle mit dem dazugehörigen Geschirr oder Zeug zugebracht. Sie hatte die Sölde zu Gingkofen, Fahrnis und Hausrat. Das bezeugten Hans Gilg, Krämer, und Leonhard Trenpeckh, Tagwerker, beide von Hainsbach, dann Hans Sez und Andre Ernst, beide von Gingkofen, und der Custor Hans Grießmayer. Von der Haindlinger Kirche borgte 1614 Stefan Lohmer 60 fl. In der Haindlinger Kirchenrechnung von 1636 steht „Bey Stephan Lohmayr zue Gingkhoven seel. verlassener Sölden, so Edt (öd) stehet: 60 fl. Im Jahre 1637 lesen wir beim „eingefahlenen Söldenhäusl“.“

1638 Stefan Groß kaufte die eingefallene Lohmer’sche Sölde um 33 fl. Der Haindlinger Kirche entstand ein Verlust von 27 fl. Er pachtete ein Feld auf Pfand vom Setzenhof in Gingkofen mit 1 Schilling Pifang. Die Pacht betrug 1 fl 30 kr. Im Jahre

1641 war Groß auf dem Gaishauber-Gütl. Er lieh 100 fl von der Haindlinger Kirche aus. Der Zins betrug 5 fl.

1646 Georg Spirkhenerer, Bauer in Haindling, war auf der Lohmer’schen Sölde zu Gingkofen. Er sollte das Haus bauen oder 33 fl bezahlen.

1695 Nach dem Tod des Andreas Haunperger, Zimmermanns zu Hainsbach, und der Apollonia einigten sich die Kinder (Pieringer-Haunperger) über das väterliche und mütterliche Erbe. Die Geschwister übergaben ihrem Bruder Martin Haunperger beide Sölden, die zu Hainsbach und die zu Gingkofen, die mit der Grundherrschaft nach St. Emmeram in Regensburg gehörten.

1697 Hans Wagner, Wirt zu Hainsbach, und seine Ehewirtin Magdalena kauften vom Schuhmacher Martin Haunperger die Erbrechtssölde in Gingkofen um 138 fl und 2 fl Leihkauf. Der Käufer hatte die Verpflichtung, die noch nicht aufgebaute Sölde auf seine Unkosten bewohnbar zu machen. Die jährliche Grundgilt betrug 3 5 kr 5 hl, 2 Käse oder 4 kr, 2 Hennen, das Scharwerksgeld 1 fl 30 kr. Der Prälat und Abt von St. Emmeram war einverstanden, daß der Verkäufer wegen des Hausbaus 152 fl an Wagner wieder zurückbezahlt.

1701 Adam Fruehmann, Mesner zu Hainsbach, und seine Frau Eva kauften von seiner Hochwürden und Gnaden Herrn Johann Baptist, Abt von St. Emmeram in Regensburg, die Lohmeiersölde in Gingkofen mit 3 Äckern auf Erbrecht um 150 fl. Der erste Acker lag am Umkehrfalltor, der zweite auf der Hofstraße, der dritte, der Thettenhängst genannt, neben dem Haidersberger Weg mit 2 Pifang in der Westenmeis und einem Gärtl.

1719 Walburga Fruehmann übernahm von ihren Eltern, Adam Fruehmann und Eva, Mesner, in Hainsbach, die Erbrechtsbausölde um 150 fl. Die Eltern nahmen sich freie Herberg, jährlich 5 V Korn und das notwendige Holz aus, aber erst dann, wenn sie vom Kloster St. Emmeram aus dem Mesnerdienst entlassen werden sollten.   1720 heiratete Walburga Fruehmann Adam Schönhärl, Schneider und Söldnerssohn von Sallach. Der Hochzeiter brachte 50 fl mit in die Ehe, die Hochzeiterin 1 Bett, Bettstatt, Truhen, 1 Kuh und 50 fl. Beim Todesfall waren 3 Halskleider und 15 fl zurückzugeben. 1739 starb Adam Schönhärl. Walburga, die Hebamme war, folgte ihm 1753 im Tode.

1754 Gregor Schmidtmayer, Leerhäusler von Riekofen, kaufte als Schwager von den Erben, nämlich von Anna, Frau des Lorenz Schmidtmayer von Eschlbach, von Maria, Frau des Webers Jakob Perkamer von Haindling, und von Elisabeth Schmiedhuberin das Erbrecht auf die Sölde um 260 fl. Nach dem Tod seiner Frau Eva heiratete Schmidtmayer 1754 Katharina Beisl, Schmiedstochter von Dengling. Die Braut brachte 100 fl mit in die Ehe.

1766 Die Witwe Katharina Schmidtmayer heiratete Michael Baumgartner von Hainsbach (frühere Hs.Nr. 25). Er brachte 100 fl mit in die Ehe. In zweiter Ehe heiratete Baumgartner 1722 Ursula Jehl von Hainsbach. Sie brachte 125 fl mit in die Ehe.

1818 Sebastian Ammann, Häusler von Niederlindhart, kaufte von der Witwe Ursula Baumgartner das Erbrecht auf die Sölde um 850 fl. Ihren beiden Söhnen Jakob und Lorenz Baumgartner vermachte die Mutter je 50 fl.

1820 Andreas Duschl von Münster kaufte das Anwesen von der Witwe Barbara Ammann um 950 fl. Er heiratete Theres Kerscher von Hüttenkofen. Sie brachte 300 fl mit in die Ehe. Er hatte 450 fl und die Sölde.

1832 Johann Hietl (Hierl), Schuhmacher von Metzing, kaufte von der Witwe Theres Duschl das Anwesen um 718 fl.

1836 Simon Plendl (Pledl, Blendl, Plöndl) kaufte das Anwesen um 660 fl.

1844 Josef Plendl übernahm von seinen Eltern die Baumgartnersölde mit Wohnhaus, Stadel und Stall, Hofraum und 1 Tagwerk 92 Dezimal um 806 fl. Josef Plendl heiratete Walburga Heinrich von Oberwalting. Die Braut brachte 300 fl und eine Ausfertigung mit in die Ehe.

Ab 1858 Heimkirchner, dann Plendl, dann Schlüsselbrunners Kinder; dann Josef Haider sen.; Josef Haider jun. und Theresia Kumpfmüller.

1893 tauschte Josef Haider die frühere Hs.Nr. 50 gegen das Anwesen des Xaver Ecker mit der früheren Hs.Nr. 45 in Gingkofen ein. Es folgen Josef Kammermeier und Lorenz Fritsch. Karl Scherl, Rottmeister, heiratete eine Tochter des Lorenz Fritsch.

Georg Scherer und Maria

Georg Richter und Maria brachen das Anwesen ab und erbauten ausserhalb des Dorfes ein neues Anwesen. Grund und Garten von der früheren Hs.Nr. 50 gehören jetzt zur früheren Hs.Nr. 51.

1920 Georg Richter und Maria, geb. Rohrmeier

Um 1950 Josef Ströhhuber und Maria, geb. Richter

1966 Otto Baumgartner und Rosa, geb. Söldner, Mengkofen, Kauf

 Brunnenstraße

Hs.Nr. 1, früher Hs.Nr. 39 1/3, Joseph Bachhuber

1909 Ludwig Fritsch, Söldner und Forstarbeiter, dann Karl Scherl, Rottmeister

1948 Josef Bachhuber und Maria, geb. Scherl

1976 Joseph Bachhuber und Christine, geb. Neidl, Mitterfels-Auhof  

 Hs.Nr. 1 a, früher Hs.Nr. 39, Johann Greschl

1506 Michael Armansperger war Grundherr des 3/4 Hofes zu Gingkofen bei der Aich. Im Jahre 1509 vererbten Michael und Jakob Armansperger ihrer Schwester Magdalena und ihrem Schwager Michael Rechperg die öde Gallenhofstatt zu Gingkofen, dann Äcker in den drei Feldern (Gewannen) zu Hainsbach (in jedem Feld 40 Pifang) und 1 Tagwerk Wiese zu Wiesing (Wissing) anstelle von 15 Pfund Regensburger Pfennig Heiratsgut. Sollten jedoch die Armansperger das Heiratsgut von 15 Pfund bar auszahlen, waren von dieser Hofstatt, auf der Michael und Magdalena Rechberg ein Haus bauten, jährlich 40 Pfennig, 4 Hühner und 4 Käse zu entrichten.

1518 Nach einer gerichtlichen Auseinandersetzung der Armansperger mit dem Kloster St. Emmeram wurde den Armannspergern die Grundherrschaft über den Hof (frühere Hs.Nr. 39) abgesprochen und dem Kloster St. Emmeram zugesprochen. Auch Michael Rechberg hatte die Gallenhofstatt abzutreten. Für seine Bauausgaben erhielt er vom Abt 18 fl in bar.

1531 Thomas Aiglstetter erhielt von Abt Ambrosius das Erbrecht auf den Hof bei der Aich und auf das Mayerholz. Der Hof diente 1/2 Schaff Weizen, 2 Schaff Korn, 1 1/2 Schaff Hafer und den Kleindienst von 1 Pfund 20 Regensburger Pfennig.

Bis 1585 Georg Schwäbel, Bauer. Ihm folgte ab ca. 1585 Wolfgang Schwäbel, Bauer.

1620 Hans Schwäbel, Bauer und Kirchenprobst. Im Jahre 1630 versprach Hans Schwäbel, Bauer zu Gingkofen, dem Pfleger von Gingkofen 40 fl zu bezahlen, und zwar 1 Schaff Gerste für 10 fl und die restlichen 30 fl am Lichtmeßtag. Als Kinder des Wolfgang Schwäbel sind in einer Quittung von 1633 genannt: Wolf Schwäbel, Bürger und Beck zu Landau, Hans Schwäbel, Bauer zu Gingkofen, Adam Schwäbel, Bauer zu Hainsbach, Barbara Schwäbel, Kuglerin zu Geiselhöring, Eva Schwäbel, verheiratet mit Hans Bauer zu Kirchmatting. Im Jahre 1636 lieh Hans Schwäbel 300 fl aus. Die Zinsen betrugen 15 fl. Er war aber nicht imstande, diese zu zahlen.

1642 Johann Pinzgera

1643 Balthasar Kieffel

1649 Hans Eckhert, Bauer auf dem Schwäbelhof.

1650 Hans Seez (Setz, Sötz) vor 1650 auf der früheren Hs.Nr. 52 zu Gingkofen kaufte das Erbrecht auf den Schwäbelhof um 300 fl und 3 Reichstaler Leihkauf. Die 300 fl lieh Seez von der Haindlinger Kirche aus. 1652 betrugen die Schulden des Hans Seez bei der Kirche noch 150 fl. Im Jahre 1671 starb Johann Sötz, Bauer in Gingkofen. Bei der Kirche hatte er 549 fl Schulden und 99 fl 30 kr Zinsschulden. Im Jahre 1672 verringerten die Erben die Schulden auf 450 fl. Die Zinsen betrugen 99 fl 30 kr. Dazu kamen noch 22 fl 33 kr weitere Ausstände. Durch den Tod des Hans Seez im Jahre 1671 erlitt die Haindlinger Kirche einen Verlust von 572 fl.

1672 Paul Stadler, Bauer, kaufte das Erbrecht auf den verganteten Sötzenhof um 200 rheinische Gulden. Die Stift betrug 3 fl 5 kr 5 hl, eine Ehrung oder dafür 8 kr 4 hl, 3 Käse oder 6 kr, 2 Gänse, 2 Hennen, 50 Eier. Ins Kloster St. Emmeram waren 1/2 Schaff Weizen, 2 Schaff Korn und 1 1/2 Schaff Hafer zu liefern. 1674 erhielt Paul Stadler für 10 V Korn 2 fl 30 kr von der Kirche. 1706 starb Paul Stadler.

1709 Philipp Stadler erhielt von seiner Mutter den Erbrechtshof zu Gingkofen mit 3 Rössern samt Geschirr, 2 Milchkühen, 1 heurigen Ochsenkalbl, Schafen, 2 Frischlingen, 5 Hennen, 1 Hahn, Heu und Stroh, 1 gerichteten Wagen, 1 Karren, 2 Pflügen, 1 halbeisernen und halb hölzernen Eitten, 2 Holzhaken, 1 Zwickel, 1 Klammer, 1 Bruckhaken, 2 Neiger, 1 Dachsl (= Beil), 1 Schaufel, 1 Gabel, 2 kupfernen und 1 eisernen Pfandl, 1 Waschkessel, 2 Ehehaltenbetten, 1 Kasten, 2 Mehltruhen, 1 Backtruhe und etlichen Zubern um 536 fl 55 kr 4 hl. Unter den Schulden waren 31 fl Salva Gardiagelder (Schutzgelder, damit der Hof im Spanischen Erbfolgekrieg nicht geplündert wurde). Für die Württembergischen Truppen gab Philipp Stadler im Jahre 1706 Hafer für 2 fl, beim Durchzug von Reitern 1 fl. Die 3 Brüder Samuel, Matthias und Nikolaus erhielten je 15 fl. Die Mutter selbst nahm sich freie Herberg aus, 4 V Weizen, 8 V Korn, 1 V Gerste, dann 1 Kuh im Futter, alle 1/2 Jahr 3 Seidel Schmalz, täglich 1 Seidel süße Milch, jährlich 1 Frischling oder 1 fl 15 kr, 2 Hennen füttern, alljährlich 1 Pifang Rüben, 1 Pifang Gabis (Kraut) und den vierten Teil von allem Obst, 1 1/2 Maß Holz, 3 Schilling Beischl (Reisig) und die Verpflichtung, das Holz zu hacken.

Im Jahr 1710 heiratete Philipp Stadler Walburga Karl von Radldorf. Die Braut brachte 1 Kuh, 1 Bett, 1 Bettstatt, Truhen und 150 fl mit in die Ehe. Der Rückfall betrug 25 fl und 3 Halskleider. In zweiter Ehe heiratete Philipp Stadler 1744 die Katharina Reif von Siffelbrunn.

1736 Georg Eggenhofer, Leerhäusler zu Hainsbach (früher Hs.Nr. 31), übernahm von seinem Vetter Philipp Stadler den Erbrechtshof mit 3 Pferden, 1 Kuh, 1 Kalbin, 2 Spanferkeln, 4 Hennen, 1 Hahn und 2 alten Geißen um 1.050 fl. Im Jahre 1738 nahm Eggenhofer von der Sebastianibruderschaft in Haindling 40 fl auf. Auch der Haindlinger Kirche war er vom Vorgänger her 55 fl schuldig. 1773 starb Eggenhofer an Lungensucht.

1775 Andreas Eggenhofer übernahm den 3/4-Erbrechtshof vom Kloster St. Emmeram um 1.403 fl. Er heiratete Barbara Santner, Söldners- und Wasenmeisterstochter auf der Weidenhüll. Die Braut brachte 400 fl mit in die Ehe. Der Rückfall betrug 133 fl 40 kr.

1795 Tochter Elisabeth und deren Ehemann Andreas Schäupel (Scheupl), Bauerssohn von Hankofen, übernahmen wegen Leibsgebrechlichkeit des Vaters von ihren Eltern um 3.318 fl 15 1/2 kr. Davon erhielt im Jahre 1808 Sohn Michael Eggenhofer 750 fl, die Übernehmerin 700 fl, die im ledigen Stand gezeugte Tochter Maria Eggenhofer (31 Jahre alt) 25 fl, die Übergeber 700 fl. Andreas Scheupel brachte 1.000 fl mit in die Ehe. Er starb im Jahre 1819.

1829 Die Witwe Elisabeth Scheupl von Gingkofen verkaufte um 4.500 fl an Herrn von Hilz auf Weng ihren 3/4-Hof zu Gingkofen mit Zubaugut (frühere Hs.Nr. 56) unter folgenden Bedingungen: Der Käufer erhält alles vorhandene Vieh und die Fahrnis. Davon ausgenommen sind: „das Bett der Elisabeth Scheupl und eine Bettstatt, das Bett der Maria Scheupl, 1 Kasten und 1 Kuh, 1 Pferd, nämlich der blinde Braune für Josef Scheupl von Neugingkofen, 1 kleines Wagerl, die Bretter und 1 Pflug. Der Käufer bedingte sich aus, im Namen der Verkäuferin den Hof zertrümmern zu dürfen. Die Familie Scheupl ist nach dem Verkauf in die USA ausgewandert. Die Nachkommen dieser Familie leben heute unter dem Namen Shiple zum Teil im Bundesstaat Georgia.

1829 Jakob Einaicher, Söldner von Gingkofen, verheiratet mit Walburga Hurzlmaier von Laberweinting, erwarb das Wohnhaus, den Hofraum mit Garten und verschiedene Felder um 1.200 fl.

1835 Georg Fritsch von Geßmannszell und Theres Dierlmaier von Langau (Mitterfels) kauften Besitz um 2.016 fl und 16 fl Leihkauf.

1852 Michael Fritsch übernahm von seinem Vater um 2.550 fl. Zum Anwesen gehörten damals 25 Tagwerk 62 Dezimal. Verheiratet war Michael Fritsch mit Magdalena Hagn von Gaishauben. In zweiter Ehe ehelichte er 1860 Magdalena Buchmaier von Schwimmbach.

1861 Die Witwe Magalena Fritsch heiratete Sebastian Buchner.

1888 Barbara Buchner heiratete Jakob Schmidbauer von Motzing. In den Jahren 1893

und 1901 brannte das Anwesen ab. Damals gehörten zum Hof 40 Tagwerk. Um die Jahrhundertwende wurde hier Flaschenbier verkauft.

1931 Johann Greschl und Mechthild, geb. Setz, Hainsbach. Die Mutter von Mechthild war eine Tochter von Jakob und Barbara Schmidbauer. Mechthild übernahm den Hof von ihren Großeltern.

1964 Johann Greschl und Mariele, geb. Krieger,Weichs. Mariele Greschl starb 1993 im Alter von 49 Jahren.

1993 Johann Greschl

                                 Hs.Nr. 2, früher Hs.Nr. 45, Annemarie Unterpaintner

 Die 1/16 Sölde „auf der Schwemb“

1628 Der Wittiber Martin Seidl, Schneider zu Gingkofen, heiratete Margareth Minßmayer, Hofbauerntochter von Rain. Die Braut verheiratete ihm 60 fl, Seidl hatte die Erbrechtssöldenbehausung auf der Schwemb zu Gingkofen. Im Jahre 1637 ist Martin Seidl als Kirchenprobst (Kirchenpfleger) der Frauenkirche Haindling genannt. Laut HKR von 1648 bürgte die Witwe Margareth Seidl Herrn Leutnant Feyry zu Straubing für 8 fl 54 kr. Nach dem Tod von Martin Seidl wurden Georg Brunner, Bauer, und Jakob Karl, Söldner, beide von Gingkofen, als Vormünder der 3 Töchter eingesetzt. Im Jahre 1651 vermachte die Witwe ihren 3 Töchtern die Erbrechtssölde. Für die Überlassung der Fahrnis wollte sie Schulden bezahlen. „Im Fahl sye Wittib wieder etwas erobern möchte, wolle sye zu der Kinder Verheuratung wieder ein Pettl richten“.

1658 Lorenz Perzl von Dornwang kaufte die Erbrechtssölde um 30 fl. Im Jahre 1670 vermachte die Witwe Perzl ihren 5 Kindern je 1 fl und den Töchtern bei der Heirat ein halbes Bett. Am 10. November 1670 heiratete die Witwe Katharina Perzl den jungen Gesellen Jakoben Ecker, Zimmerermeister von Haidersberg. Sie übergab ihm die Sölde, er brachte 2 fl mit in die Ehe.

1695 Martin Perzl erhielt nach dem Tod von Jakob Ecker von seiner Mutter die Erbrechtssölde unter der Bedingung, daß er seinen 5 Geschwistern und der Mutter je 18 fl auszahle. Die Wittib selbst nahm sich das hintere Stübl aus und 1 Geiß für den Unterhalt. 1709 wurde Martin Perzl von einem Baum erschlagen.

1709 Schwager Simon Egger (Ecker), Schneider zu Hainsbach, kaufte von der Witwe Maria Perzl das Erbrecht auf das Söldenhäusl um 31 fl 15 kr. Der Sohn Michael Perzl solle das Schneiderhandwerk innerhalb von 3 Jahre erlernen und ihm solle bezahlt werden „was beim Handwerch drüber und drauf geht und die Kost“. 1726 heiratete Michael Perzl Maria Nirschlin von Eitting. Seit 1726 besaßen Josef Reisinger und Rosina das Erbrechtsleerhäusl.

1742 Lorenz Reisinger heiratete Walburga Stadler von Obergraßlfing.

1776 Der Söldner Lorenz Reisinger übergab seiner lieben Tochter Maria und ihrem Ehemann Lorenz Wild von Neufahrn das Leerhäusl mit Garten, 5/4 Tagwerk Wiese mitten im Herrschaftsgehölz, die kleine Pfanne genannt, um 85 fl. Der Viertelbauerssohn Lorenz Wild brachte 100 fl mit in die Ehe. In zweiter Ehe heiratete Lorenz Wild 1779 Ursula Huberin von Weichshofen. Von der Haindlinger Kirche lieh er 1796 zum Hausbau 32 fl aus.

1799 Die Witwe Ursula Wild übergab ihrem älteren Sohn Lorenz Wild die Sölde um 396 fl 30 kr. Dem Sohn Anton wurden 90 fl und der Mutter 30 fl geschrieben. Bei der Übergabe wurde außerdem festgesetzt:Wenn Anton krank werde, müsse ihm der Unterschlupf bis zur Genesung gewährt, 4 Wochen die Kost und die Baderskosten bezahlt werden. Die Mutter nahm sich das hintere Flezstübl aus, jährlich 2 Köpfl Schmalz, wöchentlich 1 Köpfl süße Milch, über den Winter 8 Köpfl saure Milch, den dritten Teil des Obstes, das heurige Getreide an Korn. Das Stroh falle dem Übernehmer zu, ausdreschen sollten sie miteinander. Weiter solle der Übernehmer eine Henne für die Mutter laufen lassen. Falls die Mutter nicht auf der Sölde bleibe, sollten ihr 4 fl Herbergsgeld neben der obigen Ausnahm gegeben werden. Wenn sie erkranke, müsse ihr im Haus notdürftig aufgewartet und wenn sie das ihre aufgezehrt habe, müsse sie notdürftig verpflegt werden. Auf ihr Absterben hin solle sie zur Erde bestattet werden. Wenn etwas übrigbleibe, sollten die beiden Brüder das teilen. 1799 heiratete Lorenz Wild die Baderstochter Theresia Heigl. Sie brachte 200 fl mit in die Ehe. Lorenz Wild kaufte sich 1813 in Schwimmbach an.

1813 Georg Loichinger, Söldnerssohn von Hirschkofen, kaufte die 1/16-Sölde um 460 fl. Er heiratete Theresia Gerl, Bauerstochter von Hirschkofen. Die Braut brachte 400 fl mit in die Ehe.

1845 Katharina Loichinger übernahm von ihren Eltern die 1/16-Leersölde um 852 fl. Sie heiratete Josef Hemauer, Söldnerssohn von Metting. Er brachte 500 fl mit in die Ehe. Im Jahre 1870 brannte das Anwesen ab. Stall und Stadel wurden wieder aufgebaut.

1885 Theresia Hemauer heiratete Franz-Xaver Ecker von Riekofen.

1893 Josef Haider tauschte das Anwesen ein. Er war vorher auf der früheren Hs.Nr. 50, die Ecker übernahm. Verheiratet war Josef Haider mit Theresia, geb. Kumpfmüller. In zweiter Ehe ehelichte er 1898 Theresia Sturm, Binderstochter von Perkam.

1926 Franz Xaver Haider und Maria, geb. Berleb, Schwimmbach. Um 1960 übernahm Maria Plötz, von ihren Eltern Franz Xaver und Maria Haider, das Anwesen.

1970 Emma Makohan, Kauf

1996 Annemarie Unterpaintner, Kauf

 Hs.Nr. 4, früher Hs.Nr. 44, Baumgartner Edeltraud, verheiratete Sigl

1/16 Höfl

1625 Erhardt Arzberger, Schneider, war Zeuge bei einer Schuldverschreibung des Hans Teusinger von Gingkofen.

1639 Sebastian Schöfthaler, Zimmermann, hatte Erbrecht auf die Arzberger-Sölde. Er diente jährlich 3 Schilling Regensburger Pfennig und 12 Pfennig Stiftgeld, dann 2 Käse und 2 Herbsthennen.

1653 Melchior Wagner von Obersunzing kaufte das Erbrecht auf die Sölde um 26 fl und 1 Reichstaler Leihkauf. 1654 war Melchior Wagner Zeuge. Im Jahre 1662 lieh er von der Haindlinger Kirche 10 fl aus.

1667 Jakob Holzapfel, Schneider, und seine Frau Barbara, geb. Wagner, übernahmen die mütterliche Behausung in Gingkofen um 18 fl.

1669 Lorenz Hallmaier (Haillmair) kaufte die Erbrechtssölde um 23 1/2 fl und 1 fl Leihkauf.

1690 Thomas Haidinger, Tagwerker, kaufte die Erbrechtssölde um 35 fl.

1700 Die Witwe Anna Haidinger heiratete Matthias Achtinger von Metting. In zweiter Ehe heiratete Matthias Achtinger 1724 Maria Riel.

1735 Die Witwe Maria Achtinger heiratete Sebastian Greindl, Schuhmacherssohn von Mitterfels.

1741 Andre Kronauer, Schneider, übernahm beim Söldenkauf 10 fl Schulden seiner Vorgänger bei der Kirche von Haindling.

1752 Stefan Schlemmer und Maria kauften von der Wittibin Anna Kronauerin das Erbrecht auf das Leerhäusl um 70 fl.

1780 Lorenz Geiger, Tagwerker von Feldkirchen, kaufte von Maria Schlemmerin das Erbrecht auf das Häusl um 85 fl und 2 fl Leihkauf. 1784 heiratete der Witwer Maria Schullerin von Perkam.

1787 Jakob Schindler, Maurer und Schmiedssohn von Petzkofen, kaufte von Lorenz Geiger das Erbrechtshäusl mit Garten um 255 fl und 2 Kronenthaler Leihkauf. Verheiratet war Schindler mit Katharina Spendlin von Unterapendorf. Sie brachte 150 fl mit in die Ehe.

1799 Matthias Berghammer, Leinweber, kaufte die Erbrechtssölde um 440 fl. Er heiratete Theresia Lermer von Pilling. Sie brachte 250 fl mit in die Ehe.

1802 Matthias Schlag, Söldnerssohn von Martinsbuch, und seine Frau Theresia kauften die nach St. Emmeram gehörige Behausung und den Garten um 590 fl. Theresia Schlag war die Tochter des Andreas Hofmeister, Bauers zu Mötzing. Die Braut brachte 550 fl mit in die Ehe. Von der Haindlinger Kirche lieh Matthias Schlag zum Kauf einiger Felder 140 fl aus.

1821 Johann Geiger, Schneider von Kirnberg (Ascha), und seine Braut Barbara Greil von Laberweinting, kauften die Schlag-Sölde um 400 fl. Barbara Greil (Kreil) brachte 330 fl mit in die Ehe.

1825 Die Witwe Barbara Geiger heiratete Sebastian Liebl von Sengkofen. Liebl brachte 150 fl mit in die Ehe.

1834 Martin Schönhärl (Schinhärl), Söldnerssohn von Eitting, kaufte die frühere Hs.Nr. 44 um 600 fl. Verheiratet war er mit Katharina Bäuml von Siegenstein. Die Braut brachte 300 fl und 30 fl Ausfertigung mit in die Ehe.

1865 Anna Schönhärl, Häuslerstochter von Gingkofen, heiratete Wolfgang Meier von Stamsried. 1870 baute Meier einen Stadel.

1904 Der Gütler und Forstarbeiter Josef Schönharl heiratete Kreszenz Hoiß von Hub.

Er verdiente als Forstarbeiter täglich ca. 2 Mark 20 Pfg.

1916 Martin Schinharl und Anna

1930 Otto Baumgartner und Anna, geb. Schinharl

1975 Edeltraud Baumgartner

 Hs.Nr. 5, früher Hs.Nr. 40, Albert Baldauf und Jutta  

Die Hofstatt beim Prunn oder die Schmiedsölde bei den Brunnen

1551 Jörg Setz

1558 Veith Lindner

Bis 1591 Hans Schmetterer

Ab 1591 Sebastian Attenkofer, Wolfgang Schwäbel

1627 Hans Schwäbel kaufte das Erbrecht auf die Schmiedsölde bei dem Prunn. Die Abgaben nach St. Emmeram in Regensburg betrugen 5 Schilling Regensburger Pfennig, 20 Pfennig Stiftgeld, 2 Herbsthennen und 2 Käse. Auch hatte er die Steuer und das Scharwerk zu leisten. Von der Haindlinger Kirche nahm Schwäbel 30 fl auf. 1652 Veith Prandtner kaufte das Erbrecht auf die Schmiedsölde bei dem Prunn mit der vorhandenen Fahrnis um 125 fl. Er übernahm die Schulden des Vorgängers.

1665 Gregori Stängl kaufte die Erbrechtssölde um 150 fl.

1666 Maria Karl, Wittib und Besitzerin des Ambthofes zu Haindlingberg kaufte von Stängl das Erbrecht auf die Schmiedsölde.

1675 Blasi Rumel, Tagwerker von Traubach und Margareta, seine Hausfrau, erwarben von der Wittib Maria Karl das Erbrecht auf die Sölde um 135 fl und 1 Reichstaler Leihkauf. Das Stiftgeld betrug 2 fl 22 kr 1 hl. Zu reichen waren auch 2 Käse und 2 Fastnachtshennen.

1706 Hans Rumel (Rumbl) übernahm von seiner Mutter den 1/4-Erbrechtsbau zu Gingkofen um 130 fl (ausgenommen waren 1 Pflug, 1 Eitten, 1 Schmiedstuhl und 1 Wagerl). Die Mutter nahm sich freie Herberge im oberen Stübl aus und jährlich 1 V Weizen, 5 V Korn, 1 Pifang Rüben, den dritten Teil des Obstes und das Futter für 1 Geiß und 1 Henne. Hans Rumel heiratete Maria Ertl, Bauerstochter von Geiselhöring. Die Braut brachte 1 Kuh, 1 Bett, 1 Bettstatt, Truhen und 70 fl mit in die Ehe.

1712 Nach einigen Turbulenzen um die Sölde kauften Lorenz Schräml, Tagwerker von Metting, und seine Frau Eva das Erbrecht auf den Viertelbau zu Gingkofen um 270 fl und 3 fl Leihkauf. Von der Haindlinger Kirche nahm Schräml 50 fl auf.

1735 Maria Schräml heiratete Blasius Burgstaller. Ihnen übergaben Lorenz Schräml und Eva ihren Erbrechtsviertelbau, dazu 2 Schubboxen, 1 Melkkuh, 1 ein- und 1 zweijähriges Kälbchen, 2 Schafe, 5 alte Hennen. Der Sohn Blasius erhielt 310 fl.

1751 Matthias Hallmayer, Taglöhnersohn von Hainsbach, kaufte von Maria Burgstaller den Erbrechtsviertelbau um 390 fl. Maria Burgstaller nahm sich das obere Stübl, 1 Kuh, 4 Hennen und 1 Schaf aus. Verheiratet war Matthias Hallmayer mit Afra Peller, Söldnerstochter von der Frey. Sie brachte 100 fl mit in die Ehe. Matthias Hallmayer hatte die 50 fl Schulden des Blasius Burgstaller zu übernehmen.

1770 Ruppert Mägerl (Magerl) kaufte den Erbrechtsviertelbau um 850 fl. Matthias Hallmayer übernahm einen Dreiviertelhof in Hüttenkofen. Verheiratet war Ruppert Mägerl mit Barbara Höflinger vom Schweighof. Sie brachte 200 fl mit in die Ehe. Von der Haindlinger Kirche nahm Magerl 200 fl zum Kauf der Sölde auf.

1790 Andre Hofmann, Bauerssohn von Hadersbach, kaufte den Erbrechtsviertelbau mit 1 Roß, 1 Ochsen, 1 Kuh und 1 Frischling von Ruppert Mägerl um 1.200 fl. Andreas Hoffmann heiratete Anna Maria Massinger, Söldnerstochter von Graßlfing. Sie brachte 350 fl mit in die Ehe. Ende 1800 befiel die Bewohner der Sölde ein bösartiges Fieber. Die Leute im Hause bekamen das Abweichen (Durchfall) Es starben der Vater, die Mutter, ein kleineres Mädchen und eine weitere ledige Person. Nur das 8jährige Töchterl Maria überlebte.

1801 Januar 17. Die Vormunder Schötz und Baumgartner verkauften die Viertelssölde mit Behausung, Viehstall, Stadel, Haus und Krautgarten an Jakob Bogenberger, gewesenen Bauer zu Oberwalting, um 1.250 fl.

1801 Juni 3. Matthias Griesbauer, Söldner zu Mögling bei Landau, kaufte das Viertelgütl mit Wohnhaus und Viehstall um 1.700 fl. Auf dem Viertelhof lagen 200 fl Schulden, die bei der Hainsbacher Kirche gemacht worden waren.

1817 Josef Fuchs von Obersunzing kaufte die Sölde um 1.300 fl. Verheiratet war er mit Margareta Ungerer von Neufang.

1827 Wolfgang Falter, Schuster, kaufte das Wohnhaus mit Hofraum und Garten und einigen Gründen um 440 fl.

1830 Juli 20. Josef Scheupl von Eibling kaufte die Hofstelle um 600 fl. Am 1. Oktober 1830 übergab er die Hofstelle um 150 fl an seinen Vetter Josef Haubinger. Verheiratet war Haubinger mit Katharina Pongratz von Oberstain bei Mitterfels.

1839 Johann Beindl (Beitl, Peintl, Prindl), lediger Dienstknecht von Eitting, kaufte das Anwesen um 950 fl. Er heiratete Theresia Köglmaier von Hausmetting.

1860 Theres Beindl heiratete Georg Dünzl von Wissing. Im Jahre 1863 verkaufte Dünzl sein Anwesen und erwarb die frühere Hs.Nr. 51 in Gingkofen.

1863 Georg Witzelsberger.

1884 Josefa Witzelsberger

Xaver Bäumel und Maria

1909 Alois Huber, Zimmermann, und Maria

1935 Oskar Seidl

1963 Emilie Gabauer, geb. Seidl

1989 Albert Baldauf und Jutta, geb. Fritsch, Kauf

Früher Hs.Nr. 55, zwischen dem Greschl-Hof und Greschl-Weiher gelegen.

Dieses Anwesen war das Tagwerkerhaus von der früheren Hs.Nr. 43, dem Schleglgut. 1810 nahm der Bauer Aichner den Wittiber Simon Kellner von Aufhausen ins Tagwerkerhäusl auf, damit er ihm beim Dreschen helfe. Dafür erhielt er täglich 5 Kreuzer und die Kost, bei der Ernte pro Tag 12 Kreuzer und die Kost, in der Mähzeit 24 Kreuzer und die Kost, für das Hauen von 1 Klafter Scheiter 30 Kreuzer, jedoch ohne Kost. Seit 1848 existiert die frühere Hs.Nr. 55 nicht mehr.  

Hs.Nr. 7, früher Hs.Nr. 56, Xaver Bogner

Taglöhnerhaus der früheren Hs.Nr. 41, dem Kellerhof. Es wird als leeres Söldenhäuschen bezeichnet.

1467 heißt es, „der Hof mit der Sölde vor dem Tor, dem Hoftor“.

1804 Bei der teilweisen Zertrümmerung des Kellerhofes durch Schötz, wurde wohl das Tagwerkerhaus verkauft, denn bei der Seelenbeschreibung von 1805 ist die Rede von Schäupels Tagwerkerhaus. Die Schäupels (Scheupel) bewirtschafteten den 1/2 Aichhof in Gingkofen (frühere Hs.Nr. 39).

1815 Andre Schäupel nahm Josef Ramette, ehemals Reiter in der Französischen Reiterei, in sein Nebenhaus lebenslänglich für 100 fl auf. Verheiratet war Josef Ramette mit Maria Hadersbeck von Hadersbach.

1831 Als der Gutsbesitzer Jakob Hilz von Weng den Hof der Elisabeth Schäupel (frühere Hs.Nr. 39) in Gingkofen erwarb, verkaufte Hilz das Zubauhäusl mit einigen Äckern an Josef Ramette um 150 fl. Das Kapital von 150 fl sollte er an die Kirche Greilsberg zurückzahlen.

1836 Anna Maria Ramette übernahm von ihren Eltern die frühere Hs.Nr. 56 um 585 fl 30 kr. Sie heiratete 1837 Lorenz Fritsch von Geßmannszell, der beim Infantrie Leibregiment gedient hatte. Er brachte 200 fl mit in die Ehe, Anna Maria Ramette hatte 2.000 fl.

1864 heiratete die Tochter Theres Ramette Josef Ettl von Sattelbogen.

Um 1890 kauften Sebastian und Maria Schönhärl das Anwesen. Sebastian Schönhärl und Maria

1970 Xaver Bogner, Neubau des Ausnahmhaus  

 Hs.Nr. 9, früher Hs.Nr. 41, Xaver Bogner

Der 1/1 oder ganze Kellerhof gehörte bis zum Jahre 1568 grundherrschaftlich zum Kloster Niedermünster in Regensburg. Er war bis 1568 der Ammerhof oder Amthof des Klosters Niedermünster in Gingkofen. Ab 1568 gehörte auch der Kellerhof wie alle übrigen Gingkofener Höfe zum Kloster St. Emmeram in Regensburg. Zum Kellerhof gehörte ein Söldenhäuschen (frühere Hs.Nr. 56).

1467 Am Sankt Elspethentag erhielt Ulrich der Hainspeck bei einer Erbteilung den nach Niedermünster gehörigen Hof in Gingkofen mit der Sölde und dem Zehent aus diesem Hof, doch ohne Schaden der Rechte der Frau Aebtissin zu Niedermünster.

Im Jahre 1471 versprachen Ulrich der Hainspeck zu Sallach und seine Frau Brigitta, die Abgabe von 1 Pfund Pfennig jährlich zahlen zu wollen.

1490 Egidi (Gilg) Armansperger kaufte von den Söhnen Ulrichs des Hainspecken, von Stefan und Hans, das Erbrecht auf den nach Niedermünster grundbaren Hof. Im Januar 1491 verpflichtete sich Gilg der Armansperger, die jährliche Gilt von 2 Pfund und 27 Regensburger Pfennig jährlich zu entrichten, Entscheidungen des Probstrichters und Schrannengerichts Weichs anzuerkennen und jährlich der Frau Äbtissin und ihren Dienern 2 Übernachtungen, eine bei der Schweinekür, die andere bei der Kornbeschau, zu gestatten. Den Brief siegelten Gilg und Jörg Armansperger zu Ellenpach und Michael und Jakob Armansperger. Dem Egidi Armansperger folgten seine Söhne Michael und Jakob Armansperger als Erben.

1521 Leonhart Dorffner von Mengkofen und seine Frau Anna, Schwester des Jakob Armansperger, kauften von Jakob Armansperger dessen Erbteil auf den Kellerhof. Auch von Rudolf Herzeisen, Müller auf der Gilgenmühle, und seiner Frau Elisabeth, geb. Armansperger, kauften Leonhard Dorffner und seine Frau Anna, geb. Armansperger, deren Erbanteil.

1560 Wolf Dorffner, Amann zu Gingkofen, und seine Gemahlin Lucia gaben Hansen Pühlmaier Erbrecht auf die Hofstatt in Biburg und auf 6 Schilling öde Äcker, welche sie ausreuten durften. 1561 vergab der Amann das Erb- und Baurecht auf Gründe bei dem Reutfalter oder Reutschlag. Der neue Erbrechter durfte dort ein neues Haus auf eigene Kosten bauen und die Gründe reuten.

1568 Barbara von Ahaim, Äbtissin des Klosters Niedermünster, überließ dem Kloster St. Emmeram in Regensburg ihre Güter zu Gingkofen, um eine Schuld von 700 fl zu tilgen. Zu diesen Gütern gehörte das Kellergut, das Wolf Dorffner bewirtschaftete und das Schlöglgut, auf dem Andreas Amann saß. Wolf Dorffner erhielt von Abt Blasius von St. Emmeram einen Erbrechtsbrief. Ihm und seinen Nachfolgern wurde der Getreidedienst nachgelassen unter der Bedingung, daß er jährlich 2 Pfund Regensburger Pfennig Zins und 12 Stiftpfennige zahle. Im Jahre 1568 verkauften Wolf Dorffner und seine Frau Lucia mit Übereinstimmung der Frau Äbtissin Barbara von Niedermünster als Grundherrschaft dem Abt Ambrosius von St. Emmeram das Erbrecht auf die 2 Sölden in Biburg. Von Johann Ungenehm kaufte Wolfgang Dorffner den sechsten Teil des Zehents in der Pfarrei Hainsbach für 3 Jahre um 50 fl. In Hainsbach war Wolf Dorffner Kirchenprobst (Kirchenpfleger).

1597 – 1630 Hans Teusinger heiratete Anna Dorffner, die Tochter des Wolf Dorffner und Schwester des Adam Dorffner. Von der Haindlinger Kirche liehen sie 560 fl aus. Im Jahre 1626 bürgten Hans und Anna Teusinger mit ihrem Hab und Gut dem Hansen Schmetterer, Rat zu Straubing, für 200 fl. Das Geld war letzterem teils im Jahre 1624 geliehen worden, teils hatte er dafür eine Kornlieferung „in der jetzt schwebenden Hungersnot“ (30jähriger Krieg) erhalten. Im Jahre 1628 heiratete Hans Teusinger, Bauer zu Gingkofen, in zweiter Ehe Barbara Klankermaier von Hüttenkofen. Sie brachte 50 fl mit in die Ehe. Aus erster Ehe stammten drei Kinder. Ihnen wurden je 58 fl 20 kr, zusammen 175 fl, verschrieben.

1630 Baltasar Stuber kaufte von Hans Teusinger (der nach Tuffing ging) das Erbrecht auf den Keller-Hof um 2.200 fl. Laut Haindlinger Kirchenrechnung von 1630 bezahlte Baltasar Stuber 160 fl Schulden zurück. Es blieb noch eine Restschuld von 500 fl. 1636 hatte Baltasar Stuber noch 300 fl Schulden beim Gotteshaus. Im folgenden Jahr starb Baltasar Stuber.

1638 Georg Prunner übernahm die Schuld von 300 fl bei der Haindlinger Kirche. Im Jahre 1648 zahlte er von den 45 fl Schuldzinsen 25 fl zurück. Der Rest wurde ihm durch den Pfarrer „wegen der Kriegsruin“ erlassen. 1676 starb Georg Prunner, Bauer in Gingkofen.

1679 Blasius Prunner, Sohn des Georg Prunner und der Katharina, geb Jänner von Alburg (jetzt Stierstorfer), heiratete Barbara Spadin von Gunting. Blasius Prunner zahlte der Kirche von den 300 fl Schulden 200 fl zurück. 1689 heiratete Blasius Prunner in zweiter Ehe Katharina Kerscher von Wissing. Sie brachte 200 fl, 1 Kuh, 1 gerichtetes Bett mit Bettstatt und andere Ausfertigung mit in die Ehe. 1720 starb Blasius Prunner im Alter von 80 Jahren.

1728 Ägidius Prunner übernahm den Prunnerhof von seiner Mutter Katharina Prunner. Sie nahm sich aus: je 6 V Weizen und Korn, 4 fl Herbergsgeld, 1 Frischling oder 3 fl, alle Jahre 15 Kopf Schmalz, 3 Schilling Eier, 6 Pfund ausgeschlachteten Flachs, 1/2 Vierling Salz, 2 Pfund Kerzen, vom Obst den vierten Teil, 4 Maß Scheiter und 4 Schilling Stutzbierln. Die Wittib Katharina Prunner heiratete den Austrägler Adam Jänner von Alburg. 1730 vermählte sich Ägidius Prunner mit Maria Sötz, Bauerstochter von Hagelstadt. Er starb im Juni 1743 im Alter von 42 Jahren.

1743 November 12. Die Witwe Maria Prunnerin heiratete Johannes Eckmann von Langenehrling. Eine Tochter des Ägidius Prunner, Maria, heiratete 1757 den Bauerssohn Georg Schötz von Atting. Johann Eckmann übernahm 150 fl Schulden, die Ägidius Prunner bei der Haindlinger Kirche gemacht hatte. Im Jahre 1777 lieh er zusätzlich von der Haindlinger Kirche 200 fl aus. Die 2. Ehe blieb ohne Kinder.

1782 Laut Erbschaftsvertrag wurde der Schwiegersohn Johann Georg Schötz, jetzt Altstadt Straubing, Bauer in Gingkofen. Er heiratete in zweiter Ehe die Bauerstochter Barbara Wenninger von Geltolfing. Er übernahm die 350 fl Schulden, die von der Haindlinger Kirche auf dem Hof lagen. Im Jahre 1789 verkaufte Schötz den Brunnerwinkel, einen zum Kellergut gehörigen Holzspitz, um 800 fl an das Kloster St. Emmeram. Der Brunnerwinkel lag mitten im Probsteiholz von Hainsbach.

1789 erhielt Georg Schötz zum Stadelbau 300 fl von der Haindlinger Kirche. Diese zahlte er 1804 bar zurück. Im Jahre 1804 verkaufte Schötz einen Teil der Felder.

1804 Jakob Bogner, verheiratet mit Maria, geb. Lermer von Mötzing, kaufte den Restkomplex des Schötzenhofes um 9.442 fl (Kaufbrief von 1807).

1823 Mai 1. Jakob Bogner jun. übernahm von seinen Eltern den 1/2 Keller-Hof (frühere Hs.Nr. 41) zu Gingkofen um 5.200 fl. Davon erhielten die ledige Schwester Gertrud 1.200 fl Heiratsgut, Magdalena, verheiratete Hölzl zu Upfkofen, 500 fl und der Übergeber 1.161 fl 43 kr. Am 20. Mai 1823 heiratete Jakob Bogner Theresia Wurm, Bauerstochter von Gundhöring. Sie brachte 1.300 fl mit in die Ehe und eine Ausfertigung im Wert von 150 fl. In zweiter Ehe heiratete Bogner 1834 Theresia Lehner von Sengkofen. Sie brachte 2.300 fl mit in die Ehe und 200 fl Ausfertigung.

1863 Februar 10. Franz-Xaver Bogner heiratete Magdalena Huber, Bauerstochter von Gingkofen. In der Nacht vom 1. zum 2. Februar 1885 brannten mit dem benachbarten Greschl-Hof der neuerbaute Getreidestadel und ein Maschinenhaus auf dem Bogner-Hof ab.

1893 November 15. Xaver Bogner heiratete Susanne Kammermeier von Wissing. Am 9. März 1907 starb Xaver Bogner im Alter von 38 Jahren. In zweiter Ehe heiratete die Witwe Susanne Bogner Rupert Lermer von Niederharthausen. Am 24. Oktober 1911 um 1/2 5 Uhr nachmittags begann der Stadel des Bauern Rupert Lermer in Gingkofen zu brennen. Das Lager eines Rades der Transmission des Benzinmotors hatte sich beim Futterschneiden heißgelaufen und den Brand entfacht.

Der Chronist Pfarrer Holzgartner notierte in seinen Aufzeichnungen zum Brand, daß das Haus lange nicht brennen wollte, doch nach Ansicht der Leute hätte es wegen seines hohen Alters schon lange weggehört. Wohl mit einiger Nachhilfe, wahrscheinlich von seiten der Burschen, „wider Willen des Besitzers“, begann schließlich auch das Haus gegen 6 Uhr zu brennen und so ist der ganze Hof in Asche gelegt worden“. Holzgartner vermerkte ausdrücklich: „Lermer ist ein Ehrenmann!“

1931 Oktober 14. Xaver Bogner heiratete Maria Krinner von Hadersbach. Deren Kinder waren Hedwig, verheiratete Neuhäusler in Dachau, Theres, verheiratete Bogner in Reith (Laberweinting), Hoferbe Xaver verheiratet mit Hildegard Kammermeier, Alfons, verheiratet mit Edda Gebhard aus Kötzting, Marianne, verheiratet mit Heinrich Leo in Wallkofen, Rosa, verheiratet mit Heinrich Kastenmeier in München, Hermine, Schwester Claudette in Südafrika (Johannesburg),

Edmund, verheiratet mit Franziska Limberger in Gingkofen.

1965 Februar 16. Xaver Bogner heiratete Hildegard Kammermeier von Hainsbach. Die Felder des Kammermeierhofes in Hainsbach (Hs.Nr. 8) kamen zum Bognerhof in Gingkofen.

 

 Hs.Nr. 6, früher Hs.Nr. 43, Georg Greschl

Das 1/1 oder ganze Schegel- oder Schlöglgut gehörte bis 1568 zum Kloster Niedermünster in Regensburg, ab 1568 zum Kloster St. Emmeram in Regensburg. Zum Schlöglgut gehörte eine Sölde. Sie diente als Tagwerkerhaus. 1624 und 1733 sind sogar zwei Sölden, zum Hof gehörig, genannt.

1481 Am Montag in dem langen Antlaß (Am Montag in der Karwoche) verkaufte Niklas Huber der Äbtissin Agnes zu Niedermünster und dem Konvent das Schlegelgut zu Gingkofen mit 3 Schilling Pifang und 1 Tagwerk Wiese um 18 Pfund Regensburger Pfennig. Im Jahre 1485 verzichtete Niklas Huber auf alle Güter in Gingkofen, die nach Niedermünster gehörten, auf mehrere Höfe in Gingkofen, auf Biburg, auf Hölzer,Wiesmahden und Äcker. Dafür erhielt er von der Äbtissin 80 Pfund Regensburger Pfennig.

1497 Am Abend Simonis und Judä erwarb Gilg Armannsperger zu Gingkofen das Erbrecht auf das Schlegelgut, auf die Einöde Biburg und auf die Sölde, auf der Niklas Huber saß, mit dem Zins von 2 Pfund 6 Pfennig und 12 Pfennig Stiftgeld. Armannsperger wurde auch verpflichtet, die Vogteiabgaben für den Herzog jährlich in den Amthof nach Weichs zu bringen.

1568 Barbara von Ahaim, Äbtissin des Klosters Niedermünster, Regensburg, überließ dem Kloster St. Emmeram in Regensburg ihre Güter zu Gingkofen, um eine Schuld von 700 fl zu tilgen. Zu diesen Gütern gehörte das Schlöglgut.

1568 Andreas Amann erhielt von Abt Blasius Erbrecht auf den Hof. 1575 Georg Amann auf dem Scheglgut. Aus erster Ehe gingen drei Kinder hervor. Hans, wohnhaft in Gingkofen, Reichardt in Obersunzing und Magdalena, verheiratet mit Hans Kiermeier, Gastgeber (Wirt) in Dingolfing (Beide sind verstorben, sie hinterließen einen Sohn, Leonhard). In zweiter Ehe heiratete Georg Amann Eva. Mit ihr zeugte er vier Kinder: Georg, Wolf, Katharina und Barbara.

1624 Georg Amann jun., wohnhaft in Hittleuth, Dingolfinger Landgerichts, erhielt das Erbrecht auf dem Amann’schen Bauernhof in Gingkofen mit den zwei Sölden. Die eine Sölde besaß leibrechtsweise Hans Amann (aus erster Ehe), sie sollte aber nach seinem Tod an das Gut zurückfallen. Ursprünglich hätte der jüngere Sohn Wolf (aus zweiter Ehe) den Hof bekommen sollen. Aber wegen seiner strittigen Heirat hat sich die Übergabe zerschlagen. Georg Amann erhielt also den Hof, dessen Wert auf 1500 fl geschätzt wurde, dazu die Fahrnis, nämlich 6 junge und alte Roße, 6 Kühe, 5 jährige Kälber, 10 alte und junge Schafe, 1 Schweinsmutter, 2 Wägen mit ihrer Zugehörung, 2 Pflüge, 2 Eitten, an die 12 Schaff allerlei Getreide, alles Heu und Stroh, Betten, Polster und Hausrat und die andere kleine Baumannsfahrnis. Die Fahrnis wurde auf 350 fl geschätzt. Die Kinder erster Ehe hatten bereits ihr Heiratsgut erhalten, so Hans Amann 100 fl, Magdalena Kiermeierin 100 fl, Reichardt Amann 50 fl. Von den Kindern aus zweiter Ehe erhielten der Hofübernehmer Georg Amann 40 fl, Katharina Amannin, Ehefrau des Bärtl Lieners, Tagwerkers zu Gingkofen, 80 fl und Barbara Amannin, Frau des Siegmund Kumpfen, Wirts zu Haindling, nur 3 fl. Die Summe der Heiratsgüter betrug 373 fl. Die ganze Hinterlassenschaft des verstorbenen Georg Amanns mit der Schätzung des Gutes, mit der Fahrnis und den Heiratsgütern ergab 2.223 fl. Davon waren die Schulden des Georg Amann, selig, abzuziehen, die er bei folgenden Gläubigern gemacht hatte: Gotteshaus Haindling 400 fl, Sebastian Amann zu Hainsbach 100 fl, Rothauer, Amann zu Sallach, 100 fl, Siechenleute zu Donaustauf 100 fl, Georg Raindl, Gastgeber zu Geiselhöring, 50 fl, Hans Raindl, Gastgeber von Hainsbach, 100 fl und 5 fl Zins, Sebastian Amann zu Tuffing 20 fl, Aegidien Straßer zu Geiselhöring 17 fl, Georg Huber, Beck von Hainsbach, 15 fl, Jakob Kingelmann 2 fl, beim Hofwirt zu Hainsbach 80 fl und 28 fl. Außerdem waren 28 fl Übergabskosten wegen der Heirat seines Sohnes Wolf zu zahlen und an den Amtmann 3 fl. Die heutigen Bewirtungsausgaben betrugen 6 fl, der Beistand Georg Amann von Geiselhöring erhielt 4 fl, der Wirt von Rain 3 fl, Rosina Kumpfing 2 fl, der Dienstbub Georg Amann 2 fl. Von den drei Kindern aus erster Ehe bekamen an mütterlichem Gut Hans, Reichardt und Magdalena Kiermeierin je 50 fl, die hinterlassene Wittib 40 fl. Die Gesamtsumme der Auslagen betrug 1.151 fl. An die Wittib und die sieben Kinder erster und zweiter Ehe konnten noch 1.072 fl verteilt werden. Die Wittib nahm sich das eine Söldenhaus aus. Der Hofbesitzer oder seine Nachkommen sollten ihr lebenslang jährlich folgendes geben: 1 Schaff Korn, 1 V Weizen, 1 V Hafer, 1 Pifang Flachs, 1 Pifang Rüben, 2 Fuhren Scheiter, 1 Fuhr Bauschen, 1 Schwein oder 2 fl, 1 Fuhr Altheu für 1 Kuh, ausreichend Stroh, 1 Tisch, 1 Bett mit aller Zugehörung, 1 Truhe, 4 Zuber, 2 Pfannen, 12 Teller, 6 irdene Schüsseln, 1 Moltern und andere Fahrnis. Bei einer Wiederverheiratung der Mutter sollte der halbe Ausnahm wieder zum Gut zurückfallen. Siegelzeugen des Vertrages waren Kaspar Frauendorfer, Schmied, und Erhardt Arzberger, Schneider zu Hainsbach.

1628 Bernhard Kriegmann, Pfarrer zu Leiblfing bezahlte 400 fl Schulden des Georg Amann an die Haindlinger Kirche zurück.

1628 Georg Reindl von Geiselhöring kaufte das Erbrecht auf den Hof und bezahlte die 400 fl an Pfarrer Kriegmann von Leiblfing zurück.

1636 Egidien Reindl

1637 Wolf Artmann. Er nahm 1641 bei der Haindlinger Kirche 100 fl auf.

1646 Georg Gotterbauer übernahm die 100 fl Schulden seines Vorgängers bei der Haindlinger Kirche. 1648 wurde ihm die Hälfte der Zinsen nachgelassen. Als Georg Gotterbauer und seine Frau Maria das Erbrecht auf den Ammerhof zu Gingkofen und die zwei Sölden von Abt Placidus kauften, blieben sie 200 fl schuldig. Diese lieh ihnen Wolf Artmann, Bauer auf dem Burgstall im Landgericht Straubing. 1651 zahlte Georg Gotterbauer die 200 fl an Wolf Artmann zurück. Als im Jahre 1666 seine Frau starb, erhielten seine 5 Kinder je 100 fl mütterliches Erbgut. Ein Jahr später heiratete Gotterbauer in zweiter Ehe Katharina Reiter, Küsters- und Leinweberstochter von Hirschkofen. Die Braut brachte 30 fl, 1 Kuh und 1 Bett mit in die Ehe. Im April 1681 tat Georg Gotterbauer zu Gingkofen seinen letzten Willen kund, „weil er eines erlebten hohen Alters zu Gemieth gekommen, daß er stündlich des Todts unterworfen sei und hat folgendermaßen disponiert: „1. Solte sein Leichnam in das geweihte Erdreich des lobw. Gotteshauses Hainspach begraben werden. 2. Weil die Kinder erster Ehe mit Heirat ehrlich untergebracht (wurden), denen er auch, unangesehen (obwohl) Er in den vergangenen Kriegswesen um all das Seinige (ge)kommen und aufs Eisserist verderbt worden (ist), ein starkes mütterliches Guett hinausgeben (hat) müssen, gibt er jedem Kind zweiter Ehe 20 fl, der Frau 60 fl, weil sie das Hauswesen aufs Gewissenhafteste besorgte“. Georg Gotterbauer übergab seiner Tochter Maria den Hof mit der Sölde und dem Heisl um 750 fl. Die Eltern nahmen sich die Sölde, das Gärtl und Wiesl, jährlich 3 Schober Stroh, 1 Schaff Korn, 10 V Weizen, 5 V Hafer, das notwendige Holz, 1 Kuh, 2 Kälber und 2 Betten aus.Im Juli 1688 starb der sehr gottesfürchtige Georg Gotterbauer im Alter von 88 Jahren in Gingkofen. Im nächsten Jahr heiratete die Wittib Katharina Gotterbauer Thoman Meindl von Simbach.

1688 Mai 23. Die Tochter Maria Gotterbauer heiratete Matthias Kerscher, Bauerssohn von Wissing. Er brachte 180 fl mit in die Ehe. In zweiter Ehe heiratete Matthias Kerscher 1694 Maria Wibmer von Pönning. Die Braut brachte 250 fl, 1 Kuh, 1 gerichtetes Bett, 1 Bettstatt und Truhen mit in die Ehe. Den beiden Kindern aus erster Ehe vermachte Matthias Kerscher 400 fl.

1733 Mai 19. Ursula Kerscher heiratete Blasius Schwaiger, Bauerssohn von Oberndorf.

Im November 1735 übergaben die Eltern Matthias Kerscher und Maria, ihrer Tochter Ursula und ihrem Ehewirt Blasius Schwaiger den ganzen Erbrechtshof mit der Fahrnis und den beiden Sölden um 2300 fl. Zur Fahrnis gehörten 4 Zugroß, 1 einjähriges und 1 heuriges Fohlen, 4 Milchkühe, 1 vierjährige, 2 dreijährige und 2 heurige Kühe, ein Ochsenkaibl, 8 Mutterschafe, 1 Schweinsmutter, 3 Frischlinge, 1 Hahn, 2 Hennen und 8 Gänse. In zweiter Ehe heiratete Blasius Schwaiger 1752 Apollonia Bachmeier von Sallach. Die Braut brachte 500 fl mit in die Ehe. Der Rückfall wurde auf 150 fl und 3 Halskleider festgelegt. Den vier Kindern aus erster Ehe verschrieb Blasius Schwaiger je 250 fl. Im Jahre 1774 starb Blasius Schwaiger. Die Witwe Apollonia Schwaiger schloß folgenden Vertrag mit den vier Kindern aus erster Ehe, nämlich mit Maria, Frau des Josef Englperger von Tuffing, mit Ursula, Frau des Georg Bäcken von Malchesing, mit Martin Schwaiger, Bauer von Helmprechting, mit Michael Schwaiger, noch ledig (später Bauer in Grafentraubach), und mit der Tochter Anna Schwaiger aus zweiter Ehe: Der Wittib Apollonia Schwaiger verbleibt der ganze Erbrechtshof. Michael erhält noch 500 fl, Josef Engelberger, Martin Schwaiger und die Tochter Anna erhalten je 427 fl, zusammen 1.781 fl.

1775 September 11. Die Witwe Apollonia Schwaigerin heiratete den Witwer Georg Lehner, Bauer von Gingkofen. Georg Lehner brachte 1.000 fl mit in die Ehe. Er übernahm die 100 fl Schulden seines Vorgängers bei der Haindlinger Kirche.

Am 19. November 1786 zerstörte eine Feuersbrunst den ganzen Hof. Über die Aussagen der Augenzeugen und des Besitzes existiert ein Bericht des Hainsbacher Probsteiverwalters Johann Michael Kellner an den Hofmarksherrn, den Abt von St. Emmeram: „Hochwürdigster Reichsfürst! Gnädigister Herr!

Die heutige Sonntagsnacht wäre bald für die ganze Hofmark Gingkofen eine gefährliche Nacht gewesen. Gott sei unendlicher Dank! hat aber das Unglück nur den Lehner, ehemals Schwaigerhof, betroffen, welcher mit gesamtem Haus, Stadl, Stallung,Wagen, Pflügen, allem Getreide, Heu und Stroh, mit allen Gerätschaften, wenigen ausgenommen, gänzlich eingeäschert wurde.

Um 2.00 Uhr nachts sah man in Haindling schon das entsetzliche Feuer. Wir vermeinten, halb Gingkofen stehe in Flammen. Der Gärtner mußte gleich in ganz Haindling Lärm machen, der hiesige Schulmeister im Glockenturm anschlagen lassen. Aber leider, als wir um 1/2 3 hingekommen sind, stand des Lehners Stadel, Stallung und auch das ganze Haus in vollen Flammen. In kurzer Zeit fiel das Haus auch zusammen. Beim Lehner war nichts mehr zu retten. Die größte Gefahr bestand für den nur etliche Schritte anstoßenden großen Stadel des Bauern Schötz (frühere Hs.Nr. 41). An die 30 Personen spritzten immer wieder Wasser auf den Stadel, um dem Feuer Einhalt zu tun. „Wir alle, ungeachtet von allen Gegenden alles zusammengeloffen, wären aber nicht imstande gewesen, aus Mangel aller Feuerinstrumente das wütende Feuer aufzuhalten, wenn uns nicht der Markt Geiselhöring, welcher um 1/2 4 Uhr Lärm machen und anschlagen ließ, zu Hilfe gekommen wäre. Bierbrauer Schleinkofer führte mit vier eigenen Pferden die größere Feuerspritze – er selbst ritt in vollem Galopp voraus. Herr Bierbrauer Lebermeier und Herr Deißinger fuhren mit vier Pferden die kleinere Feuerspritze. In aller Eile brachten Herr Mieslinger und Heuberger, ebenfalls Bierbrauer, Feuerkübel, Haken und Leitern. 3 Bürger von Geiselhöring, 2 Schlosser und der Sayler Haimerl, ein Ratsherr, dirigierten von 1/2 4 Uhr bis 11 Uhr mittags die Feuerspritze, wovon die kleinere auch beschädigt wurde. Diese drei Letzteren haben sich ausnehmend hervorgetan. Um 11 Uhr mittags gingen sie fort, weil sie Hände und Füße wegen der Nässe und Kälte kaum mehr bewegen konnten. Der Sorgfalt des Herrn Kammerer Brückel und dem gesamten Markt Geiselhöring haben wir in Wahrheit unendlichen Dank zu sagen, daß das Feuer nicht weiter ausgebrochen ist, ja wenn diese Menschenfreunde eher hätten kommen können, wäre vielleicht vom Haus noch vieles gerettet worden. Das Feuer glüht noch immer unter dem Getreide, dem Heu, den zusammengestürzten Trümmern des Hauses, besonders unter den eichernen Tramen.

Georg Lehner schätzte seinen Schaden über das abgebrannte Haus, die Stallungen, Schupfen, Getreide und Mehl, Heu, Grumet und Stroh, Wägen, Pflügen, Eitten, Betten und andere Hausgerätschaften auf 2.000 fl an. Als erster hatte Josef Kerl das Feuer gesehen, als er wegen des Schreiens seines kranken Kindes vom Schlaf geweckt wurde. Beim Eintritt in das Kinderzimmer sah er eine solche Helle, daß er vermeinte, das ganze Dorf stehe in Flammen. Jakob Weiß gab an, daß er am vergangenen Sonntag nach Simon und Juda, zwei Weibspersonen, die eine von kleinerer Statur, einäugig und schwangeren Leibes, die andere aber von großer Statur, beide von Straubing in der Altstadt, ihn nur um eine Nachtherberge gebeten hätten. Während ihres Daseins sprachen diese zwei Weibspersonen immer vom Georg Lehner und von derben Schlägen, die sie von dem Lehner, da sie am nämlichen Tag bei ihm übernachten wollten, erhalten hätten. Öfters drohten sie dem Lehner: „Wenn der alte Lump einmal nach Straubing kommt, so wollten sie ihn durch die dortigen Soldaten, wovon sie sehr viele kannten, recht tapfer abprügeln lassen.“

Soweit der Bericht des Hainsbacher Probsteiverwalters.

Georg Lehner baute den Hof im Jahre 1787 wieder auf.

Im Jahre 1791 starben die Eheleute Georg und Apollonia Lehner. Einzige Erbin des ganzen Hofes in Gingkofen war Tochter Anna. Sie war verheiratet mit Aichner (Aichinger), Bauer von Hirschling.

1791 November 17. Josef Aichner und Anna Aichner, geborene Lehner, übernahmen das ganze Schlegelgut in Gingkofen um 2.405 fl 18 kr. Josef Aichner zahlte die bei der Haindlinger Kirche ausstehenden 300 fl zurück.

Im Jahre 1792 verkauften Josef Aichner, ganzer Bauer zu Hirschling, und Anna den 1779 durch Vertrag an sich gebrachten und zum Kasten Dingolfing gehörigen ganzen Bauernhof in Hirschling dem Jakob Krieger um 5.000 fl.

1820 Juni 30. Josef Aichner jun. übernahm von seiner verwittibten Mutter Anna Aichner, Bäuerin in Gingkofen, die frühere Hs.Nr. 43 mit allem Zubehör um 9.000 fl. Davon waren 6.000 fl Grundwert und 3.000 fl Vieh- und Fahrniswert. Die Mutter nahm sich 1.660 fl Zehrpfennig aus, dem Übernehmer blieben 4.000 fl Heiratsgut. Am 23. April 1822 heiratete Josef Aichner die Bauerstochter Helena Lermer von Alburg (jetzt: Stoffelhof). Sie brachte 4.000 fl mit in die Ehe. (Löhne im Jahre 1820: Joh. Hoech, Knecht, 45 fl Lohn, Christina Berghamer, Magd, 13 fl Lohn, Gertraud Kolleckerin 12 fl Lohn. Nach der Armen- und Unglückskasse der Gemeinde wollten die Dienstboten „zur Dienstbotenkasse nichts beitragen mit dem Vorwand, sie gehen in derley Fällen zu ihren Eltern“).

1851 Sohn Josef Aichner, der den Hof bekommen sollte, starb mit 23 Jahren an Lungensucht.

Ca. 1850 Helena Aichner, bereits verheiratet in Metting mit Andreas Gröschl, erhielt den elterlichen Hof in Gingkofen.

1875 April 20. Josef Gröschl heiratete Katharina Hiergeist von Holzbuch bei Dingolfing. Am 1. Februar 1885 brannte der ganze Hof nieder mit Wohnhaus, Kuhstall, Pferdestall, Stadel, Schupfe und Göppelhaus. Nach dem Tod des Josef Gröschl im Jahre 1892 bewirtschaftete die Witwe mit ihren 5 Kindern (Georg, Katharina, Maria, Johann und Ludwig) den Hof.

1911 Oktober 18. Georg Gröschl heiratete Anna Brunner, Gastwirtstochter von Hainsbach.

1953 Georg Greschl und Cäcilia, geb. Blendl, Kirchmatting

1989 Georg Greschl

 Hs.Nr. 11, früher Hs.Nr. 42, Herbert Fritsch

Sölde am Ort, 1/2 Bau, liegt hinter dem Keller-Hof in Richtung Kaltenbrunn 1528 Leonhard Beichsner erhielt Erbrecht auf die Sölde. Der Zins betrug 4 Schilling 10 Pfennig, 4 Hühner und 4 Käse. Außerdem hatte er die Landessteuer zu zahlen und das Scharwerk zu verrichten.

1638 Laut HKR von 1638 zahlte Georg Weissauer für ein gepachtetes Feld von 30 Pifang 1 fl 30 kr. Weissauer kam auf die Gant.

1643 Hans Eggerth hatte das Erbrecht auf die Weissauer Sölde.

1650 Georg Pimmersberger (auch Pindsperger), Tagwerker, erhielt das Erbrecht auf die Sölde um 55 fl und 1/2 Reichstaler Leihkauf. Im Jahre 1672 lieh Pimmersberger von der Haindlinger Kirche 40 fl aus, um das Haus zu bauen. 1692 starb Pimmersberger im Alter von 70 Jahren.

1682 Katharina Pimmersberger heiratete Rupert Hoffanger von Greting im Erzbistum Salzburg. 2 Jahre später übernahmen sie von ihren Eltern die Erbrechtssölde mit 1 Wiese im Kühberg, 1 Acker, Rauchleithen genannt, 2 Äcker in der Grub und den Tettenhängstacker um 120 fl.

1685 Georg Reif, Söldner und Zimmermann von Hofdorf, und seine Frau Maria kauften das Erbrecht auf die Sölde um 115 fl und 1 Reichstaler Leihkauf. Die Gült von der Sölde betrug jährlich 1 fl 32 kr 6 hl, 4 Käse oder 8 kr und 4 Hennen, das Scharwerksgeld 2 fl 30 kr. Von der Hofstatt waren 40 Pfennig, von 2 Tagwerk Wiesen 60 Pfennig, von der Rauchleithen und den Äckern in der Grub 3 Schilling Pfennig, vom Tettenhängst 1 1/2 Schilling Pfennig, zusammen 7 Schilling 24 Pfennig oder 2 fl 47 kr 6 hl zu entrichten. 1694 lieh Georg Reif von der Haindlinger Kirche 30 fl aus, um das baufällige Söldenhaus zu reparieren. Die Tochter Katharina Reif heiratete 1733 Petrus Häderer von Kätzdorf in Österreich, Metzger beim Graf Philippischen Dragoner Regiment, dann bei Ihrer Durchlaucht Erzherzogin in Brüssel. Sie versprachen, „Nimmermehr nach Gingkhoven khommen zu wöllen oder selbige Gemeind mit ihren Anlauff... u. Auffenthalt deträngen zu wöllen“.

1713 Maria Reif heiratete Michael Kerl, Schusterssohn von Radldorf. Sie übernahmen von ihren Eltern den Erbrechtsviertelbau mit 1 Schubboxen, 3 jährigen Kalben, 3 Mutterschafen und 1 gerichteten Wagen um 226 fl. Die Abgaben an das Kloster St. Emmeram betrugen 6 fl 58 kr 5 hl und 4 Herbsthennen. Michael Kerl brachte 100 fl mit in die Ehe. Er hatte die 100 fl Schulden seines Schwiegervaters Georg Reif zu übernehmen.

1750 Josef Kerl, Schuster, übernahm von seinen Eltern den 1/4-Bau um 300 fl. Verheiratet war er mit Eva Nistelbeck, Bauerstochter von Hainsbach. Die Braut brachte 170 fl und eine standesgemäße Ausfertigung mit in die Ehe. Auch Josef Kerl hatte die 100 fl Schulden bei der Haindlinger Kirche zu übernehmen.

1782 Sebastian Kerl, Schuster, heiratete Maria Huber von Haidersberg. In zweiter Ehe ehelichte er Regina Rowold von Perkam. Sie brachte 170 fl mit in die Ehe. Deren Tochter Regina heiratete 1834 Matthias Zink von Eitting.

1824 Sebastian Kerl jun. übernahm von seinen Eltern das Anwesen (frühere Hs.Nr. 42) um 1.200 fl. Der Vater nahm sich 100 fl Zehrpfennig aus. Die 3 ledigen Schwestern erhielten je 100 fl und eine Ausfertigung. Sebastian Kerl heiratete Anna Maria Hartmannsgruber, Söldnerstochter von Irnsfelden. Die Braut brachte 400 fl Heiratsgut, 63 fl Erbschaftsanteil und 60 fl Ausfertigung mit in die Ehe. Im Jahre 1826 baute Sebastian Kerl im Weiler Dungerfalter ein Anwesen.

1826 Lorenz Hemauer, Schuster von Hechenberg, kaufte vom 1/8-Söldenanwesen das Wohnhaus, den Backofen, Hofraum, das Gärtl und den Hausgarten um 450 fl. Lorenz Hemauer heiratete Anna Biller von Mausham. Sie brachte 300 fl mit in die Ehe.

1829 Matthäus Leyerer (Leierer), Schuhmacher von Pondorf, kaufte von Lorenz Hemauer das Anwesen um 450 fl. Er heiratete Magdalena Kellner von Gingkofen. Sie brachte 200 fl mit in die Ehe.

1860 Josef Leyerer, Schuhmacher, heiratete Maria Gemeinwieser. 1883 brannte das Anwesen nieder. Josef Leyerer baute Wohnhaus, Stadel und Stall wieder auf.

1885 Josef Leyerer, Schuster, heiratete Helena Dünzl, Söldnerstochter von Hainsbach.

Von 1900 – 1909 war Josef Leyerer Hüter in der Gemeinde Hainsbach.

Ca. 1900 Ludwig Huber und Maria erwarben das Anwesen vom Bäcker Kammermeier in Geiselhöring. Maria Huber, geb. Bräu von Gingkofen (frühere Hs.Nr. 48), erbte 18 Tagwerk, so daß der Gesamtbesitz 25 Tagwerk betrug. 1902 baute der Wirtssohn Ludwig Huber von Gingkofen einen Stadel und ein Göppelhaus. Später wurde Ludwig Huber Wirt in Triftelfing.

1909 Ludwig Fritsch und Anna, geb. Sers von Hainsbach

1959 Josef Fritsch und Anna, geb. Schreyer von Groß

1997 Herbert Fritsch

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