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Stadt Geiselhöring, Kreis Straubing-Bogen

Hofgeschichte von Hainsbach

Burg/Schloß Hainsbach, früher Hs.Nr. 1, Demolierung 1814

Zur früheren Hs.Nr. 1 gehörten außer dem Schloss noch ein Wohnhaus mit Stadel und Stallung (jetzt Hs.Nr. 36), der Zehentstadel oder Getreidekasten (jetzt Hs.Nr. 34), das Försterhaus (jetzt Hs.Nr. 40) und ein Kuhstall, der 1816 zu einer Wohnung umgebaut wurde (jetzt Hs.Nr. 38). Burg/Schloß Hainsbach Wann die Burg (castrum) in Hainsbach errichtet wurde, ist nicht überliefert. Schriftlich ist sie im 13. Jahrhundert im St. Emmeramer Lehensbuch bezeugt. Damals war Wolfgang von Schierling Lehensinhaber der Burg von Hainlenspach (Hainsbach).

Von 1263 – 1334 hatten Mengkofer die Burg Hainsbach zu Lehen.

1334 wurde Heinrich Hautzendorfer mit der Burg Hainsbach belehnt.

1337 Friedrich der Achdorfer und Albrecht der Althaimer, dann deren Söhne Ulrich der Achdorfer und Konrad der Altdorfer.

1372 Balduin der Gerold

1385 Karl der Rainer zu Rain, dann Peter der Rainer.

1401 Georg der Hutter zu Zulling.

1422 Georg der Hutter jun.

1467 Adam der Kastner.

1488 Sigmund der Kastner. 

1533 Colomann, Sigmund und Gabriel Kastner (+ 1565).

1566 Hans Dietrich Kolb (Neffe des Gabriel Kastner, + 1566).

1566 Georg Ettlinger, Hofmarksherr zu Saulburg und Sybilla (Witwe des Gabriel Kastner).

1575 kaufte Abt Blasius, Kloster St. Emmeram in Regensburg, das Erbrecht auf das Schloß und die Herrschaft Hainsbach von den Vormündern des Hieronymus Kolb (Sohn des Hans Dietrich Kolb) um 10000 fl zurück. Das damals alte baufällige Schloß war von einem Garten und dieser von einem Weiher umgeben, der mit einer Bschlacht eingesäumt war. Zum Schloss führten zunächst eine Zugbrücke, später zwei Brücken.

1609 Neubau des Schlosses durch Abt Hieronymus II. mit Hilfe von Scharwerksleistungen der Hofmarksuntertanen. 2.000 Fuhren mußten für den Bau geleistet werden. Die Baukosten beliefen sich auf 523 fl 19 1/2 kr. Für die Verpflegung der scharwerkspflichtigen Untertanen wurden 6 Schaff 10 Vierling Korn ausgegeben. Über dem Eingang des Schlosses wurde das Wappen des Abtes Hieronymus II. angebracht. Zum Schloß gehörte eine Schloßökonomie mit Wohnhaus und weiteren Gebäuden.

1632 Beim ersten Einfall der Schweden ins Kleine Labertal im Mai 1632 wurde auch das Schloß Hainsbach geplündert.

1783 Abt Frobenius ließ im Schloßbereich einen Getreidekasten aus Backsteinen errichten. Westlich an den Getreidekasten wurde noch ein Stadel angebaut, der bis zur Straße reichte. Der Schloßhof wurde mit einer ca. 80 cm dicken Mauer umgeben.

1802 Das seit 1575 im Besitz des Klosters St. Emmeram, Regensburg, befindliche Schloß Hainsbach fiel infolge der Säkularisation im Dezember 1802 an den Erzchurkanzler und Erzbischof von Dalberg.

1810 Der von Dalberg’sche Besitz fiel an den Staat.

1814 Minister Graf von Montgelas kaufte den Schloßkomplex Hainsbach mit Ökonomie.

1814 Demolierung des altehrwürdigen Schlosses Hainsbach, Verkauf der Steine: 1.000 ganze Steine kosteten 11 – 12 fl, 1.000 halbe Steine 7 – 8 fl. Das Straubinger Wochenblatt schrieb am 3. Januar 1815: „Es wird hiermit öffentlich bekanntgemacht, daß zu Hainsbach gegen 40.000 ganzer und über 100.000 halber Ziegelsteine, auch Pflastersteine und Taschen (Dachziegeln), um billige Preise zum Verkaufe stehen. Kaufsliebhaber wollen sich daher am künftigen Freitag, den 13. Januar dort selbst vor einer diesortigen Kommission einfinden, um nach Besichtigung der Steine ihre Angebote zu Protokoll zu geben.

Laberweinting, den 3. Januar 1815 k.b.h. Gräfl. von Montgelas’sche Herrschaftsgericht zu Laberweinting, Dr. Reber, Herrschaftsrichter“

1816 Die Juden David Jacob und Seligmann Lilienthal kauften die restlichen Gutsgebäude und verkauften sie einzeln.

1835 Fürst von Thurn und Taxis erwarb das Landgut Hainsbach von Graf von Montgelas, den Zehentstadel und Hofraum, 1.226,20 Tagwerk Waldungen und 4,24 Tagwerk Wiesen. Zum Landgut Hainsbach gehörten die Gerichtsbarkeit, das niedere Jagd- und Fischereirecht. Das Fischrecht in der Kleinen Laber begann bei der großen Ammerwiese, Plan-Nr. 288, und reichte bis 150 Schritte oberhalb der Kohlbachmühle, wo das Fischwasser des Matthias Kapfinger begann. Ein weiteres Fischerecht war im Kohl- oder Kothbach und im Haindlingerbach, auch Hainsbach oder Hundsbach genannt. Gerichtsbar war das Landgut Hainsbach zum königlichen Kreis- und Stadtgericht Regensburg. Fürst von Thurn und Taxis erwarb außerdem noch die Landgüter Laberweinting und Habelsbach, die Rittergüter Greilsberg, Neuhofen und Sallach. In den folgenden Jahrzehnten wurden Felder, Wiesen und Waldungen hinzugekauft.

1872 Februar 16. Nach dem Tod seiner Durchlaucht Fürst von Thurn und Taxis ging der Besitz von 1.356 Tagwerk an dessen Enkel über.

1887 August 1. Nach dem Tod seiner Durchlaucht des Fürsten Maximilian von Thurn und Taxis erhielt dessen Bruder Albert Maria Lamoral, Fürst von Thurn und Taxis, laut Successionsattest vom 1. März 1887 den Besitz.

Hs.Nr. 3, früher Hs.Nr. 7, Otto Huber

Der 1/1 Hof, Gegninger-, auch Gögner-, Gegungs-, Auer- oder Raucheckerhof genannt. Um 1336 Sünchinger gab seinen Hof in Hainsbach einem gewissen Albert zu Lehen.

Bis 1421 Leonhard und Dietrich, die Rammelsteiner ab 1421 Ulrich der Busch kaufte von Leonhard und Dietrich den Rammelsteinern am St. Thomastag den Hof. Auf dem Gegungshof zu Hainsbach wurde Johann Gegninger geboren. Er studierte Theologie, war Scholastiker und seit 1459 Domherr und oberster Dombaumeister in Regensburg. Im Jahre 1501 starb er.

Bis 1531 Wolfgang Pusch zu Vilshaim beanspruchte die Gerichtsbarkeit über den ihm mit Grund und Boden eigenen Gegungshof in Hainsbach. Die Regierung sprach ihm Scharwerck, Steuer und Anlagen zu. Doch da er die Hofmark auf demselben nicht beweisen konnte, mußte er die Prozeßkosten mit Sigmund Kastner tragen. 1531 Februar 10. Ritter Sigmund Kastner kaufte von Wolfgang Pusch, Pfleger zu Purgkrain, dessen Hof zu Hainsbach mit allen Ehren und Ehehaften, doch ohne Schaden des daraufsitzenden Erbrechters.

Um 1587 Nikolaus Auer saß auf dem Gegungshof 1599 ist Georg Auer nachweisbar. Im September 1605 wurden auf Befehl des Abtes von St. Emmeram an Georg Auer 40 Zimmerhölzer aus den herrschaftlichen Waldungen abgegeben. Ein Zimmerholz kostete 20 kr. Anna Auer, die Gattin des Georg Auer, Bauers in Hainsbach, und ihre Schwester Veronika, Gattin des Geiselhöringer Kammerers (Bürgermeisters) Georg Reindl, verkauften im Jahre 1608 in ihrem und im Namen ihres ältesten Bruders, der schon über 30 Jahre außer Landes war, ihrem jüngeren Bruder Hans Schmetterer, Pfleger zu Hainsbach, ihren Erbanteil an den väterlichen Gütern.

Um 1624 Dr. Adam Auer, Sohn des Georg Auer (+ um 1618) und der Anna Auer (+ um 1624), verwaltete den Gegninger Hof, während seine Geschwister diesen wahrscheinlich bewirtschafteten.

Nach der Hainsbacher Kirchenrechnung nahm Dr. Adam Auer, damals Kaplan zu Kelheim, 200 fl auf, im folgenden Jahr nochmals 200 fl. Adam Auer, beider Rechte Doktor, Dekan und Pfarrer von Abensberg, nannte sich „Auer auf dem Gegningerhof zu Hainsbach“ und führte einen Geier mit ausgespannten Flügeln in seinem Wappenschild. Im Jahre 1629 stiftete Dr. Adam Auer für „seinen Vater Georg Auer und Frau Mutter, geborene Schmetterin, einen Jahrtag in Hainsbach“.

1630 November 17. „Der Ehrwürdige, edle und hochgelehrte Herr Adam Auer, der Rechte Dr., Dekan und Pfarrer auf dem Nordgau“ (Oberpfalz), verpachtete am 2. Dezember 1630 den Gögnershof an Balthausern (Balthasar) Hollermayer von Schönach und seine Hausfrau Balburga auf 6 Jahre, beginnend von Lichtmeßtag

1631, bis Lichtmeß 1637. Er solle alle Verpflichtungen, wie es seit alters Herkommen ist, erfüllen und jährlich dem Verpächter am Lichtmeßtag 60 fl entrichten. Außerdem solle er seiner verstorbenen lieben Mutter den Jahrtag halten lassen. Balthauser Hollermayer von Schönach kaufte von Dr. Adam Auer, Verstifter des Gögnerhofes zu Hainsbach 3 Roß mit Wagen und Ackergeschirr für 82 fl, 4 Kühe für 46 fl, eine Schweinsmutter mit 5 Jungen für 6 fl, 4 Hennen für 1 fl 30 kr, einen Wagen mit Straß-, Heu- und Tunglaittern (Düngerleitern), 2 Pflüge und 2 Eitten (Eggen) für 22 fl, 1 kupfernen Höllhafen, 6 Kühzuber, 1 Prendten, 1 Sulzfaßl für 3 fl, zusammen um 160 fl 30 kr. Hollermayer versprach, am kommenden Lichtmeßtag alles zu bezahlen, und was er nicht bezahle, zu versichern und zu verzinsen. Dr. Auer überließ dem Stifter Hollermayer auch 11 alte Schafe zur Fütterung. In 2 Jahren solle ordentlich geteilt werden. Ein altes Schaf solle beim Verkauf 1 fl kosten. Außerdem wurde dem Stifter eine schwarze und eine weißgescheckte Kuh „bestandweis“ überlassen. Dafür soll der Stifter jährlich die Kälber oder dafür 10 Köpfl Schmalz liefern. Die ganze Familie Auer scheint bei den Schwedeneinfällen 1632, 1633 und 1634 oder durch die Pest umgekommen zu sein.

1636 – 1640 Stephan Fleußmann (Fleischmann), Stiftbauer auf dem Auerischen Hof. Das Gotteshaus Hainsbach hatte 1/2 Tagwerk Wiesmat an den Auerischen Hof verpachtet. Laut Kirchenrechnung von Hainsbach konnte Fleischmann 2 Jahre schon die Gült von je 1 fl und das Stiftgeld von 3 kr nicht bezahlen.

1649 Adam Weinzierl übernahm in Hainsbach 2 Höfe, nämlich die früheren Hs.Nrn. 7 und 13. Er pachtete vom Pflegamt Hainsbach den Auerischen Bauernhof auf 7 Jahre bis Lichtmeß 1656. Weinzierl solle den Hof bewirtschaften, das Stadeldach, die Hoftore und Zäune richten. Das notwendige Holz dürfe er vom Hungerberg nehmen.

Am 2. April 1655 übergab der hochwürdige Prälat von St. Emmeram dem Zimmermeister Andre Ernst von Hainsbach die „Zimmerung“ des Auerischen Hauses in Hainsbach. Zimmermeister Ernst solle ein neues Haus errichten und einen Kuhstall im Anschluß zimmern, alles unter einem Dach. Das notwendige Zimmerholz, etwa 50 Stämme, seien alsobald zu fällen. Türen, Türstürze, Fenster und Fensterstöcke und alles, was zur Zimmerarbeit gehöre, seien herzurichten. Auf den beiden Vorderseiten seien je ein Gang (Balkon) und am Giebel auf der Straßenseite ein weiterer Gang darüber zu zimmern. Die Gred und die Viehsperre seien unter das Vordach zu bringen. Dafür zahle ihm die gnädige Herrschaft sogleich an Geld 170 fl und 2 Reichtsthaler Leykauf samt dem Firstbier. Der Zimmermann bekomme die halben Schaitten (Späne), habe aber alle zusammenzuputzen.

1659 Der ehrbare Adam Weinzierl kaufte die Erbgerechtigkeit auf den Auer- oder Gögnershof zu Hainsbach um 350 fl und 1 Dukaten Leihkauf. Die Herrschaft St. Emmeram erhielt an Grundgilten je 2 Schaff Korn, Weizen und Hafer, alles in Landshuter Maß, zum Kasten nach Regensburg, dann 4 fl 2 Schilling 10 Regensburger Pfennig Wiesgilt und zur Fastnacht 2 Hennen. Das Schloß Hainsbach erhielt das Vogteigetreide, nämlich 6 V Korn und 12 V Hafer nach dem Kastenmaß, dazu die landesüblichen Scharwerksleistungen.

Im Jahre 1661 starb Barbara Weinzierl, Bäuerin des Adam Weinzierl. Ein Jahr später heiratete der Witwer Maria Pizlmayer von Sallach.

Im Jahre 1666 quittierte Hans Weinzierl, Bauer von Praidtenhardt, seinem freundlieben Vater Adam Weinzierl, Bauer zu Hainsbach, 200 fl Muttergut bar erhalten zu haben.

Im Jahre 1681 stiftete Adam Weinzierl als 90jähriger Greis die vom Bogener Künstler Johann Gottfried Frisch geschaffene Holzplastik des Heiligen Sebastian in der Wallfahrtskirche Haindling. Dies bezeugt die Inschrift auf der Rückseite des Sockels.

Im Jahre 1684 starb der virtuosus colonus (tugendhafte Bauer) Adam Weinzierl von Hainsbach im Alter von 93 Jahren. Aus der Ehe mit Maria waren noch 4 Kinder hervorgegangen. Sohn Christoph ist in der Schlacht bei Höchstätt 1704 mit 33 Jahren gefallen. Die Witwe Maria Weinzierl schloß mit ihren Kindern folgenden Vertrag: Der Mutter verbleibt das Erbrecht auf den Hof. Jedes Kind bekommt an Geld 100 fl, jeder Sohn bei der Verheiratung am Hochzeitstag 5 fl Schank, der junge Sohn Matthias für den Einsatz 25 fl, bei Krankheit 5 fl; den Kindern steht das Erbrecht auf die Einöde Siffelbrunn zu, die Mutter hat aber bis Michaeli 1685 noch die Nutznießung.

1684 Oktober 4. Der Jüngling Andreas Steinberger, Sohn des Bauern Sebastian Steinberger von „Callprunn“, heiratete die Witwe Maria Weinzierl. Als Heiratsgut brachte er 200 fl mit in die Ehe, sie ihren Erbrechtshof. Nach dem Tod der Maria Steinberger im Jahre 1704 ehelichte der Witwer Andreas Steinberger die Maria Amann aus Hadersbach. Sie brachte in die Ehe 600 fl rheinische Münz, Bett, Bettstatt, Truhen, 1 Kuh und 1 Kalb. Der älteste Sohn Matthias, geb. 1705 wurde Mönch bei den Karmelitern in Straubing und hieß Pater Nemesius. Er starb im Jahre 1773.

Andreas Steinberger starb am 19. Mai 1714. Die Witwe Maria Steinberger schloß mit ihren Kindern folgenden Vertrag: Der Mutter bleibt der Hof, jedes der vier Kinder bekommt je 400 fl, 1 Truhe, einen Mannsrock und 2 Tische, Blasius, der jüngste, „vor der Einsitz“ 30 fl, zusammen 1.630 fl (Einsitz, Einsatz ist die Besitznahme, Hofübernahme. In Bayern galt fast überall die Erbfolge nach dem Recht der Jüngstgeburt).

1714 Juli 23. Stephan Aichner (auch Aichinger), Sohn des Bauern Johann Aichner von Franken, ehelichte die Witwe Maria Steinberger von Hainsbach. Der Bräutigam brachte 600 fl mit in die Ehe. Stephan Aichner starb im Jahre 1730 im Alter von 48 Jahren.

1734 März 25. Blasius Steinberger, Sohn des Andreas Steinberger von Hainsbach, übernahm von seiner Mutter, der Wittib Maria Aichinger, um 1.800 fl den ganzen Erbrechtshof, dazu 4 Zugroß, 1 zwei- und 1 einjähriges Fohlen, 6 Melkkühe (2 dreijährige, 2 zweijährige und 2 jährige), 5 Kühkaibl, 1 Öchsl, 7 Mutterschafe, 7 Heurige, 2 Schweinsmutter samt 8 abgenommen Sponfärkeln, 2 Frischlinge, 1 Hahn neben 10 alten Hennen, 3 alte und 3 junge Gänse, weiter 2 gerichtete Wägen etc. ... 3 alte und 3 kupferne Knödelkessel, alle Wasser- und Sechstelzuber. Den Brüdern Lorenz und Ulrich Aichner wurden je 350 fl geschrieben, der Wittib die obere Stube oder Kammer. Am 6. Juli 1734 heiratete Blasius Steinberger Maria, Tochter des Bauern und Amanns Hoffmann von Hadersbach. Sie brachte 1 Bett, 1 Kuh, 1 Jungrind und 800 fl mit in die Ehe. Der Rückfall betrug 266 fl und 3 Halskleider. Auch die Witwe Maria Aichner heiratete noch einmal, und zwar den Witwer Wurm von Sandt bei Ittling.

1780 Blasius Steinberger übergab seiner Tochter Maria Steinberger um 3.000 fl, wovon sie 1.000 fl abziehen konnte, da die beiden anderen Kinder, nämlich Blasius Steinberger, Bauer zu Gunting, und Anna Vilsmayr, Bäuerin in Sallach, ihr Erbe schon erhalten hatten.

1780 Wolfgang Rauchenegger (Rauecker), Sohn des Bauern Wolf Rauchenegger zu Haindling, heiratete Maria Steinberger. Er brachte 1.100 fl mit in die Ehe. Nach dem Tod seiner Frau Maria heiratete Wolfgang Rauecker im Jahre 1787 Anna Maria Ströbl von Greißing. Sie brachte 1.000 fl mit in die Ehe. Laut Kirchenrechnung von 1799 lieh Wolfgang Rauecker 140 fl zum Kauf zweier Pferde aus. Nach der Konskription von 1817 bearbeiteten die Eltern mit ihren vier Kindern ohne Dienstboten den ganzen Hof.

1824 Jakob Rauecker übernahm von seinen Eltern um 6.300 fl, davon erhielten die Eltern 800 fl und die Wohnung im Haus, die Übernehmer als Heiratsgut 1.500 fl. Am 26. Juni 1827 heiratete Jakob Rauecker die Ursula Habichtdoblerin von Dornwang. Die Braut brachte 1.850 fl mit in die Ehe.

Am 1. April 1852 brach nachts 1/2 11 Uhr beim Bauern Jakob Rauecker mitten im Stadel Feuer aus, welches innerhalb einer Stunde Wohn- und Nebengebäude in Asche verwandelte. Bei Rauecker verbrannte sämtliches Vieh, darunter auch Pferde und 15 Stück Rindvieh. Das traurigste war, daß auch ein Menschenleben zu beklagen war. Die schwerhörige Schwester des Rauecker verbrannte in ihrer Schlafkammer. Die übrigen Bewohner des Raueckerhauses konnten mit Mühe nur in Eile das nackte Leben retten. Alles Hausgerät, die Baumannsfahrnis und Gebäude wurden ein Raub der Flammen. Die Raueckers wohnten nach dem Brand in den alten Schloßställen (Hs.Nr. 1), die ihr Eigentum waren und die in eine Wohnung und eine Krämerei umgebaut worden waren. Der Hof wurde vors Dorf hinaus gegen Haindling zu neu aufgebaut, den Brandplatz kaufte Esslinger. Am neuen Haus war über dem Eingang eine Tafel angebracht: „Erbaut von Jakob und Ursula Rauecker im Jahre 1852“.

1855 Dezember 24. Lorenz Rauecker übernahm von seinen Eltern um 17.775 fl. Am 26. Januar 1856 heiratete er Anna Stadler, Bauerstochter von Oberndorf, Tochter des Georg Stadler und der Anna Wolf von Niedersunzing. Im Jahre 1887 verkaufte Rauecker den Hof wegen Gantgefahr an die Juden. Ein Raueckersohn heiratete in einen Hof in Geiselhöring.

1888 – 1896 Georg Röckl, Bauer von Aiterhofen, tauschte den Raueckerhof vom Juden Adolf Rosenblatt ein.

1896 – 1899 Verkauf des Hofes an die Juden. 25 Tagwerk Felder wurden vom Hof verkauft, 15 Tagwerk Holz dazugekauft. Im Jahre 1897 brannte der Stadel ab. Bis 1899 bewirtschaftete ein Verwalter den Hof.

1899 Josef Huber kaufte den Hof von den Juden.

1899 August 8. Josef Huber, Sohn des Bauern Josef Huber von Dettenkofen und der Theres, geb. Buchner von Alburg, heiratete Theres Weber, Bauerstochter von Tuffing.

1940 Otto Huber und Kreszenz, geb. Greschl, Gingkofen

1972 Otto Huber und Christa, geb. Maier, Haader

Hs.Nr. 5, früher Hs.Nr. 5 1/2, Karl Huber

1884 Andreas Huber, Schneider von Stopfenreuth, kaufte im Jahre 1884 bei der Zertrümmerung des Berleb-Anwesens, Hs.Nr. 18, in Hainsbach Grund und errichtete darauf eine neue Hofstelle.

1885 Andreas Huber heiratete Franziska Ernst, Söldnerstochter von Gingkofen. Er erbaute ein neues Wohnhaus, betrieb ein gutes Fahrradgeschäft und eine kleine Ökonomie.

1914 Andreas Huber und Anna, geb. Wild, Martinsbuch. Huber hatte eine gutgehende Schneiderei.

1952 Karl Huber und Rosa, geb. Weiß von Hainsbach.

 Hs.Nr. 7, früher Hs.Nr. 5, Maria Geserer

Oberer Sedelhof

1336 Im St. Emmeramer Salbuch von 1336 steht, daß das Adelsgeschlecht der Mengkofer 2 Höfe in Hainsbach hatte. Beide Höfe wurden Sedelhöfe genannt. Es gab den oberen und den unteren Sedelhof. Der obere Sedelhof, den Plaer bewirtschaftete, war die frühere Hs.Nr. 5. Er stand am nördlichen Ende des Dorfes in Richtung Geiselhöring beim Falltor. Der untere Hof war die spätere Schloßökonomie. Das Kloster St. Emmeram erhielt von diesen Sedelhöfen den 1/3-Zehent oder jede 30. Garbe. Ab 1537 sind Sedelbauern urkundlich bezeugt. Zierngibl und Holzgartner weisen alle genannten Sedelbauern der früheren Hs.Nr. 5 zu, was nicht richtig ist.

ca. 1537 ist Erhardt Sedlbauer als Siegelzeuge genannt. Er ist keinem der beiden Sedlhöfe sicher zuweisbar.   

ca. 1576 Wolf Naimer von Niedersunzing wurde am Lichtmeßtag der „untere Sedlhof“ überlassen. Durch diese genauere Angabe ist er der späteren Schloßökonomie zuzuordnen.

Der erste, eindeutig auf dem oberen Sedlhof (früher Hs.Nr. 5) nachweisbare Sedlbauer ist Christoph Limprunner.

1599 Christoph Limprunners Gründe stoßen an Felder des Pfarrwiddums. Nach der Kirchenrechnung von 1617 war Limprunner dem gewesenen Widdenbauer Christoph Amann Bürge. 1624 lieh Limprunner von der Hainsbacher Kirche 200 fl und 1626 vertauschte er mit Zustimmung des Abtes Johann einen Acker. In erster Ehe war Christoph Limprunner mit Elisabeth verheiratet. Aus der Ehe gingen 5 Kinder hervor. Katharina, verheiratete Peck zu Haindling, Hansen, Barbara, Maria, verheiratete Schwäbl, und Anna, verheiratete Setz von Hainsbach. Seine zweite Frau war Magdalena mit den Kindern Georg und Andre. 1627 starb Christoph Limprunner. Den Hof erhielt Sohn Georg unter der Bedingung, daß er das väterliche Gut gewissenhaft bewirtschafte, anderenfalls werde der Hof dem Bruder Anderl übergeben.

1628 Februar 23. Georg Limprunner, Sohn des Sedlbauern Christoph Limprunner zu Hainsbach, heiratete Rosina Holzhauser, Tochter des Bürgers und Bauern Nikolaus Holzhauser von Pilsting, selig. Die Braut brachte 300 fl, 1 Kuh, 1 Bett, Truhen und Halskleider mit in die Ehe, der Bräutigam hatte die Erbsgerechtigkeit auf den Sedlhof zu Hainsbach, alle Fahrnis und allen Hausrat. Beim Tod der Frau waren 50 fl, die Truhen und Halskleider zurückzugeben.

Im Jahre 1630 zahlte Limprunner 100 fl an die Kirche zu Hainsbach zurück; 100 fl war er noch schuldig. Durch den Schwedeneinfall im 30jährigen Krieg erlitt Limprunner großen Schaden. In der Kirchenrechnung von Hainsbach ist zu lesen: „Georg Limprunner, Sedlpauer zu Hainsbach, so selbst durch das Kriegsvolk verderbt ist“.

Im Jahre 1652 heiratete der Wittiber Georg Limprunner Anna Englberger von Sünching. Die Braut brachte 100 fl, 1 Bett, eine Kuh und eine Truhe mit ehrbarer Ausfertigung mit. Der Bräutigam hatte 200 fl „und bemorgengabt sye wegen ihres jungfräulichen Standes halber mit dem 3. Teil ihres Heuratsgutes: 33 fl 20 kr.“ Heiratsleute waren Georg Aman, Bauer zu Oberndorf, und Stephan Fleischmann, Bauer zu Gingkofen. Siegelzeugen: Pimersberger, Gingkofen, Herrenberger, Küffer.

Im Jahre 1664 starb Georg Limprunner, der Hof wurde vergantet, weshalb die Kirche von Hainsbach einen Verlust von 100 fl hatte.

1665 Februar 19. „Dem ehrl. jungen Gesellen Andreasen Sezen, Sohn des Hans Sezen, hat sich die Wittib Anna Limprunner verheiratet.“ Er brachte 50 fl mit in die Ehe, sie verheiratete ihm ihr liegendes und fahrendes Vermögen.

Im Jahre 1669 starb Andreas Sez (Setz).

1669 Februar 26. „Dem erbaren Hansen Carl, ledig. Standes von Haidersberg, hat sich Anna weyll. Andreas Sözens, gewesten Sedlpauerns zu Hainsbach nachgelassene Wittib verheiratet.“ Er brachte 50 fl als Heiratsgut mit in die Ehe, „sie widerlegt das mit all ihrer haab und Gütern.“

Hans Carl, Sedlbauer zu Hainsbach, nahm 1669 von der Haindlinger Kirche 30 fl Kapital auf, der Zins betrug 1 fl 30 kr. Anna Carlin starb am 9. April 1694 im Alter von 55 Jahren. Am 12. Juli 1694 heiratete der Wittiber Hans Carl die Elisabeth Ebner (oder Widmer) von Thettenkhoven. Sie brachte ihm in die Ehe 225 fl, 1 Kuh, 1 Jungrind, Bett, Bettstatt und Truhen mit, er den Sedlhof.

Am 21. Februar 1700 starb Johann Carl.

1700 Juni 8. Die Witwe Elisabeth Carlin heiratete Matthias Weinzirl. Er brachte 350 fl Heiratsgut in die Ehe mit, sie den Sedlhof. 1701 nahm Weinzirl von der Kirche Hainsbach 30 fl auf. Tochter Gertrud heiratete 1720 Georg Geiselhöringer, Bauer in Ruhstorf, und Tochter Magdalena 1729 Georg Zink, Bauer zu Habelsbach.

Anfang 1715 wurde der ganze Sedlhof eingeäschert. Die Hainsbacher Kirche lieh „Mathiasen Weinzierl beim Fallthor zu Hainsbach den 4. Februar 1715 zu auferpauung seines abgebrenndten Hofes, Stadel und Stallungen 100 fl“. In den Haindlinger Kirchenrechnungen von 1715 ist weiter zu lesen: „7 Schaf, welche der Kirche gehört, verprunnen“

1729 heiratete der Wittiber Matthias Weinzierl in zweiter Ehe Margaretha Kinzmayerin von Haindling. 1745 starb Matthias Weinzierl mit 74 Jahren, ein in allem lobenswerter Mann.

1747 Ulrich Aichner (auch Aichinger), Sohn der Bauersleute Stephan und Maria Aichner von Hainsbach heiratete die Witwe Margaretha Weinzierlin. Er brachte in die Ehe 350 fl mit. Am 3. November 1770 starb Margaretha Aichnerin mit 87 Jahren. Ulrich Aichner heiratete schon am 28. Januar 1771 Katharina Peitlhauser von Pilling. Sie brachte 700 fl mit in die Ehe, der Rückfall wurde auf 450 fl festgesetzt. Nach ihrem frühzeitigen Tod heiratete Aichner 1776 zum dritten Mal, nämlich Maria Röhrl von Taimering. Nach dem Heiratsbrief brachte sie 400 fl neben der Ausstattung mit in die Ehe.

1790 verkaufte Ulrich Aichner, ganzer Bauer, das Erbrecht auf den Falterhof. Die Eheleute Aichner bedingten sich freie Wohnung im Nebenhaus aus, außerdem unentgeltliche Holz- und Mehlfuhren, jährlich 1/2 Schaff Weizen, 1 Schaff Korn, 2 Pifang Rüben, 1 Pifang Kraut, dann für eine Kuh das notwendige Futter und Stroh und die Nutznießung des 1/2 Wiesels unterm Schmiedhang. Ulrich Aichner starb 1798 mit 76 Jahren.

1790 Jakob May(e)r, 1/2 Bauer zu Siffelbrunn, und Anna Maria, geb. Clostermaier von Bibersbach, kauften das Erbrecht auf den Falterhof um 3.000 fl, wovon Mayer 1.800 fl bar bezahlte.

1800 Jakob Mayr (Mair) übernahm den elterlichen ganzen Hof um 3.300 fl. Er hatte folgende Abgaben zu entrichten: Scharwerk 9 fl, Vogtgetreide: Korn 5 M 1 V, Weizen 7 Sch 5 M 4 V, Hafer 1 Sch 4 M 1 V, Gerste 6 Sch 5 M 7 V. Die Stift betrug 6 fl 5 kr, weiter waren zu entrichten: 100 Eier oder 50 kr, 10 junge Hühner oder 1 fl 30 kr, 6 Gänse oder 4 fl, 2 Fastnachtshennen oder 24 kr, die Ehehaft betrug 3 kr. An Laudemium waren 180 fl zu zahlen. Am 24. Februar 1800 heiratete Jakob Mair Margaretha Danner von Leitersdorf, die 13 Monate später mit 32 Jahren starb. Am 18. Mai 1801 ehelichte er Walburga Fries von Grieffen bei Frauenzell, Pfarrei Wörth. Sie starb 1828 mit 52 Jahren. In dritter Ehe heiratete Jakob Mair 1830 Anna Maria Zugspradl von Riekofen. Sie brachte 1.000 fl mit in die Ehe. 1834 zertrümmerte Jacob Mair den schönen alten Sedelhof mit 111 Tagwerk 62 Dezimal.

1839 Matthias Bäuml von Hirschling kaufte die Gebäude, den Garten und 48 Tagwerk 44 Dezimal um 4.200 fl. Verheiratet war Matthias Bäuml, Sohn des Jakob Bäuml von Eltheim bei Illkofen, seit 1837 mit Anna Maria Lehner von Hirschling. Bäuml und die folgenden Besitzer kauften wieder Gründe zum oberen Sedelhof hinzu.

1863 Matthias Bäuml, Bauer in Hainsbach, und Rosina Spirkeneder, Bauerstochter von Haindling.

1902 Ludwig Bäuml, Bauer von Hainsbach, heiratete Franziska Geserer, Witwe von Irnkofen. Nach einer Operation starb Ludwig Bäuml 1928.

1929 Sebastian Geserer übernahm von seiner verwitibten Mutter. Verheiratet war er mit Theres Lermer von Gingkofen.

1972 Xaver Geserer und Maria, geb. Kammermeier von Wissing. Sohn Klaus Geserer starb 1983 im Alter von 9 Jahren infolge eines Verkehrsunfalls. Im Jahre 1994 starb Xaver Geserer mit 57 Jahren.

1994 Maria Geserer

Maria Geserer, Hainsbach, Hs.Nr. 7

Maria Geserer, Hainsbach, Hs.Nr. 7

 Hs.Nr. 9, früher Hs.Nr. 5 1/2, Alfred Höcherl

1925 Otto Eberl, Schmiedemeister, und Maria. 1950 Neubau des Wohnhauses und der Schmiede. Otto Eberl war Sohn des Ludwig Eberl von Hainsbach, Hs.Nr. 49.

1972 Michael Höcherl und Rosa, geb. Hiergeist. Um 1977 wurde die Schmiede aufgegeben.

1982 Alfred Höcherl und Christine, geb. Wufka

 Hs.Nr.13, früher Hs.Nr.6, Josef Limberger 

1523 – 1531 Hans Setz. Am Thomastag 1523 siegelte der Hainsbacher Hofmarksherr Siegmund Kastner den zwischen den setzischen Kindern und ihrer Mutter vereinbarten Vertrag, kraft dessen sie ihrem Sohn Hans Setz zu Hainsbach den zum Gotteshaus St. Johann gehörigen Hof überließ. Siegelzeugen waren Peter Pauer und Sebastian Krieger von Hainsbach. Hans Setz wechselte im Jahre 1531 auf den Amthof, frühere Hs.Hr. 38 in Gingkofen, behielt aber das Erbrecht auf das Bruckmaiergut.

1537 – 1549 Jörg (Jurg, Georg) Setz, Sohn des Hans Setz, erhielt von seiner Mutter Barbara nach dem Tod des Vaters am Barbaratag 1537 das Kirchenlehen. Siegelzeugen waren Erhart Sedlbauer und Jörg Eder von Hainsbach.

1549 Lienhardt Prichsner kaufte von Jörg Setz und seiner Frau Barbara das Erbrecht auf den Hof in Hainsbach. Siegler war Gabriel Kastner. Das Stiftgeld betrug 4 fl 60 Wiener, das Mahlgeld 5 Wiener, die Vogteianlage 2 V Hafer, 2 Hühner, die Ehehaft 2 Wiener. Der Bader erhielt 2 V Korn, 15 Wiener, der Schmied 2 V Korn (8 1/2 V ergeben ein Münchner Schäffl).

1559 Thomas Pruck(n)er (Brucker) von Wiesendorf kaufte von Lienhardt Prichsner den zum Gotteshaus Hainsbach gehörigen Hof. Siegler war Gabriel Kastner. Siegelzeugen: Niklas Paur und Georg Mair von Hainsbach. Nach Prucker wurde das Anwesen fortan Bruck(n)ergut oder Pruckmaiergütl genannt.

bis 1591 sind Michael Pruckner und seine Hausfrau Margaretha nachweisbar.

1591 Januar 9. Sebastian Attenkofer auf Biburg bei Hainsbach kaufte von Michael Bruckner das Erbrecht auf den zum Gotteshaus Haindling grundbaren Hof mit Zustimmung des Abtes.

1591 Januar 9. Hans Schmetterer der Jüngere, Taferner (Wirt) in Hainsbach, tauschte das Brucknergut gegen die Sölde bei dem Brunnen (früher Hs.Nr. 40) in Gingkofen und um ein Stück Geld ein.

1613 Abt Hieronymus stellte Hansen Schmetterer, Pfleger zu Hainsbach, und seiner Hausfrau Margaretha einen neuen Erbrechtsbrief über das Bruckergütl, grundbar zum Gotteshaus Hainsbach, aus. Das Brucker- oder Brucknergütl war zwischen dem Dorfbrunnen und dem Sedlhof gelegen.

1622 Christian Schmetterer kaufte vom Pfleger Hans Schmetterer die Erbgerechtigkeit auf das Pruckmayergut (Christian Schmetterer überlebte den 30jährigen Krieg und ist noch 1656 nachweisbar).

1655 Sebastian Steinberger zu Tuffing wurde „die Erbgerechtigkeit auf das schmetterische abgeprendte Pruckmayergütl zu Hainspach um 55 fl und um einen Reichstaler Leihkauf verkauft. Die Grundgült betrug 4 fl 2 Schilling Pfennig, die Vogteigült zum Schloß je 2 V Korn und Hafer, 2 Fastnachtshennen und für einen eingetauschten Acker 1 Regensburger Pfennig. Zugleich war Steinberger verpflichtet, innerhalb von 4 Jahren ein Haus auf die Prandtstatt zu setzen.“ Siegelzeugen waren der Schmied Wolf Lehner und Georg Limprunner, Hainsbach. Nach der Kirchenrechnung von Hainsbach von 1668 erhielt Sebastian Steinberger zum Neubau des Pruckmayergutes gegen die Versicherung, den Zins zu zahlen, 50 fl. Im Jahre 1669 erhielt er weitere 50 fl von der Hainsbacher Kirche. Als Sicherheit setzte er das neuerbaute Bruckmayergut ein. Um den Bau vollenden zu können, erhielt er weitere 20 fl, wobei er sich verpflichtete, bei einem Verkauf des Erbrechtes die Schulden zurückzubezahlen. Laut Kirchenrechnung von 1674 hatte Sebastian Steinberger zu Hainsbach vom Pruckmayergütl als Erbrechter 4 fl 17 kr 1 hl Grundgilt zu zahlen.

1676 Matthias Zünkh (Zink), gewesener Söldner zu Hirschling, kaufte vom Bauern Sebastian Steinberger das Erbrecht auf das Pruckmayergütl um 320 fl. Siegelzeuge war Michael Aininger, Söldner zu Hellprechting. Sebastian Steinberger wurde Bauer auf der Einöde Kaltenprunn. 1682 bekannte er, daß Matthias Zink die ganze Kaufsumme von 320 fl bezahlt habe. Laut Kirchenrechnung von 1677 nahm Matthias Zink zu Hainsbach wegen des Kaufs des Bruckmayergütls 150 fl Kapital auf.

Nach dem Tod seiner ersten Frau Elisabeth schloß Matthias Zink mit seinen 5 Kindern, nämlich Simon, Adam, Josef, Ursula (jetzt Eheweib des Bartlme Angerls zu Hainsbach) und Maria folgenden Vertrag: Dem Vater bleibt das Erbrecht auf dem Hof. Jedes Kind erhält 9 fl mütterliches Erbgut. Zweiter Heiratskontrakt am 21. Dezember 1679: Matthias Zink zu Hainspach hat sich in Barbara, Tochter des verstorbenen Simon Pallauf zu Metting „verlibt“. „Sie verheiratete ihm neben 1 Peth und einer Khue 30 fl.“ Er verschrieb ihr all sein Hab und Gut. Matthias Zink starb 1699 mit über 80 Jahren.

1699 Simon Heinrich, Schuhmacher von Hirschling, kaufte von Matthias Zünkh und Barbara deren Hof samt 2 Zugpferden, 1 Kuh, 1 Rind, 6 Lämmern, 2 Schweindl und 1 Mutterschwein, 1 Wagen, 1 Pflug, 2 Eitten (Eggen) und 1 Schmidtstuhl im Wert von 91 fl um 660 fl, darunter 10 fl Leihkauf. Die Stift zur Hainsbacher Kirche betrug 4 fl 17 kr, das Scharwerksgeld 3 fl.

Am 7. Juli 1699 heiratete Simon Heinrich Maria Hagin von Perkam. Sie starb 1707. In zweiter Ehe heiratete Heinrich die Walburg Hollermayerin von Groß. Sie brachte in die Ehe 50 fl und die übliche Ausfertigung mit, er den Erbrechtshof. 1709 starb Simon Heinrich.

1710 „Der junge Geselle“ Jacob Guggenberger, Sohn des Zacharias und der Ursula Guggenberger von Eitting, heiratete die Witwe Walburga Simon von Hainsbach. Er brachte in die Ehe 150 fl und eine Schubboxen mit, sie den Erbrechtshof. Falls sie sterben sollte, waren 3 Halskleider und 40 fl zurückzuzahlen. 1714 heiratete Jacob Guggenberger in zweiter Ehe Maria Völkl von Hinkofen. Er starb am 26. April 1734 im Alter von 59 Jahren. Juvenis (Jüngling) Leonhard Widmer, Sohn des Bauern Jacob Widmer von Gingkofen, ehelichte am 23. Juni 1734 die Witwe Maria Guggenberger. Er brachte in die Ehe 140 fl, sie hatte den halben Erbrechtshof zu bieten. Der Rückfall wurde auf 50 fl und 3 beste Halskleider festgesetzt. Laut Kirchenrechnung von 1739 übernahm Widmer bei der Einheirat in das Bruckmayergütl die Schulden von 150 fl, die sein Vorgänger Guggenberger hinterlassen hatte.

1751 Anna Guggenberger übernahm von ihren Eltern den halben Erbrechtshof um 700 fl.

1752 Georg Schmaisser, Sohn des Bauern Jacob Schmaisser von Haidersberg, heiratete Anna Guggenberger von Hainsbach. Er brachte 170 fl in die Ehe mit, sie ihren Erbrechtshof. Bei einem Todesfall waren 60 fl und 3 Halskleider zurückzugeben. Georg Schmaisser übernahm laut Kirchenrechnung die Schuld von 150 fl, die Widmer hinterlassen hatte.

1760 Der Bierbräu Johann Georg Rabensteiner und Maria tauschten von Georg Schmaisser den 1/2 Bruckerhof in Hainsbach gegen die Einöde in Gaishauben ein. 1762 zahlte Rabensteiner an die Hainsbacher Kirche 40 fl zurück, die Restschuld des Georg Schmaisser betrug noch 110 fl.

Abt Frobenius erlaubte im Januar 1777 dem Georg Rabensteiner das notwendige Holz für den Neubau des Stadels aus der Klosterwaldung zu nehmen. Für den Ankauf von Vieh stellte der Abt dem Erbrechter Rabensteiner 300 fl zur Verfügung.

1783 Johann Delano, Sohn des Bauern Matthias Delano von Pfatter, heiratete Maria Ursula Rabensteiner. Das Brautpaar übernahm um 1.102 fl. Delano brachte in die Ehe 550 fl mit. Im Jahre 1793 starb Delano. Den vier Kindern wurden je 15 fl vermacht.

1793 Juli 26. Der Witiber Andreas Monath, Halbbauer von Gundhöring, ehelichte die Witwe Maria Ursula Delano. Monath brachte 700 fl in die Ehe mit.

1793 Oktober 29. Der Jüngling Matthias Hoffmann, Sohn des Amanns Johann Hoffmann von Hadersbach, heiratete die Witwe Maria Ursula Monath. Hoffmann brachte 540 fl in die Ehe mit. Im Jahre 1795 erhielt Hoffmann von der Kirche 20 fl, um seinem kranken Schwager Josef Rabensteiner das Vatergut ausbezahlen zu können und weitere 15 fl, „um sich die Speise beyschaffen zu können“. Laut Kirchenrechnung von 1797 hatte Matthias Hoffmann vom Pruckmayergütl 4 fl 17 kr 1 hl Gült zu reichen. Vom Januar bis Mai 1801 erhielt Hoffmann laut Kirchenrechnung 150 fl „zur Speis, Kleidung und Unterhaltung der Quartiere“ der französischen Truppen.

1802 Johann Wolf, Halbbauer von Ezenhausen (Pilsting) und Walburga kauften von Matthias Hoffmann das Erbrecht auf den Bruckmayerhof um 3.200 fl. Die Anstandsgebühr des neuen Mayers betrug 110 fl, der Abstand des Verkäufers 55 fl. Von der Gesamtsumme von 165 fl erhielt die Kirche ein Viertel. Hoffmann und seine Frau Ursula kauften sich bei Landshut an.

1809 Josef Wolf übernahm von seinen Eltern um 2.689 fl. Seinen 3 Schwestern waren je 325 fl Vatergut zu zahlen. Josef Wolf heiratete 1810 Anna Maria, Tochter des Söldners Ignatius Wild von Hainsbach. Sie brachte 700 fl in die Ehe mit. In zweiter Ehe ehelichte er 1819 Anna Bachl von Unterparkstetten. Josef Wolf zertrümmerte das Anwesen nach und nach bis auf 23 Tagwerk.

1842 Michael Wolf heiratete Anna Maria Neumaier von Oberlindhart. Sie brachte in die Ehe 750 fl bar und 150 fl Aussteuer mit. Im Jahre 1849 veräußerte er weitere 10 Tagwerk 57 Dezimal. Noch im selben Jahr verkaufte Wolf schließlich das Restanwesen und zog nach Geiselhöring.

1849 Johann Neuß tauschte das Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 6 gegen die frühere Hs.Nr. 17 ein. Neuß starb 1870 im Alter von 81 Jahren.

1861 Georg Neuß übernahm von seinen Eltern um 5.000 fl. Georg Neuß blieb unverheiratet, verkaufte 1885 das Anwesen an den Juden Guggenheimer und zog nach Straubing.

Um 1885 Spitzer kaufte das Anwesen vom Juden Guggenheimer.

1889 Josef Hiergeist, Söldnerssohn von Hüttenkofen, erwarb das Anwesen und heiratete Johanna Baumgartner, Söldnerstochter von Hofstetten.

1929 Josef Hiergeist und Maria

1954 Alfons Hiergeist und Irmgard

1958 Josef Limberger und Rosa, geb. Artmann von Löwendorf (Cham), Kauf 

1989 Josef Limberger (s. Hs.Nr. 11) und Hildegard, geb. Winklbauer von Dürnhart. Das Haus Nummer 11 wurde 1957/58 von Pfarrer Josef Artmann als Altersruhebesitz erbaut. Er starb am 13. Mai 1959 und wurde in Hainsbach begraben.

Hainsbach, Hs.Nr. 13. Dieses Haus wurde im Jahre 1669 erbaut.

Hainsbach, Hs.Nr. 13. Dieses Haus wurde im Jahre 1669 erbaut.

 Hs.Nr. 14, früher Hs.Nr. 22, Rupert Schmid, jetzt Thea Schardt

Das Faltergütl, das Gütl beim Falltor am Eingang zum Dorf Hainsbach von Norden her. 1587 Christoph Hailmair (Hällmeier) von Greißing kaufte von seinem Vetter Hans Hailmair in Hainsbach mit Erlaubnis des Abtes Hieronymus von St. Emmeram in Regensburg das Erbrecht auf die frühere Hs.Nr. 22. Im Jahre 1608 scheint Christoph Hailmair gestorben zu sein, da seine Frau Elisabeth einen Vertrag mit ihren Kindern abschloß.

1614 Die Witwe Elisabeth Hailmair heiratete den Bauer Hans Vischer. Laut HKR von 1614 lieh er 100 fl aus. Weitere 100 fl entlieh er 1621.

1626 Mai 8. Margaretha Hällmeierin übernahm von ihrem Stiefvater Hans Vischer und ihrer Mutter Elisabeth, verwitwete Hailmair, die Erbsgerechtigkeit auf dem Gütl beim Falltor um 373 fl. Mitinbegriffen war die ganze Fahrnis, außer einer Kuh, mitinbegriffen war ein Bett, zwei Truhen, ein Hals- und ein Leinengewand, einiger Hausrat wie ein Zuber, eine Schüssel, Teller, Löffel, Pfannen, Häfen und dann noch vier Hennen. Margaretha Hällmeierin mußte an den Grundherrn St. Emmeram die ausständige Gilt von 2 Schaff 13 V Korn und 20 V Hafer übernehmen, dazu die 200 fl Schulden bei unserer lieben Frau von Haindling und 110 fl Schulden an die Hällmeierische Vormundschaft. Die beiden alten Eheleute nahmen sich aus: jährlich 24 V Korn, 2 V Weizen, 4 V Hafer, ebenso 2 Pifang im Garten und an Geld den Rest von 110 fl, weiter 40 Roggen- und 20 Haferschidt Stroh, dann die Herberge und Kost bei der Tochter.

1626 Mai 8. Michael Eggl (Eckl), Erbrechtssöldner zu Gingkofen (früher Hs.Nr. 48), heiratete Margaretha Hailmair. Der Bräutigam hat die Jungfrau Braut mit 20 fl bemorgengabt. Michael Eckl scheint beim Schwedeneinfall 1632 ums Leben gekommen zu sein.

1632 Christian Schmetterer, Pfleger daselbst, vorher Michael Eggl. Auf dem Faltergütl lagen 200 fl Schulden.

1636 Christian Schmetterer kaufte mit Zustimmung des Abtes von St. Emmeram die Erbgerechtigkeit auf dem Faltergut von den Vormündern des Michael Eggl, Hans Amann, Metzger in Hainsbach, und Kaspar Frauendorffer. Der Hof zinste 3 Pfund Regensburger Pfennig, 30 Pfennig Wiesgilt, je 1 1/2 Schaff Korn und Hafer. Im Jahre 1650 starb anscheinend Christian Schmetterer, denn laut HKR von 1650 entstand der Kirche ein Kapitalverlust von 200 fl.

1657 November 15. Der ehrbare Adam Weinzierl, Bauer von Hainsbach, pachtete vom Kloster St. Emmeram das Falter- oder Egglgütl mit angebauten Saaten auf der großen Breite außerhalb des Kirschbaums, dann einer Breite auf dem Königswinkl und dem Ackerl in der Tiefe. Adam Weinzierl sollte jährlich 14 fl zahlen.

1657 Dezember 3. Der ehrbare Hans Lindtner zu Walting kaufte das Erbrecht auf das bisher ruiniert ödstehende Falter- oder Egglgütl, das vorher Christian Schmetterer innegehabt hatte, um 80 fl und 1 fl Leihkauf. Zum Aufbau des Hauses, des Stalles, des Bachofens und allem anderen Notwendigen werde das Bauholz vom Kloster St. Emmeram frei abgegeben. Desgleichen könne er vom Gotteshaus Haindling 100 fl ausleihen. Jährlich mußte er an die gnädige Herrschaft nach St. Emmeram je 1 1/2 Schaff Korn und Hafer, zum Schloß 4 V Korn und Hafer Vogtei, dazu 3 fl 4 Schilling Pfennig Wies- oder Pfenniggült und zwei Fastnachthennen geben. Laut Kirchenrechnung von 1658 wurden Hansen Lindtner zur Erbauung des Egglgütls vom gewesenen Kirchenprobst Adam Weinzierl 38 fl übergeben, dann für die Zimmerleut 15 fl, für die Fahrt der Zimmerhölzer 10 fl und dem Zimmermeister 8 fl bezahlt, zusammen 71 fl.

1660 Juni 1. Michael Haslpöck von Dürnhart noch ledig, doch vogtbaren Stands, kaufte von der gnädigen Herrschaft St. Emmeram das Recht auf das bisher ödgestandene Falter- oder Egglgütl um 180 fl und 1 fl Leihkauf.

1660 Juli 26. Hans Khumbinger, Wirt zu Hainsbach, kaufte laut Extrakt aus dem Emmeramer Salbuchprotokoll das Erbrecht auf das Falter- oder Egglgütl um 180 fl und 1 fl Leihkauf. Laut HKR von 1661 lieh Hans Khumbinger 100 fl aus, um das Egglgütl zu kaufen.

1664 Oktober 24. Michael Haslböck (Haslbeck), Hofbauer zu Hainsbach, kaufte von der Grundherrschaft das Recht auf das ödgestandene Falter- oder Egglgütl, welches vorher Hans Khumbinger, selig, innegehabt hatte, um 140 fl und 1 Reichstaler Leihkauf. Michael Haslböck übernahm die 100 fl Schulden des Hans Khumbinger laut Haindlinger Kirchenrechnung von 1665.

1667 Johann Steberlein, Pfleger, nahm von der Haindlinger Kirche 100 fl auf, um das Erbrecht auf das Egglgütl zu kaufen. Im Jahre 1669 kam Steberlein (Strobl) als Probstrichter nach Lauterbach.

1669 Thomas Eisenmann. Er übernahm die 100 fl Schulden, die auf dem Egglgütl lagen. 1677 heiratete der Wittiber Thomas Eisenmann Sofia Kuglerin von Gingkofen. Thomas Eisenmann starb 1711, seine zweite Frau Sofia 1723 im Alter von 97 Jahren.

1711 Dionysius Eisenmann übernahm von seinen Eltern den Erbrechtshof um 589 fl 20 kr 1 hl. Die Eltern übergaben ihrem Sohn 3 Zugrosse mit Geschirr, eine Kuh, ein heuriges Kalb, 10 Bestandschafe, 1 Schweinsmutter, 9 Hennen, einen Hahn, einen gerichteten Wagen, einen Pflug, zwei Eitten, zwei Betten etc. Nach St. Emmeram waren je 1 1/2 Schaff Korn und Hafer, 3 fl 34 kr 2 hl, zwei Fastnachtshennen und zum Schloß Hainsbach 4 V Korn und Hafer zu stiften. Die Dienstmagd Maria Hauser (Hausmann) erhielt jährlich 20 fl Lohn. Die Übergeber nahmen sich freie Herberge und Kost aus. Im November 1711 heiratete Dionysius Eisenmann die Tagwerkerstochter Maria Hausmann. Die Braut brachte 100 fl und weitere 20 fl anstatt eines Bettes, der Bettstatt und einer Kuh mit in die Ehe. Dionysius Eisenmann starb 1723 im Alter von 56 Jahren. Der Haindlinger Kirche schuldete der Hof 150 fl.

1724 Mai 2. Der Wittiber Georg Aichner von Triftlfing heiratete die Witwe Maria Eisenmann von Hainsbach. Er brachte ein Bett, Truhen, zwei Lämmer und 300 fl mit in die Ehe, sie den 3/4 Erbrechtshof. Der Rückfall betrug 75 fl und 3 Halskleider.

1725 Februar 8. Georg Mayr, Bauer von Kirchmatting, heiratete die Witwe Maria Aichner von Hainsbach. Laut HKR von 1726 lasteten auf dem Hof 150 fl Schulden. Maria Mayr starb 1741 im Alter von 60 Jahren. Im Jahre 1745 wurde das Vermögen des Georg Mayr zu Hainsbach mit Hof und Feldern auf 800 fl geschätzt.

1745 Veith Schuller kaufte um 850 fl das Erbrecht auf den Hof. Seine Frau hieß Anna. Veith Schuller mußte von seinem Vorgänger 150 fl Schulden bei der Haindlinger Kirche übernehmen. 1750 lieh er zur Reparierung seines Hauses und Stadels weitere 50 fl von der Haindlinger Kirche und 30 fl von der Sebastianibruderschaft in Haindling aus. 1766 starb Vitus (Veith) Schuller mit 55 Jahren. Laut HKR von 1770 hatte die Veit Schulerische Wittib 250 fl Schulden bei der Haindlinger Kirche. Ihr wurden in ihrer Not weitere 20 fl zur Verfügung gestellt.

1774 Hans Schuller lediger 3/4-Bauer von Hainsbach, übernahm den 3/4-Hof um 1.402 fl 12 kr. Seine Schwester Maria Schullerin erhielt 100 fl, eine Schauben, einen Kittel, ein Bett, einen Überzug, eine Bettstattt, einen Kasten und ein einjähriges Kalb. Johann Schuller übernahm die 200 fl Schulden seines Vorgängers bei der Haindlinger Kirche.

1776 heiratete Johannes Schuller Maria Jahn, Söldnerstochter auf der weiten Hüll. Sie brachte 250 fl mit in die Ehe.

1818 Februar 7. Johann Schuller übernahm von seiner verwittibten Mutter Anna Maria den 1/2 Hof um 2.030 fl. Im selben Monat heiratete er Theresia Schmidtbauer, Bauerstochter von Mötzing. Sie brachte 600 fl, ein Bett, eine Bettstatt, zwei Kästen und eine Kuh mit in die Ehe. Unter Johann Schuller wurde der 1/2 Hof bis auf 30 Tagwerk zertrümmert.

1847 Magdalena Schuller übernahm von ihrer Mutter Theresia, Söldnerin und Wittib, um 3.122 fl. Im April 1847 heiratete sie den Bauerssohn Johann Bründl von Ittling. Er brachte 1.000 fl mit in die Ehe. Im Jahre 1865 vertauschte Bründl seinen Hof mit der früheren Hs.Nr. 22 gegen das Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 18 und nahm seine 30 Tagwerk Feldgründe mit nach der früheren Hs.Nr. 18.

1865 Simon Schwarz kaufte von Johann Bründl das Anwesen, nämlich das Haus mit Stallung und 1 1/2 Tagwerk Garten um 2.700 fl. Simon Schwarz besaß vorher das Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 26 in Hainsbach-Froschegg; von diesem Anwesen nahm er acht Tagwerk Gründe mit zum Anwesen, früher Hs.Nr. 22.

1905 Josef Huber (frühere Hs.Nr. 4) kaufte von Simon Schwarz Haus und Garten um 2.000 Mark. Die Feldgründe wurden verkauft, das Haus an drei Parteien vermietet.

1909 August 30. Josef Schmid und Maria von Hainsbach kauften das Haus um 2.000 Mark.

1954 Rupert Schmid und Maria, geb. Wollherr von Rheinzabern.

 Hs.Nr. 15, früher Hs.Nr. 14 1/2, Johann Weiß

An Stelle der früheren Hs.Nr. 14 1/2 befand sich ehedem das Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 7, das 1852 völlig abbrannte.

Brauer Eßlinger von der früheren Hs.Nr. 14 kaufte den Grund und errichtete eine Kellerwirtschaft mit einem Tanzboden. Am Haus ist eine Inschrift angebracht: erbaut von J. Eßlinger 1876.

1905 März. Josef Weiß kaufte das Bräuhaus von Frau Hiendlmayer.

1948 Sebastian Weiß und Mathilde, geb. Straßer 

1968 Johann Weiß und Therese, geb. Peringer von Fraunhofen

 Hs.Nr. 16, früher Hs.Nr. 21, Josef Hiergeist

Die Amannische Sölde  

1594 Hans Amann und Katharina, seine eheliche Hausfrau. Laut HKR starb Hans Amann im Jahre 1614, seine Schulden von 11 fl 3 kr 15 dl waren nicht abgesichert.

1617 Hans Amann, Metzger zu Hainsbach. Er heiratete 1621 Eva Teisböcken. Im Jahre 1628 borgten die Eheleute Amann dem Jäger Georg Benedikt Khimbser 40 fl. Hans Amann und Kaspar Frauendorfer verkauften 1632 als Vormünder des Michael Eckl dem Pfleger Christian Schmetterer die Erbgerechtigkeit auf das Faltergut mit der früheren Hs.Nr. 22.

1636 Andre Ernst, Zimmermann, heiratete die Tochter des Hans Amann. Er hatte laut HKR 6 fl Schulden. Andre Ernst mußte mit 5 Vierling haften. Mit 2 Vierling Korn war er ausständig. Im Alter von 96 Jahren starb Andreas Ernst im Jahre 1681.

1681 Paulus Stadler von Gingkofen und Maria, geb. Ernst, kauften von Andre Ernst und Magdalena das Erbrecht auf die Sölde in Hainsbach mit aller Zugehörung um 100 fl und 1 fl 30 kr Leihkauf. Die jährliche Grundgilt betrug 3 fl 27 kr 1 hl, 2 Fastnachtshennen, die Vogteigilt an Korn und Hafer je 2 V. Die übergebenenden Eheleute nahmen sich jährlich 10 fl aus, die Wohnung, 5 Pifang Korn, das zu schneiden war, und jährlich die Hälfte des Gras- und Obstgartens. Zeugen waren Blasius Ruml von Gingkofen und Michael Hanrieder, Jäger in Hainsbach. Von der Haindlinger Kirche waren Paulus Stadler nach und nach 55 fl geliehen worden.

1695 Die Witwe Maria Fuchs von Haindlingberg kaufte von Paulus Stadler und Maria die Erbrechtssölde zu Hainsbach um 280 fl und 3 fl Leihkauf. Zeugen waren der Schulmeister Pauer zu Haindling und Johann Oberkirchner, Jäger zu Hainsbach. Im Juli 1695 heiratete die Wittib Maria Fuchs den Georg Höflmayr von Greißing. Er brachte 50 fl mit in die Ehe. Laut HKR von 1695 war Paulus Stadler 90 fl schuldig, die Georg Höfelmayr beim Kauf der Ernst’schen Sölde zu übernehmen hatte.

1713 Anna Fuchsin übernahm von ihrer Mutter und Wittib Maria Höflmayr die Erbrechtssölde zu Hainsbach um 146 fl 24 kr 1 1/2 dl. Im selben Monat heiratete sie den Weber Georg Paumann von Radldorf. Beide hatten 10 Kinder. Georg Paumann starb 1741 mit 58 Jahren.

1745 Josef Paumann heiratete die Witwe Klara Hofpäurin von Metting. Im Jahre 1744 hatte Josef Paumann von der Sebastianibruderschaft Haindling 24 fl aufgenommen. In zweiter Ehe heiratete Josef Paumann im Jahre 1759 Maria Meierin, Zimmermannstochter von Hainsbach (früher Hs.Nr. 34). Sie brachte ihm 100 fl mit in die Ehe.

1782 Maria Paumann heiratete Johann Strobl, Weber von Buchhausen. In zweiter Ehe heiratete Johann Strobl 1788 die Häuslerstochter Anna Hofmeister von Eschl bach. Sie brachte ein Bett, eine Bettstatt, Truhen und 150 fl mit in die Ehe. Der Rückfall betrug 50 fl.

1821 Juli 3. Johann Strobl jun. übernahm von seiner Mutter Anna die 1/8-Stroblsölde um 696 fl. Davon nahm sich die Mutter 100 fl Zehrpfennig aus. Außerdem hatte Johann Strobl seinen Schwestern Regina 100 fl und Maria 120 fl und die Ausfertigung zu geben. Noch im selben Monat heiratete Johannes Strobl die Anna Eisenhut aus Franken. Die Braut brachte 485 fl und 50 fl Aussteuer mit in die Ehe. Nach deren frühzeitigem Tod heiratete Strobl am 22. Oktober 1822 die Anna Schlag von Kotlacken. Sie brachte 300 fl und 50 fl Ausfertigung mit in die Ehe. Das widerlegte er mit 400 fl.

1835 Die Witwe Anna Strobl heiratete den Müller Johann E Schmid. Er brachte 700 fl mit in die Ehe.

1870 Johann Schmid, Söldner in Hainsbach, heiratete Magdalena Heinrich von Frauenthal. Auf der früheren Hs.Nr. 21 war einige Jahre lang ein Bierauschank.

1886 Magdalena Schmid, Witwe, heiratete Ignatius Schmid, den Bruder ihres verstorbenen Mannes.

1898 Magdalena Schmid, Tochter des Johann Schmid und der Magdalena Heinrich, heiratete Franz Xaver Hiergeist, Söldnerssohn von Eschlbach.  

1937 Josef Hiergeist und Kreszenz, geb. Hechenberger

1968 Josef Hiergeist und Rosemarie, geb. Luttner von Matting

 Hs.Nr. 17, früher Hs.Nr. 8, Anton Huber und Martina

Der 1/8 Hof lag gegenüber der Taferne, dem Wirtshaus  

1575 Hans Pott, Jäger, erhielt die Sölde gegenüber der Taferne bis Georgi 1576 unter der Bedingung, daß er die Scharwerke verrichte und gehorsam sei.

1614 Augustin Treuweckh (Treubeck). Laut Hainsbacher Kirchenrechnung nahm Treuweckh 110 fl auf.  

1619 Augustin Treuweckhs Erben  

1632 Der Wittib Margaretha Treubeck verblieb die Erbgerechtigkeit auf die Sölde, dazu alle Ein- und Zugehörungen, Fahrnis und Hausrat. Sohn Andreas erhielt als väterliches Erbe 110 fl. Laut Hainsbacher Kirchenrechnung konnte die Stift für einen Holzacker nicht bezahlt werden, „weil er jetzt Edt (öd) ligt“.  

Seit 1636 Josef Greindl, Sattler. Laut HKR lieh er damals 60 fl aus.  

1655 Hans Pieringer, ehem. Bauhofmeister im Schloß zu Hainsbach, kaufte das Erbrecht auf die verlassene Erbrechtssölde des entwichenen Josef Greindl um 100 fl und einen Reichsthaler Leykauf. Zeugen waren Matthes Landtherr,Wirt, und der Jäger Christoph Prägl von Hainsbach.

1667 Februar 17. Die Wittib Appolonia Pieringer schloß mit ihren zwei Kindern, nämlich mit Jakob (8 Jahre) und der Frucht im Mutterleib folgenden Vertrag: beide erhalten 25 fl. „soll die Frucht im Leib eine Tochter sein, dann erhält sie 1 Bett und 1 Truhe“.

1667 Am selben Tag kam folgende „Heuratsabreth“ zustande: Andre Haunperger, lediger Zimmermann von Gingkofen, hat sich auf Gutheißen seiner lieben Eltern zu Appolonia Pieringer, Wittib des Hansen Pieringer selig, in eheliche „Verpundtnuß“ begeben. Er verheiratete ihr 20 fl, die Hochzeiterin hatte die Sölde. Andre Haunperger starb 1694, seine Frau 1695. Die hinterlassenen Kinder setzten in einem Erbvertrag fest, daß Bruder Martin Haunperger die beiden Sölden in Hainsbach und Gingkofen erhält. Jakob Pieringer (aus erster Ehe), Bürger und Gärtner in Straubing, und Katharina, verheiratete Scherer in Zeitldorn, bekommen zusammen 280 fl. 1696 heiratete Martin Haunperger Maria Dräxlin von Altfalterloh. Laut HKR nahm Martin Haunperger 60 fl von der Hainsbacher Kirche auf.

1700 Januar 25. Christoph Pimmersberger tauschte von Martin Haunperger die Sölde ein und zahlte 180 fl darauf. Laut HKR nahm er 1701 ein Kapital von 60 fl auf. Nach dem Tod seiner Frau Brigitte im Jahre 1721 ehelichte er am 10. Februar 1722 in zweiter Ehe die Tagwerkerstochter Maria Weinzierl von Gingkofen. Sie brachte in die Ehe 1 Bett, Truhen und 30 fl, er 30 fl, dann als Morgengabe und Widerlage auch 30 fl und für ihre jungfräulichen Ehren 10 fl, zusammen 70 fl. Christoph Pimmersberger starb 1726 im Alter von 74 Jahren.

1726 Simon Egger, Schneider von Gingkofen (frühere Hs.Nr. 45), heiratete Maria Pimmersberger. Laut HKR übernahm er von seiner Stiefschwiegermutter die 60 fl Schulden.

1729 Der Jüngling Wolfgang Haidinger von Grafentraubach heiratete die Witwe Maria Egger von Hainsbach. In zweiter Ehe ehelichte der Witwer Wolfgang Haidinger im Jahre 1750 die Tagwerkerstochter Sabina Ammer von Hainsbach. Die Braut brachte 70 fl in die Ehe mit. Im Jahre 1758 starb Wolfgang Haidinger im Alter von 50 Jahren.

1758 April 11. Michael Stöttner (Stettner), Schuster, heiratete die Witwe Sabina Haidinger, Söldnerin in Hainsbach. Er brachte 150 fl in die Ehe, der Rückfall wurde auf 30 fl festgesetzt. Vor der Ehe schloß die Witwe mit ihrer 2 Jahre alten Tochter einen Vertrag, nämlich das Kind bis zum Alter von 15 Jahren christkatholisch zu erziehen, bei einer Verheiratung erhalte die Tochter 1 Bett, eine Kuh und Schank mit Bier und Brot.

1788 Sebastian Hagn, Schuster und Häuslerssohn von Hirschling, heiratete Walburga Stöttner, Tochter des Wittibers Michael Stöttner, und übernahm die Bausölde und einige Erbrechtsäcker um 400 fl. Er brachte in die Ehe 125 fl mit. Der Rückfall betrug 50 fl. Laut HKR zahlte Hagn 1792 die Schuld von 60 fl, die er mit 4 % zu verzinsen hatte, zurück.

1822 April 17. Josef Fleischmann, Schuster von Rogging, und Ursula Rieder, Söldnerstochter von Hirschling, erhielten von Sebastian Hagn die 1/8 Sölde um 800 fl wegen treu geleisteter Dienste. Er brachte 500 fl, sie 400 fl mit in die Ehe. Die Sölde hatte 12 Tagwerk 64 Dezimal. Die Vogteiabgaben betrugen je 2 V Korn und Hafer, das Scharwerksgeld 2 fl 30 kr, die Stift 5 fl 42 kr 1 hl, der Küchendienst 2 Hühner oder 24 kr, die Ehehaft 3 kr.

1849 Dezember 18. Xaver Lang von Kleinaich heiratete Theresia Fleischmann. Am 1. April 1852 brannte das Wohnhaus mit Stall und Stadel vollständig nieder. Das Feuer war um 1/2 11 Uhr nachts beim Bauern Jakob Rauecker ausgebrochen. Die Familie Lang rettete nur einige Betten, einiges Vieh und die Kleider, die sie am Leib trugen. Der Wiederaufbau erfolgte im selben Jahr.

1860 Sebastian Spiessl, Halbbauerssohn von Saulburg, kaufte das Anwesen, frühere Hs.Nr. 8. Er heiratete die Revierförsterstochter Magdalena Schyerl.

Seit 1866 Jakob Maier tauschte mit Sebastian Spiessl die frühere Hs.Nr. 9 gegen die frühere Hs.Nr. 8.

1884 April 22. Franz Xaver Kammermeier, Bauerssohn von Wissing, heiratete Anna Meier. Er baute den Stadel und die Holzschupfe 1888 neu. Der Stadel wurde später durch Brand vernichtet.  

1932 – 1980 Johann Kammermeier. Er heiratete 1936 Hedwig Obermeier.

1980 – 1992 Hildegard Kammermeier heiratete Xaver Bogner von Gingkofen.  

1992 Anton Huber und Martina, geb. Scherer. Kauf der Hofstelle. Die Felder kamen zum Bognerhof in Gingkofen (Brunnenstraße 9).

 Hs.Nr. 18, früher Hs.Nr. 20, Christa Reißer

Das Söldenhaus gehörte seit 1677 zur früheren Hs.Nr. 18.  

1770 Thomas Weinzierl übergab seiner Tochter Anna und deren Ehemann Zugspradl das Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 18 und bezog das Neben- oder Söldenhaus mit der früheren Hs.Nr. 20. Im Jahre 1771 heiratete der Witwer Thomas Weinzierl die Witwe Elisabeth Glaserin von Siffelbrunn.

1790 Georg Lermer, Halbbauer zu Hainsbach. Der Zimmermann Josef Baumann reparierte das baufällige Tagwerkerhäusel um 22 fl 19 kr. Georg Lermer überließ die frühere Hs.Nr. 20 mit 3 Pifang Garten Baumann als Wohnung. Die jährliche Miete für Baumann betrug 7 fl.

1802 Ignaz Kammermeier, Halbbauer zu Haindling, schloß mit Barthlmä Sturm, Viertelbauerssohn von Weichshofen, und dessen Eheweib Magdalena, Taglöhnerin zu Franken, einen lebenslänglichen Herbergsvertrag. Danach hatten die Eheleute Kammermeier 100 fl sogleich bar zu bezahlen und jedes Jahr 8 fl Herbergsgeld. Zudem hatten die Sturm’schen Eheleute an die Probstei je 50 fl wegen möglicher Krankheitsfälle zu hinterlegen.

1819 Michael Weigl und sein Eheweib Theresia kauften von Ignaz Kammermeier das Söldenhäusel (früher Hs.Nr. 20) mit Gärtchen, den Hungerbergacker (2 Tagwerk 30 Dezimal) und einen Gwandtacker um 600 fl mit der Auflage, dem Barthlmä Sturm die freie Herberg lebenslang zu gewähren.

1834 Ignaz Kammermeier kaufte von Michael Weigl die frühere Hs.Nr. 20 um 825 fl zurück. Im Jahre 1835 verkauften Ignaz und Theresia Kammermeier ihr Anwesen, früher Hs.Nr. 18.

1841 Die Witwe Theresia Kammermeier bewohnte nach dem Tod ihres Mannes das Haus allein. Dort ist sie noch 1853 bezeugt.

1857 Georg Lermer, Söldnerssohn von Königswinkl, heiratete Theresia Lichtinger von Hadersbach.  

1880 Die Söldnerstochter Anna Lermer heiratete Johann Evangelist Buchner von Hailing.  

1882/83 Johann Lermer, Bruder der Anna Lermer, steigerte das auf die Gant gekommene Haus und verkaufte es um 3.300 Mark an Juliana Ruhland.

1884 Jakob Meier kaufte das Anwesen um 3.250 Mark. Sein eigenes Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 8 in Hainsbach übergab er seiner Tochter Anna und deren Mann Xaver Kammermeier. Jakob Meier betrieb sieben Jahre lang einen Bierausschank auf diesem Anwesen.

1906 Sofie Meier, Tochter des Jakob Meier, heiratete Georg Stierstorfer, Zimmermann und Maschinist. In der Nacht vom 1. zum 2. Februar brannte der kleine Stadel, der an das Haus angebaut war, ab. Das Haus konnte gerettet werden. „Es hatte furchtbar viel Schnee“, notierte Holzgartner in seinen Aufzeichnungen.  

1942 Xaver Stierstorfer und Philomena

1964 Kurt Reiser und Christa, geb. Stierstorfer

 Hs.Nr. 19, früher Hs.Nr. 9, Johann Kammermeier

1/8 Sölde, Gänssölde genannt  

1587 Nikolaus Auer erhielt von Abt Hieronymus von St. Emmeram Erbrecht auf die Gänssölde und die Ochsenwiesen beim Hagerweiher.

1593 Hans Schmetterer, Pfleger zu Hainsbach, erhielt das Erbrecht auf die Gänssölde. Der Zins betrug 3 rheinische Gulden und 15 Landshuter Pfennig Mahlgeld.

1622 Christian Schmetterer, maxlrainischer Pfleger in Traubling, kaufte von seinem Vater u.a. auch die Erbgerechtigkeit auf die Gänssölde.

1653 Wolf Lehner, Huf- und Waffenschmied zu Hainsbach, kaufte das Erbrecht auf die vergantete Sölde um 100 fl und 1 Reichsthaler Leihkauf von der gnädigen Herr schaft. Der Reichsthaler war bar zu zahlen, von den 100 fl vorerst nur der Zins. Über die 100 fl wurde ein Schuldbrief ausgestellt. Der Stifter hatte 3 fl 15 kr Grundgilt zu leisten, an Vogteigilt 2 V Korn und Hafer und 2 Fastnachtshennen. Im folgenden Stiftjahr zahlte Wolf Lehner 10 fl.

1668 Christoph Winterstötter, Zimmermann von Gingkofen, kaufte von Wolf Lehner die Erbgerechtigkeit auf die Gänssölde um 180 fl.

1678 Michael Kellermaier von Groß kaufte von Christoph Winterstetter das Erbrecht auf die Gänssölde.

1680 Der Weber Veit Kornmüller und seine Ehewirtin Magdalena tauschten von den Eheleuten Kellermaier die Gänssölde ein.

1720 Jakob Köglmaier, Webergeselle von Allkofen, und Appolonia Pielmayer von Hofkirchen übernahmen die Gänssölde um 280 fl zusammen mit 1 Kuh, 1 Kalbin und 1 Kälbchen, 2 alten und 2 jungen Schafen und dem Weberwerkzeug. Die Abgaben nach St. Emmeram betrugen an Stiftgeld 3 fl 22 kr 2 hl und 2 Fastnachtshennen, zum Schloß Hainsbach waren je 2 V Korn und Vogthafer und 2 fl Scharwerksgeld zu entrichten. Die Heirat fand am 16. Juli 1720 statt. Der Bräutigam Köglmaier brachte 1 Mutterschaf, 1 Truhe und 170 fl mit in die Ehe.

1747 Der Maler Michael Hörmann und Maria Klara kauften die Bausölde um 350 fl und 3 fl 12 kr Leihkauf unter Dreingabe von 2 Schubboxen und 1 Mutterschwein.

1751 Der Sattler Josef Schmalhofer zu Riekofen und Maria erwarben die Erbrechtsbausölde um 350 fl.

1755 Martin Koller, Halbbauerssohn von Haimbuch, und Maria Magdalena Nißl von Pilling, kauften das Erbrecht auf die Sölde um 330 fl.

1785 Ignaz Wild, Sohn des Bauern Stephan Wild von Pönning, heiratete Katharina Koller. Sie übernahmen die Sölde um 355 fl. Er brachte 400 fl mit in die Ehe. 1792 kaufte Wild 3 Äcker (78 Pifang) um 270 fl.

1807 Johannes Wild heiratete Anna Brunner von Haidersberg. Sie brachte 800 fl mit in die Ehe. Nach dem Übergabsbrief übernahm der Sohn um 2.210 fl. Schwester Maria erhielt 700 fl und als Aussteuer ein gerichtetes Bett, 3 Überzüge, 4 kurze und lange Polster, 1 Paar flachsene und 1 Paar werchene Leinendecken, 2 Tischtücher, 1/2 Dutzend Handtücher, 1 Bettstatt, 1 Kasten, Truhen, 1 Spinradl und 1 Kuh oder 30 fl. Zur Kirchenkleidung: 1 braune Joppe, 1 Schaube, 1 Elle Taffet, 1 Fürtuch von Tannis oder dafür 20 fl. Außerdem war die Schank bei Bier und Brot zu übernehmen. An die Übergeber waren 400 fl zu zahlen.

1819 September 19. In zweiter Ehe heiratete Johann Wild Anna Schmid von Hainsbach. Von den 4 Kindern aus erster Ehe wurden jedem 200 fl Vatergut geschrieben.  

1822 November 26. Sebastian Kiendl von Pfakofen kaufte die 1/8 Sölde um 2.170 fl.  

1823 heiratete er Anna Maria Ammer, Schmiedtochter von Metting.  

1834 starb Sebastian Kiendl  

1834 Juni 25. Johann Evangelist Meier, Bauerssohn von Wallkofen, heiratete die Witwe Anna Maria Kiendl. Am 1. April 1852 brannte das ganze Anwesen mit den früheren Hs.Nrn. 7 und 8 ab. Das Feuer war beim Bauer Jakob Rauecker (früher Hs.Nr. 7) im Stadel ausgebrochen.  

1859 Jakob Meier heiratete die Bauerstochter Theresia Spießl von Saulbach.  

1866 Sebastian Spiessl (früher Hs.Nr. 8) tauschte das Anwesen mit Jakob Meier (früher Hs.Nr. 9).  

1867 Johann Georg Sachs und Genoveva Ruhland, Kauf.  

1873 heiratete der Witwer Sachs in zweiter Ehe Anna Maria Wolf, Söldner- und Krämerstochter von Hainsbach.

um 1873 Josef Wolf und Maria kauften das Anwesen, nachdem sie das Bäckeranwesen mit der früheren Hs.Nr. 3 an Heuberger verkauft hatten.  

1884 Josef Wolf heiratete Theresia Seethaler von Haid. In zweiter Ehe ehelichte Wolf

1895 Theres Bauer, Söldnerstochter von Hofdorf. 1897 brannte der Stadel ab.  

1907 – 1939 Jakob Kammermeier, Bauer in Hirschling, und Maria Reier von Hausenthal kauften das Anwesen um ca. 20.000 M. Wolf erwarb das Krämeranwesen mit der früheren Hs.Nr. 1 von Eiwanger um 11.000 M.

1941 – 1967 Johann Kammermeier heiratete am 5. Februar 1945 die Bauers- und Gastwirtstochter Emma Weiß von Schwimmbach.  

1967 Juni 27. Johann Kammermeier und Agnes, geb. Krieger von Weichs

Hs.Nr. 20, früher Hs.Nr. 19, Albert Rückerl

Bis 1665 Haus des Amtmanns, dann wohnte der Amtmann auf der früheren Hs.Nr. 4.  

1626 Georg Moßmayr, Amtmann. Im Jahre 1629 versprach der Bauer Michl Eckl von Hainsbach dem Amtmann Moßmayr 15 fl „umb ein aberkauft Roß“.  

1630 G. Taschner ist als Amtmann bezeugt, 1631 Amtmann Taischer.  

1659 Hans Jakob Diner, Jäger und Förster, kaufte die Erbgerechtigkeit auf eine Hofstatt zu Hainsbach, auf der vorher der Amtmann seine Wohnung hatte, um 3 fl und 1 Reichtstaler Leihkauf. Zum Aufbau dieser Hofstatt wurden ihm die Zimmerhölzer geschenkt. Zum Anwesen gehörten ein Garten, 1/2 Tagwerk anstoßende Wiesmahd, 3 Äcker an der Hochstraße und das Frauenhölzl. An Abgaben waren jährlich 4 Schilling, 7 dl Pfenniggilt zu entrichten und je 2 V Korn und Hafer Vogtei und eine Fastnachtshenne abzuliefern. Laut HKR von 1660 lieh Jäger Diner 30 fl von der Kirche aus.

1661 Matthias Gebhauser von Pönning kaufte von Hans Jakob Diner, gewesten Jäger zu Hainsbach, die Erbrechtssölde um 100 fl. Laut HKR von 1661 nahm er 20 fl auf, der Zins betrug 1 fl 20 kr. Im nächsten Jahr nahm Gebhauser weitere 30 fl von der Kirche auf.

1665 Der ehrbare junge Geselle Veit Jeh(e)l, Zimmermann von Sagstetten bei Teisbach, kaufte die Erbrechtssölde um 150 fl und 1 Dukaten Leihkauf. Im Mai 1665 heiratete Veit Jehel Dorothea Staindl von Riekofen. Die Braut brachte 25 fl, eine Kuh, ein Bett, Truhen und weitere Ausstattung mit in die Ehe. Der Bräutigam verheiratete ihr 100 fl. Laut Haindlinger Kirchenrechnung übernahmen sie die 60 fl Schulden des Vorgängers.

1695 heiratete Veit Jehl Rosina Setzen (Sötz) zu Hadersbach. Sie brachte 60 fl mit in die Ehe. Vitus Jehl starb 1705. Der Witwe Maria Rosina Jehl verblieb die Bausölde. Jedes der 10 Kinder erhielt je 1 fl 30 kr, zusammen 15 fl.

1707 Hans Sötzen, Bruder der Witwe Rosina Jehl, übernahm von seiner Schwester die Sölde um 184 fl 15 kr 1/2 dl. Sie nahm sich freie Herberge mit den noch „unerzogenen Kindern“ aus. Im selben Jahr heiratete Hans Setz Afra Kremplin von Opperkofen. Die Braut brachte neben einer Kuh, Truhen, Bett und Bettstatt 50 fl mit in die Ehe. 1714 starb Afra Sötzen. Dem Wittiber Hans Sötz verblieb die Sölde. Er verpflichtete sich, die zwei Kinder christkatholisch zu erziehen und jedem 10 fl hinauszugeben, außerdem die Hochzeitskosten zu erstatten. Der Wittiber Johann Sötz heiratete im August 1714 Maria Karl, Bauerstochter von Radldorf. Die Braut brachte in die Ehe ein Bett, eine Bettstatt, Truhen und 50 fl mit.

1735 starb Johann Sötz mit 67 Jahren. Von den drei Kindern wurden jedem 8 fl geschrieben.

1736 Sebastian Engelberger, Bauerssohn von Wimpasing, heiratete die Witwe Maria Setz. Er brachte 80 fl mit in die Ehe. Am 6. August 1760 starb Sebastian Engelberger mit 72 Jahren, am 20. August 1760 Maria Engelberger mit 77 Jahren.

1761 Januar 29. Georg Sötz (Setz), Sohn des Johann Sötz und der Maria, heiratete Barbara Meindl von Helmprechting. Er erhielt die Erbrechtssölde um 179 fl. Barbara Meindl brachte 100 fl mit in die Ehe.

1791 Jakob Sötz übernahm von seiner Mutter, Barbara Sötz, Wittib, um 330 fl. Nach dem Übergabsbrief erhielt er 33 fl, Bruder Wolfgang ebenfalls 33 fl, Bruder Lorenz 36 fl, Schwester Maria 28 fl und ebenso Schwester Magdalena. Die beiden letzten Kinder sollten eine standesgemäße Ausfertigung und je ein Kalb erhalten. Mutter Barbara nahm sich die Wohnung auf der Sölde aus und außerdem ein Nebenzimmer, 6 V Korn, 2 1/2 V Gerste, 2 Topf Schmalz, 1 Zenterling schwarzes Fleisch, 1 Schilling Krauthäupel, etc. Am 25. Oktober 1791 heiratete Jakob Setz, angehender Söldner in Hainsbach, Maria Sigl, Schneiderstochter von Sallach. Die Braut brachte 250 fl mit in die Ehe. In zweiter Ehe heiratete Jakob Setz 1793 Ursula Schinhärl von Sallach. Sie brachte 190 fl mit in die Ehe. Wegen seiner Armut und seiner vielen Kinder erhielt Jakob Setz 1807 aus dem Armenfond 3 fl geschenkt.

1830 Juni 25. Jakob Setz übernahm von seiner Mutter, Ursula Setz, die 1/8 Sölde um 850 fl mit Haus, Hofraum, Garten, 6 Tagwerk 39 Dezimal Äcker, 7 Tagwerk 39 Dezimal Wiesen und 4 Tagwerk 50 Dezimal ludeigenen Schloßgründen. Im Juli 1830 heiratete er Theresia Berger von Metting. Sie brachte 570 fl mit in die Ehe. Da Jakob Setz eine Ziegelei betrieb, wurde er auch Ziegler und Söldner genannt.

1874 Johann Evangelist Setz, Söldner in Hainsbach, heiratete Anna Maria Wagner, Söldnerstochter von Metting.

1884 vertauschte Johann Setz sein Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 18, das zertrümmert worden war. Setz nahm seine Felder von der früheren Hs.Nr. 19, die Maria Berleb übernahm, zum früheren Anwesen Hs.Nr. 18 mit.  

1886 Maria Berleb, Söldnerin in Hainsbach, errichtete einen Stadel und eine Schupfe.  

1888 Sebastian Hofbauer, Söldnerssohn von Schwimmbach, heiratete Anna Rötschmaier von Schwimmbach. 1897 wurde nach einem Brand ein neues Wohnhaus und ein neuer Stadel errichtet. Im Jahre 1909 vertauschte Sebastian Hofbauer sein Anwesen gegen Aufgabe von 14.000 Mark gegen ein Anwesen auf der Haid. Das Anwesen in Hainsbach mit der früheren Hs.Nr. 19 umfaßte 17 Tagwerk und wurde auf 17.000 Mark geschätzt. Der Gastwirt Gil von Geiselhöring erwarb die frühere Hs.Nr. 19.

1909 Alois Fritsch und Kreszenz von Hainsbach-Froschegg kauften die frühere Hs.Nr. 19 mit Hof und Garten um 4.200 Mark, dazu 1 Tagwerk Grund um 700 Mark von Gastwirt Gil.

1924 Alois Rückerl und Anna, geb. Fritsch Alois Rückerl, Zimmermann, verunglückte am 22.02.1939 beim Abbruch der alten hölzernen Donaubrücke mit 41 Jahren tödlich.  

1950 Alois Rückerl und Eleonora, geb Holzleitner, Metting

1989 Albert Rückerl und Gerda, geb. Ammer, Metting

 Hs.Nr. 21, früher Hs.Nr. 13, Dr. Hubert Ammer, jetzt Anton Weinfurtner

Der untere Hofbau oberhalb der Bräustatt, 1665 als Amthof genannt

Bis 1498 Hans Panholz  

1498 Peter Bauer erhielt von Abt Erasm von St. Emmeram das Erbrecht auf dem klostereigenen Hof. Er hatte 2 Schaff Korn, 1/2 Schaff Gerste und Gastrecht zur Stiftzeit zu dienen, die Steuer, Ehehaften und die anderen Bürden zu tragen. Den Erbrechtsbrief siegelte Sigmund Kastner. Siegelzeugen waren Andre Pillinger und Andre Krieger von Hainsbach.

1534 Peter Bauer wurde von Abt Ambrosius das Erbrecht auf den Hof neben dem Wirtshaus erteilt. Er hatte 2 Sch Korn, 1 Sch Gerste und 25 dl Stiftgeld zu dienen.

1559 Niklas Pauer war Siegelzeuge beim Kauf der früheren Hs.Nr. 6 in Hainsbach. Er ist 1574 als Kirchprobst zu Hainsbach und 1577 in einer Schuldurkunde bezeugt.  

Um 1590 Andre Humpel

Bis 1614 Sebastian Klöpfer. 1614 nahm er 160 fl von der Kirche auf.  

1618 Sebastian Aman, Schwager des Sebastian Klöpfer. Er nahm 1618 von der Kirche zu Haindling 100 fl auf.

1649 Adam Weinzierl pachtete neben der früheren Hs.Nr. 13 auch die frühere Hs.Nr. 7. Er zahlte den Zechpröbsten Andre Ernsten, Söldner zu Hainsbach, und Stephan Fleischmann, Bauer zu Gingkofen, 40 fl, die er beim Kauf des Sebastian Aman’ schen Hofes übernommen hatte.  

Am 25. November 1649 zahlte Weinzierl 6 fl Getreideausstände zurück.  

Als im Jahre 1661 Frau Barbara Weinzierl, Bäuerin des Adam Weinzierl, gestorben war, hatte Weinzierl der Witwe Barbara Arzbergerin von Gingkofen 45 fl zurückzu zahlen. Von den 3 Kindern erhielt jedes 200 fl, die Tochter aber bei der Heirat 1 Kuh mit Kalb, 1 Bett, Truhen und eine Ausfertigung.

Am 14. Dezember 1662 schloß Adam Weinzierl folgende „Heiratsabredt: Ich, Adam Weinzierl, Pauer zu Hainspach bekhenne für mich und meine Erben, daß ich mich im Namen der hlsten u. unteilbaren Dreifaltigkeyt ... mit ehelicher Heyrat bekehrt habe und kommen bin zu der tugendsamen Jungfrau Maria, als Hansen Pizlmayers von Salach Eheleib. Tochter: in Maßen wir bereits zu Kirchen und Straßen gangen, auch nach christ. Ordnung eingekleidet worden: Folgendes (ist) beschlossen worden.

1. Heiratgut meiner Frau: 200 fl, 1 Peth, 2 Khie, 1 Goldriem samt einer Truhen (und anderer Ausfertigung ihrem Stande gemäß)

2. zur Widerlegung: habe ich ihr all mein Vermögen verheuratet, liegens und vahrens, Schulden und Gegenschulden, welche wir beide Eheleith aufeinander vererben wollen.

3. Rückfall: Hausfrau an meine Verwandten: 50 fl etc. 14. Dezember 1662“

1665 Dezember 29. Matthias Weinzierl übernahm von seinem Vater Adam Weinzierl die Erbgerechtigkeit auf den Ambthof und die Grasauersölde um 580 fl und 1 Dukaten Leihkauf. Dazu übergab der Vater ihm den Ertrag von Grund und Boden, 4 Wagen- und 4 Ackergeschirre für 10 fl, 2 Pflüge um 3 fl, 2 Kühe und 2 jährige Ochsen um 23 fl, 1 Ehehaltenbett mit Bettstatt um 5 fl, 4 Frischlinge und 1 Schweinsmutter für 10 fl, 6 tragende Schafe um 12 fl, 3 Rosse für 60 fl, 2 Sch 10 V Korn zur Speis um 15 fl, 1/2 Schaff Weizen zur Speis um 4 fl, Samgetreide: 10 V Samweizen, 15 V Gerste und 1 Sch 12 V Hafer. Siegelzeugen waren Georg Prunner, Bauer zu Gingkofen, und Christoph Dittenauer, Schuhmacher zu Hainsbach.

1666 Januar 31. Heiratsabrede zwischen dem bescheidenen jungen Gesellen Matthias Weinzierl, Adamen Weinzierls zu Hainsbach ehelichen Sohn, und der tugendhaften Jungfrau Anna Khölbel, Bierbrauerstochter zu Schwabelweis. An Heiratsgut erhielt die Braut 200 fl, 2 Kühe, 1 Bett und andere ehrliche Ausfertigung. Aus der Ehe gingen 6 Kinder hervor. Sohn Thomas fiel 1713 bei der Belagerung von Freiburg. Laut HKR von 1681 wurden Matthiasen Weinzierl zu Hainsbach „auf sein Bitten hin zu seiner höchsten Notdurft 10 fl geliehen“. 1703 nahm er weitere 60 fl auf.

1703 Juni 11. Matthias Weinzierl übernahm von seinem Vater, auch Matthias Weinzierl, Bauer beim Pfarrhof, den Erbrechtshof und die Sölde, dann 4 Zugrosse, 2 Fohlen, 2 Kühe, 1 Schweinsmutter, 2 Färkel, 2 Wägen, 2 Pflüge etc. um 1.200 fl. Nach St. Emmeram waren zu dienen: 2 Sch Korn, 1/2 Sch Gerste, 28 kr 4 hl Stiftgeld, 2 Fastnachtshennen und zum Schloß Hainsbach 2 V Korn und 6 V Hafer. Von der Sölde 3 fl 30 kr und 2 Fastnachtshennen. An Vogtkorn und Hafer je 2 V. Außerdem waren die landesüblichen Scharwerke zu leisten. Einen Tag später heiratete Matthias Weinzierl die Amanstochter Eva Karl von Haindlingberg. Sie brachte in die Ehe 1 Bett mit Bettstatt, Truhen, 1 Kuh mit Kalb und 400 fl mit.

1714 Dezember 29. Hans Pichlmayer tauschte von Matthias Weinzierl, Bauer beim Pfarrhof, den Erbrechtshof und die Bausölde für das Erbrecht auf seinen 1/2 Hof beim „Prunn“ und die Sölde ein. Hans Pichlmayer scheint das Erbrecht auf den Hof mit der früheren Hs.Nr. 13 im Jahre 1725 verkauft zu haben und nach Triftlfing gezogen zu sein. Laut HKR lieh Hans Pichlmayer, Bauer von Triftlfing, 33 fl 40 kr aus, um seine Herrschaft bezahlen zu können.

1725 – 1742 Michael Mißlbeck. Seine 1. Frau brachte ihm 1729 Vierlinge zur Welt. Diese starben bald und sie selbst folgte ihnen auch bald nach. In zweiter Ehe heira tete er die Halbbauerstochter Anna Hietl von Haidenkofen. Mit 50 Jahren starb Michael Mißlbeck.

1742 Peter Stadler von Kay heiratete die Witwe Anna Mißlbeck. In zweiter Ehe verehelichte er sich 1747 mit Walburga Plendlin von Klöpfach. Aus dieser Ehe gingen 13 Kinder hervor. Laut HKR von 1785 lieh Walburga Stadlerin zur Ausheiratung ihrer Tochter 250 fl von der Hainsbacher Kirche aus, 1788 weitere 400 fl.

1789 Peter Stadler jun. ehelichte Katharina Reisinger, Bauerstochter von Lichting. Die Mutter Walburga übergab um 2.327 fl. Die Braut brachte 800 fl mit in die Ehe. Der Rückfall betrug 300 fl.

1814 Magdalena Stadler heiratete Andreas Obermeier, Bauerssohn von Siebenkofen. Die Eltern übergaben um 3.200 fl. Am 8. April 1844 abends nach 9 Uhr brach in der Stallung Feuer aus und alle Gebäude brannten nieder.

1849 Lorenz Obermeier heiratete Maria Nißl, Bauerstochter von Haindling. Bruder Johann Obermeier wurde Geistlicher (Priesterweihe 1852). 12 Jahre später starb er an Lungensucht. Eine Schwester ging ins Kloster.  

1888 Josef Obermeier heiratete Helene Ammer, Bauerstochter von Neuhofen.  

1919 – 1953 Alois Ammer aus Neuhofen, Schwager von Josef Obermeier, heiratete Kreszenz Setz von Hainsbach.  

 1953 Johann Ammer bewirtschaftete mit seinen Schwestern Mechthilde und Pauline den Hof. Am 1. Dezember 1963 brannte die Scheune und der Schuppen ab.  

1977 Johann Ammer heiratete Aloisia Greschl von Gingkofen.  

1982 Dr. Hubert Ammer und Maria, geb. Gürster von Oberharthausen

 Hs.Nr. 22, früher Hs.Nr. 18, Ernst Setz

1/2 Hof bei dem Brunnen mit einem Söldenhaus

1268 vermachte Ulrich von Abensberg seinen Hof in Hainsbach dem Kloster St. Emmeram als Ersatz für die von ihm zugefügten Unbilden und Schäden.

1359 Sieghard Schätzlein von Weichs hatte das Baurecht auf den Hof.

1392 Karl der Lehner übergab das Baurecht auf die dem Kloster St. Emmeram gehörige Hube in Hainsbach an Abt Friedrich von St. Emmeram.

1478 Hans Krieger und Agnes, seine Hausfrau, erhielten von Abt Johannes II. Erbrecht auf den St. Emmeramer Klosterhof in Hainsbach bei dem Brunnen mit dem Bescheid, daß Krieger ein Schaff Korn, 1/2 Schaff Gerste diene und bei der Stift zu Haindlingberg erscheine.

1498 Andre Krieger war Siegelzeuge, als dem Peter Laber (Paur) das Erbrecht verliehen wurde.

1523 Sebastian Krieger war Siegelzeuge beim Vertrag der Setzischen Kinder mit ihrer Mutter.

1598 Georg Krieger, Bauer in Hainsbach, erhielt Leibrecht auf die Sölde neben der Badgasse.

1599 Erhard Graßerpauer stieß laut der Widdumsbeschreibung mit einem Acker von 26 Pifang an einen Pfarrwiddumsacker. Als im Jahre 1628 nach Erhard Graßerpauer auch seine Frau Katharina gestorben war, verteilten die hinterlassenen Söhne, Schwäger und Enkel, nämlich Max Mayer, Bauer zu Pönning, Jakob Mayer zu Leppersberg, Sebastian Klopfer, noch ledigen Standes, Peter Amann zu Troß im Namen seines Weibes Magdalena Mayerin die vorhandene Fahrnis zu gleichen Teilen untereinander. Der noch ledige Geselle Andreas Mayer erhielt 3 fl.

1614-1619 Michael Kerschberger ist in den HKR bezeugt. 1614 nahm er 300 fl auf, 1616 weitere 50 fl. Im Jahre 1619 scheint Kerschberger gestorben zu sein, denn in den HKR von 1619 heißt es „Michael Kerschberger, selig.“

1619 Adam Schwäbel. Nach der HKR von 1619 ist Adam Schwäbel Nachfolger von Michael Kerschberger. Im Jahre 1628 heiratete der Wittiber Adam Schwäbel, Bauer zu Hainsbach, Maria Zächerl, Bauerstochter von Haidersberg. Die Braut brachte 200 fl Heiratsgut mit in die Ehe. Im Jahre 1630 zahlte Schwäbel von 350 fl Schulden 50 fl zurück. Von den Pestjahren 1634 und 1635 existieren keine Haindlinger Kirchenrechnungen „wegen Mangel an Kirchenpröbst“. Auch die Familie Schwäbel fiel der Pest zum Opfer.

1636 Andre Mittermeier, Wirt zu Hainsbach. Laut HKR von 1636 hatte er die 300 fl Schulden vom Vorgänger übernommen. Seit 1639 war Matthias Khierzl laut HKR Nachfolger auf dem Schwäbl’schen Gütl zu Hainsbach. Er hatte bei der Kirche 282 fl Schulden. Im Jahre 1649 verglichen sich die Zechpröbste des St. Florian Gotteshauses zu Bogen mit Adam Weinzierl und Matthes Khierzl zu Hainsbach wegen ihrer, 1648 und 1649 verfallenen Getreide und Pfenniggilten dahin, daß Weinzierl 6 fl und Khierzl 3 fl bezahle.

1662 Katharina Khierzl (Kienzl), Tochter des verstorbenen Matthias Khierzl, übernahm von ihrer Mutter, der Wittib Margaretha, die Erbsgerechtigkeit auf den 1/2 Hof, das Brunngütl genannt, und das Söldenhäusl in Hainsbach mit den daraufliegenden Schulden (bei der Kirche Haindling 282 fl, bei der Grundherrschaft 21 fl 40 kr). Die Übergeberin nahm sich jährlich 8 V Korn Hainsbacher Messerei und 1 Pifang Rüben aus. Den Kindern Barbara, Anna, Elisabeth, Magdalena und Martin mußte die Übernehmerin je ein einjähriges Kalb geben.

1663 Bartholomäus Perzl von Wallkofen heiratete Katharina Khierzl zu Hainsbach. Er brachte 60 fl mit in die Ehe. Laut HKR von 1663 lagen auf dem 1/2 Hof 200 fl Schulden, der Zins betrug 10 fl.

1666 Michael Haslbeck, einst Barthlme Perzl, hat nach der HKR 200 fl Schulden. Als er das Perzl’sche Gut kaufte, nahm Haslbeck weitere 50 fl von der Kirche auf.

1700 Der freundlich liebe Sohn Jakob Haslbeck übernahm von seinen Eltern Michael und Katharina Haslbeck ihren 1/2 Erbrechtshof und die Sölde zu Hainsbach, dann vier Zugrosse, zwei Kühe, sechs Hennen und zwei Ehehaltenbetten um 800 fl. Die Eltern nahmen sich die Sölde als Herberge aus, ein halbes Tagwerk Wiesmahd, das Gartl, ein Ackerl, eine Kuh, ein einjähriges Kalb, ein altes und junges Lamm, drei Hennen, eine alte Truhe, 2 Vierling Weizen und 40 Pifang Korn, die zu schneiden waren. An das Kloster St. Emmeram waren vom Hof zu leisten: 1 Schaff Korn, 1/2 Schaff Gerste, 3 fl 3 kr 4 hl Stiftgeld, an Vogtei je 5 V Korn und Hafer, vier Fastnachtshennen und das landsgebräuchliche Scharwerk. Weiter übergaben die Eltern einen Acker, den sogenannten Pirzlbau mit 15 1/2 Schilling Pifang, der zum Benefizium der Gwandschneidermesse nach Straubing gehörte. Davon waren jährlich 10 V Korn und 6 V Hafer zu dienen. Jakob Haslbeck heiratete 1700 Eva Huber von Dettenkofen. Die Braut brachte 200 fl, ein gerichtetes Bett, eine Bettstatt, einen Kasten, eine Kuh, ein einjähriges Rind, zwei alte und zwei junge Schafe mit in die Ehe. Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor. 1714 kam Jakob Haslbeck auf die Gant.

1714 September 9. Hans Pichlmayer, Bauer von Unterißling, kaufte das auf die Gant gekommene Erbrechtsgut um 825 fl. Laut HKR von 1714 hatte Hans Pichlmayer die Schulden von Jakob Haslbeck in Höhe von 200 fl zu übernehmen, der Zins betrug 10 fl.

1714 Dezember 29. Matthias Weinzierl, Bauer beim Pfarrhof, und seine Frau Eva tauschten den halben Hof und die Sölde des Johann Pichlmayer gegen ihren Erbrechtshof und die dazugehörige Bausölde. Von der Bausölde waren nach St. Florian in Bogen 28 kr und 7 Vierling Weizen Straubinger Maß zu reichen. Laut HKR von 1715 übernahm Matthias Weinzierl beim Brunn (zuvor Hans Pichlmayer) die 200 fl Schulden beim Tausch der Höfe.

1739 April 21. Thomas Weinzierl übernahm von seinen Eltern Matthias Weinzierl beim Brunn und Eva ihren Erbrechtshof und die Sölde um 700 fl (dazu 20 fl an das St. Florian Gotteshaus in Bogen). Die Eltern übergaben alle Erträge an Grund und Boden, Heu, Stroh, zwei Zugrosse, eine Melkkuh, eine einjährige Kuhkalbin, eine weitere Kuhkalbin, eine Schweinsmutter, zwei alte Gäns, einen Hahn und sieben alte Hennen, einen Straßenwagen, einen Pflug, zwei Eitten (Eggen), ein Krautprentl, einen Holzzwickl, eine blechene Nudelrein, sechs hölzerne Teller und schließlich noch zwei Ehehaltenbetten. Der Dienst an den Grundherrn betrug 1 Schaff Korn, 1/2 Schaff Gerste, 3 fl 3 kr 4 hl Stiftgeld, 6 fl 30 kr Scharwerksgeld vom Hof und der Sölde. An das Schloß waren 3 V Korn, 5 V Hafer und 4 Fastnachtshennen abzuführen. Seinem Bruder Matthias Weinzierl, derzeit Jäger knecht in Pfatter, waren bei der Verheiratung 50 fl und 5 fl für den Einsitz zu zahlen. Die Eltern nahmen sich bei der Sölde die freie Herberg und Wohnung aus, 1/2 Tagwerk Wiese und ein Spanferkel oder 36 kr, dann am Hölzlsteig 9 Pifang Korn und im sog. Edlfeld 14 Pifang. Im Juli 1739 heiratete Thomas Weinzierl Gertrud Plendl, Bauerstochter von Klöpfach. Die Braut brachte ein gerichtetes Bett, eine Bettstatt, Truhen und Kasten, eine Kuh und 200 fl mit in die Ehe. Der Rückfall betrug 50 fl und drei Halskleider. Laut HKR von 1740 hatte Thomas Weinzierl 200 fl Schulden. Im Jahre 1745 wurden ihm von der Kirche Haindling zum Kauf eines Menats oder Pferdes 28 fl vorgeliehen Nach dem Tod seiner Frau 1763 und nach der Hofübergabe 1769 heiratete Thomas Weinzierl im Jahre 1771 die Witwe Elisabeth Glaserin von Siffelbrunn, Taglöhnerin, die ihm 40 fl mit in die Ehe brachte.

1769 Februar 3. Anna Weinzierl, Tochter des Thomas Weinzierl, übernahm den halben Erbrechtshof zu Hainsbach um 970 fl.

1770 Februar 26. Martin Zuckspradl (Zugspradl), Bauerssohn von Bergstorf, heiratete Anna Weinzierl. Die Braut brachte 250 fl und den Erbrechtshof in die Ehe, er 400 fl. Zuckspradl starb bereits im Februar 1773 an Lungensucht, eine der häufigsten Todesursachen damals.

1773 April 27. Johann Lermer (auch Lehrmayer geschrieben), Bauerssohn von Sallach, heiratete die Witwe Anna Zuckspradl. Er brachte 400 fl mit in die Ehe. Bei Rückfall waren 100 fl und 3 Halskleider zurückzugeben. 1777 starb Anna Lermer. In zweiter Ehe heiratete Johann Lermer Anna Maria Huber von Metting. Sie brachte 275 fl mit in die Ehe. Am 5. März 1800 starb Johann Lermer mit 60 Jahren. Die Wittib Anna Maria Lermer vermachte jedem der 5 Kinder 50 fl.

1800 Juli 8. Die Witwe Anna Lermer heiratete Ignaz Kammermeier, Halbbauerssohn von Weichs. Er brachte 1.000 fl mit in die Ehe. Zum Hausbau lieh er von der Haindlinger Kirche 200 fl aus. 1820 starb seine Frau Anna Kammermeier an Lungensucht im Alter von 68 Jahren. Von den drei Kindern erhielt jedes 250 fl mütterliches Erbgut. Zwei Monate später heiratete Ignaz Kammermeier in zweiter Ehe Theres Gerstlbauer von Muckenwinkling. Die Braut brachte 1.200 fl und 200 fl Ausstattung mit in die Ehe. Im Jahre 1835 verkaufte Kammermeier den Hof und zog ins Söldenhaus.

1835 September 21. Jakob Meier, Bauerssohn von Obersalhof bei Martinsbuch, kaufte den Hof von Ignaz und Theresia Kammermeier um 5.200 fl und 100 fl Leihkauf. Im Dezember 1835 heiratete Jakob Meier Theresia Bogner, Bauerstochter von Reuth bei Franken. Nach dem Tod seiner Frau heiratete Jakob Meier 1839 Anna Maria Wurm von Gundhöring. Die Braut brachte 1.000 fl und 50 fl Ausstattung mit in die Ehe. Im Jahre 1855 zertrümmerte Jakob Meier seinen Hof.

1856 Josef Englhier, Söldnerssohn von Dettenkofen, kaufte um 7.425 fl das Restgut des Jakob Meier von Hainsbach mit den Gebäuden und Grundstücken von 28 Tagwerk. Er heiratete Maria Anna Krieger, Bauerstochter von Dettenkofen. Englhier zertrümmerte das Anwesen abermals. 1865 Johann Bründl tauschte das Anwesen des Josef Englhier gegen sein Anwesen (früher Hs.Nr. 22) ein und nahm seine Gründe (30 Tagwerk) mit zu diesem Anwesen.

1884 Johann Setz, bisher auf Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 19, tauschte das Anwesen von Berleb ein und nahm die Gründe von seinem Anwesen mit. Er wirkte 60 Jahre lang treu und gewissenhaft als Hilfsmesner. Diese seine treue und gewissenhafte Arbeit im Dienst der Kirche wurde auch von allerhöchster Stelle anerkannt. Zu seinem 50jährigen Jubiläum wurde ihm von König Ludwig III. die goldene Medaille des Ludwigsordens verliehen. Setz war auch drei Perioden lang Bürgermeister von Hainsbach. Im Jahre 1920 starb er, 15 Jahre nach dem Tod seiner Frau.

1911 Johann Setz heiratete Maria Schmidbauer von Gingkofen. Sie starb am 25.08.1914. 1919 heiratete Johann Setz Anna Kiendl von Geiselhöring.

1952 Ernst Setz und Maria, geb. Schöfer – Oberschneiding

1988 Ernst Setz und Marianne, geb. Neumeier von Hadersbach

Ernst Setz, Hainsbach, Hs.Nr. 22, um 1950

Ernst Setz, Hainsbach, Hs.Nr. 22, um 1950

 Hs.Nr. 24, früher Hs.Nr. 17, Rosina Sers, jetzt Christoph Limberger

Das Schmiedgütl

Um 1333 mußte Konrad der Mengkofer von der Schmiedstatt (fabrica) 6 Pfennig Zins leisten. Wernherus ist der erste namentlich bekannte Schmied (faber) in Hainsbach.

1401 Ritter Georg Hutter zu Zulling bekam von der Schmiedstatt in Hainsbach ein halbes Pfund Pfennig.

ca. 1422 Dietrich der Schmied zu Hirschling kaufte von Peter Schmied zu Hainsbach das Recht auf die Schmiedstatt. Taidinger des Verkaufes waren Heinrich der Closner, Wernhard der Wirt, Chunrad der Gromaier, und Paul der Schuster, alle von Hainsbach. Den (Verkaufs-)Brief siegelte Jörg der Hutter.

1450 Oswald, Schmied, wurde als Siegelzeuge genannt, als Jörg der Hutter den Reitstadel kaufte.

1558 Januar 10. Jörg Frauendorffer, Schmied zu Hainsbach, und Walburga, seine Hausfrau, erhielten Erbrecht auf drei Äcker und auf den Holzwuchs, „Todtenhängst“ genannt, mit einem Zins von 40 Pfennig und 10 Pfennig.

1574 am St. Ulrichstag war Thomas Silbernagl, Schmied zu Hainsbach, Siegelbittzeuge bei einer Leibrechtsverleihung an Hollermeier.

1599 Wolf Frauendorffer, Schmied, ist bei der Widdumsbeschreibung genannt. Laut HKR von 1614 hatte Wolf Frauendorffer zu Hainsbach 130 fl ausgeliehen. Im Jahre 1622 steht in der Haindlinger Kirchenrechnung „der geweste Schmid von Hainsbach Schmidtkorn: „6 fl 4 ß (Schilling)“.

1618 Kaspar Frauendorfer hatte laut HKR 130 fl geborgt. Im Jahre 1619 waren es 160 fl.

Im Jahre 1622 steckte Abt Hieronymus dem Kaspar Frauendorfer einen Grund diesseits des Bräuhauses zur Erbauung einer Ehehaftsschmiede aus. 1622 Bau einer neuen Schmiede (früher Hs.Nr. 27) in Hainsbach. Der Zins für die Erbrechtsschmiede betrug 3 Schilling 15 Pfennig zum Gotteshaus St. Emmeram und ebensoviele Pfennige zur Gemeinde. Der Schmied hatte auch Vogtei und Steuer zu zahlen und das Scharwerk zu verrichten. Im Jahre 1628 verkaufte Frauendorfer sein Erbrecht auf Hs.Nr. 17 an Christian Schmetterer. In den schrecklichen Jahren des Schwedeneinfalls und der Pest scheint Kaspar Fraundorffer gestorben zu sein. Laut HKR von 1637 heißt es „Weillandt Caspar Frauendorffer zu Hainsbach sel., Erben sind laut Schuldverschreibung 160 fl schuldig.“

1639 Adam Weinzierl, Pächter der Schmiede. Er mußte die Schulden seines Vorgängers von 160 fl übernehmen. Im Jahre 1641 heißt es in den HKR: Von den Schulden des Frauendorfer konnte Weinzierl nichts zurückbezahlen, „weilen das Gütl Edt (öd) steeth“.

1644 Hans Schwimmbeck auf der Frauendorferischen Heimat. Auf dem Höfl waren noch 52 fl 20 1/2 kr Schulden.

1647 Hans Khär auf dem Frauendorfischen Höfl. Ihm wurden weitere 7 fl 25 kr 2 dl von der Haindlinger Kirche geliehen.

1649 Der ehrbare und mannhafte Paul Gomeß vom Behaimbischen (böhmischen) Leuttweis gewesen, Reiter des Lappierischen Regiments zu Pferd, kaufte von Hans Khär zu Hainsbach das Gütl, das dieser 1647 von der Witwe des Hansen Schwimmbeck erworben hatte, um 94 fl samt 1 Reichtsthaler Leihkauf. Siegelzeuge war Matthias Landtherr, Wirt zu Hainsbach. Die Gült nach St. Emmeram betrug 1 fl 5 ß 10 dl, das Stiftgeld 10 dl. Auf das Schloß Hainsbach waren 6 V Korn und 2 V Hafer zu dienen.

1658 Thomas Reithaler von Helmprechting kaufte von Paulus Gomeß das Erbrecht auf die Schmiedsölde um 66 fl und 1 Reichtsthaler Leihkauf. Verheiratet war Reithaler mit Eva Piehlmayerin von Mengkofen. 1683 lieh er von der Haindlinger Kirche 15 fl aus.

1690 Franz Reithaler übernahm das „ganz paufehlig“ Schmiedgütl von seiner Mutter.

1691 zahlte er 5 fl an die Kirche zurück. Franz Reitthaler starb 1730 mit 75 Jahren, seine Mutter 1734 mit 89 Jahren.

1714 Sohn Thomas Reithaler, Zimmermann und noch ledig, doch vogtbaren Standes, übernahm von seinen Eltern die Schmiedsölde, dann ein Zugroß, eine Kuh, ein Wägerl, ein Karrengestell, einen Pflug, eine hölzerne Eitten (Egge), ein heuriges Lamm, alles vorhandene Stroh, drei Drischln, ein Sieb und eine Radern etc. um 231 fl. Die Eltern nahmen sich 30 fl, freie Herberge, jährlich 10 V Korn und 2 V Weizen, 4 Töpfe Schmalz und das notwendige Brennholz oder 2 fl aus. Thomas Reithaler (auch Reintaler geschrieben) heiratete Walburga Sturm von Leppersberg. Die Braut brachte ein Bett, Bettstatt, Truhen, eine Kuh und 80 fl mit in die Ehe. Der Bräutigam die Schmiedsölde. Der Rückfall betrug 20 fl und 3 Halskleider.

1747 Sebastian Neuß von Hofdorf kaufte von Thomas Reinthaler den 1/2 Erbrechtsbau um 490 fl samt 4 fl 15 kr Leihkauf. Laut HKR von 1752 übernahm Neuß 120 fl Schulden von seinem Vorgänger. Sebastian Neuß hatte Walburga Popperl, Müllerstochter von Gundhöring, geheiratet.

1782 Jakob Neuß übernahm von seinen Eltern den Erbrechtsviertelhof um 350 fl. Er heiratete Maria Schmid, Müllerstochter von Hainsbach. Im Jahre 1812 nahmen sie von der Hainsbacher Kirche 12 fl 45 kr auf, um Getreide zu kaufen. Der Zins betrug 5 %.

1820 Johann Neuß (Neiß) übernahm von seiner Mutter um 1.344 fl 45 kr. Die Mutter erhielt 200 fl Zehrpfennig. Johann E. Neuß heiratete im selben Jahr Anna-Maria Heinrich von Frauenthal. Die Braut brachte 400 fl und 45 fl für die Ausstattung mit in die Ehe.

1853/54 zahlte Johann Neuß 32 fl 35 kr an die Kirche zurück.

1849 Michael Wolf tauschte von Johann Neuß die frühere Hs.Nr. 17 gegen sein Anwesen Hs.Nr. 6 ein.

1850 Johann Höflinger, Schuhmacher von Riekofen, und Theresia Steinhauser von Grafentraubach. Johann Höflinger, Schuster von Hainsbach, heiratete Maria Karl, Söldnerstochter von Schwimmbach.

Um 1911 Georg Sers kaufte das Anwesen von Johann Höflinger. Er war verheiratet mit Kreszenz Hemauer von Gingkofen.

1942 Johann Sers und Rosina, geb. Girschick, Schwimmbach 1997 Geschwister Sers

 Hs.Nr. 25, früher Hs.Nr. 10, Alfons Breu

1/2 Hof, der „obere Hof“, „Hof am Ort“ oder „Seethalerhof“ genannt. Ab ca. 1748 wegen Feldverkauf nur mehr 1/4 Hof, eine Sölde.

1596 Stephan Seethaler zu Gunting erhielt von Abt Hieronymus von St. Emmeram das Erbrecht auf den Hof am Ort in Hainsbach unter der Bedingung, daß er den vor einigen Jahren abgebrannten Hof mit eigenem Geld aufzimmere. Der Abt bewilligte dem Seethaler 150 Zimmerhölzer, alle eichenen Schwellenhölzer, Rufen und Latten aus seinen Waldungen in Hainsbach. Zins und Geldabgaben wurden bei Baubeginn moderiert.

1614 – 1615 Laut HKR hatte Hans Seedaler 200 fl von der Hainsbacher Kirche ausgeliehen.

1615 Der Pfleger Hans Schmetterer kaufte von Hans Seethaler zu Hainsbach die Erbgerechtigkeit auf den am Ort liegenden Hof. Der Hof diente je 2 Schaff Korn und Hafer und neben dem Kleindienst 2 fl Wiesgült und 15 Pfennig Stiftgeld.

1622 Sohn Christian Schmetterer, maxlrainischer Pfleger zu Traubling, kaufte das Erbrecht auf den Hof am Ort. Um 1650 starb Christian Schmetterer, sein Vermögen wurde vergantet. Schmetterische Gläubiger

1650 Der Bader Georg Pusch pachtete für ein Jahr um 4 fl das Haus.

1655 Sebastian Steinberger von Tuffing kaufte die Erbgerechtigkeit auf das Seethalergut vom Kl. St. Emmeram um 160 fl und 1 Reichsthaler „Leykauff“. Der Stifter hatte die Zäune aufzurichten und eine neue Schupfe zu bauen. Das Holz dafür erhielt er kostenlos aus den Klosterwaldungen. Jährlich waren zur gewöhnlichen Stiftzeit auf des Klosters Kasten (Getreidespeicher) zu Regensburg zu liefern: Je 2 Schaff Korn und Hafer, 2 fl 30 kr 15 dl Wiesgilt, 4 Gänse, 10 Hendl, 6 Käse, 60 Eier und 2 Fastnachtshennen. Zum Schloß Hainsbach waren zu liefern: 1 Mut Korn und 2 Mut Hafer Vogteigilt. Dazu war Steinberger schuldig, die Vogteischarwerke zu verrichten. Siegelzeugen waren Wolf Lehner, Schmied, und Georg Limprunner, Sedlbauer, beide von Hainsbach. Um 1678 wechselten Sebastian Steinberger und Ehefrau Eva auf die Einöde Kaltenprunn.

Ab 1678 Andreas Plaimer und Maria. Laut HKR zahlte Plaimer für 1 Schaff Hafer 5 fl 34 kr, für 1/2 Schaff Korn 3 fl 30 kr. Im Februar 1679 lieh Andreas Plaimer 50 fl von der Kirche aus. Er starb 1710.

1703 Jakob Plaimer übernahm von seinen Eltern den Erbrechtshof mit 4 angeschirrten Zugpferden, 2 Kühen, 1 Schweinsmutter, 4 Lämmern, 7 Hennen etc. um 500 fl. Die Eltern nahmen sich freie Herberge beim Hof aus. Um 1703 heiratete Jakob Plaimer die Maria Ruhstorfer von Pilling. Sie brachte 200 fl, 1 Bett, 1 Bettstatt, 1 Kuh, Truhen und 3 Schafe mit in die Ehe. Als Maria Plaimer 1711 starb, wurden den 2 Töchtern je 30 fl und eine standesgemäße Ausstattung geschrieben, dem Sohn 50 fl. Im Jahre 1711 heiratete Jakob Plaimer in zweiter Ehe die Bauerstochter Agnes Knitlin von Dengling. Als Mitgift hatte sie Bett, Bettstatt, Truhen, eine Kuh und 100 fl.

1716 verkaufte Jakob Plaimer an den Wirt und Bierbräu Andreas Wagner von Hainsbach 2 Äcker im Mettinger Feld und an den Schmied Franz Rihl von Hainsbach einen Acker auf der Hochstraße und einen Acker neben dem Birkenhölzl. Zum Bau eines neuen Stadels nahm Plaimer im Jahre 1722 von der Haindlinger Kirche 30 fl auf. Im Jahre 1733 starb Jakob Plaimer im Alter von 64 Jahren.

1734 Juni 22. Anton Wibmer, Bauerssohn von Gingkofen, heiratete die Witwe Agnes Plaimer. Er brachte 180 fl mit in die Ehe, sie den halben Erbrechtshof. Falls sie sterben sollte, waren 60 fl und die 3 besten Halskleider zurückzugeben. Im Jahre1736 nahm Wibmer laut HKR 50 fl auf. Er verstiftete für 12 Jahre Felder im Mettinger  Tal, später kam er auf die Gant.

Der 1/2 Hof, auch Bruckmaiergut genannt, war zur Pfarrkirche St. Johannes in Hainsbach grundbar.

1748 August 3. Bartlme Käufl, Bader, und Walburga kauften das wegen Feldverkaufs auf einen 1/4 Hof reduzierte Plaimergütl um 250 fl. Folgende Abgaben waren zu leisten: 1 fl 24 kr 6 dl Stiftgeld, für 1 Semmel 8 kr 4 hl, 3 Käse oder 6 dl, 3 fl Scharwerksgeld, 2 Gänse oder 40 kr, 5 Hendl oder 30 dl, 2 Fastnachtshennen oder 24 dl und geringe Korn- und Haferabgaben. Im April 1762 übergaben die Eltern ihrer Tochter Katharina um 400 fl.

1762 Mai 25. Heinrich Schindlbeck, Bauerssohn von Graßlfing, heiratete Katharina Käufl. Er brachte 107 fl 30 kr mit in die Ehe, sie den Erbrechtsviertelbau. Im Jahre 1773 floh Schindlbeck und war 15 Jahre preußischer Dragoner. In Hainsbach ist er gestorben.

1766 Juni 18. Matthias Sturm, Bauerssohn von Opperkofen, kaufte von der Witwe Walburga Käuflin den Erbrechtsviertelbau um 900 fl. Im Juli desselben Jahres heiratete er Theresia Pogner von Gundhöring. Sie brachte 300 fl mit in die Ehe. Laut HKR übernahm Sturm die Schulden von 34 fl 30 kr. Als Matthias Sturm 1774 starb, hatte die Witwe den vier Geschwistern von Matthias Sturm 150 fl Erbschaft hinauszuzahlen.

1775 Februar 1. Jakob Brunner von Haindling heiratete die Witwe Walburga Sturm. Er brachte 250 fl mit in die Ehe. Sollte sie sterben, waren 83 fl, 2 Ohr- und 3 Halskleider zurückzugeben. In zweiter Ehe heiratete Jakob Brunner 1799 die Bauerstochter Theresia Maier. Sie brachte 400 fl mit in die Ehe.

1829 Andreas Brunner übernahm von seiner Mutter Theresia Brunner den 1/4 Hof mit 34 Tagwerk 23 Dezimal Äcker und 2 Tagwerk 51 Dezimal Wiesen um 1.800 fl. Er heiratete Maria Klostermaier von Haunsdorf. Die Braut brachte 800 fl mit in die Ehe. Im Jahre 1843 wurde der Hof verkauft und teilweise zertrümmert. Brunner wurde Straubinger Bürger.

1845 Johann Schrollinger, Bauer von Rutzenbach, kaufte den Restkomplex, nämlich das Wohnhaus, den Stall, Stadl und Hofraum und 20 Tagwerk 17 Dezimal Grund um 6.560 fl. Verheiratet war er mit Magdalena, geb. Buchner.

1848 Josef Schrollinger heiratete die Bauerstochter Maria Kammermeier von Irnkofen. Die Braut brachte 3.000 fl und eine Aussteuer im Wert von 100 fl mit in die Ehe. Im status animarum (Seelenbeschreibung) von 1859 steht: „von dem abgezogenen Schrollinger fehlen alle Beichtzettel“.

1859 Johann B. Kräh, Söldner in Hainsbach, Sohn des Bauern Josef Kräh von Seibersdorf, heiratete die Schmiedstochter Katharina Eberl von Hainsbach.

1889 Josef Enghofer und Theres tauschten die frühere Hs.Nr. 10 im Wertanschlag von 1.600 Mark gegen ihr Anwesen, früher Hs.Nr. 48, in Gingkofen ein.   

1910 Der Güterhändler Haas, Regensburg, kaufte das Enghofer-Anwesen um 24.000 M. Das Anwesen fiel der Zertrümmerung anheim.

ca. 1913 – 1937 Josef Wolf, frühere Hs.Nr. 9

1937 – 1958 Michael Brumbauer heiratete Karolina Wolf

1958 Alfons Breu und Franziska, geb. Selmer von Greißing, kauften das Anwesen. Landmaschinenhandel und Reparatur.

Alfons und Franziska Breu kauften das Anwesen im Jahre 1958 von Michael Brunnbauer

Alfons und Franziska Breu kauften das Anwesen im Jahre 1958 von Michael Brunnbauer

 Hs.Nr. 25 a, früher Hs.Nr. 11, Johann Scherzer

Das Ehehaftsbad in Hainsbach, 1/16 Höfl, ab 1759 1/8 Sölde

1330 Erste Nennung eines Baders (Walneator) in Hainsbach im Salbuch des Klosters St. Emmeram, Regensburg, aufgezeichnet 1330-1336

1525 Michael Wannser, Bader zu Hainsbach

1611 Errichtung eines Badhauses

1621 Laut HKR war Martin Fux, Bader, 2 fl schuldig.

1649 Die Wittib Eva Fux vermachte nach dem Tod ihres Mannes ihrer Stieftochter Maria 1 Bett, 2 Paar Bettdecken (Leihlacher), 1 Bettstatt, den Badkessel, das Badgeschirr, 4 V Korn und 3 Hühner. Die von Martin Fux gemachten Schulden in Münster und Mallersdorf sollten zu gleichen Teilen bezahlt werden. Der Wittib Eva verblieb das übrige Vermögen.

1649 Georg Schiltmayer, Bader zu Hainsbach. Laut HKR lieh er zum Kauf eines Badkessels 6 fl aus. 1651 starb der Bader Schiltmayer. Für die Hainsbacher Kirche gingen die 6 fl verloren.

1650 März 16. Georg Pusch, ehemaliger Bader zu Geltolfing, wurde von der gnädigen Herrschaft ab 1650 für 3 Jahre als Bader in Hainsbach angestellt. Zu seinen Pflichten gehörte, das Baderhaus in gutem baulichen und sauberen Zustand zu halten, die Fenster zu öffnen, Schäden an ihnen auszubessern und auf eigene Kosten zu erhalten, zumal neue Fenster eingebaut worden waren. Vor allem solle er fleißig baden, schröpfen und zur Ader lassen, um den Preis, den seine Vorgänger verlangt hätten. Seinen eigenen Badkessel habe er auch auf eigene Kosten zu halten. Zur Stiftzeit habe er der gnädigen Herrschaft 2 fl, die auf dem Baderanwesen liegen, zu entrichten und den Pfleger als Scharwerksdienst, wie seit alters üblich, zu schröpfen und zu balbieren (rasieren). Dafür habe er als Bader die Nutznießung der zum Bau gehörigen 3 Äcker, des Gärtls und Wiesfleckens, das er selbst mit einem Zaun umgeben müsse. Das Schloß Hainsbach bewillige ihm, jährlich 2 Schaff Korn in einen Sack zu füllen. Weiter wird überliefert, daß sich im Monat Mai alle Dienstboten zur Ader lassen ließen.

1651 Dezember 14. An Meister Martin Thanner, Bürger und Bader von Geiselhöring, wurde das Bad auf ein Jahr bis Lichtmeß 1653 zu denselben Bedingungen wie an seinen Vorgänger verstiftet. Die Kosten für das Fällen von 8 Klaftern Fichtenholz für das Bad müsse er selbst tragen.

1652 September 5. Thomas Höllthaler wurde für ein Jahr ab Lichtmeß 1653 als Bader zu Hainsbach eingestellt.

1654 Dezember 20. Christoph Todt von Thürnthenning war ab Lichtmeß 1655 für 1 Jahr Bader in Hainsbach.

1659 Jakob Huber, Bader zu Hainsbach, erhielt von Pater Dionys 1 Schaff Korn.

1660 Jakob Regensburger, Bader zu Hainsbach.

1664 – 1667 Sebastian Angerer, Bader zu Hainsbach.

1668 Peter Stibler, gewesener Closner’scher Jäger und Bader von Arnstorf, und Frau Magdalena kauften das Erbrecht auf das baufällige Badhaus zu Hainsbach um 30 fl und 1 Reichsthaler Leihkauf. Der Bader brauchte kein Scharwerk leisten. Als Jäger sollte er aber jährlich bei den Hasenjagden umsonst teilnehmen.

1669 Michael Ring, gewesener Bader von Leiblfing, und seine Frau Margaretha kauften von Bader Peter Stibler das Leibrecht auf das Badhaus um 30 fl und 1 Reichstaler Leihkauf.

1688 Simon Ring kaufte von seinen Eltern das Leibrecht auf das Bad zu Hainsbach um 115 fl. Die Grundgilt an die Herrschaft betrug 2 fl 17 kr 1 dl und 2 Fastnachtshennen. An Vogteigilt waren je 2 V Korn und Hafer in den Schloßkasten zu Hainsbach zu entrichten. Der Bader war auch verpflichtet, die gnädige Herrschaft oder die aufgestellte Obrigkeit jährlich umsonst baden zu lassen und zu balbieren. Von den Eltern erhielt Simon Ring als Dreingabe 8 Badschaffel, 2 Dutzend Laßköpfe, 8 neue Bretter und Holz. Simon Ring verheiratete sich mit Katharina Karl von Gingkofen. Sie brachte in die Ehe 50 fl, 1 Bett und 1 Kuh mit. Der Vater beteiligte sich zur Hälfte an den Kosten der Schank und Hochzeit. Der Bader Simon Ring wurde in Geiselhöring von einem Soldaten mit einem Schwert durchbohrt und dort begraben.

1701 Thomas Stöttner von Griesbach, Bader in Hainsbach, heiratete Ursula Speckmayer von Hüttenkofen. Er starb 1738 mit 60 Jahren.

1739 August 28. Johann Georg Dietlmayer, Bader von Langenhettenbach, heiratete die Witwe Stöttner mit 5 Kindern.

1739 November 24. Bartlme Käufl, Feldscherer zu Fuß von Straubing, kaufte um 350 fl und 6 fl 20 kr Leihkauf das Leibrecht auf das Badhaus und die Badersgerechtigkeit.

Im Jahre 1748 kaufte Käufl das Plaimer-Anwesen. Er starb 1766 im Alter von 59 Jahren.

1773 Josef Bader, Chirurg von Unterwinkling, heiratete die Witwe Walburga Käufl. Sein Heiratsgut betrug 200 fl. Vom Jahre 1773 wird von einer „andauernden Getreideteuerung“ berichtet. Josef Bader starb im Jahre 1775 im Alter von 36 Jahren.

1776 Franz Robl, lediger Badersgeselle (neochirurgus) von Mötzing, Sohn des Schulmeisters Sebastian Robl, kaufte von der Witwe Walburga Bader das Erbrecht auf das Badhaus um 600 fl. Im selben Jahr heiratete er Magdalena Geser von Haimbuch, die 325 fl mit in die Ehe brachte. Wegen der Ehehaft erhielt Franz Robl 10 Klafter Fichtenholz á 3 fl 52 kr = 38 fl 40 kr und 4 Schaff 6 V Korn Straubinger Maß. Bader Robl wurde im Jahre 1803 „wegen einer ungeschickten Herausnehmung eines Kindes“ 3 Wochen lang in Kirchberg bei Wasser und Brot eingesperrt. Probst Zierngibl versuchte vergeblich, ihm den Arrest abzukürzen. Robl starb 1829 im Alter von 83 Jahren.

1821 Franz Xaver Robl übernahm von seinem Vater die Badersgerechtigkeit um 400 fl. Seine Ausbildung hatte er am chirurgischen Institut in München erhalten. Franz Xaver Robl ehelichte die Lehrerstochter Anna M. Käufl von Haimbuch, die 300 fl und 50 fl Ausfertigung mit in die Ehe brachte. Robl starb 1861 mit 82 Jahren.

Um 1861 Josef Schmidseder, Maurer, heiratete die Baderstochter Robl.

1865 Friedrich Englhard, Bader in Hainsbach, und Anna Weiß, Weberstochter von Schwimmbach. Mit der Badergerechtsame war eine Ehehaft (Verpflichtung) verbunden, nach der Höfe verpflichtet waren, Abgaben an den Bader zu leisten. Nach dem Ehehaftbrief des Baders Friedrich Englhard von Hainsbach bestand das Reichnis jährlich in 3 Laib Brot, das auf dem Hof gebacken wurde. Statt des Brotes konnte auch 1 V Korn gereicht werden. Für das Schröpfen konnte der Bader 3 kr, für Aderlassen 8 kr, für das Balbieren 1 kr und allgemein zu Lichtmeß 4 kr fordern.

Dagegen bestanden die Obliegenheiten des Baders darin, zu Weihnachten, Ostern und an Kirchweih die ehehaftpflichtigen Bauern, wozu selbstverständlich auch die Bauernsöhne gehörten, zu rasieren und ihnen das Haar zu schneiden, dann auf Verlangen die Badstube zum Schröpfen zu heizen und schließlich auf jedesmaliges Begehren hin bei jeder Krankheit zu den Leuten zu gehen und außer den verwendeten Mitteln nichts zu verlangen. Nach dem Ehehaftsbrief konnte der Bader auch von den Herbergs- und Inleuten (Wohnungsmieter) sowie von den männlichen und weiblichen Dienstboten der Ehehaftspflichtigen jährlich Geldreichnisse beanspruchen. Er seinerseits war aber zu den angeführten Gegenreichnissen verpflichtet. Ehehaftpflichtige in Hainsbach waren damals die Bauern Josef Krach, Obermeier, Bründl, Rauecker, Bäuml, dann weitere Bauern in Haindling und Haidersberg. Im Jahre 1869 wurden die Naturalleistungen (2 Laib Brot) an den Bader in Geldleistungen (13 fl) umgewandelt.

Am 3. August 1869 erklärte der Bezirksamtmann von Mallersdorf, daß der Bader Friedrich Englhard von Hainsbach jährlich 182 fl erhalte.

1893 Josef Scherzer, Schreiner in Hainsbach, und Maria Ruhland von Allkofen

1936 – 1973 Josef Scherzer, Schreiner, und Maria Enghofer, Bauerstochter von Gaishauben.

1956 wurde gegenüber dem alten Haus ein neues errichtet.

1985 Johann Scherzer

 Hs.Nr. 26, früher Hs.Nr. 14, Georg und Therese Blaim

Die Taferne oder das Wirtshaus in Hainsbach.  

1401 Ritter Georg der Hutter zu Zulling kaufte Sitz und Haus (das Schloß) in Hainsbach, die Herrschaft und das Gericht zu Hainsbach und Hainding (Haindling), dann die Gilt und von der Dafern (Taferne) 1/2 Pfund Regensburger Pfennige.

Um 1422 war Wernhardt der Wirt von Hainsbach bei einem Vertrag einer der Siegelzeugen.

1447 Niklas, Wirt von Hainsbach, war auf einer Schranne (Gerichtsverhandlung) Beisitzer bei den Rechten. Am 31. Mai 1450 kaufte Ritter Georg Hutter zu Hainsbach alle Rechte auf dem Reitstadel (Holzgrund). Zeuge war Niklas, Wirt.

1575 Die Herrschaft Hainsbach ging an das Kloster St. Emmeram über. Unter den Besitzungen ist das Bräuhaus zu Hainsbach genannt.

1582 Hans Schmetterer erhielt von Abt Hieronymus I. von St. Emmeram in Regensburg das Erbrecht auf die Taferne und das Bräuhaus in Hainsbach mit dem Holzgrund zwischen dem Geräut und der Umkehr. Der Holzgrund und die Umkehr waren kurz vorher zu Ackerland kultiviert worden. In der Widdumsbeschreibung von 1599 heißt es: „Die Äcker von Hans Schmetterer, Wirt zu Hainsbach“. Im Jahre 1603 wird Hans Schmetterer „Taferner“ genannt.

1611 Burkhardt Schmetterer, Sohn des Hans Schmetterer, verkaufte mit Zustimmung des Abtes Hieronymus seinem Sohn Burkharden und seiner Frau Barbara die Erbgerechtigkeit auf die Taferne, den Bräustadel und auf den Holzgrund. Laut HKR vom Jahre 1614 verschrieb Burkhardt Schmetterer sein Hab und seine Güter, um bei der Kirche 600 fl aufzunehmen. Im Jahre 1617 vermählte sich Burkhardt Schmetterer,Wirt in Hainsbach, mit Maria Limprunner. Unter den Zeugen waren Johann Schmetterer, Pfleger zu Hainsbach, und Johann Urban Schmetterer, Pfarrer in Sünching. Um 1620 kaufte Burkhardt Schmetterer das Erbrecht auf den Ammerhof in Haindlingberg.

Um 1620 Hans Schmetterer

1622 Christian Schmetterer, Maxlrainischer Pfleger in Traubling, kaufte von seinem Vater Hans Schmetterer die Erbgerechtigkeit auf die Taferne und die Bräustatt in Hainsbach samt dem Holzgrund und dem 2/3-Zehent, den er vom Schloß hatte.

1624 Wolf Amann, Wirt zu Hainsbach, versicherte bei der Verpfändung seines Vermögens dem ehrbaren Hansen Seedaller zu Gingkofen, 100 fl, die er vom Wirt Hans Schmetterer aufgenommen hatte, kommende Pfingsten zu bezahlen. Mit diesen 100 fl hatte Wolf Amann 1622 Gerste gekauft.

1625 Wolf Lainniger, Wirt zu Hainsbach, wird als Zeuge genannt.

1630 Andre Mittermeier, Wirt zu Hainsbach. Laut HKR von 1636 nahm er von der Haindlinger Kirche 300 fl auf. Mittermeier war zu dieser Zeit auf dem Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 18.

1630/1631/1632 und 1633 wird Georg Engl, Wirt in Hainsbach, als Zeuge bei einer Heiratsabredt, Borgschaft und bei einer Schuldverschreibung genannt.

1645 Matthias Landherr,Wirt allda, und Agatha, seine Hausfrau, erhielten von der gnädigen Herrschaft die Taferne mit Bräustatt auf drei Jahre, dann für weitere vier Jahre unter der Bedingung, daß er an jedem Jahresende 70 fl und alle Vogteiabgaben reiche. Außerdem wurde ihm das ödliegende Pruckmayergütl auf vier Stiftjahre überlassen.

1657 Der ehrsame Hans Khumbinger, Bürger zu Geiselhöring, kaufte um 1.000 fl und 5 Dukaten Leihkauf vom hochwürdigen Abt die Erbgerechtigkeit auf die Taferne und Bräustatt zu Hainsbach mit drei großen Krautäckern. Er hatte jährlich davon zehn Vierling Weizen, dann von der Taferne die Pfenniggült (Einschenkrecht) von 20 fl mit zwei Fastnachtshennen, die Vogtei von fünf Vierling Korn und zwei Vierling Hafer abzuliefern. Dafür erhielt er jährlich von der gnädigen Herrschaft 30 Klafter Fichtenscheiter. Laut HKR von 1661 nahm Khumbinger 100 fl auf, um das Ecklgütl zu kaufen.

Im Jahre 1664 starb der Wirt Hans Khumbinger. Sein Anwesen kam auf die Gant. Laut HKR von 1665 erlitt die Haindlinger Kirche durch den Tod des Hans Khumbinger einen Verlust von 120 fl 3 kr 1 hl.

1664 Christoph Wältl und seine Hausfrau Maria kauften vom Kloster St. Emmeram das Erbrecht auf die Taferne und die Bräustatt mit Schenkrecht und die Krautäcker um 700 fl und 7 Reichtstaler Leihkauf. Die Abgaben betrugen 10 V Weizen, von der Taferne 20 fl Schenkrecht und zwei Fastnachtshennen. Als Vogteigilt mußte Wältl fünf Vierling Korn und zwei Vierling Hafer auf den Kasten zu Hainsbach liefern. Christoph Wältl erhielt vom Kloster 30 Klafter Scheiter mit der Verpflichtung, braunes Bier wenigstens bis Jakobi auszuschenken. Wältl sollte auch das weiße Brot vom Hainsbacher Bäcker nehmen.

1669 Richard (Christoph?) Wältl kaufte von seinen Eltern die Erbgerechtigkeit auf die Taferne und Bräustatt. Am selben Tag heiratete Christoph Wältl Ursula Khölbl, Wirtstochter und Bierbräustochter von Schwablweiß. Sie brachte 200 fl Heiratsgut in die Ehe, das widerlegte er mit 50 fl und für sein erlerntes Handwerk ebenfalls mit 50 fl. Im Jahre 1669 beschwerte sich die Bräuschaft zu Geiselhöring, daß das Hainsbacher Bräuhaus nicht befugt sei, Bier anderswohin zu verkaufen. Die Geiselhöringer selbst aber holten elf Eimer Bier von Hainsbach.

1673 Hans Wagner und Maria Khölbl kauften von Georg Khölbl, Bierbräuer zu Schwablweiß, das Erbrecht auf die Hofmarkstaferne und Bräustatt zu Hainsbach um 800 fl. Die Braut brachte 200 fl mit in die Ehe, ebenfalls der Bräutigam 200 fl. Hans Wagner war Bräumeisterssohn zu St. Klara in Regensburg. Von den 12 Kindern wurde Johann Michael, geb. am 28.08.1684, Priester. 1723 war er Kooperator in der Stadt Kemnath, 1731 Benefiziat in Marklkofen.

1705 Andreas Wagner übernahm von seinen Eltern Hans Wagner,Wirt und Bierbräu zu Hainsbach, und Maria ihre Erbrechtstaferne und die Bräustatt um 1.800 fl. Weiter übergaben die Eltern ein Roß, zwei Fuhren und zwei Ackergeschirre, zwei Milchkühe, acht Hennen, eine besondere leere nußbraune Himmelbettstatt, sechs blechene Bratrainen, drei Neiger, drei Bratspieße. An den Kastenhof Hainsbach hatte Wagner abzuliefern: Zehn Vierling Weizen, fünf Vierling Korn, zwei Vierling Hafer, für das Schenkrecht an Geld 20 fl, weiters war die landsgebräuchliche Scharwerk zu verrichten. Die Eltern nahmen sich freie Herberg im oberen kleinen Stübl in der Taferne aus. Am 14.02.1713 bekannte Andre Wagner, Wirt und Bierbräu, von seinem Schwiegervater Paulus Weiß, Bürger und Seiler zu Straubing, 600 fl und eine Ausfertigung mit einer gerichteten Bettstätte, einem Kasten, silbernen Gürtel und allerlei Besteck erhalten zu haben.

Im Jahre 1734 stiftete Andreas Wagner, Bierbräu zu Hainsbach, mit seiner Gemahlin Maria Elisabetha 500 fl für das ewige Licht auf dem Gnadenaltar zu Haindling. Dem Wirt Andreas Wagner wurde von Abt Wolfgang ein doppelter Sommerkeller, der neu errichtet wurde, übertragen. Die Stift dafür betrug zwischen 15 fl und 30 fl. Die Frau des Andre Wagner muß sehr wohlhabend gewesen sein, denn sie gab ihrem Mann für seinen geistlichen Herrn Bruder Johann Michael Wagner, damals Benefiziat zu Marklkofen, 300 fl, dann für den Wagner’schen Jahrtag nach Hainsbach 100 fl und zum Kauf einiger Felder 400 fl. 

Am 17. März 1738 machte Andre Wagner folgendes Testament. 

„Im Namen der heiligsten Dreifaltigkeit bekenne ich, Andre Wagner, Wirt und Bierbräu zu Hainsbach, folgendes:Weil mich Gott zu einem ziemlich guten Alter kommen ließ und ich jetzt mit Leibesschwachheit angegriffen bin, so habe ich mir vorgenommen, meinen letzten Willen vor meiner Obrigkeit und meiner lieben Ehewirtin Maria Elisabeth und sämtlichen Wagner’schen Geschwistern zu Geiselhöring, Landau, Marklkofen und Feldkirchen niederzulegen. 1. Will ich im christkatholischen Glauben sterben und empfehle meine Seele der Barmherzigkeit Gottes, mein Leib soll im Gottesacker des Pfarrgotteshauses Hainsbach bestattet werden mit drei Seel- und ebensovielen Lobämtern und drei Vigilien. Auch soll beim 1., 7. und 30. Gottesdienst eine Spende von 20 fl für die armen Leute ausgeteilt werden. Weiter sollen nach meinem Tod 100 heilige Messen um 50 fl gelesen werden. 8 fl stifte ich der Dreifaltigkeitsbruderschaft, 5 fl der Sebastianibruderschaft und dem Pfarrgotteshaus Hainsbach 23 fl 30 kr. Allen Wagner’schen Geschwistern in Geiselhöring, Landau, Marklkofen und Feldkirchen gebe ich außer dem Heiratsgut von 300 fl noch weitere 200 fl, zusammen also 500 fl. Mein Firmpate Jakob Spörber von Mainburg erhält 100 fl. Als Universalerbin setze ich meine liebe Ehewirtin Maria Elisabeth ein und vermache ihr die Bräustatt, das Wirtshaus, die Sölde etc. „ Zeugen des Testamentes waren Pater Willibald, Reichsstift St. Emmeramischer Kapitular und Pfarrer zu Hainsbach, Thomas Stöttner, Bader zu Hainsbach, Lorenz Jehl, Mesner zu Hainsbach. 

Am 24. März 1738 starb Andreas Wagner im Alter von 55 Jahren.

Die Geschwister, nämlich Johann Wagner, Bürger und Freimetzger zu Geiselhöring, Anastasia Wenninger, Frau des Wirts Philipp Wenninger zu Feldkirchen, Walburga Aigner, Frau des Rats, Bürgers und Becks (Bäckers) zu Landau, Michael Wagner, Provisor zu Marklkofen und Franz Wagner, Bürger und Stadtkoch zu Landau, bestätigten am 25. Juni 1738, die 500 fl von Frau Maria Elisabetha Wagnerin erhalten zu haben.

1743 Jakob Klingpeck. Er hatte wohl die Witwe Elisabeth Wagner geheiratet. Jakob Klingpeck und Elisabeth starben 1743, wahrscheinlich an einer ansteckenden Krankheit, denn in diesem Jahr war die Zahl der Toten in Hainsbach außerordentlich groß. Elisabeth war durch die Stiftung von 200 fl und weiteren 150 fl für vier Quatemberämter eine große Wohltäterin der Hainsbacher Kirche. 

1743 Ignaz Stockher. Im Jahre 1744 nahm er 200 fl von der Hainsbacher Kirche auf. 

1749 kaufte er das Erbrecht auf den Gaishauber Hof, der auf die Gant gekommen war, um 500 fl. Im Jahre 1759 kam Ignaz Stockher auf die Gant.

1759 Johann Georg Rabensteiner, Graf königsfeldischer Bräumeister zu Triftlfing, erwarb von Ignaz Stockher die Erbgerechtigkeit auf die Bräustatt und die Bräubehausung, die Fragnerei (Krämerei) und die Fleischbank mit der vorhandenen Fahrnis, ebenso die Pichlmeier Erbrechtssölde und zwei Erbrechtsäcker vom Plaimergütl um 4.200 fl. Außerdem kaufte er den Schlömmerschen Erbrechtshof Gaishauben mit dem Erbrechtsholz, Weiher und der Sölde 

1770 Philipp Burghardt, Gantkauf. 

Die Nähe der Geiselhöriger Bräuhäuser war wohl für die Hainsbacher Braustätte ein zu großer Konkurrent.

1791 Joachim Redlbacher kaufte den Gesamtbesitz des Philipp Burghardt zu Hainsbach um 7.600 fl.

1830 Johann Georg Redlbacher übernahm von seinen Eltern das gesamte Bräuanwesen um 15.000 fl, dazu 34 Tagwerk, 24 Dezimal Grund, die durch Gantkauf 1791 erworben worden waren, dazu Schloßbaugründe. Johann Georg Redlbacher, Sohn des Joachim Redlbacher und der Anna Maria, geb. Fries, heiratete die Bauerstochter Eva-Maria Gietl von Pullach. Die Braut brachte 7.500 fl und 700 fl Ausstattung mit in die Ehe. Er hatte 4.000 fl Heiratsgut. Am 11. Oktober 1841 ist Georg Redlbacher bereits als Bräuherr von Geiselhöring eingetragen.

1841 Georg Eßlinger, ehemals Bauer in Metting, kaufte von Georg Redlbacher das Bräu- und Ökonomieanwesen zu Hainsbach um 32.500 fl. Verheiratet war Georg Eßlinger mit Theresia, geb. Hochholzer, von Kleinpinning. Sohn Franz Michael war Unteroffizier im 13. Infanterieregiment und fiel 1872 in Longwy in Frankreich.

Am 8. April 1844 brach um 9 Uhr in der Stallung des Brauers Feuer aus. Alle Gebäude wurden ein Raub der Flammen. Acht Jahre später zerstörte ein Brand den Dachstuhl seiner neuen Stallung und sämtliche Futtervorräte und Wägen. Desgleichen brannte das Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 7 völlig nieder. Eßlinger erwarb das völlig niedergebrannte Anwesen und errichtete an der Brandstätte 1876 eine Kellerwirtschaft mit Kegelbahn. Eßlinger baute auch den Bierkeller in Schwimmbach, um Bier ausschenken zu können, ebenfalls den jetzigen Geiselhöringer Hof, um dorthin sein Bier liefern zu können und veranlaßte Michael Huber, frühere Hs.Nr. 38 in Gingkofen, wieder Bier auszuschenken. Eßlinger hatte auch eine Schnapsbrennerei. Dem Schnaps sprachen besonders die Ziegeleiarbeiter beim Ziegler Setz zu. Am 14. Juli 1882 starb Eßlinger im Alter von 59 Jahren an Bronchitis. Die Witwe führte das Geschäft zunächst weiter. Ihr stand Josef Huber als Wirtschaftsführer zur Seite. Josef Stierstorfer kaufte das ganze Brauereianwesen, das beim Tode von Eßlinger an die 170 Tagwerk zählte. Stierstorfer zertrümmerte es bis auf 105 Tagwerk.

1886 September 6. Josef Wild, Brauereibesitzer in Hainsbach, Sohn des Franz-Xaver Wild, Privatier in Sünching, und der Theres Kirschner von Atting, heiratete die Bauerstochter Emma Stierstorfer von Hainsbach.

1895 Siegmund Hiendlmayer war vorher auf dem Ankerl-Beck-Anwesen in Straubing. Seine Frau war eine geborene Griesbauer. Hiendlmayer betrieb die Brauerei in Hainsbach nicht mehr. Er ließ das Bier für sein Wirtshaus von den Gebrüdern Geitner, Straubing, liefern. Siegmund Hiendlmayer starb im Jahre 1904 im Alter von 43 Jahren.

1904 Ludwig Erl. Die Witwe Hiendlmayer verkaufte das Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 14 an Ludwig Erl, Bräu von Geiselhöring, der es bis auf 41 Tagwerk zertrümmerte. Pächter des Wirtshauses war Ludwig Pielmayer, ehemals Söldner in Hirschling.

1907 Alois Brunner, ehemaliger Wirt von Salching, der sein Wirtshaus an Gutsbesitzer Lauchs veräußert hatte, kaufte die frühere Hs.Nr. 14 in Hainsbach um 70.000 Mark mit der Auflage, 6 Jahre lang das Bier vom Erlbräu zu beziehen. Seine Frau war eine geborene Unverdorben von Atting.

1930 Die Witwe Brunner verkaufte den Besitz an die Bayerische Landessiedlung. Von dieser erwarb Barthlmä Simbürger, Landwirt von Unkofen bei Ergoldsbach, die frühere Hs.Nr. 14 um 60.000 Mark. 

Um 1931 Brauerei Plasi. Pächter bis 1947 war Gritsch. 

1947 bis 1952 waren Johann und Johanna Huber Pächter der Gastwirtschaft. Hans Huber starb am 17.10.1951 und ist in Steinbach beerdigt. Johanna Huber pachtete in Geiselhöring in der Dingolfinger Straße ein Lebensmittelgeschäft und ist später mit ihren Kindern nach Baden-Württemberg verzogen.

Von 1952 bis 1956 war die Familie Bernecker Pächter.

Von 1956 – 1986 waren Georg Blaim und Therese, geb. Ring, Geiselhöring, Pächter des Wirthauses.

1986 Georg und Therese Blaim kauften das Wirtshaus.

Beim Eisbrechen am Plasi-Weiher (Wirtsweiher) in Hainsbach um 1936

Beim Eisbrechen am Plasi-Weiher (Wirtsweiher) in Hainsbach um 1936

Hs.Nr. 28, früher Hs.Nr. 3, Ludwig Heuberger und Renate

Ehemaliger Pfarrhof, ab ca. 1750 Jägerhaus 

Nach der Pfarrwiddumsbeschreibung vom Jahre 1599 gehörte zum hölzernen Pfarrhof ein Pfarrwidumsgut, für dessen Feldarbeiten zwei gute Pferde oder drei Waidrössel erforderlich waren. Bei der Pfarrökonomie waren folgende Felder: Laeprunner Feld (13 Äcker), unter oder hinter dem Hungerberg (auch Hummelberg geschrieben, später Raueckerberg, 8 Äcker), Markhtfeld (12 Äcker), Wolfsgreppe (1 Acker), das Gegnesfeld (3 Äcker), Hochstraßfeld oder auf der Schneidergreppe (16 Äcker). Sämtliche Äcker hatten 206 Pifang. Nach dem „Urbari Salbiechl“ von 1657 gehörten zum Pfarrwiddum 40 Schilling Pifang oder 20 Einsetz Felder, 9 Tagwerk Wiesen und 10 Tagwerk Holz. In guten Jahren konnten um die 20 Straubinger Scheffel Getreide geerntet werden. Im Jahre 1811 hatte das Pfarrwiddum 74 1/2 Tagwerk Felder, 13 7/8 Tagwerk Wiesen, 14 Tagwerk Wald und 2 7/8 Tagwerk Gärten, zusammen 105 1/2 Tagwerk.

1581 Bei der Visitation des Koadjutors Hieronymus Weiß wurde beschlossen, den Pfarrhof in Hainsbach durch das Kloster St. Emmeram in Regensburg auszimmern zu lassen. Zimmermeister Georg Humpl sollte um 60 fl den Pfarrhof wieder wohnbar herstellen. 

1661 Nach einer Hainsbacher Kirchenrechnung wurde der Pfarrhof um 70 fl repariert. 

1671 Taufmatrikel: Sabatto sancto domus parrochialis igne absumpta est, una cum libro baptismali et omnibus documentis. Übersetzung: Am hl. Samstag (Karsamstag) wurde der Pfarrhof ein Raub der Flammen zusammen mit dem Taufbuch und allen Dokumenten. Nach Zierngibl ließ Pfarrer Heinrich von Pflueg von Hainsbach den Pfarrhof auf der Wiese nahe der Kirche wieder aufzimmern. 

1669 – 1694 Heinrich von Pflueg, vicarius

1694 – 1695 Pater Bonifaz Apernik (Grabplatte in der Haindlinger Kirche!)

1695 – 1700 Pater Maurus Weber

1700 – 1725 Sebastian Stiller 

1725 – 1737 Reinhart Matthias Lehner. Im Jahre 1725 wurden die Pfarrwiddumsgründe mit den Schloßgründen zusammengelegt.

1734 Bau des Probsteigebäudes in Haindling. Die St. Emmeramer Patres siedelten vom Pfarrhof Hainsbach in das neuerbaute Probsteigebäude in Haindling über.

1737 – 1738 Andreas Lorenz, Pfarrer in Hainsbach

ca. 1750 Der Hainsbacher Pfarrhof wurde Wohnung des herrschaftlichen Jägers, dessen Wohnung eingegangen war.

1751 – 1817 Josef Schmid, Jäger. Nach dem Haindlinger Mirakelbuch verlobte der Hainsbacher Jäger Josef Schmid seinen jüngsten Sohn, auch Josef Schmid, der an der Schwindsucht litt und bei dem alle angewandten äußeren Mittel fruchtlos waren, der Haindlinger Gnadenmutter. Durch deren Hilfe wurde der Knabe wieder gesund. Daraufhin stiftete der Vater eine Votivtafel nach Haindling. Anfang 1800 kaufte Josef Schmid mehrere Äcker und eine Wiese.

1814 Oktober 30. Laut Laberweintinger Briefprotokoll kaufte der Jäger Josef Schmid den ehemaligen Hainsbacher Pfarrhof mit Waschhaus, Stadel und Hofraum von Max Graf von Montgelas um 900 fl.

1817 Josef Schmid jun., Inspektor und Jäger, heiratete Josefa Deigl, die ihm 1.000 fl versprach. Die frühere Hs.Nr. 3 wurde damals auf 2.500 fl geschätzt. In zweiter Ehe heiratete Josef Schmid Anna Maria Knott, Müllerstochter von Thalstetten, Mitterfels. Josef Schmid geriet in Schulden. Daher mußte er im Jahre 1840 fast alle Grundstücke verkaufen. Es verblieben ihm nur sein Wohnhaus, die Nebengebäude, der Hofraum mit Garten und der Baumgartenacker (2 Tagwerk 60 Dezimal). Am 8. April 1844 abends 9.00 Uhr wütete in Hainsbach ein Großfeuer. Auch das Jägerhaus, in dem Schmid eine Krämerei eingerichtet hatte, wurde ein Raub der Flammen. Noch im gleichen Jahr baute Schmid das Haus wieder auf. 1846 starb der Revierförster Schmid 84jährig, seine Frau Maria starb 1874 mit 75 Jahren.

1849 Josefa Schmid, Försterstochter, heiratete Georg Landstorfer, Gütler und Krämer von Hainsbach.

1853 Georg Kastl, Bauerssohn von Padering, Pfarrei Schneiding, erwarb um 2.500 fl vom Gütler Georg Landstorfer das Anwesen mit Gebäuden, 1 Tagwerk 3 Dezimal Garten und 3 Tagwerk Feldgründen. Am 9. Februar 1854 heiratete Georg Kastl Theresia Petzenhauser von Schneiding.

1855 Matthias Schmalzbauer erwarb von Georg Kastl die frühere Hs.Nr. 3 mit Gebäuden, Garten und 4 Tagwerk 3 Dezimal Feldgründen um 2.800 fl. Die Gemeinde erlaubte ihm den Brotverkauf, nicht aber das Krämerrecht. 1856 starb Frau Katharina Schmalzbauer mit 58 Jahren.

1857 Josef Wolf, Sohn des Josef Wolf, Halbbauern zu Hainsbach, heiratete Anna Maria Neuß von Hainsbach.

1873 Franz Xaver Heuberger, Krämer und Bäcker, kaufte von Josef Wolf das Anwesen und baute einen Backofen im Wohnhaus ein. 1874 heiratete der Schusterssohn von Haindling Maria Hirtl, Söldnerstochter von Haimelkofen. 1884 baute Heuberger einen neuen Stadel. Der Witwer Heuberger ehelichte 1888 Philomena Berlinger, Krämerstochter von Mötzing.

1924 Ludwig Heuberger, Bäcker und Krämer, übernahm mit seiner Frau Philomena, geb. Vilsmeier aus Geiselhöring, den Besitz. 

1954 Ludwig Heuberger und Aloisia, geb. Eberl, Hainsbach.

1996 Ludwig Heuberger und Renate, geb. Hajek, Wallersdorf.

 Hs.Nr. 30, früher Hs.Nr. 12 1/2, Martha Parzefall

1872 Georg Heuberger

Bis 1880 Pöschl

1905 Michael Parzefall, Schuster und Mesner

1956 Michael Parzefall und Martha. Michael Parzefall war 53 Jahre Mesner.

1990 Martha Parzefall ist seit dem Tod ihres Ehemannes im Jahre 1990 Mesnerin.

 Hs.Nr. 32, früher Hs.Nr. 12, Alois und Angelika Seidl

Der Bräuerstadel 

Der Bräuerstadel gehörte zum Schloßbereich. In ihm wurde das Bier gesotten. Nach 1770 wurde er zu einer Wohnung für Inwohner und Tagwerker umgebaut.

1770 Philipp Burkhardt kaufte von Abt Frobenius den alten Bräustadel zu Hainsbach um 150 fl. Ignatz Stockher baute den Bräustadel zu einer schlechten Wohnung um.

1804 Josef Fischer, herrschaftlicher Bote und Schneider, kaufte den ehemaligen sogenannten Bräustadel, das Tagwerkerhäuschen mit Gärten neben dem Eingang an der Schloßmauer von der Dalberg’schen Domänenverwaltung um 268 fl. Verheiratet war Josef Fischer mit Maria Thanner.

1817 Josef Harsch von Langenhettenbach kaufte das Wohnhaus mit 4 Äckern und 2 Kühen um 920 fl. Im Jahre 1818 heiratete Harsch die Agnes Rätschmaier von Weichshofen. Sie brachte 140 fl in die Ehe, er 611 fl. 

1818 Lorenz Held kaufte um 1.050 fl den Besitz. 

1820 Mathias Rohrmaier von Martinsbuch übernahm von seiner Mutter Theresia Held um 291 fl. Er heiratete Maria Köpl von Heinzleck.

1849 Josef Rohrmaier und Susanne Strobl von Asbach (Heiratsgut: 400 fl). Rohrmeier übernahm den Besitz seines Vaters.

1861 Andreas Guggeis, Binder von Geiersberg, Kauf. Er war verheiratet mit Maria Schlüsselbrunner von Dirschkirn.

1863 Andreas Sailer, Söldnerssohn von Wallkofen, und Maria Hierl, Söldnerstochter von Hinkofen, Kauf.

1891 – 1925 Michael Seeholzer von Schwimmbach und Philomena Sailer. Seeholzer war Holzarbeiter im fürstlich Thurn und Taxischen Hainsbacher Forst und verdiente durchschnittlich 2 Mark 20 Pfennig täglich.

1925 – 1949 Peter Seeholzer (1970 +) und Theresia Fried von Schwimmbach (1965 +)

1949 Karl Seeholzer und Johanna, geb. Hartig von Siebeneichen. 1959 Neubau des Hauses. 

Karl Peter Seeholzer und Martha Faltermeier von Haindling

1987 Alois Seidl und Angelika, Kauf

 Hs.Nr. 34, früher Hs.Nr. 1 1/3, Norbert Radgen - mittlerweile verkauft

1783 Abt Frobenius ließ im Schloßbereich einen Getreidekasten aus Backsteinen errichten. Westlich an den Getreidekasten wurde noch ein Stadel angebaut, der bis zur Straße reichte. Der Schloßhof wurde mit einer ca. 80 cm dicken Mauer umgeben.

1908 Einbau einer Försterwohnung mit Forstgehilfenzimmer und Schreibstube in den ehemaligen Getreidekasten und Zehentstadel. Der Umbau soll auf ca. 12.000 Mark gekommen sein. Innen mußte etwa 2 m hoch aufgeschüttet werden. 

1909 Der Thurn und Taxische Besitz in Hainsbach umfaßte 471,471 ha.

 1915 – 1930 Lorenz Hemauer, Schuster, Kauf 

Um 1936 Leo Sichelstiel, Kauf. Er betrieb mit seiner Frau Anna, geb. Reitinger von Geiselhöring, eine gutgehende Schneiderei. Nach der Rückkehr von Leo Sichelstiel aus russischer Gefangenschaft im Juli 1948 richteten sie zusätzlich noch ein Lebensmittelgeschäft ein. Anna Sichelstiel starb kurz nach der Geburt ihrer Tochter Barbara am 24.10.1955. Leo Sichelstiel verunglückte am 17.01.1978 tödlich. Erbin wurde seine Tochter Barbara, verheiratet mit Karl Huber aus Hainsbach.

1979Merzinger, Kauf 

1993 Norbert Radgen, Kauf

 Hs.Nr. 36, früher zum Schloßbereich mit der damaligen Hs.Nr. 1 gehörig. Rosa Paßreiter

1816 Juni 22. Matthias Kiendl, Bauerssohn von Pfakofen und Anna Maria Dinzinger erwarben das Wohnhaus im Schloßbereich mit Stallung unter einem Dach, den halben gemauerten Stadel, durch eine Mauer vom Zehentstadel getrennt, den Hofraum, Felder, die Wiese in der Umkehr, Vieh und Fahrnis um 3.500 fl. Nach dem Steuerkataster Hainsbach betrug der Besitz des Kiendl 43 Tagwerk 63 Dezimal  

1824 Matthias Kiendl, Schloßbauer zu Hainsbach, und seine Frau Anna Maria verkauften der Montgela’schen Gutsherrschaft Wohnhaus mit Nebengebäuden und Hofraum (1 Tagwerk 50 Dezimal) um 3.000 fl. Vieh und Fahrnis behielt Matthias Kiendl.

1826 Verkauf des Graf Montgelas’schen Besitzes an Oberförster Philipp Friedrich Scheidemantel um 600 fl.

1835 Kunigunde Scheidemantel, Oberförsterswitwe, hatte Wohnhaus, Stadel, Stallung und Hofraum. 

1839 Josef Kuchler, Geiselhöring, heiratete die Witwe Scheidemantel. 

1845 Jacob Rauecker, Bauer zu Hainsbach, kaufte Wohnhaus, Stadel und Hofraum, das ehemals herrschaftliche Stallgebäude und 6 Tagwerk 60 Dezimal um 2.825 fl. In den Stall des Schloßgutes wurden eine Krämerei und Metzgerei eingebaut. Sie gehörten den Schwestern Anna und Maria Rauecker. Als der Hof des Bruders abbrannte, wohnte die ganze Familie hier. Maria Rauecker kam beim Brand ums Leben.

1853 Michael Weichs, Söldnerssohn und Zimmerergeselle von Helmprechting, kaufte das Nebenhaus ohne Grundbesitz um 1.000 fl. 

1854 Wolfgang Laschinger mit realer Kramergerechtigkeit und Fragnerei.

1858 Anton Beck, Fragner (Krämer), Sohn des Heinrich Beck, Gerichtsarzt in Weißenhorn, 

verheiratet mit Katharina Grill von Deggendorf. 1890 Max Schnellhamer, Handelsmann, Bauerssohn von Hienhardt, und Margaretha Beck. 1902 Neubau des Hauses.

1904 Josef Eiwanger von Haimbuch und Kreszenz Marckl von Beutelsbach, Kauf um 11.000 Mark.

1907 Josef Wolf, Kauf um 11.100 Mark. Eiwanger zog nach Regensburg und arbeitete in der Fabrik. 

1909 Josef Huber (Plattenhuber) kaufte die Krämerei und einige Tagwerk Felder.

1920 Ludwig Paßreiter von Dungerfalter und Katharina Huber.

1952 Ludwig Paßreiter und Rosa, geb. Simbürger. Er starb am 25.12. 1976 mit 52 Jahren.

1997 Rosa Paßreiter, Lebensmittelgeschäft.

 Hs.Nr. 38, früher Hs.Nr. 1 1/2, Hans Hutter und Ilse

1816 Matthias Kiendl erwarb u.a. den ehemaligen Kuhstall des Schlosses. In einen Teil des Stalles baute er eine Wohnung ein, der andere blieb Kuhstall.

1819 Xaver Kellermaier, Bader von Hainsbach, kaufte von Matthias Kiendl den Kuhstall um 300 fl und baute ihn zur Wohnung um, mit eigenem Eingang von der Straße her. 

1826 Wolfgang Falter und Anna Schmid.

1827 Josef Fischer, Kauf um 626 fl.

1835 Josef Fischer. 

1836 Josef Wocheslander, Metzger von Mallersdorf, und Anna Maria Wagner von Viechtach, Kauf des Anwesens um 700 fl.

1844 Heinrich Biller, Metzger von Wolfsegg, und Ehefrau Barbara, geb. Ott, kauften von Anna Wocheslander, Witwe, das Anwesen mit realer Metzgergerechtigkeit.

1854 Dem Franz Xaver Kiermaier, Metzger und Bierbrauerssohn von Gangkofen, wurde das Ansässigmachungs- und Verehelichungsgesuch mit der Metzgerstochter Maria Josefa Winkler von Ellingen genehmigt. Um 4.450 fl erwarben sie von Heinrich Biller das Anwesen mit realem Metzgerrecht. Unter Kiermayer ging die Metzgerei sehr gut. Er schlachtete gemeinsam mit dem Mettinger Metzger.

1883 Karl Kiermaier, Sohn des Xaver Kiermaier, und der Christina Hurzlmayer von Oberlindhardt.

1891 Johann Evangelist Eggenhofer, Metzger in Hainsbach, Sohn des Wolfgang Eggenhofer, Zimmermanns von Hainsbach, und der Theres Kammermeier, heiratete Maria Amberger, Bäckerstochter von Pfaffenberg 

ca. 1892 Josef Bäuml. Im Jahre 1904 brannte das Anwesen ab. Es wurde wieder aufgebaut.

1905 Konrad Geiger, Metzger. 

1911 – 1959 Ignatz Beck von Hankofen, verheiratet mit Berta Blaim, kaufte die Metzgerei von Konrad Geiger um 10.000 Mark. 

1983 Hans Hutter und Ilse, geb. Blaim, Abbruch der Gebäude und Neubau

 Hs.Nr. 40, früher Hs.Nr. 1 1/2, Erbengemeinschaft Penner - mittlerweile verkauft

Das ehemalige Forsthaus 

1816 Auf Veranlassung von Graf Montgelas Neubau eines Försterhauses. Zum Bau wurden die aus dem Abbruch des alten Schlosses noch vorhandenen Baumaterialien verwendet. Die Bauarbeiten gingen aufgrund von vielen Überstunden schnell voran. Die Leute wollten nämlich viel verdienen, denn es herrschte in den Jahren 1816/17 wegen der Hungersnot eine große Teuerung im ganzen Land. Statt des Hebeweins bekamen der Polier 24 kr und die 5 Maurer á 12 kr, insgesamt 1 fl 24 kr. Die gesamten Baukosten für das Forsthaus beliefen sich auf 1375 fl 50 kr. Später stellte sich heraus, daß das Haus schlecht gebaut, feucht und viel zu klein war. Der erste Stock war aus Balken gezimmert und mit Schindeln verkleidet, der Dachstuhl bestand aus sehr schwachen Sparren, das Dach war mit Schindeln gedeckt.

1817 – 1829 Friedrich Christoph Scheidemantel, Oberförster. Sein Vater war königlich preußischer Rentbeamter in Lichtenberg bei Ansbach. Scheidemantel war Protestant. Vor der Trauung in der Haindlinger Kreuzkirche wurde kath. Kindererziehung vereinbart. 1826 erwarb Scheidemantel die frühere Hs.Nr. 1. Scheidemantel starb im Jahre 1829 infolge eines Schlaganfalls. Er wurde in Hainsbach beerdigt. 

1829 – 1869 Georg Scheyerl, Revierförster. 

1834 kam das Gut Hainsbach mit Hs.Nr. 1 1/2 in den Besitz des Fürsten von Thurn und Taxis.

1869 – 1891 Josef Royes, früher Forstwart in Sallach. Nach seiner Pensionierung zog er nach Geiselhöring.

1891 – 1904 Arnold von Link, Revierförster, wurde von Weihern nach Hainsbach versetzt und starb im Alter von 62 Jahren.

1904 – 1907 Franz Bradaceck, Förster, stammte aus Huscinec (Böhmen). Er starb 1907 mit 36 Jahren an der schwarzen Gelbsucht und wurde in Hainsbach begraben. Bei der Kirchenerweiterung im Jahre 1911 wurde sein Grab teilweise überbaut. 

1907 Januar bis April. Limbacher, Förstereiverweser. 

1907 – 1908 Eduard Schäffner von Dischingen in Württemberg. Auf seine Veranlassung hin wurde 1908 die Försterwohnung wegen Feuchtigkeit und leichter Bauart des Forsthauses in den alten Zehentstadel verlegt. Fürstlicher Forstwart war damals Karl Scherl aus Gingkofen.

1908 Eduard Daffenreiter, pensionierter Lehrer (Von 1874 bis 1906 Lehrer in Hainsbach). Im Jahre 1908 erwarb er die frühere Hs.Nr. 1 1/2 mit der großen Wiese neben dem Weiher von der Thurn und Taxischen Domänenverwaltung um 5.500 Mark. Er ließ das Haus reparieren und neu mit Ziegeln eindecken. Aber bereits am 3. Dezember 1908 starb Daffenreiter an einem Schlaganfall. Die Witwe Daffenreiter starb 1931 in Geiselhöring.

Auf Oberförster Schäffner folgte Oberförster Schmid,  der bis Mitte der 50er Jahre in Hainsbach war. Er wohnte im Erdgeschoss des Forsthauses, Forstwart Karl Schneider mit seiner Familie im Obergeschoss. Karl Schneider leitete die Forstverwaltung bis 1961. Nachfolger wurde Förster Günther Steinborn. 1962 wurde die Forstverwaltung in den Neubau nach Gingkofen verlegt. Das alte Forsthaus wurde verkauft.

1962 Peter Penner und Gerda, Kauf

1980 Penner, Erbengemeinschaft

 Am Sportplatz

Hs.Nr. 3, früher Hs.Nr. 30, Johann Amann und Elke, mittlerweile mehrmals verkauft

1730 Unter Abt Anselm Godin wurde beschlossen, in Hainsbach am Rand des Waldes einen Ziegelofen zu errichten. Im Jahre 1771 wurde durch einen kurfürstlichen Hofratsrezeß erlaubt, in der Hofmark Hainsbach Ziegel zu brennen und zu verkaufen.

1804 Georg Gäch, Schuster, erwarb die Behausung beim Ziegelstadel. Verheiratet war er mit Theresia Wimperger von Haindling.

1811 Theresia Kolmeder, geb. Gäch, übernahm mit ihrem Mann Matthias die Behausung und den Garten beim Ziegelstadl zu Hainsbach um 470 fl. Kolmeder war Bräuknecht zu Hainsbach, in Pfeffenhausen gebürtig, und brachte 300 fl mit in die Ehe. Im Jahre 1815 erwarben die Eheleute von Graf von Montgelas das Erbrecht auf die alten Ziegelhüttengebäude und den Platz.

1831 Anna Maria Kolmeder heiratete Georg Scheupl, Bauerssohn von Habertharn und übernahm das Wohnhaus von ihren Eltern.

1851 Josef Habermeier, Kleingütler und Schleifer, und Maria Haider, Söldnerstochter von Schwimmbach, kauften das Scheuplgütl um 999 fl. Der Scheuplschen Familie wurde ein Wohnzimmer und eine Kammer auf Lebenszeit überlassen. Im Jahre 1854 brannte das Haus ab. 

Peter Dünzl – Kauf.

Eßlinger – Kauf.

Anna Scheupl.

Anton Lukas, Zimmermann, und Theres, geb. Scheupl 

1890 Josef Amann, Söldnerssohn von Gebelkofen, heiratete Theres Lukas, Tochter des Zimmermanns Anton Lukas und seiner Frau Theres. 1893 erbaute Josef Amann ein neues Wohnhaus und einen neuen Stadel. 

1919 Alois Amann und Karolina, Gemeindediener

1956 Johann Amann und Apollonia, geb. Kerscher, Wallkofen 

1993 Johann Amann und Elke, geb. Apfel. Es haben Verkäufe an Erika Stephan und Norbert Penstetter (1997) stattgefunden. Erbaut wurde das Haus von Johann und Gabriele Amann, geborene Gabauer aus Gingkofen.

Am Wirtsberg

Hs.Nr. 1, früher Hs.Nr. 33 1/3, Anton Kolbeck und Maria

1874 Josef Rohrmaier, seit 1849 mit Susanne, geb. Strobl von Hainsbach, verheiratet. Bau eines neuen Wohnhauses, Stalles und Stadels.

1890 Johann Rohrmaier (allgemein Held genannt) heiratete Franziska Obermaier, Müllerstochter von Thannet.

1935 Alois Rohrmeier und Mathilde, geb. Hiergeist Mathilde Sträußl, geb. Rohrmeier

1987 Anton Kolbeck und Maria, Hohenthann, Kauf

 Hs.Nr. 3, früher Hs.Nr. 14 1/3, Jakob Mießlinger

1722 Der Wirt Andre Wagner pachtete von Abt Wolfgang den Sommerbierkeller auf 3 Jahre und zahlte pro Jahr 15 fl.

1731 Andre Wagner pachtete den neuen doppelten Sommerbierkeller für 3 Jahre um 23 fl pro Jahr.

1803 Joachim Redlbacher kaufte den außerhalb des Dorfes Hainsbach gelegenen Bierkeller und Faßschupfen um 325 fl mit der Auflage, daß der bei der Schupfe befindliche Platz nur zum Waschen der Fässer benützt werde. 1906 kaufte Josef Weinfurtner vom Wirt Brunner die Bierkeller am Kellerberg und einen Teil des Kellerberges um 500 Mark. Weinfurtner besaß früher das Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 53 in Gingkofen. Er war Hüter in Gingkofen. Die Familie Weinfurtner wohnte nun im vorderen Keller. Der hintere Keller wurde als Stall für die Kuh und Geiß benutzt. Im Jahre 1908 baute Weinfurtner aus den Steinen des alten Bierkellers ein Haus. Im Frühjahr 1909 richtete sein Schwiegersohn Dollinger im hinteren Keller eine neue Schmiede ein. Um 1925 zog Dollinger von Hainsbach weg in die Nähe von Sünching. Die Schmiede wurde nicht weiter betrieben. 1925 Oberlehrer Ludwig Juli erwarb das Haus. Mehrere Jahre später kaufte die hiesige Oberförsterei Thurn & Taxis das Haus für den Forstwart.

1958 Johann Jany und Rosa, Kauf

1980 Jakob Mießlinger und Franziska, geb. Birkmeier

 Hs.Nr. 5, früher Hs.Nr. 35, Hans Altmann und Rosa

1804 Josef Baumann (von der früheren Hs.Nr. 21) kaufte das 1/32 Zimmermannshäusl mit Gärtl. Der Grund wurde von der Probstei Hainsbach um 8 fl gekauft. Das Scharwerk betrug 1 fl 30 kr, die Grundgilt 42 kr 4 dl, das Ehehaftsgeld 3 kr. Josef Baumann hatte 1789 Magdalena Meier von Sünching geheiratet.

1819 Anna Maria Baumann übernahm von ihren Eltern das Leerhäusl um 400 fl, die Schloßfelder um 120 fl, die vorhandene Kuh mit Kleinvieh und das Zimmermannhandwerkszeug um 80 fl, zusammen: 600 fl. Die Übernehmerin verpflichtete sich, ihrem Bruder Georg, der seit dem russischen Feldzug von 1812 vermißt war, wenn er wider Erwarten zurückkommen sollte, 100 fl hinauszubezahlen. Im November 1819 heiratete Anna Maria Baumann Veit Lutz von Hadersbach. Er brachte 245 fl mit in die Ehe.

1855 Sebastian Lutz ehelichte Franziska Piendl von Schwimmbach. 

1866 Die Söldnerswitwe Franziska Lutz heiratete den Bräumeister Peter Ammer von Großköllnbach. Er kaufte später das Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 31. Die Witwe Franziska Ammer heiratete Kroiß von Weichs. Seidl, Bräumeister in Hainsbach, kaufte die frühere Hs.Nr. 35.

1889 Josef Kaiser, Mauerer, erwarb um 2.200 Mark das Anwesen. Er hatte 1883 Franziska Lutz von Hainsbach geheiratet.

Johann Kaiser und Emma

Um 1936 Otto Weiß und Maria, Kauf

1980 Hans Altmann und Rosa, geb. Weiß

 Hs.Nr. 6, früher Hs.Nr. 24, Paula Brandstetter, mittlerweile verkauft

Die Mühle mit einem Rad.

1467 Im Verkaufsbrief der Hofmark Hainsbach ist die Rede von einer „Müln“.

1589 Hans Schmetterer, Inhaber der Mühle in Hainsbach. Gegen ihn beschwerte sich die Gemeinde Hainsbach wegen Anschwellung des Mühlbaches. Bei dieser Differenzsache zwischen dem Pfleger und dem Abt von Sankt Emmeram wurde entschieden, über den Bach eine Brücke auf Kosten beider Seiten zu bauen.

1601 In der Geiselhöringer Taufmatrikel ist Elisabeth, die Tochter des Wolfgang Denblers, Müllers in Hainsbach, genannt.

1624 Der ehrwürdige und wohlgelehrte Herr Adam Auer, Stadtkaplan zu Kelheim, verstiftete (verpachtete) seine Mühle zu Hainsbach dem ehrbaren Moritzen Winter auf ein Jahr, bis Michaeli 1625. Er soll die Mühle in gutem baulichen Zustand halten und nach einem Jahr die Mühle wieder übergeben. Zur Stift gehörte ein Wiesfleck neben dem Graben hinter dem Stadel und sechs Pifang Acker bei der Mühle. Der Müller solle zur Stiftszeit sauberes Getreide dienen, nämlich 1/2 Schaff Weizen, 2 Schaff Korn und 3 Schaff gemischtes Getreide von Korn und Gerste, 2 Schaff Kleie und 4 Vierling Fußmehl (Abfallmehl). Außerdem habe er das Vogteigetreide an Korn und Hafer, die Fastnachtshennen, wie seit alters, der herrschaftlichen Obrigkeit zu reichen. Nach einem Jahr solle er durch die Abnützung des Mühlsteines für jeden Zoll 1 fl erstatten. Falls einer die Mühle kaufe, sei er verpflichtet, jederzeit von der Stift zu weichen. Falls sich der Müller in diesem Jahr grob und ungebührlich verhalte und in jedem Quartal den vierten Teil des gestifteten Getreides nicht abliefere, habe Herr Auer das Recht, ihn von dieser Stift mit Hilfe der Obrigkeit täglich zu entsetzen. Werde durch den Stifter ein Baufall verursacht oder am Mühlwerk etwas zerbrochen, habe er es auf seine Kosten richten zu lassen. Außerdem sei der Müller Herrn Auer verpflichtet, während der Erntezeit drei Schnittage auf seinem Bauernhof in Hainsbach umsonst zu arbeiten. Verstifter Adam Auer und Stifter Moritz Winter versprachen, die getroffenen Abmachungen „kräftig zu halten und zu vollziehen“. Zeugen waren Wolfen Adam,Wirt, und Hansen Griesmeier, Kustor zu Hainsbach. Im Jahre 1626 verstiftete Adam Auer dem Moritzen Winter und seiner Frau Elisabeth die Mühle auf ein weiteres Jahr um 5 Schaff Getreide.

1649 Wolf Reithoffer, von einem Ort jenseits des Innstromes an der Salzach gelegen, kaufte von Georg Gries, Müller zu Hainsbach, die Erbgerechtigkeit auf die Mühle um 30 fl.     

1650 Veith Mitterhueber von Hoffen auf der Schwaigen zu Teisbach kaufte die Erbrechtsmühle zu Hainsbach, die jüngst Wolf Reithofer besessen, der aber heimlich weggezogen war und diese Mühle öd stehengelassen hatte, samt aller Ein- und Zugehörung um 12 fl und 1/2 Reichstaler Leihkauf. Siegelzeugen waren Georg Pimmersberger, Söldner zu Gingkofen, und Georg Straßer, Tagwerker zu Hainsbach.

1651 Georg Kronauer, Steinhauer zu Gingkofen, kaufte von Veith Mitterhueber, Müller zu Hainsbach, das Erbrecht auf die Mühle um 19 fl und 1 Reichstaler Leihkauf.

1656 Martin Amann, Taglöhner zu Gingkofen, kaufte vom Eheweib des Georg Kronauer, Müllers zu Hainsbach, das Erbrecht auf das Pachmüllerl um 20 fl und einen Reichstaler Leihkauf.

1660 Valentin Dettenhammer von Pittrich, Müller zu Hainsbach, lieh von der Haindlinger Kirche 20 fl aus unter Einsatz all seiner Habe und Güter. Auch im nächsten Jahr lieh Valentin Dettenhammer zur Reparierung der Mühle 30 fl von der Haindlinger Kirche aus. Die Zinsen von drei Jahren waren ausständig. Da er aber ganz verarmt und verdorben war, auch heimlich sich von hier begeben und die Mühle ödstehend zurückgelassen hatte und kein Kreuzer vom geliehenen Kapital oder Zinsen zu erhoffen waren, war alles verloren.

1666 Wolf Glanz, Müller zu Eitting, und seine Frau Anna kauften das Erbrecht auf die Mühle in Hainsbach um 12 fl. Zum Aufbau der Mühle erhielten sie das Holz kostenlos. 1667 verzichtete Anna Glanz auf das Erbrecht, da ihr Mann unlängst heimlich von ihr weggezogen und es daher für sie unmöglich war, die baufällige Mühle aufzubauen.

1667 Hans Hofer, gewesener Stiftmüller zum Haag, kaufte das Erbrecht auf die baufällige Bachmühle zu Hainsbach um 6 fl. Da die Mühle ganz heruntergekommen war, wurden ihm von der Haindlinger Kirche 44 fl vorgeliehen. Siegelzeugen waren Andre Haunperger von Gingkofen und Sebastian Angerer, Bader.

1673 Egidien Staudinger von Bayerbach pachtete die Bachmühle auf 1 Jahr um 3 fl. Laut HKR von 1677 ging das Kapital von 64 fl, das auf der Hainsbacher Mühle lag, verloren. Da die Mühle baulich in einem sehr schlechten Zustand war, fand sich kaum ein Pächter.

1679 Hans Wagner,Wirt zu Hainsbach, kaufte um 15 fl und 1 fl Leihkauf das Erbrecht auf die baufällige Mühle in der Absicht, sie im kommenden Frühling neu aufzubauen. Die Grundgilt zum Kloster St. Emmeram betrug 2 fl 21 kr, das Scharwerk 1 fl 30 kr. Weiter waren 1 Schaff Korn und 1 Mutt Weizen, 2 Fastnachtshennen und je 2 V Korn und Hafer in den Hainsbacher Kasten zu liefern. Zum Bau der Hainsbacher Mühle konnte Wagner 18 Stämme Zimmerholz aus dem Hainsbacher Klosterwald nehmen.

1684 Ägidius Staudinger, Müller zu Hainsbach.

1694 Heinrich Sedlpauer, Müller zu Viechtach, kaufte das Recht auf die Mühle zu Hainsbach von Hans Wagner um 200 fl.

1695 Vitus Carl, Müller zu Hainsbach.

1696 Caspar Obersperger, Müller.

1703 Adam Kirchner, herrschaftlicher Jäger und Erbrechter der Mühle zu Hainsbach.

1734 Michael Wagner von Stallwang kaufte von Adam Kirchner, gewesenen Jäger zu Hainsbach, und seiner Frau Ursula das Erbrecht auf die Mühle in Hainsbach um 360 fl. Wagner heiratete im folgenden Jahr Maria Rummel von Gingkofen. 1741 starb er mit 45 Jahren.

1741 Johann Weintinger, Müllerssohn von Mötzing, heiratete die Witwe Maria Wagner. Johann Weintinger starb bereits am 9. April 1742 mit 42 Jahren.

1742 Juli 31. Die Witwe Maria Weintinger heiratete Bartholomäus Schmidt von Haidenkofen. An Stift hatte Schmidt 2 fl 21 kr 3 hl zu entrichten, das Scharwerksgeld betrug 1 fl 30 kr, 2 Fastnachtshennen und 1 Schaff Korn. In den Schloßkasten zu Hainsbach waren je 2 V Korn und Hafer Vogteigilt abzuführen. In zweiter Ehe heiratete Bartholomäus Schmidt 1748 Maria Kästl von Pönning. Die Braut brachte 150 fl, ein Bett mit Kissen, Polster, Bettstatt und Truhen mit in die Ehe.

1777 Johann B. Schmidt heiratete Katharina Weiß von Geiselhöring. Er übernahm von seiner Mutter um 568 fl 37 kr. Die Braut brachte 250 fl und eine Kuh mit in die Ehe. Laut HKR von 1800 lieh der Müller Schmidt von der Kirche 600 fl zum Bau des Hauses aus. Sebastian Krieger, Johann Eckmann und Andre Egenhofer, Bauern von Gingkofen, wurden verpflichtet, den Mühlgraben zu räumen.

1807 Johann E. Schmidt, Müller, heiratete Agnes Ganserer von Hansdorf. Er übernahm um 2.050 fl von seinem Vater, dem Wittiber Johann B. Schmidt. An seine vier Geschwister hatte er je 200 fl hinauszubezahlen. Sein Vater nahm sich das Flezstübel neben der Kammer aus, dann jährlich 2 Klafter Fichtenholz, zwei Schilling Stutzbierl, drei Bürd Späne, ein Pfund Kerzen und täglich die Kost.

1836 Josef Schmidt, Müller, heiratete Maria Anna Winzer von Oberlauterbach. Schmidt übernahm von seinen Eltern um 2.880 fl. Die Braut brachte 1.200 fl und 200 fl Ausfertigung mit in die Ehe. Ein Sohn, Alois Schmidt, wurde 1875 zum Priester geweiht und war 1909 Pfarrer in Eschlbach (Oberbayern).

1843 Wolfgang Schmidt und Anna Gallrapp, Söldnerstochter von Kleinwissing.

1907 Johann E. Schmidt heiratete Maria Hasenecker, Bauerstochter von Sallach. Die Braut brachte 4.000 M mit in die Ehe, wovon ein geräumiger Stall erbaut wurde. Johann E. Schmidt übte das Müllerhandwerk nicht mehr aus. Alois Schmidt war Kriegsteilnehmer 1870-1871 und wurde mit der silbernen bayerischen Tapferkeitsmedaille, der Kaiser Wilhelm Medaille und der Kriegsdenkmünze, ausgezeichnet. Am 30. Mai 1875 hatte er Priesterweihe. Kaplanstellen waren in Hofendorf, Aholfing, Hemau und Paulsdorf. 1885 Pfarrer in Eschelbach an der Ilm, Distriktschulinspektor im Kgl. Bezirksamt Pfaffenhofen und Direktor der Erziehungsanstalt Eschelbach. Er starb am 18.05.1915 und ist in der Gruft St. Johann beerdigt. Die silberne Tapferkeitsmedaille war die höchste bayerische Auszeichnung für Soldaten bis zum Offizierstellvertreter.

Um 1930 Michael Biermeier und Kreszenz, Kauf

1966 Georg Brandstetter und Paula, geb. Biermeier

1983 Paula Brandstetter

 Hs.Nr. 8, früher Hs.Nr. 23, Franz- Xaver Bachhuber-Haller und Gertrud

Am Haagberg, Haus des Wasenmeisters.

1654 Die Kurfürstin Maria Anna untersagte Abt Placidus vom Kloster St. Emmeram das Jagen mit dem Schmied, Abdecker (Schinder oder Wasenmeister) und Schergen und verlangte, „daß er einen gebrägten Jäger unterhalte“. Laut HKR von 1653 war damals Michael Schieß Abdecker in Hainsbach, denn er hatte einen ackermäßigen Holzgrund beim Auerischen Hölzl um 1 fl 42 kr 6 hl gepachtet. Das Stiftgeld betrug 1 kr 4 hl. 1664 stiftete (pachtete) er weitere 42 Pifang Ackers für 3 Jahre bis Michaeli 1667 und gab jährlich davon 30 kr. Dann wurden 1666 Michael Schieß, Wasenmeister und Anna Maria, seiner Hausfrau, 3 Leibäcker beim Frauenhölzl auf der Hochstraße auf Leibrecht um 15 fl verkauft. Laut HKR von 1670 bezahlte die Wittib 17 kr Zins. Ihr wurden nach dem Tod ihres Mannes die Abdeckerbehausung und dessen Dienst auf Leibrecht für 30 fl übertragen.

1671 Simon Hackhl (Häckl), Abdecker zu Hainsbach, verheiratet mit Anna Maria. Ein Sohn, Vitus Hackhl, heiratete im Jahre 1694 nach Laberweinting. Er ehelichte die Benigna Graz, Abdeckerstochter des Johann Graz. Bis ins 19. Jahrhundert lebten Hackhl als Abdecker in Laberweinting.

1706 Johann Häckl übernahm nach dem Tod seines Vaters von seiner Mutter Haus und Baumannsfahrnis wie Roß und Kühvieh um 170 fl. Die Mutter nahm sich freie Herberge, ein gerichtetes Bett, Bettstatt, zwei unverruckte, versperrte Truhen, eine kupferne Stiezen (Kanne), eine Kuh und eine zinnerne Flasche aus (Die Mutter Anna Maria Hackl starb im Jahre 1715 mit 84 Jahren). Hansen Häckl wurde das Abdeckerhaus, der Stadel mit Garten und ein Wiesfleckl für 50 fl in Leibrecht übergeben. Die Stift betrug 3 fl. Das völlig baufällige Abdeckerhaus und den Stadel hatte er auf seine Kosten neu zu errichten. Dazu mußte er wie seine Vorfahren, die der hochgnädigen Herrschaft gehörigen Jagdhunde ohne Entgelt, soviele er konnte, unterhalten und beim Jagen und Hetzen zur Verfügung stehen. Dafür bekam er von der Herrschaft 10 V Korn und 4 Klafter Holz. Den Lohn für das Holzmachen hatte er selbst zu bezahlen. Im Jahre 1708 heiratete Johann Häckl Walburga Pehr (Peer) von Gumelting. Die Braut brachte ein Bett, eine Bettstatt, einen Kasten und 100 fl mit in die Ehe. Als 1721 Walburga Häckl starb, machte Johann Häckl mit seinen beiden Söhnen und Töchtern folgenden Vertrag: Dem Vater fiel die Wasenmeisterei in Hainsbach mit drei Äckern und das Frauenfeld zu. Er verpflichtete sich, die Kinder christkatholisch zu erziehen, jedem Sohn 60 fl, zusammen 120 fl und jeder Tochter 40 fl, zusammen 80 fl, auszuzahlen. Dazu erhielten die Töchter eine Ausfertigung, nämlich ein gerichtetes Bett mit doppeltem Überzug, eine Bettstatt, einen Kasten, jedes der vier Kinder drei neue Hemeter (Hemden), zusammen zwölf, die zwei Töchter je drei Handtücher, ein Tischtuch, ein Fürtuch, zwei Halskitteln und das ganze Gewand der Mutter, nämlich mehrere Röcke, ein conrausches und cardisches Wambs, ein blaucordones Glegnet und vier Stürzröckl, davon zwei schwarze, ein rotes conrausches und ein braun cardisches, drei Mieder, ein karmesinrotes, ein leibfarb scharschedes und das dritte ein doppelzeichers, drei Fürtücher, drei Stürzpindt, einen weißen, einen grünen und einen schwarzen, dazu zwei Rosenkränze, einen schwarzen mit silbernem Vaterunser und mit zwei silbernen Ablaßpfennigen behängt und einen braunen, aber nur mit einem silbernen Ablaßpfennig, ferner eine große Weiberhaube mit samtenem Boden und Mädern Vorschuß, zwei Ohrenhäubl oder Visierl, zwei weiße Drahthauben mit Spitzen, zwei Weibergürtel, einer auf die silberne Manier und der andere von schwarzem Samet gemacht, vier Brüstl oder sogenannte Halskittel, vier weißleinerne Fürtücher und zwei Haupten- oder Kopftücher.

Im Oktober 1721 heiratete Johann Häckl in zweiter Ehe Magdalena Huber, Wasenmeisterstochter von Mainburg. Die Braut brachte ein Bett, eine Bettstatt, einen Kasten und 150 fl mit in die Ehe. Der Rückfall betrug 75 fl und 3 Halskleider. Ihr wurde das Leibrecht auf die Wasenmeisterei in Hainsbach um 25 fl und 1 fl 40 kr Leihkauf verliehen. Im Jahre 1756 starb Johann Häckl im Alter von 92 Jahren „vir pietissimus et bonus“, ein sehr frommer und tüchtiger Mann.

1778 Franz Häckl erhielt die Wasenmeisterei und das Abdeckerhaus mit Stadel und Garten um 60 fl. Im folgenden Jahr heiratete er Katharina Pachhuberin von Espern. Die Braut brachte 300 fl mit in die Ehe. Die drei Geschwister von Franz Häckl hatten ein Jahr zuvor ihrem Bruder die Wasenmeisterei um 500 fl übergeben, nämlich Elisabeth, verheiratete Ebenler, Wasenmeistersgattin zu Falkenfels, Viktoria, verheiratete Hamberger,Wasenmeistersgattin zu Bayerbach und Michael Häckl, noch ledig.

1815 Michael Häckl (Hackl), Wasenmeister in Hainsbach, heiratete Barbara Drexler, Wasenmeisterstochter von Schönau. Die Wittib Katharina Hackl zu Hainsbach, Wasenmeisterin, übergab ihrem Sohn Michael Hackl die Wasenmeisterei um 2.400 fl. Dazu vermachte die Mutter jedem der vier Kinder je 600 fl, zusammen 2.400 fl. Barbara Drexler brachte 1.000 fl mit in die Ehe. Im Jahre 1836 starb Michael Hackl im Alter von 49 Jahren an Nervenfieber, im Jahre 1855 seine Frau Barbara mit 60 Jahren.

1855 Die Geschwister Josef und Theresia Häckl bewirtschafteten das Anwesen und übten die Wasenmeisterei aus. Seit dem Jahr 1872 wurde die Abdeckerei nicht mehr betrieben, von da an holte der Schinder von Greißing das verendete Vieh. Die beiden Geschwister vergrößerten das Anwesen auf 45 Tagwerk 43 Dezimal.

1897 starb Josef Hackl im Alter von 77 1/2 Jahren an Lungenentzündung, im gleichen Alter starb 1900 Theres Hackl.

1897 Xaver Bachhuber, Sohn des Georg Bachhuber von Espern und der Anna, geb. Hackl. Die Geschwister Josef und Theresia Hackl hatten den Neffen an Kindesstatt angenommen. Im Jahre 1898 heiratete der Söldner Xaver Bachhuber Franziska Köhlmaier von Pönning. Am Ostermontag 1936 brannte das gesamte Anwesen, das auf der Anhöhe stand, nieder. Am 30. Oktober 1931 Übergabe an den jüngsten Sohn Johann, geb. 09.06.1905. Am 15.11.1937 heiratet er Maria Eigelsperger aus Pönning, geb. 10.02.1906 und verstorben am 31.07.1982. Johann Bachhuber ist am 21.03.1991 verstorben. Am 27.06,1969 Übergabe an seinen Neffen, Franz-Xaver Bachhuber-Haller, der seit 20.07.1948 am Anwesen wohnte. 1975 bis 1976 Umbau und Renovierung des Hauses. Am 10.04.1976 Hochzeit mit Gertrud Elfriede Schwindl aus Neustadt / Weinstraße, die er in Regensburg kennen lernte, in der Wallfahrtskirche "Mariä Himmelfahrt" in Haindling.

Das Bachhuberhaus um 1930 am Wirtsberg 8 v.l. Hans Bachhuber, Vater Bachhuber, Maria Lehner, Mutter Bachhuber und Josef Bachhuber. Dieses traditionsreiche Haus brannte am Ostermontag 1936 völlig ab.

Das Bachhuberhaus um 1930 am Wirtsberg 8
v.l. Hans Bachhuber, Vater Bachhuber, Maria Lehner, Mutter Bachhuber und Josef Bachhuber.Dieses traditionsreiche Haus brannte am Ostermontag 1936 völlig ab.

Haidersberger Straße

Hs.Nr. 1, früher Hs.Nr. 27 1/2 und 49, Winfried Walter und Theresia

1874/75 Ludwig Eberl übernahm von seinem Vater Wolfgang Eberl das neuerbaute Anwesen mit Schmiede und ca. 15 Tagwerk Feldern. 1875 heiratete Ludwig Eberl Anna Maria Wild.

1898 Michael Spanner, Sohn des Johann Spanner, Schmied in Neuhofen, heiratete Katharina Eberl, Tochter des Schmieds Ludwig Eberl von Hainsbach. Im September 1909 brannte der Stadel mit den Erntevorräten vollständig nieder. Zündelnde Kinder hatten den Brand verursacht. Die Versicherungssumme betrug nur 300 Mark.

1943 Michael Spanner heiratete Franziska Spitzer. Am 19. September 1959 brannten die Scheune, der Schuppen und Getreidespeicher mit ca. 160 Zentnern Getreide ab.

1984 Alois Spanner und Waltraud, geb. Luttner

1991 Winfried Walter und Theresia, geb. Lermer, Kauf

 Hs.Nr. 3, früher Hs.Nr. 27, Lydia Wurm

Hainsbach-Froschegg. Von1622 bis 1875 die Schmiede zu Hainsbach.

1622 Caspar Frauendorfer erhielt diesseits des Bräuhauses (von Haindling aus gesehen) einen Baugrund von Abt Hieronymus zum Bau einer Ehehaftsschmiede mit Erbrecht. Der Zins zum Gotteshaus St. Emmeram und zur Gemeinde betrug je 3 Schilling 15 Pfennig. Außerdem hatte er Vogteisteuer und Scharwerk zu übernehmen.

1628 Im Jahre 1628 verstiftete (verpachtete) Kaspar Frauendorfer seine Schmiede mit dem dazugehörigen Denglgetreide an den ehrbaren Andreas Lorenz, Schmied zu Furth bei Oberalteich, auf ein Jahr unter der Vereinbarung, daß er für die Bauern, besonders aber für die, die zur Ehehaft gehörten und Ehehaftgetreide gaben, gemäß dem Ehehaftbüchl arbeite und er ihm, Frauendorfer, jährlich 1 Sch, 13 V Ehehaftskorn gebe, das er, Frauendorfer, im Dorf selbst einzunehmen Macht habe. Außerdem solle der Schmied Lorenz ihm die Schmiedarbeit für seine zwei Rosse und die Fuhrwerke umsonst verrichten. Das Eisen aber müsse Frauendorfer selbst besorgen.

1628 Christian Schmetterer, Pfleger zu Hainsbach, kaufte von Kaspar Frauendorfer die bloße Schmiedstatt mit 2 Schaff 17 V beständigem Denglkorn gemäß dem Ehehaftsregister und an die 18 Ausrichtlaibe, dazu nicht genau festgelegtes Denglgetreide. Die Schmiedstatt verstiftete Christian Schmetterer dann an den ehrbaren Stefan Altendorfer, noch ledigen Stands, von Geiselhöring bis zum kommenden Lichtmeßtag. An Michaeli hatte Altendorfer 1 Sch 8 V Korn und 10 fl zu leisten. Siegelzeugen waren Wolf Frauendorfer und Martin Fuchs, Bader, beide von Hainsbach.

1629 Der Pfleger Christian Schmetterer verstiftete dem ehrbaren Adam Schmidbauer, Schmied zu Tiefenbach in der Probstei Oberlindhart, die Schmiede mit dem bestimmten und unbestimmten Dengelgetreide, den Ausrichtlaiben und der Gült von 1 Schaff Korn 13 Vierling. Anstelle der Geld- und Pfenniggülten solle der Schmied ihm jede Schmied- und Flickarbeit (außer neuen Wägen, Karren, Pflüge) machen, ebenso das Roß beschlagen,Wifl schneiden, Arzneien verrichten und zur Flickarbeit das Eisen zur Verfügung stellen. Schmidbauer versprach das alles im Beisein von Abraham Dietlmayer, Schmied zu Haindlingberg und Kaspar Frauendorfer, gewesenem Schmied. Adam Schmidbauer begann seine Arbeit am 12. März und zog am 16. Dezember 1629 wieder weg.

Am 21. September 1629 verstiftete der Pfleger Schmetterer die Schmiede in Hainsbach an den ehrbaren Andreas Lorenz, Schmied zu Motzing, von Martini bis Martini nächsten Jahres. Er hatte 1 Schaff 15 V Korn und 15 fl zu geben, dann jede Flickarbeit zu leisten wie Rösser beschlagen, Arzneien verabreichen etc. Am 10. Dezember 1630 wurde an Andre Lorenz die Schmiede aufs Neue verstiftet. Er mußte die Schmiedearbeiten des Pflegers verrichten, die Rösser, Wägen, Pflüge, Eitten, Karren, Roßlassen,Wifl schneiden (kupieren) und Arzneien betrafen. Beinebens solle er die Arbeit besser und williger als zuvor verrichten, da ansonsten der Auftrag an Martini ende.

1649 April 12. Andreas Khirzinger, Schmied von Hofkirchen, pachtete von Thomas Aichinger zu Gingkofen, dem Schmetterischen Kurator, die Hufschmiede mit einem dazugehörigen Blasbalg und Wirchzeug (Werkzeug), mit dem Denglgetreide, soviel derzeit einzuholen war und mit den Ausrichtlaiben gemäß dem alten und neuen Ehehaftregister. Der Überzins betrug 10 fl. Das zu halten, versprach Aichinger im Beisein von Josef Greundl, Sattler, und Erhard Feichtmayer, Amtmann zu Hainsbach (Aus einer Randbemerkung von Roman Zierngibl erfahren wir, daß der Schmied Khirzinger nicht lange in Hainsbach blieb, da er nichts zu essen hatte, weil ihm die Bauern nichts geben wollten).

1649 September 26. Christoph Sturm von Hailing, jetzt in Mintraching, erhielt von Abt Placidus die ihm eigentümliche Schmiede zu Hainsbach mit dem Dengelgetreide und dem Werkzeug bis Martini 1650.

1650 Dezember 4. Wolf Lehner, Huf- und Kreuzschmied, pachtete für 1 Jahr die Schmiede in Hainsbach. Die Stift betrug 12 fl. Wolf Lehner erhielt 1651 für das Beschlagen (Läuten) der Glocken 19 fl 15 kr.

1660 Stefan Rill (Riehl), Spitalschmied zu Landau, und Maria Magdalena, seine Hausfrau, kauften das Erbrecht auf die Schmiede zu Hainsbach um 60 fl. Die Stift betrug 10 fl. Zur Reparatur der Schmiede wurden Rill 12 Hölzer gegeben und das Werkzeug vom Kloster St. Emmeram vorgeliehen.

1668 Wolf Lehner, Emmeramischer Hofschmied in Hainsbach (s. die frühere Hs.Nr. 9). 1673 war er der Haindlinger Kirche 8 V Hafer (= 1 fl) schuldig.

1668 Stefan Rill, Schmied zu Hainsbach.

1676 Christoph Rill, Sohn des Stefan Rill von Hainsbach, heiratete die Schmiedtochter Magdalena von Eitting. Im Jahre 1692 lieh er von der Haindlinger Kirche 8 fl aus.

1693 Franz Riehl übernahm von seinen Eltern die Erbrechtsschmiede mit Schmiedwerkzeug und Herrenstift von 7 fl um 45 fl. Die Eltern nahmen sich die Herberge, ein Schaff Korn, 5 V Weizen, 6 fl, 6 Kopf Schmalz, 30 Eier und 2 Klafter gehacktes Holz aus. 1697 heiratete Franz Riehl Gertrud Khintlbauer von Dengling. Die Braut brachte 150 fl mit in die Ehe. Im Jahre 1716 kaufte Riehl zwei Äcker, einen auf der Hochstraße und einen neben dem Birkenhölzl. 1726 starb Franz Riehl im Alter von 75 Jahren. Im Jahre 1739 lieh die Witwe Gertrud Riehl vom Gotteshaus Hainsbach 100 fl zur Verheiratung ihres Sohnes Simon Riehl, angehenden Schmieds zu Leiblfing.

1750 Josef Riehl übernahm von seiner Mutter die Erbrechtsschmiede um 500 fl. Er heiratete Walburga Gobmer, Schusterstochter von Gingkofen. Die Braut brachte 270 fl und eine Ausfertigung mit in die Ehe. In zweiter Ehe heiratete Josef Riehl Maria Zink von Hüttenkofen, die ihm 300 fl mit in die Ehe brachte. Josef Riehl starb 1760 im Alter von 45 Jahren. Die Witwe Maria Riehl vermachte ihrem Sohn 150 fl.

1760 Philipp Eberl, Halbbauerssohn von Morersdorf bei Marklkofen, heiratete die Witwe Maria Riehl. Er brachte 280 fl mit in die Ehe, sie die Erbrechtssölde und die Schmiede. Der Rückfall betrug 100 fl und 3 Halskleider. Aus der Ehe gingen 9 Kinder hervor.

Um 1800 notierte der Chronist Pater Roman Zierngibl: „Die Schmiede steht noch auf dem nämlichen gut gewählten Platz (wo sie 1622 erbaut wurde), sie ist eine Ehehaftsschmiede und der Erbrechter findet guten Unterhalt, sofern es ihm nicht am Fleiße, Geschicklichkeit und gutem Betragen mangelt“.

1801 Wolfgang Eberl übernahm von seinen Eltern, Philipp und Maria Eberl, die Hufschmiede in Hainsbach um 2.000 fl. Drei Tage später heiratete Wolfgang Eberl die Müllerstochter Magdalena Winzhofer von Mötzing. Die Braut brachte 600 fl mit in die Ehe. Wolfgang Eberl baute Haus und Stadel neu.

1834 Wolfgang Eberl jun. übernahm von seinen Eltern die 1/8 Schmiedsölde, 12 Tagwerk 49 Dezimal Felder und das Forstrecht von jährlich 2 Klaftern und einer Lichtföhre um 2.500 fl. Im Dezember 1834 heiratete Wolfgang Eberl die Müllerstochter Katharina Schindler von Wiesent. Sie brachte 1.000 fl, 200 fl Ausfertigung und 300 fl bei der Übergabe der Heimat mit in die Ehe. Im Jahre 1855 gehörten zum Anwesen 47 Tagwerk 76 Dezimal Grund. 1866 baute Wolfgang Eberl einen neuen Pferde- und Kuhstall. Für seinen Sohn Ludwig errichtete er ein neues Anwesen (frühere Hs.Nr. 27 1/2). Die Schmiede und ca. 15 Tagwerk kamen von der früheren Hs.Nr. 27 in den Jahren 1874/75 zum Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 27 1/2.

1874 Josef Eberl, Halbbauer, heiratete Theresia Amann, Bauerstochter von Tuffing. Bei der Zertrümmerung der Brauerei Hiendlmeier kaufte er 8 Tagwerk 83 Dezimal Wald an der Haidersberger Straße um 4.000 Mark. Von den Kindern heiratete die Tochter Kreszenz im Jahre 1909 A. Sennebogen in Neuhofen. Im Jahre 1925 tauschten beide nach Greißing auf den Hof an der Regensburger Straße. Sohn Josef wurde Lehrer. Er war tätig in Bodenmais, Neuhausen bei Landshut, in Niedersunzing bei Straubing, in Landau an der Isar und zuletzt in Landshut.

1908 Anna Eberl heiratete Karl Wellenhofer, Sohn des Sebastian und der Magdalena Wellenhofer von Eitting. Im Jahre 1909 errichtete Wellenhofer einen großen Stadel.

1909 waren ca. 50 Tagwerk beim Anwesen. Im 2. Weltkrieg sind 3 Söhne der Familie Wellenhofer in Rußland gefallen.

1948 Fanny Wellenhofer heiratete Willibald Wurm, Sohn des Michael und der Sofie Wurm aus Pönning. Willibald Wurm starb am 08.02.1985.

1985 Willibald Wurm und Lydia, geb. Kammermeier von Dettenkofen. Willibald Wurm starb am 14.10.1988 durch einen Unglücksfall.  

1998 Lydia Wurm

 Hs.Nr. 4, früher Hs.Nr. 31, Lydia Wurm

1731 Der junge Geselle Georg Eggenhover, noch ledig, von Oberharthausen und seine zukünftige Ehewirtin Katharina Pachmayerin von Kay kauften von Georg Mospeckh, Leerhäusler zu Hainsbach, das Erbrechtshäusl und Gärtl mit Brennholz und Tunget um 150 fl und 2 fl Leihkauf. Das Stiftgeld betrug 34 kr 2 hl, das Scharwerkgeld 1 fl 30 kr. Außerdem waren 1 Fastnachtshenne und je 1 V Hafer und Korn zum Schloß Hainsbach zu dienen. Im Februar 1731 heiratete Georg Eggenhover Katharina Pachmayer. Er brachte 50 fl, sie 200 fl, ein Bett, eine Bettstatt, eine Truhe und eine Kuh mit in die Ehe. Der Rückfall betrug 100 fl.

1736 übernahm Eggenhover den Stadlerhof zu Gingkofen (frühere Hs.Nr. 39). 1736 Der ehrbare Matthias Stöttner, Tagwerker zu Dettenkofen und Elisabeth, seine Ehewirtin, kauften das Erbrechtsleerhäusl und Gärtl in Hainsbach um 114 fl. In zweiter Ehe heiratete Matthias Stöttner 1757 Maria Kronwitterin von Metting.

1760 Die Wittib Maria Stöttnerin heiratete Franz Fortner, Kuffner von Perkam. Er brachte 90 fl mit in die Ehe.

1794 Katharina Fortner, Küferstochter von Hainsbach, heiratete den Leinweber Georg Perkamer von Hainsbach. Perkamer brachte 200 fl mit in die Ehe. Georg Perkamer kaufte um 1800 in Helmprechting Hs.Nr. 5.

1799 Jakob Ecker (Egger), Taglöhner auf dem Herrschaftslehen, dem sogenannten Amannhöfl zu Haindling, und seine Ehewirtin Maria kauften das Höfl um 420 fl.

1809 Theresia Ecker übernahm von ihren Eltern um 500 fl. Sie heiratete Thomas Egenhofer. Er brachte 200 fl mit in die Ehe. Egenhofer war Zimmererpolier, er verdiente pro Tag 48 kr.

1843 Wolfgang Egenhofer (Enghofer), Häusler und Zimmermann, heiratete Theresia Kammermeier von Pondorf. Sie brachte 300 fl und 50 fl Ausfertigung mit in die Ehe (Der Chronist Holzgartner vermerkte: „Die Eggenhover Buben müssen nicht recht viel getaugt haben, sie haben teuer gespielt“).

1880 Matthias Mittermeier, Söldner von Hailing und Theres Spitlbauer von Buchhausen. Peter Ammer, früher auf Hs.Nr. 35 in Hainsbach.

1888 Josef Sers, verheiratet mit Anna Prasch von Schwimmbach.

1906 Johann Sers, Gütlerssohn von Hainsbach, heiratete Helena Seeholzer, Dienstmagd von Schwimmbach.

Maria Sers

1983 Willibald Wurm und Lydia, Kauf

1988 Lydia Wurm

 Hs.Nr. 6, früher Hs.Nr. 28 1/2, Johann Bogner sen.

Hainsbach-Froschegg

1840 Dem Peter Dünzl und seiner Frau Maria, geb. Stadler von Oberndorf, wurde von der Gemeinde Hainsbach von den 17 Tagwerk 28 Dezimal Gemeindegrund 1/2 Tagwerk geschenkt. Das Ehepaar hatte 1825 den Wissinger Hof verkaufen müssen. Es hielt sich in Oberndorf auf, bis es, von den Verwandten unterstützt, auf dem Hainsbacher Gemeindegrund ein Haus gebaut hatte. Peter Dünzl fand sein Fortkommen als Wegmacher.

1844 Michael Dünzl übernahm von seinen Eltern um 892 fl. Er heiratete Katharina Zeiler, Häuslerstochter von Tuffing, in zweiter Ehe 1857 die Magdalena Englbrecht von Eschlbach.

1864 Karolina Dünzl ehelichte den Söldnerssohn Sebastian Gradl von Puchhausen.

1924 Josef Gradl und Anna

1961 Johann Bogner und Maria, geb. Gradl

 Hs.Nr. 8, früher Hs.Nr. 28 1/3, Hildegard Grill, jetzt Anja Obermeier

Hainsbach-Froschegg.

1870 Johann Schrafnagl erhielt von der Gemeinde Grund geschenkt. Darauf errichtete er im Jahre 1870 das Haus mit der früheren Hs.Nr. 28 1/3. Schrafnagl war von 1844 bis 1848 auf dem Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 33 in Hainsbach.

1874 Josef Wirt, Taglöhner von Innerhienthal, heiratete Anna Schrafnagl, Tochter des Johann Schrafnagl, Häuslers in Hainsbach und der Anna Maria, geb. Wagner, Bauerstochter von Wallersdorf.

1909 Anna Kufer (Witwe), geb. Wirt, verkaufte das Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 28 1/3 an Gastwirt Johann B. Gierl von Geiselhöring.

1909 Franz Xaver Ecker erwarb das Anwesen um 1.500 Mark. Ecker war zuvor auf der früheren Hs.Nr. 45 und dann auf der früheren Hs.Nr. 50 in Gingkofen.

1929 Josef Weiß und Katharina, Kauf

1979 Hildegard Grill, geb. Weiß

 Hainsbach Ost

Hs.Nr. 2, früher Hs.Nr. 15, Ludwig Fleischmann, jetzt Ernst Setz

Die 1/8 „Sölde auf dem Graben oder Hilzen“, auch „die Grassauer-Sölde“ oder „die Sölde hinter dem Bräuhaus“ genannt.

1598 Georg Krieger (früher Hs.Nr. 18) erwarb auch das Erbrecht auf die 1/8 Sölde mit der früheren Hs.Nr. 15.

1599 Erhard Graßerbauer hatte neben der früheren Hs.Nr. 18 auch das Erbrecht auf die 1/8 Sölde, frühere Hs.Nr. 15.

1627 Sebastian Amann, Bauer zu Hainsbach (früher Hs.Nr. 13), und seine Frau Eva verschrieben Georg Huber, Beck zu Geiselhöring, 60 fl auf ihre Sölde, die vom Grassauer stammte.

1633 lieh Sebastian Amann, Bauer von Hainsbach, vom St. Johann Gotteshaus zu Hainsbach 24 fl und bürgte mit der Sölde auf dem Graben oder Hilzen.

1649 Adam Weinzierl, Bauer von Hainsbach, lieh von der Hainsbacher Kirche 40 fl aus, als er den 1/1 Hof und die 1/8 Sölde (früher Hs.Nr. 15) des Sebastian Amann kaufte. Adam Weinzierl hatte außerdem noch das Erbrecht auf den 1/1 Hof, frühere Hs.Nr. 7, und hatte im Jahre 1657 das Faltergült mit der früheren Hs.Nr. 22 in Pacht.

1665 Matthias Weinzierl kaufte von seinen Eltern, Adam Weinzierl, Bauer zu Hainsbach, und Maria, seiner Ehefrau, die Erbsgerechtigkeit auf das Amthöfl (frühere Hs.Nr. 13) zwischen dem Pfarrhof und Wirtshaus und die Grassauer Sölde nächst der Kothlachen um 580 fl und 1 Dukaten Leihkauf. Siegelzeugen waren Georg Brunner, Bauer zu Gingkofen, und Christoph Dittenauer, Schuhmacher zu Hainsbach.

1703 Juni 11. Matthias Weinzierl jun. übernahm den Hof (frühere Hs.Nr. 7) und die Sölde.

1703 Juli 26. Vater Matthias Weinzierl heiratete als Witwer Walburga Huber, Weberstochter von Obertunding. Die Braut brachte in die Ehe eine Kuh, ein Bett mit Bettstatt, Truhen und 30 fl Heiratsgut. Das widerlegte er mit 30 fl.

Am 28. Dezember 1712 machte Matthias Weinzierl folgendes Testament: Im Namen der heiligen und ungeteilten Dreifaltigkeit bekenne ich, Matthias Weinzierl der Alte, auf der Kothlachen zu Hainsbach, daß ich im wahren christkatholischen Glauben scheiden will und bitte Gott, meine Seele in die ewigen Freuden aufzunehmen. Das Begräbnis soll in Hainsbach mit 3 Ämtern samt Vigil und 3 Nebenmessen gefeiert werden. Zur Pfarrkirche St. Johannes Evangelist und Baptist in Hainsbach stifte ich 10 fl. Dafür soll ein sauberes Meßgewand angeschafft werden. Ferner vermache ich meiner Frau und den Kindern, die treu und fleißig gewesen sind, obwohl ich in den vergangenen und jetzigen Kriegswesen (Spani scher Erbfolgekrieg!) gleichsam um all das Meine gekommen bin und aufs äußerste verderbt worden bin, 70 fl, jedem der zwei Kinder 55 fl.

1722 starb Matthias Weinzierl fromm im Herrn mit 94 Jahren. Der Wittib Walburga verblieben das vorhandene Stroh, Getreide und die Fahrnis. Die 3 Kinder erhielten je 20 fl.

1714 Hans Pichlmayr und Anna tauschten von Matthias Weinzierl jun. den Erbrechtshof und die dazugehörige Bausölde (der Erbrechtshof gehörte nach St. Emmeram, die Bausölde zum Florianigotteshaus in Bogen) gegen ihren halben Hof beim Pfarrhof ein.

Im Jahre 1724 kauften Andre Wagner, Wirt und Bierbräu zu Hainsbach, und seine Frau Elisabeth von Hans Pichlmayr und Anna die Erbrechtsbausölde, auf der Kothlachen gelegen, um 330 fl und 5 fl Leihkauf. Von dieser Summe erhielt die hochgnädige Herrschaft St. Emmeram 150 fl, der Bogenberg oder das löbliche Kloster Oberalteich wegen ausständiger Gülten 25 fl, das kurfürstliche Herzogsspital Straubing 25 fl ewige Gilt, die Wittib Weinzierlin von Hainsbach 15 fl, die Weinzierl-Kinder 60 fl Vormundschaftsgeld, der Probstrichter 30 fl für geliehenes Geld und Hans Pichlmayr 30 fl zum Kauf eines Rosses.

1759 Ignaz Stockher kaufte die Grassauer Erbrechtssölde. Georg Rabensteiner 1777 Philipp Burkhardt kaufte von Georg Rabensteiner, gewesenem Bierbräu zu Hainsbach, die Grassauer Erbrechtssölde mit Garten, drei Äckern und einem halben Tagwerk Wiesmahd um 500 fl, 15 fl Leihkauf, zwei Eimer Bier und einem Sud Treber.

Joachim Redlbacher

1793 Franz Roth, Riemerssohn und Küffnergeselle von Geiselhöring, kaufte von Joachim Redlbacher die Sölde um 375 fl. Franz Roth, Binder, ehelichte 1793 Christina Koch, Schuhmacherstochter von Geiselhöring. Sie brachte 112 fl mit in die Ehe.

1816 Michael Schober, Binderssohn von Bogen, kaufte vom Küffner Franz Roth die frühere Hs.Nr. 15 um 700 fl. Das Handwerkszeug und die Bindergerechtigkeit erwarb er um 150 fl. Michael Schober heiratete Theresia Hartbergerin von Steinach. Sie brachte 720 fl mit in die Ehe. Das widerlegte er mit 300 fl. In zweiter Ehe heiratete Schober Eva Eckerin von Haindling. Die Braut hatte in Haindling ein eigenes Haus.

1840 Lorenz Karl, Bauerssohn von Gumpersberg, kaufte von Michael Schober das Erbrecht auf die Sölde um 1.360 fl. Lorenz Karl heiratete Ursula Zornmaier, Weberstochter von Mallersdorf. Sie brachte 500 fl und 100 fl Ausstattung mit in die Ehe.

Beim großen Brand in Hainsbach im Jahre 1844 brannte auch das Binderhaus völlig nieder. Das Feuer war abends um 9.00 Uhr in der Stallung des Brauers Eßlinger, frühere Hs.Nr. 14, von Hainsbach ausgebrochen.

1846 Anton Pohl, Binder aus Reisbach, tauschte von Lorenz Karl die frühere Hs.Nr. 15 im Wert von 2.726 fl 30 kr ein. Dafür trat Pohl sein Anwesen im Wert von 1.900 fl an Lorenz Karl ab. Pohl hatte noch 826 fl 30 kr draufzuzahlen. Nach dem Protokollbuch von Hainsbach vom Jahre 1856 hatte die Pohl-Familie einen sehr guten Ruf. Zwei Söhne wurden Geistliche. Pohl zog später nach Grafentraubach.

1861 Maria Dünzl.

Josef Englhier

1868 Die Familie Pflanzer von Schwimmbach erwarb von Josef Englhier von Hainsbach die frühere Hs.Nr. 15 um 2090 Mark.

1912 Josef Sichelstiel und Magdalena kauften das Anwesen um 14.000 Mark.

1934 Josef Fleischmann und Maria, geb. Fritsch

1947 Die Witwe Maria Fleischmann heiratete Alfons Schönberger

1975 Ludwig Fleischmann

 Hs.Nr. 5 a, früher Hs.Nr. 36, „Die Hainsbacher Kirche“

Frühere Hs.Nr. 16, erloschen

Die frühere Hs.Nr. 16, die Mesnersölde und das Schulhaus, jetzt Teil des Friedhofes.

Das Mesner- oder Küsterhaus war Eigentum des Pfarrgotteshauses Hainsbach. Zur Mesnersölde gehörten ein Garten und Äcker.

1330 Nach dem St. Emmeramer Salbuch diente der „guster“ (Mesner) von seiner Hofstelle 12 Pfennig.

1401 Ritter Georg der Hutter von Zulling erhielt beim Kauf der Veste (Schloß/Burg) Hainsbach von einer Hofstatt und einem Garten, auf welchem das Mesnerhaus stand, 46 Pfennig.

1600 Der Pfatterer Georg Falckhl war „Guster“ (Küster, Mesner) zu Hainsbach.

1621 Hans Griesmair, Kustor zu Hainsbach, war der Haindlinger Kirche 2 fl schuldig.

1625 bis 1628 Georg Werner (Wierner), Schulmeister zu Hainsbach, erhielt wegen seiner Verrichtungen im Gotteshaus Haindling jährlich 10 fl.

ca. 1628 bis 1634 Hans Stübl. Er scheint an der Pest 1634 gestorben zu sein. Daraufhin wurden die Witwe Stübl und ihr Sohn Christoph als Mesner von Hainsbach und Haindling eingesetzt.

1649 Kaspar Hallermayer, Mesner zu Hainsbach, kaufte die Erbgerechtigkeit auf die Kirchmaierische Sölde zu Gingkofen um 48 fl.

1651 bis 1671 Hieronymus Thumbler. Laut HKR von 1660 wurden Thumbler 10 Vierling Korn bezahlt. Im Jahre 1671 wurden dem gewesenen Mesner von Hainsbach, Hieronymus Thumbler, vor seinem Weggang wegen Haltung der Schule 2 fl 30 kr entrichtet.

1671 – 1672 Nach dem Tod des Mesners Konrad Strobl erhielt die Witwe Strobl die halbe Jahresbesoldung von 2 fl 30 kr.

1674 bis 1687 Jakob Holzapfel wurde wegen seines Dienstes von 30 kr Zins befreit. Holzapfel hatte auch die Sölde mit der früheren Hs.Nr. 44 in Gingkofen. Im Jahre 1683 erwarb er das neuerbaute Haus, das an Stelle des früheren Jägerhauses (frühere Hs.Nr. 25 Froschegg) gebaut worden war. Holzapfel starb im Jahre 1705.

1687 bis 1725 Adam Fruehmann. 1685 hatte er Eva Strasserin, Söldnerstochter von Haindling, geheiratet. 1687 zog er in das Mesnerhaus Hainsbach. 1701 erwarb er die Lobmayersölde in Gingkofen (frühere Hs.Nr. 50) und übergab sie 1719 seiner Tochter, die Adam Schönharl heiratete.

1726 bis 1753 Lorenz Jehl heiratete die Tochter seines Vorgängers. Er selbst war der Sohn eines Zimmerermeisters von Hainsbach (frühere Hs.Nr. 19) und übte wie sein Schwiegervater neben der Mesnerei das Schneiderhandwerk aus. Er starb 1753.

1753 (1757) bis 1783 Josef Jehl heiratete die Schusterstochter Gertrud Gerl von Gingkofen. Bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hainsbach keine eigene Schule und keinen ausgebildeten Schullehrer. Die Kinder von Hainsbach und Gingkofen gingen eine halbe Stunde weit nach Haindling in die Schule. Nur die ABC-Schützen (ABCler) schickte man zur Winterszeit zum Mesner und Schneider in Hainsbach in die Kindsstube.

1783 Die Witwe Gertrud Jehl übergab den Schul- und Mesnerdienst, wozu der Organistendienst gehörte, ihrer Tochter Anna-Maria.

1783 bis 1828 Thomas Keufl, Mesnerssohn von Hüttenkofen und längere Zeit Organist bei den Karmeliten, heiratete Anna-Maria Jehl. Pater Roman Zierngibl prüfte ihn und vereidigte ihn für den Schuldienst. Einkünfte des Mesners und Lehrers von Hainsbach im Jahre 1783 (Die Pfarrei Hainsbach zählte damals 450 Seelen): Dem Mesner und Lehrer war das Mesner- und Schulhaus, das dem Gotteshaus eigen war, als freie Herberge überlassen. Dazu gehörte ein Obstgärtl mit Backofen und Waschhaus. Im großen Obstgarten und Grasgarten war ein Acker oder Krautfeld. Außerdem hatte er 2 Äcker mit 60 Pifang von kurzer Länge und ein halbes Tagwerk Wiesmahd, von dem 10 kurze Pifang Feld umgeackert wurden. Auch alle Grundstücke gehörten dem Pfarrgotteshaus Hainsbach. Am Allerseelentag erhielt der Mesner-Lehrer 18 Seelenwecken, zu Ostern 6 weiße Laib Brot von den 3 Bauern zu Hainsbach und den 3 Bauern zu Gingkofen. Die Läutgarben ergaben im Jahr 2 V Weizen und 4 V Korn. Aus dem Herrschaftsholz erhielt er 2 Klafter Holz. Geldeinnahmen: Bei der Rechnungsaufnahme 20 kr, für das Vorsingen 40 kr, für den Heiliggrabaufbau 30 kr, für das Holen des Öles für das ewige Licht 30 kr, für die Kirchenwäsche 10 kr, für das Kripperlaufmachen 1 fl 40 kr, vom Josef Ratschmeier-Jahrtag 15 kr, vom Spitlbauer-Jahrtag 10 kr, von den 2 Wagnern 20 kr, die Summe der gewissen jährlichen Geldeinnahmen vom Gotteshaus Hainsbach betrug demnach 6 fl 45 kr. Vom Gotteshaus Haindling erhielt er 10 V Korn, an Geld 5 fl, von der Dreifaltigkeitsbruderschaft jährlich 2 fl 42 kr, von der Sebastianibruderschaft jährlich 50 kr, die Summe dieser Geldeinnahmen belief sich auf 15 fl 23 kr. Außerdem hatte der Mesner von Hainsbach von jeder hier gelesenen Messe 6 kr, von jedem Schulkind wöchentlich 1 kr, für das Schlagen (Spielen) der Orgel 20 fl, für die Hainsbacher Jahrtage wegen des Orgelspielens 2 fl 20 kr. Die Gesamtsumme ergab 37 fl 43 kr. Dann hatte der Mesner-Lehrer im Jahre 1783 noch 3 fl als Hochzeitslader, 4 fl Einnahmen von Hochzeiten und Kindstaufen und 12 fl von Leichenbegräbnissen. Als Schneider verdiente er noch 40 fl. Im Jahre 1820/21 wurde der Ertrag der Mesner- und Schulstelle Hainsbach auf 197 fl 4 1/2 kr festgesetzt, einschließlich des für die freie Wohnung angesetzten Betrages von 18 fl.

1808 Bau eines neuen Schulhauses in Hainsbach auf einer kleinen Anhöhe neben der Kirchhofmauer, wo früher der Backofen des Schullehrers stand. Das alte Schulhaus, eigentlich Mesnerhaus, wurde 1808 abgebrochen. Es hatte nur Platz für 12 – 15 Schulkinder. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts gab es aber in Hainsbach schon 36 – 40 Schulkinder. Das alte, ganz aus Holz gebaute Schulhaus war außerdem sehr tief und ziemlich nahe am Schloßweiher gelegen. Bei anhaltendem Regen war das Wasser 1 – 2 Fuß tief in das Haus eingedrungen. Im Frühjahr 1807 hatten der Lehrer, sein Weib und seine Kinder im Wasser umherwaten müssen und deshalb einen ekelhaften Ausschlag bekommen. Daher war der Bau eines neuen Schulhauses genehmigt worden. Die Ausgaben für den Bau beliefen sich auf 1.993 fl 42 kr. Davon zahlten die Frauenkirche Haindling und die beiden Bruderschaften (Sebastiani- und Dreifaltigkeitsbruderschaft) insgesamt 1.530 fl, die Pfarrkirche Hainsbach 68 fl, die Herrschaft an Holz 333 fl, Pater Virgil 23 fl, vom verkauften Überholz gingen 37 fl ein.

Die Verhältnisse des Hainsbacher Mesners und Lehrers, Thomas Keufl, waren sehr ärmlich, so wie wahrscheinlich die der meisten Dorfschullehrer in jener Zeit. Dies dokumentiert eine Eingabe aus dem Jahre 1822, in der es heißt: Thomas Keufl ist mit Weib und 6 noch unversorgten Kindern belastet, darunter mit 2 krüppelhaften Töchtern. Er selber ist halb erblindet und wegen der schweren Taglöhnerarbeiten zittert er an den Händen. Um sein Gehalt aufzubessern, muß er notgedrungen zu seinen übrigen Arbeiten noch folgende Nebenämter versehen: Er ist Kastenaufseher des Montgelas’schen Getreidekastens in Hainsbach, dann führt er beim Dreschen des Schloßgetreides die Aufsicht, wofür er 2 fl 30 kr und das Erbsenstroh bekommt. Außerdem ist er Schneider, Totengräber, Hochzeitslader und Unteraufschläger (staatlicher Beamter, der indirekte Steuern auf gewisse Lebensmittel und Getränke einziehen mußte). Im Jahr 1822 betrug Keufls Gehalt 381 fl 53 kr.

Nach dem Hauptschulbericht von 1824/25 war Thomas Keufl schon mehr als 40 Jahre im Schuldienst. Wegen seines Alters wurde sein Sohn Emmeram Keufl 1823 von der königlichen Regierung des Regenkreises als Provisor (Adstant, Hilfslehrer) an der Schule Hainsbach angestellt. Die Lage des Hilfslehrers war noch armseliger als die des Lehrers. Dies schildert eine Eingabe des Adstanten Emmeram Keufl vom 31. Juli 1827: „Da mir mein Vater Thomas Keufl bei seinem bekannten schlechten Dienste von dem bewillig ten Kostgeld zu 50 fl jährlich nichts zuteilen kann, so bin ich gezwungen, alle Jahr um eine Gratifikation eine Bittschrift einzureichen. Voriges Jahr erhielt ich aber nur 7 fl. Meine gewöhnliche Kost ist im Sommer: Nudeln und Salat – im Winter: Sauerkraut und Nudeln – zum Nachtessen aber Erdäpfel – denn der Schuldienst ist für sich zu schlecht (bezahlt) und meine täglichen 8 kr Kostgeld reichen nicht weiter. Auch kann ich und will ich meinen alten Eltern, wenn es die Woche einmal oder zweimal Fleisch gibt, den besseren Bissen nicht wegnehmen.“ Bekannt ist auch der Hainsbacher Schulsprengel in jener Zeit. 1810 gehörten zum Schulsprengel Hainsbach noch Gingkofen, Siffelbrunn, Haidersberg,Wissing und Brunnwinkel. 1826 kamen Königswinkel, 1827 Dungerfalter und 1846 Kleinwissing hinzu. Auch die „sibirische Kolonie“ Schwimmbach, die in den Jahren 1806 – 1809 gegründet wurde, sandte ihre Kinder nach Hainsbach, weil die dortige Schule in gutem Ruf stand. Zwar sollte nach der kurfürstlichen Verordnung von 1803 der Pfarrsprengel für den Schulsprengel maßgebend sein. Dieser Grundsatz konnte aber in Hainsbach nicht immer eingehalten werden. So gehörte die Einöde Wissing zur Pfarrei Martinsbuch und Biburg nach Sallach. Die Kinder von dort gingen aber schon immer nach Hainsbach in die Schule.

1828 übergab Thomas Käufl Vieh und ludeigene Äcker an seinen Sohn Emmeram. Dieser mußte dem Vater lebenslang jährlich 50 fl für den Unterhalt zahlen.

1828-1829 Emmeram Käufl hatte mit sehr großem Erfolg die Hauptprüfung in Regensburg für den Schuldienst abgelegt. Im Dezember 1829 wurde er an die Schule in Schierling versetzt.

1829 – 1874. Josef Rosenbeck, bisher Lehrer zu Sengkofen, wurde an die Schule in Hainsbach versetzt und von Probst Virgil Bacher feierlich in den Schuldienst eingeführt.

1830 heiratete er Magdalena, Tochter des Lehrers Thomas Käufl. Ein Sohn aus dieser Ehe, Franz Seraph, wurde 1861 zum Priester geweiht, starb aber schon 1872 an einem Lungenleiden. Rosenbeck war 45 Jahre Lehrer in Hainsbach.

1874-1906 Eduard Daffenreither, 32 Jahre Lehrer in Hainsbach. In den Jahren 1872/73 war die Schülerzahl in Hainsbach auf 132 angewachsen. Daher wurde unter Lehrer Daffenreither das im Jahre 1808 erbaute Schulhaus um zwei Fenster erweitert. Das bisherige Schulzimmer wurde vergrößert, das obere Schulzimmer eine Gehilfenwohnung. Auch eine Gemeindestube und zwei andere Zimmer konnten gewonnen werden. Die Kosten beliefen sich auf 1.669 fl 49 kr. Eigentümer waren die Kirche und die Gemeinde zu gleichen Teilen. Nach seiner Pensionierung zog Daffenreither zuerst nach Bad Eibling, dann nach Geiselhöring und 1908 in das von ihm gekaufte alte Försterhaus in Hainsbach. Aber noch im selben Jahr erlag er einem Schlaganfall.

1906-1927 Ludwig Juli, 21 Jahre Lehrer in Hainsbach.

1927-1938 Karl Wullinger, Lehrer in Hainsbach.

1939 – 1945 verschiedene Aushilfen während des Krieges.

1946 – 27. April 1954. Max Baumgartner Lehrer in Hainsbach.

1954 Von Mai bis Juli war Albin Schindlbeck Aushilfslehrer.

1954 – 1979. Hans Sperrer, Lehrer in Hainsbach (ab 1960 Oberlehrer). Er wurde 1914 in Hirnkirchen, Landkreis Freising, geboren und war Kriegsteilnehmer von 1939 bis 1945. Verheiratet war Sperrer mit Gertrud Lempert aus Lauban in Schlesien.

1961/62 Bau eines neuen Schulhauses und Lehrerwohnhauses in Hainsbach. Einweihung am 2. September 1962.

1963 Das alte Hainsbacher Schulhaus wurde abgerissen, der Platz 1964 von der Gemeindeverwaltung für die Friedhofserweiterung zur Verfügung gestellt.

1965 Dezember: Hainsbach und Martinsbuch wurden zu einem Schulverband zusammengelegt, wobei die Klassen 1 und 2 sowie die Klassen 5 und 6 in Martinsbuch und die Klassen 3 und 4, 7 und 8 in Hainsbach unterrichtet wurden.

1969 September. Hainsbach kam zum Schulverband Geiselhöring. Hainsbach blieb jedoch weiter Schulort.

1980 Im Juli letzter Schulunterricht im Schulhaus Hainsbach.

Im Vordergrund rechts vor der Kirche ist noch die alte Schule zu sehen, die 1963 wegen Friedhofserweiterung abgebrochen wurde. Links auf dem Bild der Zehentstadel

Im Vordergrund rechts vor der Kirche ist noch die alte Schule zu sehen, die 1963 wegen Friedhofserweiterung abgebrochen wurde. Links auf dem Bild der Zehentstadel.

Hs.Nr. 6, früher Hs.Nr. 25, Ludwig Meier und Rosmarie

Die Jägersölde, Hainsbach-Froschegg, ist im Jahre 1610 als neue Sölde entstanden.

1683 Jakob Holzapfel (bis 1671 in Gingkofen auf der früheren Hs.Nr. 44), Mesner zu Hainsbach, erhielt vom Hochwürden und Gnaden, Herrn Zoellestin, Abt des kaiserlich gefreiten Reichsstiftes und Kloster St. Emmeram in Regensburg, Erbrecht auf das neuerbaute Haus zu Hainsbach, wo vor alters das Jägerhaus stand, um 100 fl. Davon wurden 20 fl bereits bezahlt. Jährlich hatte er an Grundgilt 1 fl 4 kr 2 hl, und eine Henne, an Vogteikorn und -hafer je 2 V, an Scharwerksgeld 1 fl 30 kr zu leisten. Die hintere Stube und Kammer sollte er auf seine Kosten herrichten. Zum Bau eines Stalles wurde ihm das Holz gegeben. Bis 1687 war Holzapfel Mesner zu Hainsbach. Nach 1687 ist er nicht mehr als Mesner, sondern nur mehr als Schneider in Hainsbach erwähnt. Im Jahre 1705 starb Jakob Holzapfel.

1705 Georg Holzapfel übernahm von seiner Mutter das Erbrechtsleerhäusl. 1698 hatte er Justina Mayerin von Moosham geheiratet. Georg Holzapfel starb 1735 im Alter von 74 Jahren.

1733 Ursula Holzapfel, verheiratet mit Wolfgang Baumgartner, Tagwerker von Gunting, übernahm von ihren Eltern das Erbrechtshäusl um 50 fl. 1751 starb Wolfgang Baumgartner im Alter von 64 Jahren. Die drei Kinder erhielten je 20 fl Elterngut.

1752 Elisabeth Baumgartner heiratete den Zimmermann Georg Egl von Hofkirchen und übernahm um 80 fl das Erbrechtshaus. Egl brachte 40 fl mit in die Ehe.

1791 Johann Neumayer, Söldnerssohn von Mötzing, kaufte von Georg Egl das Erbrecht auf das Leerhäusl mit Gärtl, drei Äckern und sämtlicher Fahrnis um 450 fl und 2 Taler Leihkauf. Im Jahre 1793 verkauften Johann Neumayer und Agnes drei Äcker im Wert von 200 fl an Ignaz Wild.

1798 Michael Weber aus Lamberg bei Kötzting, kaufte von Johann Neumayer und Agnes die Behausung um 400 fl. Nach dem Pfarrjournal von 1801 ließen sich alle Untertanen in Hainsbach bis auf Michael Weber in die Feuerassekuranz (Brandversicherung) einschreiben.

1807 Michael Weber und Theresia, geb. Aigner von Hirschkofen, übernahmen von den Eltern, auch Michael Weber und Cäcilia, die Sölde um 400 fl. Die Braut brachte 200 fl mit in die Ehe. Den beiden Brüdern Josef und Anton waren je 45 fl auszuzahlen.

1847 Franz Xaver Weber übernahm um 2.205 fl das elterliche Anwesen. Er heiratete Theresia Schwimmbeck von Oberwackerstall. Die Braut brachte 600 fl und 50 fl Ausfertigung mit in die Ehe. Zum Anwesen gehörten 14 Tagwerk 20 Dezimal Feld- und Wiesgründe.

1854 Matthias Meier, Schneider und Gütler zu Hainsbach, heiratete die Söldnerstochter Theres Weber. Sie übernahmen um 1.900 fl die Webersölde, deren Felder bis auf 6 Tagwerk 29 Dezimal zertrümmert worden waren.

1888 Josef Meier heiratete Maria Bindereder, Bauerstochter von Metting.

1920 Ludwig Meier und Ludwina

1959 Ludwig Meier und Fanny, geb. Heigl

1990 Ludwig Meier und Rosmarie, geb. Hölzl, Eschlbach

 Hs.Nr. 8, früher Hs.Nr. 2, Gerhard Schiederer und Rosalie

1724 Matthiasen Clain, Pfeifer und Tagwerker, und seine Ehewirtin Ursula kauften von Ihro Hochw. und Gnaden, Herrn Reichsprälaten Wolfgang von St. Emmeram, einen mit 4 Marchgrieben oder Stecken vermarchten klostereigenen Bauplatz zwischen dem Häusl des Schneiders Georg Holzapfel und dem Backofen des Hufschmieds Franz Rihl um 8 fl 30 kr. Zum Schloß waren ab 1728 zu entrichten: 1 fl 30 kr Scharwerksgeld, je 1 Vierling Korn und Hafer und eine Fastnachtshenne. Zum Bau des Häusls wurden dem Ehepaar Clain von der Sebastianibruderschaft 10 fl geliehen.

1739 In der Hofmarksbeschreibung heißt es: „Matthias Klein, Pfeifer, besitzt ein Erbrechtsleerhäusl“. Im Jahre 1742 starb Matthias Klein (auch Pfeifer genannt)

1744 Tod der Ursula Klein. Die drei Söhne Niclas (36 Jahre alt), Matthias (22 Jahre) und Josef (20 Jahre) schlossen folgenden Vertrag: Matthias erhält das Leerhäusl um 42 fl 48 kr, dem Josef sind 7 fl hinauszuzahlen und Niclas ist in der „Herberch“ zu dulden.

1744 Matthias Klein jun., Taglöhner, heiratete Barbara Sterr, Leerhäuslstochter zu Metting. Sie brachte ihm in die Ehe eine „1/2 Khue, 1 einjähriges Kälbl und 45 fl“. Falls sie ohne Nachkommen sterben sollte, waren 10 fl und drei Halskleider zurückzugeben. Matthias Klein starb 1773 mit 50 Jahren. Im Jahre 1776 übergab die Witwe Barbara Klein ihrer Base Maria Heinrichin ihr Erbrechtssöldenhäusl ohne Stall um 200 fl.

1776 Maria Heinrichin, Tagwerkerstochter von Feldkirchen, heiratete Sebastian Eggenhofer, 1/16 Häusler, Sohn des Landwirts Georg Eggenhofer in Gingkofen. Beide Eheleute brachten je 90 fl mit in die Ehe. Im Jahre 1782 bauten sie das Haus neu.

1815 Die Söldnerstochter Anna Eggenhofer heiratete Lorenz Straßgütl, Weber von Oberharthausen, nach seiner Entlassung aus dem Militär im Jahre 1815. Die Braut hatte zwei uneheliche Kinder vom Soldaten Wagner vom Nationalfeld-Bataillon. Straßgütl war wie sein Schwiegervater Eggenhofer Pächter eines Teils der Schloßökonomie, die im Jahre 1816 von den Juden Lilienthal und Seligmann zertrümmert wurde. Straßgütl erwarb 4 Tagwerk 29 Dezimal. 1824 heiratete er in zweiter Ehe Agnes Murr. Von der Filialkirche Haindlingberg nahm das Ehepaar im Jahre 1834 fünfzig fl auf.

1839 Johann Georg Straßgütl, Weber in Hainsbach, heiratete Theresia Englberger von Aiterhofen (oder Oberharthausen). Sie brachte in die Ehe 400 fl und 25 fl Ausstattung mit. Im Jahre 1847 erwarb Straßgütl das Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 33 in Hainsbach – Froschegg, die frühere Hs.Nr. 2 verkaufte er an Xaver Ziegler.

1847 Xaver Ziegler, Schneider zu Schwimmbach, und Maria, geb. Seidl. Kauf der früheren Hs.Nr. 2 mit 4 Tagwerk Feldern. Die Gemeinde Hainsbach genehmigte die Ansässigmachung und das Konzessionsgesuch als Schneider.

1851 Johann Schmatz, Sohn des Söldners Johann Schmatz von Grafentraubach, erwarb das Straßgütl’sche Restgütl um 1.340 fl. Seine Ansässigmachung wurde genehmigt. Schmatz heiratete 1851 Theres Hilz von Weichs. In zweiter Ehe ehelichte er 1852 Theres Knott von Habelsbach. Georg Eßlinger, dann Witwe Eßlinger

ca. 1889 Alois Fritsch, Gütler in Hainsbach, Sohn des Mauerers Lorenz Fritsch von Gingkofen, und der Kreszenz, geb. Urlberger von Metting, kauften die frühere Hs.Nr. 2.

1909 Gastwirt Gil von Geiselhöring kaufte Haus, Stall, Stadel und Hofraum von Alois Fritsch. Die 6 Tagwerk Gründe nahm Fritsch zu seinem neuen Anwesen (frühere Hs.Nr. 19) in Hainsbach mit.

1909 Georg Kufer und Maria Wirth, vorher auf der früheren Hs.Nr. 28 1/2 in Hainsbach, kauften um ca. 2.300 Mark die frühere Hs.Nr. 2, dazu 3 Tagwerk vom Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 19.

1945 Otto Kuffer und Katharina, verw. Schiederer.

1969 Gerhard Schiederer und Helga, geb. Urlberger von Schwimmbach.

1989 Gerhard Schiederer und Rosalia, geb Betzenhauser von Geiselhöring.

 Hs.Nr. 9, früher Hs.Nr. 4, Josef Ebert und Anna, jetzt Manfred Fritz

Ehemaliges Gerichtsdiener- oder Amthaus. Es war Eigentum der Schloßherrschaft.

1659 Bis 1659 wohnte der Amtmann von Hainsbach auf der früheren Hs.Nr. 19, ab 1659 auf der früheren Hs.Nr. 4.

1660 Dem gewesenen Amtmann Michael Liner wurden auf Befehl des H. Pater Probsten als Besoldung 2 Schaff Korn überreicht.

1661 Laut Kirchenrechnung von 1661 erhielt Pfarrer Pater Dionysius zur Erbauung des Ambthauses 15 fl.

1667 Dem Mathiasen Reiter, Ambtmann zu Hainsbach, wurden 3 V Gerste laut Kirchenrechnung verkauft.

1670 Erhardt Frohmayr ist als Ambtknecht genannt.

1674/1675 Dem Simon Handtlos, Ambtknecht, und seiner Hausfrau Barbara wurden in den Jahren 1674 und 1675 zwei Kinder geboren.

1687 Andreas Handtlos, Hofmarksambtmann, heiratete Catharina Dierin, Tochter des Ambtmanns Johann Dier von Alburg. Catharina brachte in die Ehe 62 fl 30 kr, 1 Bett, 1 Bettstatt, 1 Kuh und eine ehrliche Ausfertigung mit. Der Hofmarksambtmann widerlegte das mit 40 fl und verschrieb ihr all sein Vermögen.

1711 Die Reparierung des Ambthauses belief sich auf 368 fl 50 kr 3 hl. Das Haus hatte eine ziemlich breite Giebelfront und war im oberen Teil aus Holz.

1712 Nach dem Stuhlregister von 1712 war Hans Schirkhover Ambtmann in Hainsbach.

1720 Hans Schirkhover, Probsteigerichtsambtmann zu Hainsbach, und seine Frau Margaretha übergaben den Ambtmannsdienst der lieben Tochter Magdalena und ihrem zukünftigen Ehewirt Christoph Robl. Sie nahmen sich Zeit ihres Lebens aus: Die Hausmannskost, den Einpfändpfennig, die Hälfte des Holzrechtes und die Hälfte der Hausfahrnis (bewegliches Eigentum).

1732 April 28. Der Hainsbacher Amtmann Christoph Robl starb im Alter von 50 Jahren. Seine Witwe schloß mit ihren 5 Kindern folgenden Vertrag:

1. Ihr verbleiben alles Heu, Stroh und die Fahrnis.

2. Die Witwe verspricht, die Kinder christkatholisch zu erziehen, ihnen Kost und Kleidung zu geben, dem Sohn 5 fl und jeder Tochter 1/2 Bett und ein einjähriges Kuhkalb.

1732 Juni 20. Die Witwe Magdalena Roblin heiratete Sebastian Weigard, Sohn des Hofmarksamtmanns von Inkofen. Weigard brachte 50 fl in die Ehe mit.

1738 ist Bartholomäus Hofmaier Amtmann in Hainsbach.

1770 Michael Hofmaier, Amtmannssohn von Hainsbach, erhielt 50 fl Erbteil, nachdem er sich in Ungarn ansäßig gemacht hatte.

1776 Maria Sibilla Hofmaierin, verwittibte Amtmannin, übergab ihrer geliebten Tochter Elisabeth und deren Ehemann Josef Stürzer, Amtmann zu Hainsbach, ihre 5 Äcker und die tote und lebendige Fahrnis. Stürzer brachte 300 fl mit in die Ehe.

1805 Johann Stürzer, Sohn des Josef Stürzer, ist Amtsknecht zu Hainsbach.

1814 Josef Stürzer kaufte um 400 fl von Graf von Montgelas das Gerichtsdienerhaus, das bis zur Säkularisation von 1803 im Besitz des Klosters St. Emmeram gewesen war und das 1813 Graf von Montgelas erworben hatte.

1816 Johann Nepomuk Stürzer heiratete Maria Eiglspergerin, Tochter des Bauern Johann Eiglsperger von Tuffing, die 650 fl mit in die Ehe brachte.

1832 In zweiter Ehe heiratete Johann Stürzer Ottilie Staimer, Bauerstochter von Pfakofen.

1854 Johann Stürzer zertrümmerte sein Anwesen. Die Gebäude, den Garten, 5 Tagwerk  elder und das Vieh kaufte Michael Huber von Unter-Salhof um 3.000 fl. 11 Tagwerk 67 Dezimal Felder und 1 Tagwerk 25 Dezimal Wiese kaufte H. Lang von Hainsbach.

1854 Michael Huber heiratete Magdalena Somauer von Mötzing.

1881 Josef Huber heiratete Katharina Frank, Bauerstochter von Diepoltsried (Neunburg vorm Wald).

1896 Josef Huber heiratete in zweiter Ehe die Schwester seiner ersten Frau.

1909 umfaßte das Anwesen ca. 30 Tagwerk. Im selben Jahr kaufte Huber die Krämerei in Hainsbach.

1911 Anna Huber heiratete Alois Ebner von Otzing, der Baumann im Pfarrhof zu Martinsbuch war. Alois Ebner brachte 6.000 Mark Heiratsgut mit in die Ehe. Der Ehe entsprossen drei Töchter: Maria, Anna und Ernestina.

1947 Februar 11. Anna Ebner heiratete Josef Ebert von Wallkofen.

1991 Thilo Wysotzki und Manuela

 Hs.Nr. 11, früher Hs.Nr. 26, Paul Lederer

Die Pillersche Sölde, im Jahre 1610 neu entstanden 

1622 Georg Straßer. Er hatte 15 fl Schulden bei der Haindlinger Kirche. 1631 zahlte er sie zurück.

1644 Egidi Röll kaufte das Söldenhäusl.

1650 Peter Sedaller, von Schönach gebürtig und Reiter unter dem Lappierischen Regiment zu Pferd, kaufte um 18 fl und 1 fl Leihkauf das Erbrecht auf das durch den Tod der Eheleute Röll eine Zeitlang ödstehende Söldenhaus aufm Pach.

1651 Achatz Hirschhammer von Metting kaufte das Erbrecht auf die wieder ödstehende Sölde um 14 fl und 48 kr Leihkauf.

1655 Thomas Schmidhuber kaufte das Erbrecht auf die Röll’sche Sölde zwischen der Schmiede und dem Jägerhaus um 20 fl und 1 Reichstaler Leihkauf.

1661 Andre Schachinger erwarb um 22 fl und 2 Reichstaler Leihkauf die Erbrechtssölde.

1663 Christoph Dittenauer, Schuhmacher, kaufte die Erbrechtssölde zwischen der Schmitten und dem Amthaus am Froschegg um 10 fl und 1 Reichstaler Leihkauf. Laut HKR von 1663 lieh Dittenauer 10 fl von der Haindlinger Kirche aus. Im Jahre 1694 starb er mit 62 Jahren.

1684 Adam Dittenauer, Schusterssohn zu Hainsbach, heiratete Magdalena Kreuzederin von Hofdorf. Die Braut brachte 15 fl mit in die Ehe. Der Hochzeiter verheiratete ihr sein erlerntes Schuhmacherhandwerk mit dem Werkzeug. 1698 borgte er zur Reparatur seines baufälligen Hauses 20 fl von der Haindlinger Kirche.

1717 Stefan Aichinger, Bauer (früher Hs.Nr. 7) zu Hainsbach, kaufte von Adam Dittenauer, Schuster und Leerhäusler zu Hainsbach und Magdalena, seiner Hausfrau, das Erbrechtssöldenhäusl um 40 fl und 1 fl 30 kr Leihkauf. Die Verkäufer nahmen sich freie Herberge bis zum Lebensende aus. Von dem Häusl waren 10 kr, 2 Fastnachtshennen, je 2 V Korn und Hafer und 1 fl 30 kr Scharwerksgeld an den Grundherrn, das Kloster St. Emmeram, zu reichen. Stefan Aichinger übernahm die Schulden von 20 fl, die Dittenauer bei der Haindlinger Kirche gemacht hatte.

1719 Matthias Kollecker, Schuster von Tuffing, kaufte um 109 fl das Erbrechtsleerhäusl.

1758 Simon Kollecker, Schuster, übernahm von seiner Mutter um 120 fl. Er heiratete Eva Holzer von Haindling. Die Braut brachte 65 fl mit in die Ehe. Der Rückfall betrug 10 fl und 3 Halskleider. Simon Kollecker übernahm die 20 fl Schulden seiner Vorgänger bei der Haindlinger Kirche. In zweiter Ehe heiratete er Anna Maria Hagn von Perkam.

1793 Die Witwe Maria Kollecker heiratete Martin Schmid, Schuster von Hainsbach. Er brachte 100 fl mit in die Ehe. Die Witwe versprach, ihre beiden Kinder aus erster Ehe christlich zu erziehen, dem Mädchen die Näherei erlernen zu lassen und jedem Kind 75 fl zu geben. Im Jahre 1804 nahm der Schuhmacher Schmid von der Haindlinger Kirche 25 fl zum Hausbau auf. Außerdem hatte er die Schulden von 20 fl seiner Vorgänger übernommen. In zweiter Ehe heiratete Schmid 1819 Anna Maria Murr von Hüttenkofen.

1837 Josef Zündthofer von Depoltowitz in Böhmen kaufte das Anwesen um 600 fl. Im Jahre 1839 heiratete er Anna Maria Neueder, Zimmermannstochter von Obersunzing. Die Braut brachte 250 fl und 15 fl Ausfertigung mit in die Ehe. Nach der Armenliste von 1641 erhielt Zündthofer 1 fl 36 kr Armenunterstützung.

1850 Josef Dünzl, lediger Söldnerssohn von Hainsbach, bat um Ansässigmachung auf dem um 1.200 fl erworbenen Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 26 und um Verehelichung mit Anna Maria Würstl, Söldnerstochter von Groß.

1856 Peter Dantinger, Weberssohn von Sallach, kaufte das Anwesen um 1.500 fl. Er heiratete Maria Fritz von Biburg.

1858 Simon Schwarz, Weber von Schwimmbach und Josefa Holzer von Arnkofen. Im Jahre 1865 verkaufte Simon Schwarz sein Anwesen um 1.700 fl und kaufte die frühere Hs.Nr. 22 in Hainsbach.

1906 Jakob Leimer, Gütler, Sohn des Jakob Leimer und der Maria, geb. Groß, heiratete Anna Leierer.

1909 Josef Huber kaufte die frühere Hs.Nr. 26 mit 4 Tagwerk Grund um 3.325 Mark.

1909 Josef Gigler und Franziska, geb. Höcherl

1936 Georg Lederer und Anna, geb. Gigler

1976 Paul Lederer und Christa, geb. Eggendorfer

 Hs.Nr. 13, früher Hs.Nr. 29, Josef Weiß und Christine

Die frühere Hs.Nr. 29 gehörte zum Sedlhof (frühere Hs.Nr. 5).

1632 Andre Limbrunner, Tagwerker, Bruder des Georg Limbrunner, Sedlbauer auf dem Hof mit der früheren Hs.Nr. 5.

1771 Josef Guntentaler, Taglöhner.

1790 Ulrich und Maria Aichner, Ausnahmsleute. Sie hatten ihren Hof (frühere Hs.Nr. 5) an Jakob Mayr verkauft.

1816 Johann Spitzer von Postfelden (Wörth) und seine Frau Anna Maria, geb. Schindlbeck von Hinterbach, kauften das Insassenhäusl mit einem Ausspann Feld, der Umritt und die Leimgruben genannt, von Jakob Mayr um 280 fl. Sie brachte 150 fl mit in die Ehe.

1847 Franz Xaver Spitzer, Zimmermann, übernahm von seiner Mutter um 450 fl. Er heiratete Theresia Meier, Söldnerstochter von Sunzing. Sie brachte 490 fl mit in die Ehe. Spitzer baute das Anwesen mit der früheren Hs.Nr. 30 1/2 und verkaufte die frühere Hs.Nr. 29 an Franz Xaver Seebauer.

1881 Josef Eckmann. Er war Kriegsinvalide von 1870 und bezog monatlich 36 Mark Rente.

1889 Karl Dünzl und Ehefrau Eva erwarben das Haus um 1.350 Mark. Später kauften sie 7 Tagwerk hinzu.

1901 Helena Dünzl heiratete Karl Weiß, Zimmermannssohn von Schwimmbach.

1959 Josef Weiß und Anna, geb. Simeth von Rainfurt, 1990 Josef und Christine, geb. Nachtmann von Lichting

 Hs.Nr. 14, früher Hs.Nr. 33, Hubert Obermeier und Rita

Dieses Anwesen entstand in den Jahren 1720 bis 1729.

1729 Jakob Haidinger, Leerhäusler und Tagwerker, verheiratet seit 1722 mit Katharina Tesch, Müllerstochter von Perkam. Sie brachte 60 fl, Bett, Bettstatt, Truhe und eine Kuh mit in die Ehe. Im Jahre 1744 heiratete Jakob Haidinger in zweiter Ehe Maria Egger, Söldnerin in Haidersberg.

1751 Lorenz Jehl, Mesner, kaufte von Johann Niederhuber, frei resignierendem Probstrichter zu Haindling, das zum Kloster St. Emmeram grundbare Erbrechtssöldenhäusl mit zwei Gärtl um 118 fl. Davon waren 85 fl sogleich an den Verkäufer, 35 fl aber an Michael Haidinger, Sohn des Jakob Haidinger, zu zahlen. Außerdem wurde festgelegt, daß, solange Niederhuber lebe, ein Taglöhner im Häusl zu halten sei, der gegen gewöhnlichen Lohn in Haindling zu arbeiten habe.

1757 Simon Jehl heiratete Katharina Mayer von Siffelbrunn. Sie brachte 100 fl mit in die Ehe. Als Rückfall wurden 25 fl und 3 Halskleider festgelegt. Jehl war Schneider und Hochzeitslader.

1795 Magdalena Jehl heiratete Michael Jobst, Schneider von Petzkofen. Das Brautpaar übernahm von den Eltern das Häusl und drei Äcker um 400 fl. Jobst brachte 300 fl mit in die Ehe. Die Übergeber nahmen sich das hintere Stübl und jährlich 2 Vierling Erdäpfel zum Genuß aus.

1808 Die Witwe Magdalena Jobst heiratete Andreas Groß, Halbbauerssohn von Kleinpinning. Er brachte 400 fl mit in die Ehe. In zweiter Ehe heiratete Groß 1830 Maria Lermer von Hainsbach. Sie brachte 550 fl mit in die Ehe. Das widerlegte Andreas Groß mit dem auf 1.500 fl geschätzten Anwesen. Maria Groß wohnte später in der Klause zu Haindling und verkaufte diese dann 1856 an Frater Benedikt Kainz.

1845 Johann Schrafnagl von Waltersdorf kaufte das Anwesen um 4.500 fl. Im Jahre 1847 veräußerte Schrafnagl 20 Tagwerk 35 Dezimal, es verblieben noch 7 Tagwerk 87 Dezimal.

1847 Georg Straßgütl kaufte das Restanwesen. Im Jahre 1853 heiratete der Witwer Katharina Bergmüller von Hadersbach.

1867 Johann Straßgütl, Sohn des Georg Straßgütl und der Theresia, geb. Englberger, heiratete Theresia Schmid, Müllerstochter von Hainsbach.

1891 Theres Straßgütl ehelichte Franz Xaver Obermeier, Bauerssohn von Hainsbach (frühere Hs.Nr. 13).

1917 Franz Xaver Obermeier heiratete Maria Maier, Gütlerstochter von Hainsbach Froschegg (frühere Nr. 25).

1924 Neubau des Stadels. In den folgenden Jahren Zukauf von 16 Tagwerk Feldern.

1937 Eröffnung des Lagerhauses. 1938 Neubau des Lagerhauses.

1950 Franz Xaver Obermeier heiratete Rosa Huber von Siffelbrunn.

1995 Hubert Obermeier und Rita, geb. Amann von Eschlbach

 Hs.Nr. 15, früher Hs.Nr. 28, Michael Spanner und Hildegard

Hainsbach Froschegg. Ehemaliges Hüt- und Gemeindehaus.

1555 Der Hofmarksherr Gabriel Kastner überließ der Gemeinde Hainsbach einen mit Graben und Zaun umgebenen Grund zur Erbauung eines Hauses für den Hüter. Der Hüter war frei von Scharwerk und Vogteiabgaben, die Stift betrug 5 Wiener Pfennig. Außerdem hatte der Hüter dem Gabriel Kastner oder seinem Stifter das Vieh unentgeltlich zu hüten. Der Hüter für Groß- und Kleinvieh wurde von Martini bis Martini gedungen. Er bekam von der Gmain Hainsbach 7 fl und 4 1/2 Schaff Korn.

1733 Die Dorfschaft Hainsbach stellte Jakoben Pämber, gewesenen Müllknecht, als Hüter ein. Man versprach ihm jährlich an Geld 6 fl und an Korn 4 Schaff 8 V. Von Martini bis Georgi erhielt er pro Stück Groß- und Kleinvieh 1 Pfennig. An Geor gi gab ihm jeder ganze und jeder Halbbauer 1 1/2 Laib Brot. Dafür war der Hüter schuldig, das Groß- und Kleinvieh zur rechten Zeit aus- und einzutreiben.

1738 Matthias Hausmann, Hüter in Hainsbach, starb mit 90 Jahren.

1740 Stefan Wurzer, Hüter in Hainsbach. 1749 heiratete der Witwer Agnes Ammerin von Biburg.

1751 Simon Mayer, Hüter in Hainsbach. 1768 heiratete der Witwer Simon Mayer Maria Haslbeck.

1853 An das Hüthaus wurde das Gemeinde- oder Armenhaus, auch „Gschlössl“ genannt, angebaut. Das Hüt- und Armenhaus der Gemeinde wurde abgebrochen.

1974 Michael Spanner und Hildegard, Bau eines neuen Wohnhauses

 Hs.Nr. 17, früher Hs.Nr. 32, Johann Obermeier und Irmgard

Hainsbach-Froschegg. Dieses Anwesen entstand 1724/1725 auf einer Ödung nahe dem „Khollhaufen oder Froscheckh“

1724 Der ehrbare Adam Fruehmann, Mesner zu Hainsbach, und sein Eheweib Eva kauften von Ihro Hochw. und Gnaden, Herrn Prälat Wolfgang von St. Emmeram, Grund und Boden nahe dem Khollhaufen oder Froschegg mit einem Gärtl, das mit 4 Marchgrieben oder Stecken vermarcht worden war und in der Länge 14 und in der Breite 13 Schritt hatte, erbrechtsweise um 7 fl. Die Grundgilt betrug 34 kr 2 hl, das Scharwerk 1 fl 30 kr. Zum Schloß Hainsbach waren je 1 V Korn und Hafer und eine Fastnachtshenne zu entrichten, und zwar erstmals 1728. Außerdem war innerhalb Jahr und Tag ein Haus zu bauen.

1725 Maria Fruehmannin heiratete Johann Schmaisser,Viertelbauerssohn von Haidersberg.

1762 Peter Schmaisser, Leerhäuslerssohn von Hainsbach, heiratete Walburga Brunner von Eitting. Sie brachte 100 fl mit in die Ehe. Das Ehepaar übernahm das Erbrechtshäusl mit Gärtl um 102 fl. In zweiter Ehe heiratete Peter Schmaisser Elisabeth Reisinger von Gingkofen. Sie brachte 100 fl mit in die Ehe.

1802 Franz Eberl, Söldnerssohn von Oberwalting und seine Frau Anna, geb. Karl von Rutzenbach, kauften um 400 fl das Leerhäusl mit Baumgärtl. Die Verkäufer nahmen sich ein hergerichtetes Stübl lebenslang aus, außerdem einige Zwetschgenbäuml und die Erlaubnis, eine Geiß und zwei Hennen halten zu dürfen. In zweiter Ehe heiratete Franz Eberl 1807 Magdalena Höflmayerin. Sie brachte 240 fl mit in die Ehe.

1811 Josef Lermer, Bauerssohn von Pilling, kaufte um 550 fl das 1/16 Gütl, bestehend aus dem hölzernen Haus mit angebauter Stallung, dem 1/2 Tagwerk großen Gärtl, dem Düngerrest, dem notwendigen Futter für ein Stück Rindvieh, dem vorhandenen Holz bis an die Fenster, der Streu und einem Schaf. Im Jahre 1812 heiratete Josef Lermer die Hüterstochter Anna Stadler von Dettenkofen. Sie brachte 200 fl, Bett, Bettstatt, Kasten und Truhen mit in die Ehe.

1841 Johann B. Lermer heiratete Anna Braun, Schmiedstochter von Hagenau.

1882 Andreas Schuller ehelichte Anna Sandbühler von Neuhofen. Weitere Anwesenbesitzer waren Panzer, Fischer und der Nussermüller. Georg Seebauer kaufte das Anwesen vom Nussermüller. Er heiratete 1895 Theres Schöfböck, Söldnerstochter von Schwimmbach.

1938 Georg Seebauer und Maria, geb. Dengler

1959 Johann Obermeier und Erna, Abbruch des Anwesens

1989 Johann Obermeier und Irmgard, geb. Ecklreiter von Alburg, Neubau. Außerdem sind sie Besitzer des Lagerhauses Hs.Nr. 12.

Das Bild zeigt das Hainsbacher Hüaterhaus um 1930 mit den letzten Hüatern im Dorf, dem Ehepaar Spitzer, deren Tochter Katharina und deren Ehemann Spanner. Am linken Bildrand ist der Giebel des Hainsbacher Gemeindehauses zu sehen. Hüathaus und Gemeindehaus wurden 1960 abgebrochen. Heute steht an ihrer Stelle das Anwesen Michael Spanner

Das Bild zeigt das Hainsbacher Hüaterhaus um 1930 mit den letzten Hüatern im Dorf,dem Ehepaar Spitzer, deren Tochter Katharina und deren Ehemann Spanner. Am linken Bildrand ist der Giebel des Hainsbacher Gemeindehauses zu sehen. Hüathaus und Gemeindehaus wurden 1960 abgebrochen. Heute steht an ihrer Stelle das Anwesen Michael Spanner

 Hs.Nr. 18, früher Hs.Nr. 33 1/2, Heinz Schreiber und Maria

Hainsbach-Froschegg

Ca. 1862 Andreas Guggeis, Binder, baute das Anwesen. Vorher besaß er die frühere Hs.Nr. 12 in Hainsbach, die er im Jahre 1863 an Andreas Seiler verkaufte.

1890 Ludwig Dünzl, Schuster, heiratete die Häuslerstochter Kreszenz Reichhardt von Hainsbach.

1930 Johann Obermeier und Anna, geb. Hofbauer von Hainsbach (früher Hs.Nr. 19), kauften das Anwesen um 3.000 Mark.

1950 Rosa Obermeier

1983 Heinz Schreiber und Maria, Kauf

 Hs.Nr. 19, früher Hs.Nr. 34, Georg Bründl und Irma

Hainsbach-Froschegg. Auch dieses 1/16 Anwesen entstand in den Jahren 1724/25. Diese im 18. Jahrhundert gegründeten Anwesen zahlten nur die Hälfte der Ehehaftabgaben. Jedes Anwesen war 1/16 Gütl.

1724 Der ehrbare Josef Mayer, Wagner, und seine Frau Walburga kauften von Ihrer Hochwürden und Gnaden Wolfgang, Reichsprälat zu St. Emmeram in Regensburg, Grund und Boden jenseits des Khollhaufens nahe einem Graben, 30 Schritt lang und 15 Schritt breit, um 7 fl 30 kr. Die Grundgilt betrug 34 kr 2 hl, das Scharwerksgeld 1 fl 30 kr. Zum Schloß Hainsbach waren je 1 V Korn und Hafer Vogtgetreide und eine Fastnachtshenne zu liefern. Innerhalb eines Jahres war auf dem Platz ein Haus zu errichten. Zur Finanzierung des Baues liehen Josef Mayer und seine Frau 16 fl von der Sebastianibruderschaft. Verheiratet war Josef Mayer mit Walburga Kuttenhofer von Neuhofen. Die Braut brachte ein gerichtetes Bett, eine Bettstatt, eine Truhe, eine Kuh und 50 fl mit in die Ehe. In zweiter Ehe heiratete Mayer 1757 Katharina Stettmer, Leerhäuslerstochter von Hainsbach. Sie brachte 110 fl, ein Bett, eine Bettstatt, Truhen und eine Kuh mit in die Ehe. Dem Sohn aus erster Ehe vermachte Josef Mayer 90 fl und, falls er in die Fremde gehen wollte, 1 Spießhaken, 1 Reifmesser, 1 Dippel u.a., den beiden Töchtern je 30 fl.

1777 Wolfgang Raith, Wagnergeselle von Wiesenfelden, kaufte die Wagnerbehausung mit Wagnerwerkzeug, Holz, Hausgarten und Äckern um 330 fl. Er heiratete Katharina Wagner von Wiesenfelden. Die Braut brachte 160 fl mit in die Ehe. Zum Kauf des Wagnerhäusls entliehen die Eheleute von der Sebastianibruderschaft 265 fl. In zweiter Ehe heiratete Raith Anna Maria Petzendorfer von Alburg. Sie brachte 400 fl mit in die Ehe. Raith starb 1809 im Alter von 57 Jahren.

1809 Andreas Roß, Wagner von Gossersdorf, kaufte von der Wittib Maria Anna Reith die Behausung um 430 fl. Die Verkäuferin nahm sich lebenslang eine Kammer als Wohnung aus.

1841 Peter Roß übernahm von seinen Eltern um 1.550 fl. Er heiratete Anna Hietl, Halbbauerstochter von Haindling. Sie brachte 550 fl und 1 Roß mit in die Ehe. In den Jahren 1850/51 kam der Wagner Peter Roß auf die Gant. Der Pfarrarmenfonds verlor 325 fl und 94 fl Zinsen. Im Hainsbacher Armenprotokoll von 1855 heißt es, daß nach dem Tod des Eheweibes der vormalige Wagner Roß, nun Inwohner von Hainsbach, seine sieben minderjährigen Kinder als Wagnergeselle nicht mehr ernähren könne.

1858 Jakob Steinberger, Bauerssohn von Oberehring heiratete 1859 Anna Roß, Tochter des Wagners Georg Roß von Motzing.

1898 Die Wagnerstochter Maria Steinberger heiratete Xaver Kerscher von Krottenthal.

1939 Xaver Kerscher und Maria, geb. Kerscher, Metting

1958 Georg Bründl und Irma, geb. Kerscher