Gingkofen.de

Stadt Geiselhöring, Kreis Straubing-Bogen

Vorbemerkung

Anläßlich der Fahnenweihe der FFW Hainsbach übernahm Kreisheimatpfleger Michael Wellenhofer die Aufgabe die Geschichte von Gingkofen, Hainsbach, Wissing und Dungerfalter neu darzustellen, obschon es von diesen Orten bereits ausgezeichnete Werke von zwei excellenten Heimatforschern gibt.

Im Jahre 1802 veröffentlichte Pater Roman Zierngibl, der letzte Probst der Probstei Hainsbach, die sehr umfangreiche „Geschichte der Probstey Hainspach“, erschienen in der akademisch -Seidlischen Buchhandlung München. Pater Roman Zierngibl war Mitglied der Akademie der Wissenschaften in München und bürgt daher für gründliche wissenschaftliche Forschung. Nach eigenen Angaben bearbeitete Zierngibl alle alten Urkunden und sichtete in den Archiven alle Register und Rechnungen, die sich auf diese Orte bezogen. Die Sammlung all dieser Nachrichten bis 1802 und ihre Verwertung in seiner „Geschichte der Probstey Hainspach“ ist das große Verdienst des Roman Zierngibl. Allerdings wird der Laie heute mit dieser Zierngibl’schen Geschichte Schwierigkeiten haben, sie zu verstehen. Die teilweise recht altertümliche Ausdrucksweise und nicht mehr gebräuchliche Begriffe erschweren das Verständnis. Außerdem macht es die Vielfalt der Nachrichten schwer, Wesentliches und Wichtiges herauszufinden.

Karl Holzgartner, von 1906 bis 1909 Kooperator in Hainsbach/Haindling, nahm für seine „Geschichte des Pfarrbezirks Hainsbach/Haindling“ Roman Zierngibls „Geschichte der Probstey Hainspach“ als Grundlage und verweist auch immer wieder auf sie. Sein großer Verdienst ist es, die Nachrichten Zierngibls den einzelnen Höfen zugeordnet und somit Hofgeschichten verfaßt zu haben. Außerdem führte Karl Holzgartner die Geschichte des Pfarrbezirkes von 1802 weiter bis zum Beginn unseres Jahrhunderts. Der große Nachteil von Holzgartners Geschichte ist jedoch, daß sie nur handschriftlich, und zwar in deutscher Schrift, die heutzutage nur noch von wenigen gelesen werden kann, überliefert ist.

Sämtliche Angaben  beziehen sich auf den Stand von 1998. Die Beiträge sind wortwörtlich aus der Festschrift der FFW entnommen. Die letzte Rechtschreibreform wurde daher nicht berücksichtigt. Ebenso wurden zwischenzeitliche Eigentumsänderungen nur zu einem geringen Teil berücksichtigt, da die entsprechenden Informationen fehlen.